Posts by Günter Schmalenbach

    Die Schutzwagen waren um die Jahrhundertwende erforderlich um die Reisenden vor den schädlichen Auswürfen der damals üblichen Nassdampflokomotiven zu schützen .

    Rauch ; unverbrannte Kohlestücke ; Ascheauswurf ; Auswurf von heißen Wasser ; Kohlenstaub ab Tender usw.

    Eine spürbare Entlastung trat erst ein mit der Einführung der " Zeitgemäßen Heißdampflokomotive der Gegenwart " Robert Garbe 1907 .

    Saubere Verbrennung , Funkenfänger in der Rauchkammer , Rauchkammerlöscheinrichtung , hochüberhitzter Dampf , kaum Wasserauswurf aus dem Kamin .

    In den 20ger Jahren waren die alten Naßdampflokomotiven weitgehend in untergeordnete Dienste versetzt so das die Reisenden von den Auswirkungen nichtmehr so stark betroffen waren .

    Die Schutzwagen oder jetzt Packwagen wurden aus betrieblichen Gründen weiterhin in der Regel an der Zugspitze hinter der Lok eingesetzt . Auch weil eine Dampflok niemals ohne Hinterlassenschaften fährt .

    In der Spur 1 steht uns mittlerweile eine große Auswahl an Personen.-Pack.-und Postwagen zur Verfügung . Damit lässt sich aus den historischen Vorlagen fast jeder Haupt.- oder Nebenbahnzug zusammenstellen .

    Es darf bunt gemischt werden zwischen den einzelnen Wagentypen soweit diese die technischen Voraussetzungen erfüllen . zulässige Höchstgeschwindigkeit und Bremsausrüstung allem voran . Der langsamste bestimmt das Tempo !

    Grüße

    Günter

    als Beispiel für die DRG-Fahrer auch Epocheübergreifend , Fotos aus meinem HO-Bestand

    Dampf : BR92 ( Weinert ) ; G7 ( links Schwarz , rechts Piko )

    E : ersatzweise oder als Ergänzung : Aussichtstriebwagen VT 90501 ( EK-Sonderdruck 1980 DB - DRG )

    Diesel : VT75 ( Trix ) ; VT 137 Triebzug m. Beiwagen ( Liliput )


    Grüße

    das sind Versuche an einzelnen Wagen um die Nachteile der Kriegsbauart irgendwie auszugleichen ; Stahlsparmaßnahmen , Materialknappheit , schlechte Lackierung usw. ; einhergehend schneller Verschleiß bis zur Unbrauchbarkeit .

    Beispiele für sowas gibt es mehrere , unter dem Strich kamen dabei untaugliche Neubauten-Vorschläge heraus . Auch mit älteren Massenwagen .

    Die Leiter der AWen wollten sich damit ein Denkmal setzen .

    Entschuldigung Rechenfehler .

    40km/h entspricht 11,11 m/sechs.

    d.h. für ein Laufrad von 1000mm Durchmesser = 3,6 Umdrehungen pro Sekunde entsprechend 216 U / min.

    Da die Räder rotationssymetrisch sind ist hier noch kein auswuchten üblich.

    Bei höheren Geschwindigkeiten bspw.80km/h müssen engere Fertigungstoleranzen eingehalten werden .

    Das ist nicht zu verwechseln mit bspw. Lokradsätzen . Diese müssenwegen der hin.-und hergehenden Massen durch die Triebwerksteile mit Gegengewichten ausgeglichen werden .

    Grüße

    Günter

    Hallo Robert ,

    01.04.1920 Gründung der DRG also Zusammenschluss der ehemaligen Länderbahnen , Sonderfall Gruppenverwaltung Bayern .

    Damit wollte man Vereinheitlichung unter anderem im Fahrzeugwesen erreichen . Radsätze für Wagen und Ausrüstungsgegenstände usw.

    Die Sicherheitsbestimmungen wurden natürlich auch vereinheitlicht.

    Radsätze : Es gab um die Jahrhundertwende 1875 - 1909 eine Unzahl unterschiedlicher Versuche und Radsatzbauarten . Radscheiben , Radscheiben und Speichen , geschraubt, gemieteten und anfangs sogar die Radreifen mit den Radscheiben und Radnaben verschraubt. Probleme noch und noch . Darum waren die Radsätze bis in die 20ger Jahre z.T. nur für Handspindelbremsen mit Bremser für niedrige Geschwindigkeiten geeignet. Max. 40km/h .

    Dazu kommen Probleme in der Gleislage und auch in den Führungen der Achslager sowie unruhige Federung zwischen Radsätzen und Fahrzeugaufbau . Vertikale und horizontale Stöße , Schlingern, Wippen , Zucken . Insgesamt unruhiges Fahrverhalten .

    Alles nachlesen in Eisenbahnwagen in Originadokumenten ( 3 teilgenommen) Steiger- Verlag 1986/1987 . Unter den unruhigen Gang der Eisenbahnwagen und die dagegen anzuwendenden Vorkehrungen . Von L.Stösger Maschinen-Inspector der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn. Im Januar 1881.

    So kam es dann zur Entwicklung eiserner Speichenradsätze auch um Gewicht zu sparen , tote Massen .

    Die bei uns Modellbahner sehr beliebten Doppelspeicheradsätze waren das Ergebnis .

    Bei der Wiederöffnung des ehemaligen Hamburger-Kopfbahnhof in Berlin ( ehemaliges Verkehrsmuseum der DRG ) konnte man den Herstellungsprozess der Doppelspeichenräder am Original und Texttafeln sehen. ( heute eingelagert ) . Die Speichen bestehen aus Schmiedeeisenstreifen als 8 Dreiecke im Freiformverfahren und Schmiedefeuer mit der Radnabe zusammengeschmiedet . Nach den damals möglichen Toleranzen bearbeitet und mit dem Radreifen zusammengefügt . Bei den betrieblichen Belastungen und vor allem scharfen Bremsen ( Wärme ) führte das häufig zum lösen der Radreifen . Mehr als 60km/h und träge regierenden Saugluftbremse war damit nicht möglich .

    So kam es dann ab ca.1904 mit den neuen 3 achs. Abteilwagen zum Einsatz von Scheibenradsätzen . Nun waren die Radreifen auf die Radscheiben aufgeschrumpft und mit Sprengring gesichert . ( alte , noch brauchbare Doppelspeichenradsätze die auf den Nebenbahnen noch Verwendung fanden wurden sehr spät die Radreifen mit den Schmiedesternen verschweißt , bis zur Verschrottung )

    Parallel dazu wurden dann Gusseiserne Radsterne für Wagen entwickelt . 8 , 9 , 10 , 11 , 12 Speichen je nach Belastung für Personen oder Güterwagen . Hier konnten die Radreifen ebenso aufgeschrumpft und gesichert werden.

    Musterblätter , sind keine Werkstattzeichnungen ! Das ist nur die Vorlage der gewünschten Wagentypen , im Detail nach den geltenden Regeln der Technik.

    Puffer : die Abteilwagen der Bauart 1904 wurden ab Werk zunächst mit Stangenpuffer ausgeliefert , weil sich die älteren Korbpuffer unter der Hauptbahnbelastung , höhere Geschwindigkeit , höhere Druck.- und Stoßkräfte schnell als untauglich erwiesen . Mit der Lange vorbereiteten Einführung der schärfer wirkenden K-Druckluftbremse 1926 und höhere Fahrgeschw. 80km/h mussten in der Folge die Wagen mit Hülsenpuffern ausgerüstet werden . Damit konnte dann strammen gekuppelt werden und nochmals ein ruhigerer Lauf erreicht werden.

    Auch 3 achs. Abteilwagen älterer Bauart wurden bei guten Zustand so nachgerüstet . Natürlich auch bayrische mit 10 Speichen Rädern.

    Ja , auch der Wittfeld hat 10 speichige Räder an den innen liegenden Antriebsradsätzen . Unter den Batteriekästen sind es Scheibenräder , vermutlich wegen höheren Achsdruck .

    Beste Grüße

    Günter

    Hallo Dieter ,

    die Märklin-Abteilwagen Bauart 1904 in der Epoche 1 sind so völlig in Ordnung ursprünglich mit Handspindelbremse , Saugluftbremse und Doppelspeichenräder . siehe Musterblatt das war damals Stand der Technik .

    Habe selbst einen solchen Wagen als Museumswagen mit Luftleitung eingestellt .

    Bei der weiteren Beschaffung wurden die Wagen ab Werk mit Stangenpuffer ausgerüstet .

    Mit Einführung der Knorr - Druckluftbremse bis-ab 1926 alle Wagen mit Scheibenradsätze und Hülsenpuffer .

    ( bei der damit zulässigen höheren Fahrgeschwindigkeit und grobes abbremsen durch die einlösige Druckluftbremse erwärmen sich die Radreifen auf den alten Radsternen und lockern sich )

    Im Bild 3 der gut aufgearbeitet DGEG-Wagen . Noch Länderbahn - noch nicht umgezeichnet für DRG

    nach 1945 wurden die Eigentumsmerkmale entfernt , den DB-Keks haben diese Wagen nicht mehr gehabt . Bremserhäuser abgebaut Handspindelbremse -Kurbel innen . Sammlung P.T. / G.S.

    Bild 5 die Märklin Wagen lassen sich mit einigem Aufwand in die DRG-Ausführung umbauen

    Bild 6 noch ein Foto von dem angekündigten Postwagen ? Sammlung Leyer

    Grüße Günter

    Bitte nicht verwechseln mit den Bauarten 1897 und ältere . Diese hatten flache Dächer und waren seinerzeit handgebremst , mit Korbpuffern und Speicheradsätzen . Diese Wagen hatten zum Teil bereits Saugluftbremse max. 60km/h . Modelle gab es von Dingler .

    Die pr. Abteilwagen jetzt von Wunder waren ab Werk mit den stärkeren Stangenpuffern ausgerüstet weil bereits für Druckluftbremse gebaut . Der Einbau der Druckluftbremsen war dann 1926 im Rahmen der Revisionen abgeschlossen. Bei der Verwendung der KK-Druckluftbremse dürfen nur Scheibenradsätze verwendet werden jetzt 80 km/h . Der mittlere , ungebremste Radsatz kann Doppelspeichenradsätze haben .

    Mit dem Einbau der KK-Druckluftbremse wurden dann zugleich Hülsenpuffer eingebaut wegen der höheren zugelassenen Höchstgeschwindigkeit und den höheren Druck.- und Stoßkräften .

    Die meisten der älteren Flachdachwagen erhielten bei den Revisionen ebenfalls nachträglich KK-Druckluftbremse und Scheibenradsätze zur Verwendung in den schneller laufenden Zügen .

    ja , alles schön und gut . Listen für persönliche Vorlieben und letzten Endes findet sicher Jeder seine Wunschlok wenn Er sich diese zusammenstellen kann . Literatur zur P8 gibt es ja reichlich und die bekannten Bildarchive tragen auch noch viel dazu bei .

    Ich möchte das mal im Modell sichtbar machen soweit das bisher möglich war . Verschiedene Herstellermodelle habe ich nicht , daher muss ich mich auf meinen Umbaubestand beschränken .

    Bild 1 meine umgebaute Märklin-P8 vom BW Bestwig Rbd Kassel heute mal zur Ansicht mit dem langen Tender der S10.1 , ohne die Bretteraufsätze wirkt die Lok noch schlanker . Bild 2 das Gespann von hinten .

    Bild 3 der Tenderaufstieg mit Brücke bei der 17 1203 Bild 4 gleiche Situation bei 38 3408 mit umgebauten Märklintender .

    Bild 5 Unterseite Lok 38 3408 -Tender nach Umbau mit allen Anschlüssen . Hier sieht man gut die stromführenden Tenderstoßpuffer welche zugleich die Lok und Tender im Bogen und Wiedereinlauf in die Gerade sauber einstellen . Radius 1750 -10% Toleranz kein Problem .

    Bild 6 Vergleich der Tenderarbeitsbühne links S10 rechts P8

    Bild 9 Frontansicht der beiden Lok 17 1203 - 38 3408

    Bild 10 Seitenansicht der Drehgestelle .

    Spurkranzhöhe bei S10.1 1,15 mm ; es war nicht einfach damit störungsfrei auf der Anlage bei R 2300 und im Radius 1750 ( kehrschleifen ) zu fahren . Kurzschlüsse an den Schutzblechen und an den Rahmenwangen . Entweder Vitrine oder nacharbeiten .

    Spurkranzhöhe bei der P8 1,8 mm ; problemloser Betrieb .

    Bild 10 38 1872 , Umbau Märklin , Saalfeld Rbd Erfurt . Bild 11 Heizerseite , Bild 12 Tender mit Servo für Wasserkastendeckel und Fernkupplung .

    Soweit mein Beitrag zu den Lok zur Epoche 2 . Die Übergangsvariante KPEV-DRG mit grünen Kessel wäre schön aber mit den Zierstreifen !

    Alle anderen Varianten mit Kurztender - Wannentender und Wendezugsteuerung je nach Epoche .

    Lassen Wir uns mal überraschen .

    Grüße Günter

    Das wird hier ne Endlosdiskussion bei der vorbildorientierten , unendlichen Vielzahl an Varianten von P8 .

    Die liefen ja nicht nur im süddeutschen .

    3 Tender ; 3 Lokvarianten einzeln anbieten ohne Loknummern und Heimatanschriften . Letztere bieten andere Anbieter auch mit Wunschloknummer an . Kann man auch selbst anbringen .

    Es wäre bis dahin mal an der Zeit alte Bestellungen abzuarbeiten. Bspw. die BR86 . Da konnte ich nichtmal eine naheliegende Wunschnummer bestellen.

    Es fehlen auch noch 44ger.

    die Vielfalt der über die Jahre gelieferten P8 Modelle ist doch schon recht beachtlich .

    Niemand wird ohne Grund seine auch nicht ganz billige oder mühsam aufgewertete Lok abgeben .

    Für die Epochen 1 - 3 sähe ich daher eine P8 mit Langlauftender der S10 als sinnvolle Ergänzung .

    Für die Epochen 2c - 4 eine P8 mit Wannentender .

    Zu überlegen wäre evtl. Lok und Tender einzeln anzubieten . So kann jeder sein Wunschmodell selbst aufbauen .

    Grüße Günter

    das die Lok wegschleichen auf Abstellgleisen und in der nächsten Weiche Kurzschluss verursachen kommt leicht vor .

    Habe ich im unteren Bereich schonmal 3 Wochen nach gesucht .

    Das passiert schnell wenn die Lok beim herunterfahren noch nicht ganz abgemeldet ist und oder die Abschaltgleise vor der Weiche zu kurz sind (kann dann Stromübertragung bspw. durch den nächsten Wagen mit Beleuchtung geben ) Beim neueinschalten der Anlage schleicht die Lok dann los . Hier braucht bspw. die 05 mindestens 2 Meter langen Abschaltbereich . Zum Glück habe ich zwischen dem Abstellbahnhof und der darüberliegenden Anlage minimal 50 cm Luft , sonst wär ich garnicht daran gekommen . Das Gleiche können dort auch entgleiste Wagen oder ähnliches verursachen .

    Zuletzt hatte ich diesen Ärger mit einem durchgeknallten Märklin Weichenantrieb - Decoder . War schon der Neunte ! Die vertragen sich garnicht gut mit der Ecos . Alle durch Esu-Servoantrieb und Switch-Pilot mit Extension ersetzt .

    Man erlebt täglich neue Überraschungen

    Hallo Jost ,

    kleines Missverständnis . Die 23 habe ich nicht , da kann ich zu der Dampfpfeife nichts sagen . Bei meiner KM1 05 geht sie .

    man muss allerdings im Allgemeinen sagen das diese Dampferzeuger kompliziert-teuer sind und oft eine eingeschränkte Lebensdauer haben .

    insofern bietet sich die nunmehr neu angebotene KM1 BR50 sehr schön für nachträglichen Umbau an .

    Siehe hierzu unter Youtube meine KM1 BR62 " Spur 1 Mitteldeutschland in Naumburg ... ein schöner Zug mit einer BR 62 "

    Neuer , veränderter Dampferzeuger ; Zimo-Decoder mit neuen Sondprofil .

    Oder " anfahrt s10-1 " Wir schrecken auch vor teueren Wunder Modellen nicht zurück .

    Wehr mehr will siehe " dampfer spur1 " ! Dann hast Du ein Abendfüllendes Programm .

    Nun will ich an meiner Anlage weitermachen und freue mich auf die Neue-Alte BR50 250

    Viele Grüße Günter