Individualisierungen am Ludwigshafener Dampfkran (Epoche4)

  • Hallo allerseits,

    in folgendem Beitrag geht es um einige Änderungen am Modell, welche den Kran unseren persönlichen Vorstellungen und Vorlieben näherbringen soll. ;)

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    Jedem steht es schließlich frei sein Modell so zu gestalten, wie er möchte und hier wird nun gezeigt,
    was bei unserem Modell bis jetzt dazu umgesetzt wurde:

    Neues Betriebsprogramm:

    um den Kran für den Arbeitseinsatz zu optimieren, wurde das Betriebsprogramm wie folgt umgestaltet.

    Für die Epoche 4-Version wurde auch die Länderbahnpfeife gewählt (die Einheitspfeife klingt etwas unrealistisch).

    Damit man bei dem Kran während der Fahrt im Zugverband nicht versehentlich die Bewegungsfunktionen ansteuern kann,
    werden diese durch Verknüpfung von mehreren Tasten abgesichert.

    Dazu wurde der serienmäßige „Vitrinenmodus“ (alle Lichter an) in einen „Arbeitsmodus“ umprogrammiert.

    Damit der Kran nach dem Abkuppeln vom Zug auf abschüssigem oder geneigtem Gleis nicht unkontrolliert wegrollt,
    und/oder sich der Ausleger nach dem Anheben vom Schutzwagen nicht zur Seite drehen kann,
    werden und bleiben im Arbeitsmodus sowohl der Fahr- als auch der Drehantrieb dauerhaft eingerückt.

    Zur Kontrolle wird bei der Aktivierung des Arbeitsmodus die Auslegerbeleuchtung aktiviert (während diese an ist, darf der Kran nicht mit Fremdkraft bewegt werden!).

    Fakt ist: die fünf Motoren der verschiedenen Antriebe werden bei diesen Modellen über Micro-Relais auf einer Zusatzplatine vom Decoder über dessen Funktionsausgänge einzeln geschaltet.
    Dabei schaltet jedes Relais die vorangegangenen Antriebe in einer vorgegebenen Reihenfolge aus und den gewählten hinzu.

    Die Reihenfolge der Zuschaltung ist dabei wie folgt:
    Fahrantrieb > Drehantrieb > Ausleger > Hauptflasche > Hilfsflasche

    Versuche, mehrere Funktionen gleichzeitig zu aktivieren, bringen das System der Zusatzplatine manchmal durcheinander,
    sodass der Kran dann für einen Reset stromlos gemacht werden musste.

    Beim Modell sind die Funktionen von Ausleger und Drehantrieb bei der Funktions-Reihenfolge vertauscht.
    Das kann auch zu oben genannten Problemen führen.

    Deshalb wurde die Reihenfolge von Drehantrieb und Ausleger in den Funktionszuordnungen im Decoder bei uns getauscht.
    Zusätzlich wurde in den Funktionszuordnungen dafür gesorgt,
    dass sich die Bewegungsfunktionen auch digital in der oben genannten Reihenfolge ausschließen.
    Das heißt: auch wenn mehrere F-Tasten gedrückt sind, gibt der Decoder nun nur noch den einen Befehl der höchst dotierten Funktion an die Zusatzplatine weiter.
    Somit werden die oben beschriebenen Störungen verhindert.

    Fakt ist auch: um den Decoder programmieren zu können ist es notwendig,
    dass in Grundstellung der Fahrantrieb immer mit dem Motorausgang des Decoders verbunden ist.
    Da bei uns nun der Fahrantrieb in Arbeitsstellung IMMER eingerückt ist bedeutet dies,
    dass auch bei nicht aktivierter Fahrfunktion beim Drehen des Fahrreglers des Fahrantrieb immer laufen würde
    (auch wenn der Kran abgestützt ist).
    Um das zu verhindern, wurde diese Situation durch eine entsprechende Programmierung gefixt.

    Um den Kran im Arbeitsmodus auf dem Schutzwagen mit dem Eigenantrieb (auch durch Gleisbögen) verfahren zu können,
    kann der Drehantrieb in diesem Fall über eine Funktion ausgerückt werden.


    Drehwerk feinfühliger machen:
    damit das Drehwerk feinfühliger auf eine exakte Position gesteuert werden kann,
    ist es nun möglich, die Drehgeschwindigkeit mit einer zusätzlichen Funktion (über eine Bremsstufe) auf Fst.1 zu drosseln (der Rangiergang ist leider systembedingt schon für den Drehantrieb blockiert). Beim Drehwerk ist die Beschleunigung/Verzögerung nun dauerhaft deaktiviert.

    Um ein Abwickeln der Seile bzw. eine Verspannung bei der Endlage durch einen zu langen Nachlauf der drei Seiltrommeln zu verhindern, wird die Beschleunigung/Verzögerung bei den Seilantrieben im Arbeitsmodus dauerhaft deaktiviert.

    Auch beim Fahrantrieb ist diese Abschaltung nun aktiv.

    Bei Bedarf kann die Beschleunigung/Verzögerung mit einer dafür vorgesehen Funktion aktiviert werden (invertierter Modus).
    Die Endlage des Fahrantrieb-Servos in Lösestellung wurde durch einen geänderten CV-Wert angepasst (Problem: Rattern beim Fahren im Zugverband).
    _________________________

    - Die Signalscheibenhalter am Schutzwagen wurden dem Vorbild entsprechend angebracht.

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    - Die Bedienung der Stützspindeln wurde, ähnlich dieser beim Vorbild, geändert. Diese können nun von oben eingestellt werden.


    - Der Kaminaufsatz wurde um 1,5 Millimeter gekürzt. Nun passt perfekt am Abdampfrohr des Turbogenerators vorbei in die Transport-Halterung.
    Das Abdampfrohr des Turbogenerators wurde aufgebohrt und innen lackiert.


    - Um das Abspringen der Seile von den Rollen zu reduzieren, wurde eine Ablagehilfe für die Hakenflaschen auf dem Schutzwagen montiert.

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    Wird fortgesetzt… ;)

    Gruß basti

    Edited 4 times, last by 210 001-4 (May 24, 2024 at 2:23 PM).

  • Die Reihenfolge der Zuschaltung ist dabei wie folgt:
    Fahrantrieb > Drehantrieb > Ausleger > Hauptflasche > Hilfsflasche

    Versuche, mehrere Funktionen gleichzeitig zu aktivieren, bringen das System der Zusatzplatine manchmal durcheinander,
    sodass der Kran dann für einen Reset stromlos gemacht werden musste.

    Beim Modell sind die Funktionen von Ausleger und Drehantrieb bei der Funktions-Reihenfolge vertauscht.
    Das kann auch zu oben genannten Problemen führen.

    Hallo Basti,

    das ist absichtlich erfolgt, eine Drehbewegung bei Ausleger in Ruheposition hebelt sofort den Wagen aus dem Gleis.
    Also erst Ausleger hoch, dann drehen.
    In dem Fall ging es also um einen logischen Ablauf im Spielbetrieb.

    ;bahn;

  • Hallo Oliver,

    deshalb steht ja auch ganz groß "Individualisierung" in der Überschrift. ;)

    Also Leute: "Nicht nachmachen!!!" :)

    Außerdem, Kranfahren ist fahren in der 3. Dimension. Da sollte man schon wissen, was man tut. Während man eine(n) Lok/Zug nur in einer Dimension und ein Auto/LKW in zwei Dimensionen fährt, kommt beim Kran (ähnlich wie beim Heli) die 3. Dimension dazu. Und damit steigt auch die Verantwortung für das eigene Handeln hoch³.
    Normalerweise sind bei einem Kran sämtliche Bewegungsrichrungen zu jeder Zeit fahrbar (es sei denn, er befindet sich an einer Endposition), da sollte man schon genau überlegen, wohin man fährt. Auch kann man bei einem Kran oft die Bewegungsrichtungen der Bedienelemente frei konfigurieren.
    Und egal wie das Layout final auch immer sein sollte ist es wichtig, dass man der gewünschten Fahrtrichtung VORHER das richtige Bedienungselement zuordnet und nicht stur irgendeiner logischen Reihenfolge folgt.
    Denn wie lange ist diese logisch, und wann ist sie es vielleicht nicht mehr?

    Fakt ist: die Abfolge der Funktionen auf der Zwischenplatine und die der Funktionstasten passt nicht zusammen (sieht man auch an der Nummer der Soundslots über welche die Relais und Servos gesteuert werden).

    Das Problem ist darüber hinaus, wenn mehrere Funktionstasten der Bewegungsfunktionen gleichzeitig gedrückt sind, dass man vom Modell keine eindeutige Rückmeldung mehr bekommt, welcher die höchste Priorität hat und welcher aktiv ist.
    Denn mal laufen die Antriebe nur noch sehr langsam, (sieht man kaum), manchmal läuft der Falsche und manchmal läuft gar nichts mehr.
    Das gefiel mir nicht.
    Mit der Umstellung jetzt, läuft auch bei mehreren aktivierten Funktionen immer der am höchsten priorisierte Antrieb zuverlässig mit der eingestellten Drehzahl.
    So ist das besser.

    Aber wie gesagt, jeder so wie er mag.
    Das hier ist keine "erweiterte Bedienungsanleitung mehr", hier geht es ausschließlich um den persönlichen Geschmack. ;)

    In diesem Sinne: viel Spaß mit dem gemeinsamen Hobby.

    Mit besten Grüßen vom basti

  • Hallo allerseits,

    mittlerweile haben weitere Individualisierungen am Kranmodell Einzug gehalten.
    Im ersten Fall geht es um die Position 7) Der erweiterten Bedienungsanleitung: LINK

    Wie wir aus dem Beitrag oben wissen, hat der Kran durch die Verwendung der „Tender-Drehgestell-Technologie“ …

    … und dem hohen Schwerpunkt (bedingt durch das modellmäßig notwendige, höhere Gewicht) zwei innere und zwei äußere Kipp-Punkte.
    Die zwei inneren Kipp-Punkte galt es nun zu beseitigen.
    Ausgangssituation: der Rahmen des Kranunterwagens liegt jeweils mit einem kleinen, quadratischen Flansch auf einem Ring an der Drehgestelloberseite auf.
    Mit einer großen, mittigen Schraube (und der Vorspannung der durch die Schraube fixierten Feder) sind Drehgestell und dieser Flansch verbunden
    (mit vier kleinen Schrauben kann nun der Flansch mitsamt dem Drehgestell vom Unterwagenrahmen abgeschraubt werden).
    Gegen die Kraft der Feder kann nun der Flansch vom Drehgestell „angehoben“ werden. Leichter geht das durch seitliches Abkippen, wie es am Modell mit angehobenem Ausleger vorkommt.

    Als Verdrehbegrenzung der Drehgestelle dienen zwei Stifte, welche auf zwei Domen außerhalb des Drehgestell-Drehkranzes an der Unterseite des Unterwagenrahmens befestigt sind und von oben in zwei Langlöcher in den Drehgestellen ragen.
    Solange der Kran geradesteht, haben die Dome 0,5mm Luft zu den Drehgestellen. Wird aber durch Drehen des Oberwagens eine seitliche Gewichtsverlagerung des Kranes ausgelöst, kippen Ober- und Unterwagen um jeweils die 0,5mm nach rechts oder links (innerer Kipppunkt). Erst dann können die Achslager eine vollständige, seitliche Abstützung auf die Räder weiterleiten.
    Erst wenn der Schwerpunkt darüber hinausgeht, Kippt der Kran endgültig um (äußerer Kipppunkt).
    Wenn der Kran allerdings erst gar nicht am inneren Kipppunkt in Schräglage gerät, tritt der äußere Kipppunkt erst viel später ein. Und genau das wollen wir…
    Langer Rede kurzer Sinn:
    Zwischen den Domen und den Drehgestellen wurde nun je ein Polyamidring mit den Maßen 6,8 x 3,3 x 0,6mm (über die Verdrehschutz-Stifte) untergelegt und mit ‚Robbe‘-Fett „fixiert“.
    Nun steht der Kran zwar 0,1mm höher, ;) aber dafür gleiten die Drehgestelle jetzt nicht mehr (wie vom Hersteller so vorgesehen) Lack auf Lack über den inneren Ring, sondern gleiten leicht auf den gefetteten PA-Ringen.
    Der Unterwagenrahmen stützt sich nun viel weiter außen auf den Drehgestellen ab und diese werden von den zentralen Federn und über die Flansche in der Mitte weiterhin vorgespannt.

    Bei Tendern ist so eine ringförmige Drehgestell-Lagerung ausreichend, bei einem Kran, der nur in der Vitrine steht oder im Zugverband gefahren wird, mag das auch noch funktionieren, aber im „harten“ Kran-Einsatz mit solch einem hohen Schwerpunkt, ist eine sicherere Drehgestell-Lagerung weiter außen dringend zu empfehlen.

    Inspirieret wurde diese Lösung übrigens von der Lagerung der Original-Drehgestelle. Da wird das auch so gehandhabt. Der Ausgleich des Kranes bei Gleisverwindung wird nun nicht mehr durch das Spiel zwischen Unterwagenrahmen und Drehgestell, sondern nur noch von den Achslagern übernommen. Der Federweg der Achslager ist völlig ausreichend, wobei die Achslager hier (im Gegensatz zu meiner V320 und für eine bessere Standsicherheit) nur AUSFEDERN sollen.
    _________________________
    Eine weitere Individualisierung betrifft den Fahrantrieb:
    Da im Gegensatz zum Original das Modell nur auf einer Achse angetrieben wird, ist die Reibungslast besonders durch das doppelt so hohe Gewicht des Modells, sehr gering.
    Durch den etwas größeren Federweg und durch das gleichzeitige Entfernen der Druckfedern der mittleren Achse des Antriebsdrehgestells, wurde nun eine Erhöhung der Reibungslast der Antriebsachse besonders in Gleis-Ausrundungen bzw. bei Schienenstößen erreicht.
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    Als letzte Individualisierungsmaßnahme wurden die Pufferbohlen des Schutzwagens endlich Schwarz gestrichen (Sorry, aber ich konnte das Grün an der Stelle einfach nicht mehr sehen).
    Jetzt sieht das (in meinen Augen) gleich viiiel besser aus. :)

    Grund für den Abbau der Drehgestelle war übrigens ein Kurzschluss an einer Weiche, bei welcher eine der beiden Leiterbahnen zur Gleisstromführung zum Decoder unter großem Gestank durchgebrannt ist.
    Die verschmolzenen Reste wurden entfernt und durch eine Litze ersetzt. Nun nimmt der Kran wieder an allen vier Ecken den Strom auf. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich die „Kipp-Situation“ angegangen.

    Weitere Individualisierungen (auch am Schutzwagen) sollen folgen.
    Es bleibt also spannend.

    Viel Spaß mit unserem Hobby und Euren Kränen wünscht Euch der basti

    Edited 4 times, last by 210 001-4 (May 6, 2024 at 8:20 AM).

  • Hallo allerseits,

    da bei jeder Inbetriebnahme des Modells (Zentrale auf "Start") beide Servos eine Referenzfahrt machen,
    stand ganz oben auf der Prioritätenliste eine Abschaltmöglichkeit des Decoders vom Gleisstrom,
    so lange das Modell abgestellt auf der Anlage steht.
    Denn nicht immer hat man einen abschaltbaren Gleisabschnitt zur Verfügung.

    Die Servos sollen nicht unnötig in Betrieb sein und ein unbeabsichtigtes Bewegen des abgestellten,
    oder des sich in einem Zugverband bewegten Modells (z.B. durch Spannungsunterbrechung am Kran während der Fahrt),
    sollte auf jeden Fall vermieden werden.

    Deshalb wurde im Unterwagenrahmen ein zweipoliger Mikroschalter verbaut,
    welcher nun die Gleisspannungsversorgung aus den Drehgestellen von der Zuleitung zum Drehkranz und damit zum Decoder dauerhaft trennt.

    Zusätzlich wurden jeweils seitlich am Rahmen zwei Einspeisungen verbaut,
    mit welcher der Kran über eine zweipolige Leitung mit einer externen Zentrale verbunden werden kann.
    Damit ist auch ein autarker, stationärer Betrieb über eine separate Zentrale oder einen eigenen Booster möglich.

    Um den Schiebeschalter unter dem Rahmen leichter finden und ertasten zu können,
    wurde er an der Position montiert, an der sich am Kran KEINE Aufstiegsleiter befindet. ;)

    Somit ist ein weiterer Punkt der Individualisierungsliste unseres Kranes abgearbeitet.

    Die Liste ist aber noch lang und wird weiter fortgesetzt.
    Bei Fragen zu den Umbauten, gerne bei mir melden.

    Mit besten Grüßen vom basti

    Edited once, last by 210 001-4 (May 6, 2024 at 8:16 AM).

  • Hallo BR 55 5555,

    die Antwort auf Deine Frage findest Du hier:

    210 001-4
    May 5, 2024 at 1:10 PM

    Gruß basti

    Edited 3 times, last by 210 001-4: Passt thematisch besser in den anderen Beitrag (May 5, 2024 at 1:15 PM).

  • Neue Seile für den Kran

    Hallo allerseits,

    mittlerweile hat der Kran neue Seile bekommen.

    Hintergrund war zum einen, dass die Seillängen des Modells nicht mit denen des Originals übereinstimmen.

    Während die Seile der Hakenflaschen beim Modell zu kurz sind, sind diese des Einziehwerkes zu lang (legen sich doppelt auf der Seiltrommel ab).

    Die neuen Seile wurden so bemessen, dass sie die komplette Trommel füllen und trotzdem die Endposition aus den technischen Daten erreichen. Abegespult bleiben noch drei volle Windungen auf der Trommel und auch hier werden nun alle Endpositionen erreicht.

    Das heißt, der Haupthaken erreicht nun bei komplett angehobenem Einziehwerk eine Tiefe von ca. 87,5mm unter SO (das entspricht einer Tiefe von etwa 2,8m im Original)

    Der Hilfshaken schafft sogar 160mm unter SO. Also völlig ausreichend.

    Die neuen Seile des Einziehwerkes wurden soweit gekürzt, dass sie in der obersten Position nicht doppelt abgelegt werden und in der Ablagepositon trotzdem noch vier komplette Windungen auf den Trommeln bleiben.

    Der Durchmesser der neuen Seile wurde von 0,4 auf 0,5mm erhöht.

    Das sieht optisch Wesentlich besser aus, besonders weil die neuen Seile aus 9 Strängen geflochten sind, im Gegensatz 4 Strängen bei den von KM1 verwendeten Seilen.

    Warum nur 0,5mm, und nicht mehr??? :/

    Eigentlich müssten die Seile unterschiedliche Durchmesser von 0,6, 0,7 und 0,85mm Durchmesser haben... ?(

    Es gibt mehrere Gründe, warum wir uns für die einheitlichen 0,5er-Seile entschieden haben:

    1) dickere Seile passen nicht durch die von KM1 verwendeten Befestigungsösen.

    2) durch die von KM1 vorgegebenen Rillen auf den Trommeln passen dort keine dickeren Seile drauf.

    3) auch zwischen den inneren Seitenwänden und den Trommeln, wo die Seilenden mittels Schlaufen und Schrauben befestigt sind, passen keine dickeren Seile.

    3) der Hersteller dieser sehr scaleigen maßstäblich aussehenden Seile stellt leider keine größeren Durchmesser als 0,5mm her.

    4) diese Seile haben ein sehr maßstäbliche Anmutung eines Stahlseiles ohne dabei einen größeren Umschlingungswiderstand als die KM1-Seile zu haben. Das bedeutet, sie laufen trotz ihres größeren Durchmessers ebenso geschmeidig in den Rollen und sehen trotzdem noch besser aus. :) Zudem lassen sie sich noch ausreichend eng knoten.

    Die Seile wurden alle umgespult. Das heißt neues mit altem Seil verknüpft und anschließen durch die Flaschen gezogen. Vorher mussten natürlich noch die neuen Seilschellen mit eingezogen werden. ;)

    Und wieder ist ein Punkt der Todo-Liste abgearbeitet. :)

    Was am längsten dabei gedauert hat war, sich zu überwinden, die alten Seile abzuschneiden. =O

    Damit gab es kein Zurück mehr... 8|

    Aber es hat sich gelohnt. :S

    Nun warten wir auf weitere Teile um den Umbau fortzuführen.

    Mit besten Grüßen vom basti

  • ... ein weiterer Vorteil der dickeren Seile ist,

    dass diese nun nicht mehr so leicht von ihren Rollen springen,

    wenn man mit dem Kran hantieren muss.

    Ein Versuch, den Ausleger über die Ablageposition der unteren Seilrollen hinaus,

    händisch anzuheben hat gezeigt, dass zwar die Seile aus ihren Rollen gedrückt werden,

    beim Absenken aber alle wieder in ihre Position zurück finden.


    Mit den Original-Seilen wurden solche Aktionen meist mit einem fürchterlichen Seilsalat "bestraft". :rolleyes:


    Übrigens, wer Interesse an Infos zu den Seilen hat, kann sich gerne bei mir melden.

    Es gibt sie in:

    0,12 mm

    0,14 mm

    0,16 mm

    0,23 mm

    0,28 mm

    0,32 mm

    0,37 mm

    0,4 mm und

    0,5 mm

    in den Farben Grau, Schwarz, Grün und "Bunt". ;)

    Funfact: die 0,5mm Seile sind bis zu einem Gewicht von 45 Kilo belastbar, 8|^^


    Gruß basti