Individualisierungen am Ludwigshafener Dampfkran (Epoche4)

  • Hallo allerseits,

    in folgendem Beitrag geht es um einige Änderungen am Modell, welche den Kran unseren persönlichen Vorstellungen und Vorlieben näherbringen soll. ;)

    Jedem steht es schließlich frei sein Modell so zu gestalten, wie er möchte und hier wird nun gezeigt,
    was bei unserem Modell bis jetzt dazu umgesetzt wurde:

    Neues Betriebsprogramm:

    um den Kran für den Arbeitseinsatz zu optimieren, wurde das Betriebsprogramm wie folgt umgestaltet.

    Für die Epoche 4-Version wurde auch die Länderbahnpfeife gewählt (die Einheitspfeife klingt etwas unrealistisch).

    Damit man bei dem Kran während der Fahrt im Zugverband nicht versehentlich die Bewegungsfunktionen ansteuern kann,
    werden diese durch Verknüpfung von mehreren Tasten abgesichert.

    Dazu wurde der serienmäßige „Vitrinenmodus“ (alle Lichter an) in einen „Arbeitsmodus“ umprogrammiert.

    Damit der Kran nach dem Abkuppeln vom Zug auf abschüssigem oder geneigtem Gleis nicht unkontrolliert wegrollt,
    und/oder sich der Ausleger nach dem Anheben vom Schutzwagen nicht zur Seite drehen kann,
    werden und bleiben im Arbeitsmodus sowohl der Fahr- als auch der Drehantrieb dauerhaft eingerückt.

    Zur Kontrolle wird bei der Aktivierung des Arbeitsmodus die Auslegerbeleuchtung aktiviert (während diese an ist, darf der Kran nicht mit Fremdkraft bewegt werden!).

    Fakt ist: die fünf Motoren der verschiedenen Antriebe werden bei diesen Modellen über Micro-Relais auf einer Zusatzplatine vom Decoder über dessen Funktionsausgänge einzeln geschaltet.

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    Dabei schaltet jedes Relais die vorangegangenen Antriebe in einer vorgegebenen Reihenfolge aus und den gewählten hinzu.

    Die Reihenfolge der Zuschaltung ist dabei wie folgt:
    Fahrantrieb > Drehantrieb > Ausleger > Hauptflasche > Hilfsflasche

    Versuche, mehrere Funktionen gleichzeitig zu aktivieren, bringen das System der Zusatzplatine manchmal durcheinander,
    sodass der Kran dann für einen Reset stromlos gemacht werden musste.

    Beim Modell sind die Funktionen von Ausleger und Drehantrieb bei der Funktions-Reihenfolge vertauscht.
    Das kann auch zu oben genannten Problemen führen.

    Deshalb wurde die Reihenfolge von Drehantrieb und Ausleger in den Funktionszuordnungen im Decoder bei uns getauscht.
    Zusätzlich wurde in den Funktionszuordnungen dafür gesorgt,
    dass sich die Bewegungsfunktionen auch digital in der oben genannten Reihenfolge ausschließen.
    Das heißt: auch wenn mehrere F-Tasten gedrückt sind, gibt der Decoder nun nur noch den einen Befehl der höchst dotierten Funktion an die Zusatzplatine weiter.
    Somit werden die oben beschriebenen Störungen verhindert.

    Fakt ist auch: um den Decoder programmieren zu können ist es notwendig,
    dass in Grundstellung der Fahrantrieb immer mit dem Motorausgang des Decoders verbunden ist.
    Da bei uns nun der Fahrantrieb in Arbeitsstellung IMMER eingerückt ist bedeutet dies,
    dass auch bei nicht aktivierter Fahrfunktion beim Drehen des Fahrreglers des Fahrantrieb immer laufen würde
    (auch wenn der Kran abgestützt ist).
    Um das zu verhindern, wurde diese Situation durch eine entsprechende Programmierung gefixt.

    [Um (exakt wie beim Vorbild) die Drehfunktion jeder anderen Bewegungsfunktion zuschalten zu können (paralleler Betrieb zweier Bewegungsfunktionen), wurde unser Kran mittlerweil so umgebaut, dass nun die Drehfunktion Priorität 1 hat. Dazu musste ein zweiter Decoder verbaut werden. Der Fahrantrieb hat nun Priorität 2. Dadurch änderte sich auch die oben beschriebene Situation mit dem Fahrantrieb].

    Um den Kran im Arbeitsmodus auf dem Schutzwagen mit dem Eigenantrieb (auch durch Gleisbögen) verfahren zu können,
    kann der Drehantrieb in diesem Fall über eine Funktion ausgerückt werden.


    Drehwerk feinfühliger machen:
    damit das Drehwerk feinfühliger auf eine exakte Position gesteuert werden kann,
    ist es nun möglich, die Drehgeschwindigkeit mit einer zusätzlichen Funktion (über eine Bremsstufe) auf Fst.1 zu drosseln (der Rangiergang ist leider systembedingt schon für den Drehantrieb blockiert).

    [Durch den Umbau wurde für den Drehantrieb ein zusätzlicher Decoder installiert. Bei diesem wurden die Fahreigenschaften so justiert, dass sich, trotz der viel zu geringen Untersetzung des Drehantriebes im Modell, der Drehantrieb nun mit der Originalen Drehgeschwingigkeit von einer halben Umdrehung pro Minute dreht, und sich trotzdem sehr feinfühlig steuern lässt und so nun auch die Drehbewegung endlich exakt zum Dampfmaschinen-Sound passt. Das macht die Drosselung der Drehbewegung nun zur Option und gibt die decodereigene "Rangiergang-Funktion" im Hauptdecoder für die zweite Getriebestufe der Hauptflasche frei.]

    Beim Drehwerk ist die Beschleunigung/Verzögerung nun dauerhaft deaktiviert.

    Um ein Abwickeln der Seile bzw. eine Verspannung bei der Endlage durch einen zu langen Nachlauf der drei Seiltrommeln zu verhindern, wird die Beschleunigung/Verzögerung bei den Seilantrieben im Arbeitsmodus dauerhaft deaktiviert.

    Auch beim Fahrantrieb ist diese Abschaltung nun aktiv.

    Bei Bedarf kann die Beschleunigung/Verzögerung mit einer dafür vorgesehen Funktion aktiviert werden (invertierter Modus).


    Die Endlage des Fahrantrieb-Servos in Lösestellung wurde durch einen geänderten CV-Wert angepasst (Problem: Rattern beim Fahren im Zugverband).
    _________________________

    - Die Signalscheibenhalter am Schutzwagen wurden dem Vorbild (Ludwigshafen!) entsprechend angebracht.

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    [mittlerweile wurden die Pufferbohlen des Schutzwagen dem Original entsprechend schwarz lackiert]

    - Die Bedienung der Stützspindeln wurde, ähnlich dieser beim Vorbild, geändert. Diese können nun von oben eingestellt werden.

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    - Der Kaminaufsatz wurde um 1,5 Millimeter gekürzt. Nun passt perfekt am Abdampfrohr des Turbogenerators vorbei in die Transport-Halterung.

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    Das Abdampfrohr des Turbogenerators wurde aufgebohrt und innen lackiert:

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    - Um das Abspringen der Seile von den Rollen zu reduzieren, wurde eine Ablagehilfe für die Hakenflaschen auf dem Schutzwagen montiert:

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    Wird fortgesetzt… ;)

    Gruß basti

  • Die Reihenfolge der Zuschaltung ist dabei wie folgt:
    Fahrantrieb > Drehantrieb > Ausleger > Hauptflasche > Hilfsflasche

    Versuche, mehrere Funktionen gleichzeitig zu aktivieren, bringen das System der Zusatzplatine manchmal durcheinander,
    sodass der Kran dann für einen Reset stromlos gemacht werden musste.

    Beim Modell sind die Funktionen von Ausleger und Drehantrieb bei der Funktions-Reihenfolge vertauscht.
    Das kann auch zu oben genannten Problemen führen.

    Hallo Basti,

    das ist absichtlich erfolgt, eine Drehbewegung bei Ausleger in Ruheposition hebelt sofort den Wagen aus dem Gleis.
    Also erst Ausleger hoch, dann drehen.
    In dem Fall ging es also um einen logischen Ablauf im Spielbetrieb.

    ;bahn;

  • Hallo Oliver,

    deshalb steht ja auch ganz groß "Individualisierung" in der Überschrift. ;)

    Also Leute: "Nicht nachmachen!!!" :)

    Außerdem, Kranfahren ist fahren in der 3. Dimension. Da sollte man schon wissen, was man tut. Während man eine(n) Lok/Zug nur in einer Dimension und ein Auto/LKW in zwei Dimensionen fährt, kommt beim Kran (ähnlich wie beim Heli) die 3. Dimension dazu. Und damit steigt auch die Verantwortung für das eigene Handeln hoch³.
    Normalerweise sind bei einem Kran sämtliche Bewegungsrichrungen zu jeder Zeit fahrbar (es sei denn, er befindet sich an einer Endposition), da sollte man schon genau überlegen, wohin man fährt. Auch kann man bei einem Kran oft die Bewegungsrichtungen der Bedienelemente frei konfigurieren.
    Und egal wie das Layout final auch immer sein sollte ist es wichtig, dass man der gewünschten Fahrtrichtung VORHER das richtige Bedienungselement zuordnet und nicht stur irgendeiner logischen Reihenfolge folgt.
    Denn wie lange ist diese logisch, und wann ist sie es vielleicht nicht mehr?

    Fakt ist: die Abfolge der Funktionen auf der Zwischenplatine und die der Funktionstasten passt nicht zusammen (sieht man auch an der Nummer der Soundslots über welche die Relais und Servos gesteuert werden).

    Das Problem ist darüber hinaus, wenn mehrere Funktionstasten der Bewegungsfunktionen gleichzeitig gedrückt sind, dass man vom Modell keine eindeutige Rückmeldung mehr bekommt, welcher die höchste Priorität hat und welcher aktiv ist.
    Denn mal laufen die Antriebe nur noch sehr langsam, (sieht man kaum), manchmal läuft der Falsche und manchmal läuft gar nichts mehr.
    Das gefiel mir nicht.
    Mit der Umstellung jetzt, läuft auch bei mehreren aktivierten Funktionen immer der am höchsten priorisierte Antrieb zuverlässig mit der eingestellten Drehzahl.
    So ist das besser.

    Aber wie gesagt, jeder so wie er mag.
    Das hier ist keine "erweiterte Bedienungsanleitung" mehr, hier geht es ausschließlich um den persönlichen Geschmack. ;)

    In diesem Sinne: viel Spaß mit dem gemeinsamen Hobby.

    Mit besten Grüßen vom basti

  • Kippneigung des Oberwagens beseitigt:

    Hallo allerseits,

    mittlerweile haben weitere Individualisierungen am Kranmodell Einzug gehalten.
    Im ersten Fall geht es um die Position 7) Der erweiterten Bedienungsanleitung: LINK

    Wie wir aus dem Beitrag oben wissen, hat der Kran durch die Verwendung der „Tender-Drehgestell-Technologie“ …

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    … und dem hohen Schwerpunkt (bedingt durch das modellmäßig notwendige, höhere Gewicht) zwei innere und zwei äußere Kipp-Punkte.
    Die zwei inneren Kipp-Punkte galt es nun zu beseitigen.
    Ausgangssituation: der Rahmen des Kranunterwagens liegt jeweils mit einem kleinen, quadratischen Flansch auf einem Ring an der Drehgestelloberseite auf.
    Mit einer großen, mittigen Schraube (und der Vorspannung der durch die Schraube fixierten Feder) sind Drehgestell und dieser Flansch verbunden:

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    (mit vier kleinen Schrauben kann nun der Flansch mitsamt dem Drehgestell vom Unterwagenrahmen abgeschraubt werden).
    Gegen die Kraft der Feder kann nun der Flansch vom Drehgestell „angehoben“ werden. Leichter geht das durch seitliches Abkippen, wie es am Modell mit angehobenem Ausleger vorkommt.

    Als Verdrehbegrenzung der Drehgestelle dienen zwei Stifte, welche auf zwei Domen außerhalb des Drehgestell-Drehkranzes an der Unterseite des Unterwagenrahmens befestigt sind und von oben in zwei Langlöcher in den Drehgestellen ragen.

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    Solange der Kran geradesteht, haben die Dome 0,5mm Luft zu den Drehgestellen. Wird aber durch Drehen des Oberwagens eine seitliche Gewichtsverlagerung des Kranes ausgelöst, kippen Ober- und Unterwagen um jeweils die 0,5mm nach rechts oder links (innerer Kipppunkt). Erst dann können die Achslager eine vollständige, seitliche Abstützung auf die Räder weiterleiten.
    Erst wenn der Schwerpunkt darüber hinausgeht, Kippt der Kran endgültig um (äußerer Kipppunkt).
    Wenn der Kran allerdings erst gar nicht am inneren Kipppunkt in Schräglage gerät, tritt der äußere Kipppunkt erst viel später ein. Und genau das wollen wir…
    Langer Rede kurzer Sinn:
    Zwischen den Domen und den Drehgestellen wurde nun je ein Polyamidring mit den Maßen 6,8 x 3,3 x 0,6mm (über die Verdrehschutz-Stifte) untergelegt und mit ‚Robbe‘-Fett „fixiert“.
    Nun steht der Kran zwar 0,1mm höher, ;) aber dafür gleiten die Drehgestelle jetzt nicht mehr (wie vom Hersteller so vorgesehen) Lack auf Lack über den inneren Ring, sondern gleiten leicht auf den gefetteten PA-Ringen.
    Der Unterwagenrahmen stützt sich nun viel weiter außen auf den Drehgestellen ab und diese werden von den zentralen Federn und über die Flansche in der Mitte weiterhin vorgespannt.

    Bei Tendern ist so eine ringförmige Drehgestell-Lagerung ausreichend, bei einem Kran, der nur in der Vitrine steht oder im Zugverband gefahren wird, mag das auch noch funktionieren, aber im „harten“ Kran-Einsatz mit solch einem hohen Schwerpunkt, ist eine sicherere Drehgestell-Lagerung weiter außen dringend zu empfehlen.

    Inspirieret wurde diese Lösung übrigens von der Lagerung der Original-Drehgestelle. Da wird das auch so gehandhabt. Der Ausgleich des Kranes bei Gleisverwindung wird nun nicht mehr durch das Spiel zwischen Unterwagenrahmen und Drehgestell, sondern nur noch von den Achslagern übernommen. Der Federweg der Achslager ist völlig ausreichend, wobei die Achslager hier (im Gegensatz zu meiner V320 und für eine bessere Standsicherheit) nur AUSFEDERN sollen.
    _________________________
    Eine weitere Individualisierung betrifft den Fahrantrieb:
    Da im Gegensatz zum Original das Modell nur auf einer Achse angetrieben wird, ist die Reibungslast besonders durch das doppelt so hohe Gewicht des Modells, sehr gering.
    Durch den etwas größeren Federweg und durch das gleichzeitige Entfernen der Druckfedern der mittleren Achse des Antriebsdrehgestells, wurde nun eine Erhöhung der Reibungslast der Antriebsachse besonders in Gleis-Ausrundungen bzw. bei Schienenstößen erreicht.
    _________________________
    Als letzte Individualisierungsmaßnahme wurden die Pufferbohlen des Schutzwagens endlich Schwarz gestrichen (Sorry, aber ich konnte das Grün an der Stelle einfach nicht mehr sehen).
    Jetzt sieht das (in meinen Augen) gleich viiiel besser aus. :)

    Grund für den Abbau der Drehgestelle war übrigens ein Kurzschluss an einer Weiche, bei welcher eine der beiden Leiterbahnen zur Gleisstromführung zum Decoder unter großem Gestank durchgebrannt ist.
    Die verschmolzenen Reste wurden entfernt und durch eine Litze ersetzt. Nun nimmt der Kran wieder an allen vier Ecken den Strom auf. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich die „Kipp-Situation“ angegangen.

    Weitere Individualisierungen (auch am Schutzwagen) sollen folgen.
    Es bleibt also spannend.

    Viel Spaß mit unserem Hobby und Euren Kränen wünscht Euch der basti

    Edited 10 times, last by 210 001-4 (November 14, 2025 at 3:37 AM).

  • Kran vom der Gleisspannung trennbar gemacht

    Hallo allerseits,

    da bei jeder Inbetriebnahme des Modells (Zentrale auf "Start") beide Servos eine Referenzfahrt machen,
    stand ganz oben auf der Prioritätenliste eine Abschaltmöglichkeit des Decoders vom Gleisstrom,
    so lange das Modell abgestellt auf der Anlage steht.
    Denn nicht immer hat man einen abschaltbaren Gleisabschnitt zur Verfügung.

    Die Servos sollen nicht unnötig in Betrieb sein und ein unbeabsichtigtes Bewegen des abgestellten,
    oder des sich in einem Zugverband bewegten Modells (z.B. durch Spannungsunterbrechung am Kran während der Fahrt),
    sollte auf jeden Fall vermieden werden.

    Deshalb wurde im Unterwagenrahmen ein zweipoliger Mikroschalter verbaut,

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    welcher nun die Gleisspannungsversorgung aus den Drehgestellen von der Zuleitung zum Drehkranz und damit zum Decoder dauerhaft trennt.

    Zusätzlich wurden jeweils seitlich am Rahmen zwei Einspeisungen verbaut,
    mit welcher der Kran über eine zweipolige Leitung mit einer externen Zentrale verbunden werden kann.

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    Damit ist auch ein autarker, stationärer Betrieb über eine separate Zentrale oder einen eigenen Booster möglich.

    Um den Schiebeschalter unter dem Rahmen leichter finden und ertasten zu können,
    wurde er an der Position montiert, an der sich am Kran KEINE Aufstiegsleiter befindet. ;)

    Somit ist ein weiterer Punkt der Individualisierungsliste unseres Kranes abgearbeitet.

    Die Liste ist aber noch lang und wird weiter fortgesetzt.
    Bei Fragen zu den Umbauten, gerne bei mir melden.

    Mit besten Grüßen vom basti

  • Hallo BR 55 5555,

    die Antwort auf Deine Frage findest Du hier:

    210 001-4
    May 5, 2024 at 1:10 PM

    Gruß basti

    Edited 3 times, last by 210 001-4: Passt thematisch besser in den anderen Beitrag (May 5, 2024 at 1:15 PM).

  • Neue Seile für den Kran

    Hallo allerseits,

    mittlerweile hat der Kran neue Seile bekommen.

    Hintergrund war zum einen, dass die Seillängen des Modells nicht mit denen des Originals übereinstimmen.

    Während die Seile der Hakenflaschen beim Modell zu kurz sind, sind diese des Einziehwerkes zu lang (legen sich doppelt auf der Seiltrommel ab).

    Die neuen Seile wurden so bemessen, dass sie die komplette Trommel füllen und trotzdem die Endposition aus den technischen Daten erreichen. Abegespult bleiben noch drei volle Windungen auf der Trommel und auch hier werden nun alle Endpositionen erreicht.

    Das heißt, der Haupthaken erreicht nun bei komplett angehobenem Einziehwerk eine Tiefe von ca. 87,5mm unter SO (das entspricht einer Tiefe von etwa 2,8m im Original)

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    Der Hilfshaken schafft sogar 160mm unter SO. Also völlig ausreichend.

    Die neuen Seile des Einziehwerkes wurden soweit gekürzt, dass sie in der obersten Position nicht doppelt abgelegt werden und in der Ablagepositon trotzdem noch vier komplette Windungen auf den Trommeln bleiben.

    Der Durchmesser der neuen Seile wurde von 0,4 auf 0,5mm erhöht.

    Das sieht optisch Wesentlich besser aus, besonders weil die neuen Seile aus 9 Strängen geflochten sind, im Gegensatz 4 Strängen bei den von KM1 verwendeten Seilen.

    Warum nur 0,5mm, und nicht mehr??? :/

    Eigentlich müssten die Seile unterschiedliche Durchmesser von 0,6, 0,7 und 0,85mm Durchmesser haben... ?(

    Es gibt mehrere Gründe, warum wir uns für die einheitlichen 0,5er-Seile entschieden haben:

    1) dickere Seile passen nicht durch die von KM1 verwendeten Befestigungsösen.

    2) durch die von KM1 vorgegebenen Rillen auf den Trommeln passen dort keine dickeren Seile drauf.

    3) auch zwischen den inneren Seitenwänden und den Trommeln, wo die Seilenden mittels Schlaufen und Schrauben befestigt sind, passen keine dickeren Seile.

    3) der Hersteller dieser sehr scaleigen maßstäblich aussehenden Seile stellt leider keine größeren Durchmesser als 0,5mm her.

    4) diese Seile haben ein sehr maßstäbliche Anmutung eines Stahlseiles ohne dabei einen größeren Umschlingungswiderstand als die KM1-Seile zu haben. Das bedeutet, sie laufen trotz ihres größeren Durchmessers ebenso geschmeidig in den Rollen und sehen trotzdem noch besser aus. :) Zudem lassen sie sich noch ausreichend eng knoten.

    Die Seile wurden alle umgespult. Das heißt neues mit altem Seil verknüpft und anschließen durch die Flaschen gezogen. Vorher mussten natürlich noch die neuen Seilschellen mit eingezogen werden. ;)

    Und wieder ist ein Punkt der Todo-Liste abgearbeitet. :)

    Was am längsten dabei gedauert hat war, sich zu überwinden, die alten Seile abzuschneiden. =O

    Damit gab es kein Zurück mehr... 8|

    Aber es hat sich gelohnt. :S

    Nun warten wir auf weitere Teile um den Umbau fortzuführen.

    Mit besten Grüßen vom basti

  • ... ein weiterer Vorteil der dickeren Seile ist,

    dass diese nun nicht mehr so leicht von ihren Rollen springen, wenn man mit dem Kran hantieren muss.

    Ein Versuch, den Ausleger über die Ablageposition der unteren Seilrollen hinaus,

    händisch anzuheben hat gezeigt, dass zwar die Seile aus ihren Rollen gedrückt werden,

    beim Absenken aber alle wieder in ihre Position zurück finden.


    Mit den Original-Seilen wurden solche Aktionen meist mit einem fürchterlichen Seilsalat "bestraft". :rolleyes:


    Übrigens, wer Interesse an Infos zu den Seilen hat, kann sich gerne bei mir melden.

    Es gibt sie in:

    0,12 mm

    0,14 mm

    0,16 mm

    0,23 mm

    0,28 mm

    0,32 mm

    0,37 mm

    0,4 mm und

    0,5 mm

    in den Farben Grau, Schwarz, Grün und "Bunt". ;)

    Funfact: die 0,5mm Seile sind bis zu einem Gewicht von 45 Kilo belastbar, 8|^^


    Gruß basti

  • Neue, schnellere Getriebemotoren...

    ... für Haupt- und Hilfshaken.

    Hallo allerseits,

    nun ist es endlich vollbracht. Lange hat es gedauert, aber mittlerweile wurde der wichtigste Umbau beim 57t-Kran-Projekt durchgeführt:

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    Die beiden Getriebe der Haken-Antriebe waren werkseitig so langsam ausgelegt, dass ein Betrieb mit dem Modell keine richtige Freude aufkommen ließ. Das wurde nun hiermit geändert:

    VIDEO

    Nach langer, erfolgloser Suche nach den originalen Motoren mit lediglich kürzeren Untersetzungen, wurden schlussendlich doch neue Glockenanker-Getriebemotoren im Modell verbaut. Dazu musste allerdings die Relais-Platine geringfügig etwas nach hinten versetzt werden.

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    Auch das Enziehwerk (Ausleger) hat solch einen Faulhaber-Antrieb erhalten.

    Lediglich Dreh- und Fahrantrieb nutzen weiterhin die originalen Motoren.

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    Zusätzlich hat der Drehantrieb nun einen eigenen Sound-Decoder bekommen, damit man ihn feinfühliger steuern kann und der Rangiergang des Haupdecoders wieder für die Hauptflasche nutzbar wird. Der Sound passt nun auch wieder besser zur Drehbewegung.

    Darüberhinaus lässt sich mit dem zweiten Decoder nun die Drehbewgung auch (wie beim Vorbild) jeder der vier anderen Bewegungsarten, richtungsunabhängig zu- und wieder abschalten. Dazu mussten allerdings die Prioritäten der Funktionen noch einmal geändert werden.

    [in Violett nun zum Vergleich die neuen Ist-Werte:]

    Und obwohl dieser umgebaute Kran bei Inbetriebnahme die servogesteuerten Antriebe verriegelt, kann dank des zweiten Decoders nun im Soundmodus die Dampfmaschine (akustisch) wieder im Leerlauf betrieben werden.

    Um die zusätzliche Hardware vor neugierigen Blicken und Staub zu schützen, 😉 wurde eine passende Abdeckung aus schwarzem Karton angefertigt und montiert.

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    Nun kann der Kran nach längerer Pause wieder zusammengebaut und getestet werden.

    Das Fahren des Modells ist natürlich jetzt noch etwas anspruchsvoller geworden, aber man wächst ja mit seinen Aufgaben. 😉

    Euch danke ich für Euer Interesse und verbleibe mit besten Grüßen der basti

    * heute habe ich erfahren, dass ein guter Freund und Spur1-Kollege vor ein paar Tagen seinen letzten Zug genommen hat. Ihm sei dieser Beitrag gewidmet, da ohne ihn ich wahrscheinlich nicht in diesem Maße zur Spur1 gekommen wäre...

  • Hallo Stefan,

    wenn der Kran vor einem steht ist der wirklich beeindruckend aber die vielen - kleinen? - Unpässlichkeiten wie z. B. die viel zu langsame Hakenbewegung oder die fizzeligen Abstützungen und, und, und sind wie ich finde bei so einem Sechskiloeuroprodukt dann doch etwas unangemessen. Natürlich nur, wenn man mit ihm auch kranen will! Im Zug oder in der Vitrine ist er auf jedem Fall große Klasse!

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Naja, sagen wir mal so, Stefan

    immer, wenn ich mit dem Kran bei Michael beim Reutlinger Stammtisch aufgeschlagen bin, hat der Kran irgendwelche Probleme mit den Seilen gehabt und ich war hauptsächlich damit beschäftigt, sie wieder "einzugleisen". Nennt man wohl den Vorführeffekt.😉

    Das meint er wahrscheinlich mit nervig. (die Ursache, warum auch nun erneut die dickeren Seile abgesprungen sind, wurde auch schon gefunden). Manche Kranbesitzer hatten das gleiche Problem bereits mit den originalen Seilen gehabt. Wir arbeiten auch schön an Lösungsansätzen.

    Also, wenn man sich auf das Projekt "Kran" einlässt, dann gehört sowas einfach dazu. Das war beim Original wohl nicht viel anders. Es wird einem niiie langweilig. 😉

    ich wünsche jedem viel Freude mit seinem Kran. Unserer ist nicht besser, als andere, sondern nur anders. ^^

    Gruß basti

  • P.S. ... und wie programmiert man den Hilfsdecoder??? 🤔

    Was noch offen steht ist die Frage, wie man den Hilfsdecoder unter der schönen neuen Abdeckung vom Hauptdecoder trennen kann, um beide unabhängig voneinander programmieren zu können.

    Dazu wurde der im Oberwagen bereits verbaute Schiebeschalter umverdrahtet.

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    Mit ihm (Rot) kann nun der Hilfsdecoder vom Hauptstrom getrennt und mit dem Programmierstecker (Gelb) verbunden werden.

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    Der Lautsprecher des Hilfsdecoders (Grün) hat neben den neuen Antrieben noch sein Plätzchen gefunden.

    Der Hilfsdecoder, der Schnittstellenstecker und das Hilfsrelais hatten noch unter der schwarzen Abdeckung Platz.

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    Somit wäre diese "Bude" auch wieder aufgeräumt. 😉

    Ein schönes Wochenende wünscht der basti

  • 57t-Dampfkran Funktionstastenbelegung 2.0

    [ Ergänzung 10/2025 ]

    Hallo allerseits,

    in meinem heutigen Beitrag über unseren 57t-Kran geht es um die geänderte Funktionstastenbelegung.

    Durch die ständigen Veränderungen am Modell sind einige Funktionen dazu gekommen, andere entfallen und außerdem sollten die Funktionstatenanordnung auch dem vorhandenen Fuhrpark (Gewohnheiten) und zur besseren Bedienung über die ECoS bzw. die ESU MC2 optimiert werden.

    Bei der MC2 stehen uns zur Bedienung vier physische Tasten sowie der Drehregler mit Umsteuerung zur Verfügung, mit welchen der Kran weitgehendst „blind“ gesteuert werden soll.

    Der Rauchgenerator wurde deaktiviert, dafür ist die Drehbewegung dazu gekommen, welche nun unabhängig von der Arbeitsrichtung, mit jeder Fahrbewegung zusammen geschaltet werden kann (ist im Original auch so).

    Zudem haben wir eine SHIFT-Taste (F1) dazu genommen, mit welcher man manche Fahrfunktionen spezifizieren kann.

    Die Funktionen F5-F9 können jetzt nur noch mit den aktiven Funktionen F0 + F12 genutzt werden (Sicherheitsabschaltung).

    Zum Überführen des Kranwagens im Zug, müssen F0 und F12 deaktiviert sein!

    F2 und F3 werden weiterhin für die Pfeife oder alternativ die Hupe genutzt.

    F4 und F5 steuern nun die (unabhängige) Drehbewegung,

    F7 wählt den Ausleger und

    F8 einen der beiden Kranhaken aus.

    Es kann immer nur mit einem Haken gearbeitet werden, welcher das ist, wird (vorher) mit F9 (über das Display) definiert.

    Somit haben wir die vier Funktionen (F4,5,7,8) festgelegt, mit welchen der Kran über die Tasten der MC2 oder der ECoS gesteuert wird.

    Der Funktionstasten-Bereich F5-F9 für die Fahrfunktionen ist physisch vom Modell vorgeben und wurde deshalb so beibehalten.

    Die Fahr- und Drehfunktion wurden allerdings physisch (und logisch) im Modell getauscht, damit das Drehen im Verbund mit den anderen Fahrfunktionen möglich wurde.

    Für die neue Drehfunktion war es erforderlich, einen zweiten Sounddecoder (mit derselben Andresse) im Modell zu verbauen. Dieser steuert nun das Umschaltrelais für die Drehrichtung und den Drehmotor.

    Der Sound für die Drehbewegung wird weiterhin vom Hauptdecoder bereitgestellt.

    Mit F6 wird im Betriebsmodus die Selbstfahr-Funktion des Modells ausgewählt, wobei beide Servos immer noch eingerückt bleiben.

    Durch gleichzeitige Aktivierung der SHIFT-Taste (F1) kann jedoch der Drehantrieb während der Selbstfahrt deaktiviert werden, damit sich der Kran, mit dem Ausleger auf dem Schutzwagen, auch in Gleisbögen bewegen kann.

    Wird hingegen die SHIFT-Funktion (F1) mit der Drehbewegung (F5) kombiniert, dreht sich der Oberwagen für eine exakte Ausrichtung, nur noch in der geringsten Fahrstufe.

    Shift (F1) mit F8 (ohne F9) bewegt den Haupthaken im Langsamgang (3m/min). Ohne diese SHIFT-Funktion ist er im Schnellgang (10,5m/min) unterwegs.

    Der Hilfshaken (F8+F9) kennt nur eine, schnelle Getriebestufe (11.5m/min).

    (F10 ist für den Sound „schwere Last“ reserviert).

    Mit F11 kann im Betriebsmodus der Fahrantrieb deaktiviert werden (Drehantrieb bleibt arretiert), damit der Kran während des Einsatzes (ohne Schutzwagen) auch alternativ mit einer Hilfslok bewegt werden kann.

    F12 und F0 aktivieren gemeinsam den Betriebmodus des Krans, bei welchem beide Antriebsservos eigerückt werden (und bleiben).

    Zur Kontrolle dienen hierzu die Arbeitsleuchten am Ausleger. Solange diese eingeschaltet sind, darf der Kran nicht im Zugverband bewegt werden!

    F13 – F18 steuern nach Priorität gestaffelt, diverse Sounds und Beleuchtungen (siehe Tabelle):

    ________________________________________________________________________________________

    57t-Dampfkran Funktionstastenbelegung 2.0

    *) Funktionen F5-F9 können nur mit aktiven Funktionen F0 + F12 genutzt werden (Sicherheitsabschaltung)

    Zum Überführen des Kranwagens im Zug, müssen F0 und F12 deaktiviert sein! Arbeitsbeleuchtung AUS.

    F0 (+ F12) Betriebsmodus 1. Taste (Fahr- und Drehantrieb ständig arretiert)

    F1 SHIFT: (+ F5) langsam Drehen nur in Fst.1

    ................. (+ F6) selbstfahren MIT Schutzwagen, Drehwerk frei

    ................. (+ F8) Haupthaken im Langsamgang

    F2 Länderbahnpfeife (lang) oder (+ F24) Hupe

    F3 Länderbahnpfeife Kurzpfiff

    F4 + F5* Oberwagen drehen nach LINKS

    F5* (- F4) Oberwagen drehen nach RECHTS

    F6* selbstfahren vorwärts/rückwärts ohne Schutzwagen (Drehwerk bleibt arretiert)

    F7* Ausleger heben/senken

    F8* (- F9) Haupthaken heben/senken

    F8* (+ F9) Hilfshaken heben/senken

    F10 [schwere Last]

    F11* (- F6) verfahren (mit Lok), nur Drehwerk arretiert

    F12 (+ F0) Arbeitsbeleuchtung (Betriebsmodus 2. Taste)

    F13 Fahrwerksbeleuchtung

    F14 Kranführerhausbeleuchtung

    F15 Maschinenraumbeleuchtung

    F16 Hilfsdiesel

    F17 Turbogenerator

    F18 Zylinder ausblasen

    F19 Sound an / aus (ohne F5 - F8 => Dampfmaschine im Leerlauf)

    F20 Schlusslicht rot

    F21 Arbeitslicht weiß

    F22 Soundfader

    F23 Lautstärkeregelung (6 Stufen)

    F24 Hupe (über Decoder 2)

    F25 Kohleschaufeln

    F26 Sicherheitsventil

    F27 Injektor

    F28 Abschlammen

    F29 Beschleunigung/Verzögerung aktivieren (invertiert!)

    F30 Bluetooth-Neigungssensor einschalten

    _______________________________________________________________________________________

    Sound, Licht und Lautstärke wird bei unseren Modellen immer mit dem Block F19 - F23 gesteuert.

    Auch das wurde so in dieses Projekt übernommen.

    Durch den Einbau des zweiten Decoders ist es nun auch MIT den beiden eingerückten Antriebsservos möglich, einen Lerrlaufsound der Dampfmaschine zu erzeugen, solange keine Fahrfunktion ausgewählt ist.

    F24 aktiviert alternativ zu F2 (Dampfpfeife lang) die Signal-Hupe. Das senkt den Dampfverbrauch im Kessel merklich. 😉

    Unter F25 - F28 sind die Zufalls- und Nebengeräusche untergebracht (siehe Tabelle).

    F29 ist invertiert programmiert und schaltet nun die Beschleunigung/Bremsverzögerung (bei Bedarf) EIN.

    Das ist wichtig, da es beim Auslaufen der Fahrfunktionen zum Abwickeln von Seilen von den Trommeln, oder zum Verklemmen der Hakenflaschen an der obersten Position kommen kann.

    Das deaktiviert zwar leider auch den Lastsound, aber auch dafür wird es mittelfristig eine Lösung geben.

    F30 schaltet einen Neigungssensor zu, welcher das Ausrichten des Krans beim Abstützen erleichtert und anstatt des Rauchgenerators montiert wurde.

    Anhand der Bilder sieht man nun, wie sich die Funktionen in den einzelnen Ebenen der ECoS und der ESU MC2 darstellen:

    ECoS Ebene 1

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    ECoS Ebene 2

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    ECoS Ebene 3

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    MS2 Obere Ebene

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    MS2 Untere Ebene

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    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik gerne melden.

    Mit besten Grüßen vom basti

  • Kleine Feierabendbastelei:

    Ja, es ist nur ein Provisorium, aber besser als wenn Kran und Schutzwagen (numerisch) Überhauptnicht zusammenpassen. 🤷‍♂️

    (Außerdem sieht der Kran nun wirklich nicht wie eine Schneeschleuder aus, oder? 😄)

    VERGLEICHSBILD

    Deshalb wurde nun der Zahlendreher "entdreht".

    Im richtigen Leben sind Kran und Schutzwagen nämlich schon seit nunmehr 76 Jahren zusammen... :

    (das Rangierkind kam erst in Sinsheim dazu 🙈)

    ... und nun gehören sie endlich auch beim Epoche 4-Modell zueinander 😉

    So können die Beiden zukünftig wieder auf Reisen gehen. ☺️

    Bis dann...

    Mit besten Grüßen vom basti

    Edited 6 times, last by 210 001-4 (September 3, 2025 at 9:24 AM).

  • Die Nivellier-Hilfe

    Hallo allerseits,

    es ist mal wieder so weit. Am Kran wurde ein größerer Eingriff vorgenommen. Diesmal geht es um eine Arbeitserleichterung und in der Folge um die Erhöhung der Betriebssicherheit.

    Die Idee dazu war eigentlich schon bei der Auslieferung des Kranes geboren und wurde nun endlich umgesetzt. Konkret geht es um die exakte Nivellierung des Modells beim Abstützvorgang.

    Zuerst einmal: müssen Kranplätze verdichtet sein! Das wissen wir mittlerweile alle und gilt natürlich auch für das Modell. 😉

    Die Stützen des Modells wurden ja schon zu Anfang insoweit modifiziert, als dass sie sich nun von oben gut mit einem passenden, abnehmbaren Hilfswerkzeug einstellen lassen. Denn um einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können, darf der Kran in Steigungen und Gleisüberhöhungen nicht ohne Niveauausgleich in Betrieb genommen werden.

    Welche Materialien zum sicheren Abstützen verwendet werden, ist Thema eines gesonderten Beitrags. Hier geht es nur darum, den bereits vorschriftsmäßig abgestützten Kran zu nivellieren.

    Was allerdings dazu bis jetzt gefehlt hatte, war eine exakte Echtzeit-Rückmeldung vom Modell, inwieweit es über die eventuell geneigten Gleise noch geradegestellt werden muss.

    Diese Rückmeldung aus dem Modell wurde nun nachgerüstet. Dabei kam es zu folgender Überlegung: ein Rauchgenerator macht ja in einem Kranmodell, welches intensiv aus der Nähe betrieben werden muss, eigentlich keinen Sinn, da man als Bediener während des Einsatzes ständig mitten im Destillat-Rauch sitzt. Anders ist das z.B. bei einem Lokomotiv-Modell der Fall, bei welchem man dies meist aus der Entfernung steuert und hierbei weit genug vom direkten Rauchausstoß entfernt agieren kann.

    Zudem kommt der Abdampf beim Original dieses Modells nicht aus dem Schlot (also hier keine Dampfstöße), sondern aus einem separaten Abdampfrohr, welches allerdings im Modell funktionslos ist. Deshalb passt der getaktete Rauchgenerator also auch von der Modellumsetzung her nicht so richtig.

    (Im Bild links)

    Drum wurde von Anfang an ganz auf den RG verzichtet, dieser nie in Betrieb genommen, nicht vermisst und war daher nur als Ballast erforderlich. Darüber hinaus wurde die frei gewordene Funktionstaste für das gelichzeitige Drehen des Oberwagens genutzt.

    Voraussetzung für den Umbau: das Aussehen und die Funktion gegenüber dem Serienmodell, sowie das Gesamtgewicht sollten unverändert bleiben. Als einziger Platz für die neu dazu kommenden Komponenten stand daher nur der des ungenutzten Rauchgenerators zur Verfügung.

    Umsetzung: Um den Bauraum des Rauchgenerators sinnvoll für die neue Anwendung verwenden zu können, wurde zuerst der RG ausgebaut und durch ein äquivalentes Ballastgewicht ersetzt.

    In den verbliebenen Raum darüber konnte anschließend ein Bluetooth-Neigungssensor und ein bistabiles Relais installiert werden, mit welchem der Sensor mit Hilfe den H0-Hilfs-Decoder ein- bzw. ausgeschaltet werden kann.

    Dazu wurde der sensoreigene Schiebeschalter in dessen Gehäuse mit zwei Leitungen überbrückt, und diese nach außen geführt.

    Da der Sensor über einen eigenen Stromspeicher verfügt (welcher im eingebauten Zustand) mit Hilfe des Hauptdecoders geladen wird, kann der Sensor des Kranes sogar im (digital)stromlosen Zustand Daten übermitteln und somit nivelliert werden. Voraussetzung ist natürlich, dass dieser zuvor eingeschaltet wurde. 😉

    Nachdem der Neigungssensor in seiner modellbedingten, finalen Einbaulage digital ausgerichtet und geeicht wurde,

    sendet der Sensor nun via Bluetooth die effektiven Neigungswinkel an eine APP, welche auf dem Display eines verbundenen, mobilen Endgerätes die jeweilige Längs- und Querneigung in Grad zur absoluten Null anzeigt. Auch die entsprechenden Differenzwerte an den Stützpunkten, um welche diese zu verstellen bzw. zu unterlegen sind, können in der APP angezeigt werden.

    Der Grund, warum die Umsetzung so lange gedauert hat, war lediglich eine fehlende Anwendung (APP), welche die beiden relevanten Winkel sinnvoll darstellen kann. Das ist nun mit der LevelPlus-APP möglich, auch weil diese zufälligerweise, den bereits im Vorfeld schon avisierten, da in das Modell passenden, WitMotion-Sensor nutzt.

    Natürlich wurden, vor der Zerlegung des Kranes noch umfangreiche Versuche mit dem Sensor in einem massiven Messing-Wagen unternommen, um die Zuverlässigkeit der Funkübertragung sicherzustellen.

    Anschließend wurde mit dem Umbau begonnen. Dazu musste der RG vom Gehäuse abgeschraubt, und dieses dann vom Oberwagen-Boden gelöst und abgenommen werden. Jetzt konnten alle elektrischen Verbindungen getrennt und der lose RG herausgenommen werden.

    Als nächstes wurden ein Ballastgewicht montiert und neue Kabel verlegt (die Weiternutzung der RG-Kabel wäre viel zu aufwändig gewesen) welche an das Relais, bzw. eine freigelegte USB-C-Buchse angelötet wurden.

    Zudem wurden die Kabel des überbrückten Einschalters im Sensor mit dem Relais verbunden.

    Nach erfolgreicher Kalibrierung des Sensors und eines Funktionstests konnte das Modell wieder komplettiert und zusammengebaut werden.

    So kann der Kran jetzt auch über unebenem Terrain perfekt “ins Wasser“ gestellt und betrieben werden.

    Sollte er dabei den zuverlässigen Kontakt zum Gleis verlieren, besteht ja immer noch die Möglichkeit, ihn über eine der beiden (schon früher nachgerüsteten) Nebenanschlüsse mit der Zentrale zu verbinden.

    82750

    Die erforderliche 5V-Spannung zum Laden des Energiespeichers im Sensor und zum Schalten des bistabilen Relais wurde die Servo-Versorgung des Haupt-L-Decoders verwendet.

    Zum Schalten des Relais musste aber auf zwei freie Ausgänge des nachträglich eingebauten H0-Hilfsdecoders zurückgegriffen werden, da der Hauptdecoder bereits komplett belegt war und der Hilfsdecoder keine 5Volt zur Verfügung stellt. Für den Anschluss wurden nun vier neue Leitungen durch den Boden des Kran-Oberwagens nach hinten verlegt und die Massepunkte (Ground) der beiden Decoder miteinander verbunden.

    Abschließend muss jetzt nur noch ein Blindstopfen-Rohr als Abdeckung für den Schlot des Dampfkessels angefertigt werden, falls ein „Unwissender“ versehentlich versuchen sollte, Rauchdestillat aufzufüllen. 😉 Das wäre nämlich nicht gut für die sich nun darunter befindliche Elektronik.

    Bei Fragen bitte gerne melden.

    Weitere Individualisierungen sind bereits in Planung. Dazu aber ein anderes Mal mehr. Bis dann.

    Beste Grüße vom basti


    Übrigens:

    … werden vom Sensor nebenbei auch noch Umgebungs-Temperatur des Sensors und Ladezustand des Akkus übermittelt. Das geht allerdings nur über die WitMotion-APP.

    Edited 3 times, last by 210 001-4 (October 27, 2025 at 11:49 AM).

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