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Saturday, March 30th 2024, 4:53pm

atelier anschu - (Ein-)Bauanleitung Steuerleitung VT 98

Hallo Freunde des VT 98,

die im Beitrag 103

vorgestellte Steuerleitung für den VT 98, hat als erste Bausätze und teilgefertigte Sätze, ihre neuen Einsatzorte gefunden. (Die weiteren vorliegenden Anfragen werden in der kommenden Zeit step-by-step abgearbeitet). Nun ist es an der Zeit auch die (Ein-)Bauanleitung vorzustellen.

Zum Lieferumfang des Bausatzes gehören der Gussbaum, Silikonschlauch, Stück 0,6er Draht und folgende Magnete:
1,5 x 0,5 mm: 4 (3 + 1)
1,5 x 1,0 mm: 5 (4 + 1)
2,0 x 1,0 mm: 6 (5 + 1)

Die Zahlen in den Klammern zeigen die benötigte Anzahl und den jeweiligen Ersatzmagnet an. Leider entwickeln die kleinen Freunde auf dem Arbeitstisch - mit anwesendem Werkzeug - sehr schnell ein „4711 Eigenleben“ … sie „verduften“ für unbestimmte Zeit.

Die einzelnen Bauteile am Gussbaum:
1. Steckdosen oben - optional
1a. Steckdosen oben
2. Steckdosen unten
3. Steckdosendeckel
3a. Tauschsteckdosendeckel
4. Kupplungsstecker mit Deckel
4a. Tauschkupplungsstecker mit Deckel
5. Schlauchanschlüsse unten am Gehäuse




Empfehlenswertes Werkzeug:
• (möglichst) watenfreier Seitenschneider (mit dem auch Messingguss durchtrennt werden kann)
• Nadelfeile vierkant
• schmale Flachzange
• Tischbohrmaschine + Bohrer 1,5 + 2,0 mm
• 1,5 mm + 2,0 mm Schaftfräser mit möglichst flachen Schneiden (2 oder 4-fach)
• Handstück /Stiftenkloben
• Sekundenkleber
• Referenzmagnet – z.B. Schulmagnet /Hufeisenmagnet o.ä. mit gekennzeichneten Polen bzw. „analogen“ oder elektrischen Polfinder („Polfinder“ als Suchbegriff eingeben)
  • ....


Es hat sich nach den ersten Probeabgüssen + Tests gezeigt, dass die ursprünglich eingeplanten 1,0 mm Löcher in den „Steckdosen unten und oben + optional“, doch mit größeren Magneten bestückt werden können, um so eine noch bessere magnetische Verbindung zu bekommen.



ACHTUNG – auf eigene Gefahr: Die Löcher in den „Steckdosen oben + unten“ können am Gussbaum aufgebohrt werden. Dabei müßte der Gussbaum von Hand gehalten werden!

Oder nach dem abtrennen einspannen. Da die Löcher für die unteren Steckdosen schräg liegen, sind diese entsprechend einzuspannen


Es kann dazu kommen, dass die Lochwände in den „Steckdosen oben“, hinten an der schmaleren Stelle, etwas aufgedrückt werden. Dies kann nach einsetzen des Magneten wieder etwas zusammengedrückt werden … .


Anmerkung: Wessen Finger beweglich und fein genug sind, kann den hinteren Teil der „Steckdosen oben“ auch etwas konisch auf beiden Seiten befeilen /verjüngen – sofern nicht gern am Gehäuse gearbeitet wird. Selber feile ich lieber in der Öffnung des Gehäuses – es ist ausreichend Platz.


Die Löcher in den „Steckdosendeckeln“ + „Kupplungsstecker mit Deckel“ werden mit dem 1,5 mm bzw. 2,0 mm Flachfräser im Handstück, von Gussresten freigeräumt. Dies zunächst am Gussbaum,





nach dem abtrennen die Bauteile nochmals zwischen die Finger nehmen und den Vorgang wiederholen. Soweit es geht dies mit etwas Druck ausführen, sodass nochmals ein paar Hundertstell vom Boden abgenommen wird. Darauf achten, dass die Bügel nicht beschädigt werden.

Gussteile sind nicht so präzise wie Bohr- bzw. Frästeile, sodass hier etwas Nacharbeit erforderlich ist, damit später der Magnet fast klemmfrei jeweils mit Sekundenkleber eingesetzt werden kann.

Anmerkung: Es kann passiert sein, dass bei den ersten übergebenen Bausätzen, ein 0,6 mm und 3,5 mm langes Messingdrahtstück nicht bei lag. Dieses Stück wird in das vorgebohrte Loch des abgebildeten „Kupplungssteckers mit Deckel“ eingelötet + versäubert. Es bildet den Zapfen für den Silikonschlauch.



Die „teilgefertigten Bausätze“, betrifft dies nicht, da sie nur noch lackiert werden brauchen und soweit zum Einbau vorbereitet sind.
Dieser „fehlende“ Zapfen hat etwas mit der Abkühlung des Gussmaterials an diesen Stellen zu tun. Ziel war es, es einigermaßen vorbildlich aussehen zu lassen, dass das Gussteil den Schlauch „umschließt“ - quasi der Schlauch in der Kupplung "steckt" ... .





Die Gussteile mit dem geeigneten Seitenschneider vom Gusskanal abtrennen. Mit einer watenfreien Ausführung kann dies bei den Steckern nah am Übergang Bauteil /Gusskanal geschehen. Dies erleichtert und verkürzt das danach auszuführende „versäubern“ der Trennstellen mittels der Nadelfeile erheblich.


Ende Teil 1
Wird fortgesetzt … .

This post has been edited 1 times, last edit by "Atelier AnSchu" (Mar 30th 2024, 7:39pm) with the following reason: Werkzeug ergänzt


2

Sunday, March 31st 2024, 1:33pm

(Ein-)Bauanleitung - Teil 2

Hallo zusammen,

nach dem abtrennen sowie versäubern der einzelnen Bauteile, steht nun das einsetzen der Magnete in die entsprechend vorbereiteten Stellen der Bauteile - anhand des Übersichtsbildes im 1. Teil der (Ein-)Bauanleitung – s. oben - an.

Je nachdem wie die Löcher vorbereitet werden konnten, lassen sich die Magnete leicht bis leicht klemmend einsetzen. Empfehlenswert ist es, die Löcher so „grosszügig“ zu machen, dass ein Probeeinsetzen möglich ist und mit Hilfe der anderen Magnete, der eingesetzte Magnet wieder entnommen werden kann. Das ist insbesondere bei den Bauteilen „Kupplungsstecker mit Deckel“ vorteilhaft, da hier nicht mit Hilfe einer kleinen Flachzange, der Magnet leicht eingedrückt werden kann.

Der Neodym Hersteller /Vertreiber schreibt zum zu verwendenden Kleber hier folgendes:
„lösungsmittelfreier und wasserbeständiger Kleber … z.B. UHU MAX REPAIR …“

Selber nutze ich gern die Produkte /Sekundenkleber von BERGSWERK
https://www.bergswerk.de/bergswerk/hochl…ebstoffe/83004/

Es passiert sehr leicht und schnell, dass sich der Magnet vor dem Einsetzen + nach der Polmessung „umdreht“, sodass die Polung an der Stelle verkehrt ist. Zur Schadenbegrenzung behelfe ich mich hier folgendermaßen: Das Bauteil mit dem Magneten mit einer Pinzette /Zange ca. 1 mm über einer magnetischen Fläche (Zange, Feile o.ä.) halten. Die Fläche einer auf mind. 380 Grad angeheizten breiten Lötspitze einige Momente an das Bauteil drücken. Nach einigen Momenten „springt“ der Magnet auf die magnetische Fläche. Der Magnet sollte nicht mehr genutzt werden, da er nur eine Temperatur bis max. 80 Grad verträgt – siehe auch unter Stichwort „Temperaturbeständigkeit“ [url]https://www.supermagnete.de/safety-neodymium[/url]
und dort im Weiteren auch "Übersicht zur Temperaturbeständigkeit".

Anschließend das Bauteil gründlich von Kleberesten säubern und neuen Magnet – richtig herum – einsetzen ;-))

Um eine Kompatibilität mit anderen Fahrzeugen der Baureihe z.B. bei Fahrtreffen herzustellen, schlage ich folgende Anordnung der Magnetpole vor:

• Die offene Seite in den „Steckdosen“ am Faghrzeug hat „rot“ / Nordpol / minus
• während die offene Polseite in den „Steckern“ „grün“ / Südpol / plus aufweist.


Ende Teil 2
Wird fortgesetzt … .

3

Sunday, March 31st 2024, 2:15pm

(Ein-)Bauanleitung - Teil 3

Bevor die „Steckdosen“ zur Probe in das jeweilige Fahrzeuggehäuse eingesetzt werden, ist in diesem Zwischenschritt zunächst auf folgendes hinzuweisen und zu überlegen:

Der Spur 1 Gussbaum besitzt 2x „Steckdosen oben – optional“. Folgende Bewandtnis hat es damit auf sich:
Beim Original besitzt diese Steckdose anderes als die Modellausführung keinen gesonderten „Rahmen“ unter dem Rand der Steckdose bzw. um die Einbauöffnung herum, sondern befindet sich direkt an der Außenwand der Fahrzeuge







Diese Vorbildsituation läßt sich mit dem Bauteil „Steckdosen oben – optional“ umsetzen, erfordert allerdings eine kleine Korrektur an den Fahrzeugvorderseiten.
Hierzu ist z.B. mittels Gewebeklebeband, Stichel und /oder Skalpell die angespritzte Rahmennachbildung zu entfernen.


Hinweis – die nachfolgenden Bilder zeigen die Steckdosen noch mit den ursprünglich geplanten 1 mm Magneten













Wer nicht so gern Hand an sein Fahrzeug anlegen möchte, nutzt das Bauteil „1a. Steckdosen oben“ und kann mit dem angesetzten unteren Rahmen, das ganze etwas kaschieren /abdecken … .




Dies wäre zugleich die einfachste und schnellste Umsetzung … .


Ende Teil 3
Wird fortgesetzt … .

4

Monday, April 1st 2024, 12:02am

(Ein-)Bauanleitung - Teil 4

Nun werden entweder die Öffnungen am Fahrzeug für die "Steckdosen oben und unten“ an diese Bauteile angepaßt (größer gefeilt) oder umgekehrt - die Bauteile entsprechend an die Öffnungen.

Wie bereits erwähnt, passe ich lieber die Öffnungen entsprechend an, da ich weiss, dass die Zurüstteile niemals wieder ihren Platz verlassen werden … ;-))
Hierbei in kleinen Schritten vorgehen, damit die kleinen Bauteile später - nach dem lackieren - mittels Kleber, ganz leicht klemmend, eingesetzt werden können.

Die Farbe der jeweiligen Steckdose orientiert sich in der Regel oben, an der Farbe des Gehäuses und unten, am schwarzen unteren Rand. D.h., dass ein roter VT oben eine rote Steckdose mit Bügel und Deckel besitzt und seine Steckdose unten, schwarz mit einen schwarzen Bügel und Deckel ist.
Der Stecker der Steuerleitung ist allerdings in der Regel rot.




Nun wird es etwas theoretisch:
Da sich im Modell die Steckdose mit Deckel und der Stecker nicht jeweils einzeln kuppelbar umsetzen ließen, wird der Stecker incl. einer Steckdosennachbildung (mit Deckel) gekuppelt.




Am Original besitzen - wie angeführt - der Deckel und sein Bügel die jeweilige Farbe des Einbauortes




Werden beim Modell die Steuerleitungen nicht verbunden, können die Stecker (mit Deckel + Bügel) oben auch entsprechend so lackiert werden. Mit dem unteren schwarzen Rand, ist die Steckdose mit Deckel + Bügel entsprechend schwarz.

Beim verbinden der Steuerleitung ergibt sich dann allerdings das Bild, dass der Stecker mit rotem Deckel + Bügel unten platziert ist. Das entspreche nicht der Vorbildansicht.




Daher gibt es pro Set einen zusätzlichen Tausch-Stecker (4a), bei dem Deckel + Bügel schwarz lackiert werden können und für oben einen zusätzlichen Tausch-Deckel (3a) mit Bügel, der rot vorbereitet werden kann. Dann passt die Ansicht wieder wie beim Vorbild … .


Anmerkung: Als Beispiel wurde hier auf die Situation der roten VTs eingegangen. Bei den andersfarbigen Ausführungen – sofern die Modellausführungen hierzu keinen Anhalt bieten - ist u.U. auf entsprechende Vorbildaufnahmen zurück zugreifen.


Sind alle Bauteile angepasst und entsprechend lackiert, können die Steckdosen und die Schlauchanschlüsse (5) eingeklebt werden.
Die Länge der Silikonschläuche richtet sich nach den zu befahrenden Radien. Es liegen mehr Schläuche bei, sodass hier ausprobiert werden kann.

Silikonschlauch gibt es u.a. auch bei Weinert oder Hofmanns Modellbau


Wird die Steuerleitung in Verbindung mit der Märklin Kupplung eingesetzt, vergrößert sich die Länge des Silikonschlauches natürlich nochmals entsprechend. Hier liegen mir keine Angaben vor … . Vielleicht kann dies von jemandem als Empfehlung ergänzt werden … .


Ende Teil 4
Wird fortgesetzt … .

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