• Diese Woche konnte ich auch mal mit den ersten Anlagenbauarbeiten beginnen.
    Mein Spielzimmer ist/wird in den größten Ausdehnungen10,70 x 7,25m mit stellenweisen Einschränkungen um Fenster öffnen zu können.
    Da ich schon mit der Wasserwaage ein leichtes Gefälle im Raum festellte übernahm ich von Rainer Hipp einen auf der Ausmusterungsliste stehenden, auf ein Drehstuhlgestell montierten Laser um rundum im Raum eine "Grundlinie" ziehen zu können. Da der jahrzehntealte Laser schon einiges mitmachte, brauchten wir dann doch einen ganzen Nachmittag um Gestell und Laser so in Übereinstimung zu bringen daß er in jeder Richtung winklig zur Drehwelle stand. Wollte aber den Aufwand einfach deshalb treiben damit nachher nicht kugelgelagerte Wagen wegrollen und in der nä. Weiche Kurzschluss machen.

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    Hier an der längsten Wand kommt unten der Schattenbahnhof und obendrauf der Hauptbahnhof. Die ganze Unterkonstruktion entsteht aus Photovoltaik (PV) -Profilen, unten mit einer Nut für 10er-Schrauben und oben für 8er. Diese Profile waren nicht teurer als 10 x 2cm Holz-Leisten im Baumarkt, da meine Frau sich vor ein paar Jahren eine PV-Anlage gönnte und ich dann einfach noch 200m Schienen dazukaufte. Die Nulllinie legte ich auf die untersten 5mm-Bohrungen der Balkenwinkel. Da die Wand nicht wirklich gerade ist - es waren einst drei Räume - bekam jeder Balkenwinkel ein Langloch für die Schienenbefestigung. Die ersten drei wurden dann zunächst mit einer Schraube fixiert und mit der Wasserwaage ausgerichtet, dann die 6m-Schiene aufgelegt und alle Winkel drangeschraubt damit die Oberkante zur Schiene stimmt. Als die untere Winkelreihe positioniert und montiert war, fertigte ich mir eine Abstandshülse mit der ich die oberen Winkel dann anschraubte.

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    Bei der untere Schienen wurde am ersten und letzten Winkel der gleichen Wandabstand festlegt und dann die Schiene per Augenmaß geraderichtet und mit einer größeren Kugellagerkugel getestet ob nicht doch irgendwo ein Hügel enstanden ist.
    Da noch das letzte - gößere - Raumviertel noch der Fertigstellung harrt, kann der Anlagenbau bis auf weiteres nur nebenher laufen. Will aber noch dieses Jahr wenigstens ein Stück hin und herfahren können.

  • Hallo Michael

    Arbeiten mit den Laser sind sehr gut, absolut kann man alles auf einer Höhe motieren.

    Wir haben einen von Hilti der richtet sich selber aus,ist mit Aufbau in ca 1 Minute voll einsatz fähig.

    Ich kenne die älteren Laser auch, deren Handhabung ist etwas umständlich.

    Lieber ein neueres Model leihen als sich zu ärgern.

    Wenn du noch nicht alles im Raum angezeichnet hast, wirst du beim neu einrichten deines Lasers viel ( Spaß ) haben.

    Wünsche dir viel erfolg bei deinen Aufbau

    MFG. Sven Hofmann

  • Hallo Michael,

    das hört sich doch gut an. Die ersten Schritte sind gemacht und du wirst sehen, es macht sehr viel Spaß. Bei mir ist das jedenfalls so.

    Ich kann die Aussage von Sven verstehen und einen neuen Laserliner gibt es ja durchaus für überschaubares Geld. Viele sind selbstjustierend und dann geht das sehr schnell, dass du loslegen kannst. Bei dem, was auf Dich an "Bauen" zukommt, wäre es eine echte Überlegung wert aus meiner Sicht.

    Weiterhin viel Spaß und Freude beim Bau. Bin auf deine Fortschritte gespannt. Platz für eine tolle Anlage hast du ja genug und 2,3m Radius sollte auch kein Problem sein.

    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo mitnander,

    daß der Laser nicht mehr korrekt im Gehäuse saß, war bei unseren ersten Versuchen nicht erkennbar und so kam eben das Eine zum Anderen bis er letztendlich stimmte und so kann ich ihn jetzt jderzeit nutzen. Er wurde ja hauptsächlich gebraucht weil ich aus drei Räumen einen machte und die Estrichlagen halt nicht ganz gleich sind. Durch nachbessern und überschleifen hab ich jetzt halt von links nach rechts 2cm Gefälle die ich nicht auf der Anlage wollte.
    Anlagenmäßig werd ich zunächst mal nur ein Winkelstück (von rechts unten nach links oben) aufbauen um Fahrzeuge, Weichenantriebe und Kameraüberwachungen probieren zu können. In erster Linie muß der Raum fertig werden, d. h. der Kniestock auf 4m Länge versetzt, die Raum-Decke/-Schräge mit OSB-Platten verkleidet und der Laminatboden vollends verlegt werden. Erst dann kann ich neben sonstigen "Hausaufgaben" mich voll auf den Anlagenbau konzentrieren.
    Hier mal ein Plan des Schattenbahnhofs:

    [Blocked Image: https://i.ibb.co/Z2JDQPr/Schattenbf-Einzellinien.jpg]
    Das Rastermaß ist 1m.
    Die "Ausbeulung" oben ist der versetzte Kniestock, der mir weitere Abstellmöglichkeiten und eine Rundfahrstrecke im späteren Untergrund ermöglicht.

  • Hallo Michael,

    was für Platz! Was für Möglichkeiten!
    Und solide geplant und gebaut, das ist doch die wichtige Grundlage.

    Toll!

    Viele Grüße,
    Guido

  • Servus, Michael,

    da bin ich ja sehr erfreut, dass Du nun endlich mit dem Anlagenbau beginnen kannst, wenn auch erst etwas eingeschränkt. Ich freu mich schon auf Deine Berichte. Das Du in Deinem Eisenbahnraum auch gleich ein WC integrierst, ist schon was Besonderes. Da braucht es natürlich eine Kameraüberwachung, falls man mal ein dringendes Geschäft erledigen muss, und neben der Spülung hängt der Funkregler für alle Fälle ... :lachtot: Klasse

    Viele Grüße

    Der Michel

  • Hallo Michael,
    Glückwunsch zum "Endlich" ...
    Da ich den Urzustand Deines Raumes kenne, werde ich, sobald Reisen in diesen Corona-Zeiten wieder möglich ist, mal eine "Projekt-Controlling-Fahrt" in meine schwäbische Heimat machen, um den Baufortschritt zu checken. Viel Erfolg bei Deinem Vorhaben.
    Schöne Grüße nach Lichtenstein und bleib gesund,
    Uli

    Ulrich Geiger
    Ein Schwabe in Mittelhessen
    - Wir können alles außer Hochdeutsch -
    Anrede: Ich möchte nicht automatisch geduzt werden, sondern nur von persönlich Bekannten. Ich antworte nicht auf Beiträge ohne Klar-Namen und möchte von diesen auch keine Antworten!
    (Avatar: mein Himalya-Khumbu-Trekk zum Yeti und noch rd. 5 Tages-Etappen zum Mt. Everest Base Camp, der Kleine Nepali an meiner Seite ist Sherpa-Guide Kumar, im Hintergrund v. l.n. r. Mt. Everest, Lotus, Lotus Shar)

  • Hallo Michael ,

    den Anfang hast Du ja schon länger gemacht indem Du erst mal den großen Raum dafür hergerichtet hast .
    Da hat man natürlich viel Zeit zum vorplanen der Anlage .
    Es ist gut und wichtig das Du ein solides Untergestell bauen kannst , auf dem man möglichst herumlaufen-kriechen kann.
    Der nächste Schritt wird dann sicher der Bau der Abstellanlagen sein , weil diese ja zum Teil unter der Anlage liegen .
    Das sollte fertig und betriebsfähig sein , bevor Du das mit der Anlage überbaust . Auch damit der eigentliche Bahnhof nicht dauernd zugefahren wird .
    Mindestens 30-40 cm Zwischenraum zwischen den Ebenen einhalten , damit man im Falle einer Störung oder Arbeiten unter der Anlage auch noch dran kommt .

    Tipp vom Weichenschmierer . Das abrollen von Wagen ist auch beim Vorbild bekannt .
    Dort liegen die Berieche zwischen den Ein.-Ausfahrweichen nach Möglichkeit in einer leichten Senke . Die Bahnhöfe sind niemals völlig waagerecht .

    Mit solch einer Laserwaage auf Dreibein habe ich mich hier auch anfangs herumgeschlagen .
    Nach der Grundjustierung braucht man es nicht mehr , ausleihen einer modernen Variante ist sinnvoll - ausreichend .
    Es wird noch viele Überraschungen und Hürden geben .

    Gutes Gelingen und Freude am Anlagenbau
    Günter

    Günter, Großhettstedt, Ilmtal

  • Jesses ... er hat wirklich angefangen

    Die Bilder belegen ja, dass es jetzt keine nordkoreanische Propaganda alla Kim Jong-Un ist.
    Für die Dampflok waren 27 Jahre nötig. Da kann es ja nicht so lange gehen, bis die Anlage steht [size=10] [/size]:rolleyes:[size=10] [/size]
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    Auf gutes Gelingen
    Bodo

  • Für die Dampflok waren 27 Jahre nötig. Da kann es ja nicht so lange gehen, bis die Anlage steht


    Servus Bodo,

    für die Lok hatten wir alle maßgeblichen Teile, deshalb konnten wir durchgehend arbeiten und es dauerte nur 27 Jahre (breitgrins)
    Für die Anlage hab ich vielleicht die Hälfte der Weichen und HEGOB meldet sich mal wieder nicht auf Mails, da seh ich noch so manches Problem :(
    Zum Glück hab ich genug zum Fahren um mir die Wartezeit zu vertreiben.

    @ Jörg:
    Im Endausbau werden es etwa 60 Weichen sein. Selbstbau hab ich mir da abgeschminkt.
    Verwende überwiegend HEGOB-Material da die seit Jahren angekündigten Bogenweichen von KM1 zwar etwas platzsparender wären aber noch weniger lieferbar ;)
    Muss vielleicht noch dazuschreiben dass die Anlagenabmessungen mir schon seit 9 Jahren bekannt sind und ich deshalb genug Zeit hatte zu planen und - virtuell - zu fahren. Gleichzeitig dann auch nach Gleis- und Weichenmaterial Ausschau zu halten. So konnte ich etwa 80m MS-Gleis von einer ehem. Ausstellungsanlage bekommen das für den Schattenbahnhof noch brauchbar ist. Dann immer mal wieder Hübner-Gleise und Weichen von MSM und HEGOB von verschiedensten Gebrauchtverkäufen oder -versteigerungen "erbeuten". Dann hat mir HEGOB einen schönen Hosenträger für 140mm Gleisabstand gebaut, eine Bogenweichenkonstruktion ist dort noch in Arbeit.

  • Hallo Michael,
    schön, ich freue mich auf weitere Fotos und Beschreibungen vom Bau der Anlage!!
    Mit einem durchsichtige langer Schlauch (Gartenschlauch) gefüllt mit Wasser, abschliesbar an beide Seiten allein oder mit zwei Mann und die Daumen drauf beim bewegen der Schlauch geht das ausrichten auch. Das Wasser ist jeder Zeit in Ruhe am beiden Enden eben hoch. 50 Meter mit 13mm Durchmesser ist etwa 40 Euro bei Amazon, Eine dunnere Schlauch ist vielleicht billiger.
    Um das Fundament der Pyramiden egal zu bekommen haben die Egypter kleine wasserkanalen aus dem Untergrund ausgehack und mit Wasser gefüllt. Dann war gleich sichtbar was zu hoch war. Der Schlauch ist dann etwas praktischer in deinem Fall. :)

    MfG,
    Martien

  • Hallo Martien

    Das ist eine Schlauchwaage,die haben wir 1984 beim bau unseres Hauses auch verwendet.

    Die Schlauchwaage hat links und rechts einen durchsichtigen Messeinsatz mit millimeter Einteilung.

    Die ist sehr genau bei richtiger Handhabung. Nachteil man benötigt immer zwei Personen.

    Sven Hofmann

  • Hallo Michael,

    na da wünsche ich Dir viel Geduld mit Hegob.

    Wollte ich auch verwenden, trotz mehrerer Telefonate und die verliefen in netter Atmosphäre, denn da glaubte ich noch an eine Lieferung.

    Habe ich es dann nach mehr als einem halben Jahr aufgegeben, sonst würde ich vielleicht jetzt noch warten.

    Es ist sehr frustrierend, wenn man auch nur auf eine kleinere Lieferung so lange warten muss.[size=10] [/size]:thumbdown:[size=10] [/size]

    Viele Grüße

  • Hallo,

    ggf. ist ja jemand mal in der Gegend um Solingen und kann in der Firma persönlich Bescheid sagen, dass es reichlich Interessenten gibt die deren Schienen und Weichen kaufen möchten.

    Ohne Corona wäre ich hingefahren und hätte nachgefragt. Allerdings haben nun die Schweizer den Zuschlag erhalten.

    MfG

    Jörg