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Monday, September 9th 2019, 10:17pm

Welche Farbe passt für Drehbank, Säulenbohrmaschine & Co

Moinsen,
kann mir jemand von euch einen Tipp geben, welche (grüne) Farbe(n) für Werkstattmaschinen wie z.B. Drehmaschinen von Plus Model am besten passt?!
Ich bin ja so ein Revell Farben Nutzer,da ist aber nichts passendes dabei.

Danke Euch!

Grüße
Patrick

2

Monday, September 9th 2019, 10:21pm

Eindeutig auf jeden Fall: RESEDAGRÜN. RAL 6011; auch "Maschinengrün" genannt.

  • »Michael Staiger« is a verified user

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3

Monday, September 9th 2019, 10:29pm

Hallo Patrick,

das ist m. E. etwas Epochenabhängig, Resedagrün war wohl erst in der Ep. IV "aktuell", davor eher blaugrau, grau und sogar schwarz.
Hab mal Ende der 60er Jahre ein Praktikum in einer Maschinenfabrik gemacht, da waren die zum Verkauf stehenden Maschinen blaugrau. Die Werkzeugmaschinen je nach alter schwarz oder grau. Ausnahmen waren einzelne, von den Bedienern nachlackierte in sattgrün und -blau. Diese Maschinen waren in persönlicher Pflege und Bedienung ;-)

Gruß
Michael

  • »speedyxp« is a verified user

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4

Tuesday, September 10th 2019, 6:54am

Hallo,

die großen Maschinen in unserer Werkstatt hatten in meiner Jugend (Ende 70/Anfang 80) einen grünen oder grauen / silbergrauen Anstrich. Eine Blaue war auch mal dort.

Der Motor von unserem Deckenkran war interessanter Weise rot.

Viele Grüße

Marc
Modelbahner, Sammler und Bastler Spur1 und Z

Mein Avatar hätte ich gerne!

Gab es mal von Bockholt in 2010.

5

Tuesday, September 10th 2019, 10:09am

Hallo,
grau gab es eigentlich schon immer und gibt es auch heute noch.
Resedagrün kenne ich schon aus den 50ern.
Weiß kam dann Ende der 60er.
Auf den Homepages der Maschinenlieferanten findet man die angebotenen Farben.

Schöne Grüße von

Klaus
Schöne Grüße von

Klaus

6

Tuesday, September 10th 2019, 10:25am


Hab mal Ende der 60er Jahre ein Praktikum in einer Maschinenfabrik gemacht, da waren die zum Verkauf stehenden Maschinen blaugrau.


Bei meinem halbjährigen Maschinenbaupraktikum mitte 1966 ( Epoche 3) waren alle Maschinen resedagrün

Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren wir nicht in der selben Firma

Gruß, dr. wolf

7

Tuesday, September 10th 2019, 10:33am

Restaurierung Drehbank

Mut zur lebensbejahenden Farbe.

RAL 7011 oder 7021

Gruß vom Michael

  • »Michael Staiger« is a verified user

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8

Tuesday, September 10th 2019, 10:57am

Hallo Maschinenanstreicher,

die Idee von Klaus, auf den Homepages von Maschinenherstellern zu schauen ist sehr gut. Es hat wohl jeder Hersteller eine "Hausfarbe" gehabt?

@ Michael:
Sehr schöne Maschinle, die sind wohl beide nachträglich mit eigenem Motor ausgerüstet worden.

@ Dr. Wolf:
War beim Säge- und Gewindemaschinenhersteller Gustav Wagner (auf´m Buckel)
Dort gabs auch eine Graugiesserei, das war natürlich sehr interessant. Durfte mich da nach kurzer Zeit frei bewegen und den Leuten zuschauen, was sie so alles herstellten. Im Untericht wurden auch Versuche beschrieben ob es Stabiltätsunterschiede zwischen gerollten und geschnittenen Gewinden gibt. Es konnten keine Unterschiede im Gebrauch festgestellt werden, dennoch gab es Kunden die auf die eine oder andere Herstellungsart schwörten. Deshalb fertigte Wagner beide Maschinenarten.

Gruß
Michael

9

Tuesday, September 10th 2019, 12:28pm

Hallo,

wenn ich mir das von Plus angebotene Modell anschaue, bin ich auch sehr für Resedagrün.
Denn offensichtlich handelt es sich um die Nachbildung eher „modernerer" Maschinen für die diese Farbe wohl am besten passt.
Zumal das Fertigmodell auch in Grün angeboten wird.

Für ältere Maschinen ist aber in der Tat eine andere Farbe vorbildgerecht.
Meine beiden über 100jährigen Drehmaschinen sind in einem dunklen originalen Schwarzbraun gehalten.
Ich habe keine RAL-Entsprechung dazu gefunden.





Viele Grüße
Markus

  • »Michael Staiger« is a verified user

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10

Tuesday, September 10th 2019, 12:53pm

Hallo Markus,

wunderschöne Maschinen, werden die noch genutzt?

Hier kann man Farben raussuchen

Gruß
Michael

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11

Tuesday, September 10th 2019, 1:16pm

Hallo
Die Frage des Threaderstellers ist interessant, jedoch glaube ich nicht, dass es "die eine Farbe" für Maschinenanstriche weder gegeben hat noch gibt. Das zeigen auch die vielen verschiedenen Farben in den Antworten.
Da hatte wohl jeder Hersteller seine eigene Hausfarbe als Teil seines Corporate Designs, auch in früheren Epochen.
Und im Laufe der Zeit wurden sowieso viele Maschinen von den Nutzern im Zuge von Wartungen und Reparaturen ggf. neu gestrichen.
Entweder hatten dann in der Werkstatt/Maschinenhalle alle Geräte eine andere Farbe (auch von gleichen Lieferanten) oder es waren alle gleich gestrichen (von verschiedenen Lieferanten) - einerseits je nachdem welche Farbe beim Neuanstrich gerade verfügbar war oder andererseits ob der Arbeitgeber eine bestimmte uniforme Farbe vorgab.
Diverse Grau-, Blau- und vor allem Grüntöne scheinen aber besonders beliebt gewesen zu sein, ich denke damit liegt man nicht falsch.
Interessant wäre es, beim Modell ev. eine "Hammerschlaglack-Optik" nachzubilden, vielleicht durch Zumischen von etwas Silber- oder Alufarbe in die gewählte Grundfarbe.
LG
Anton

  • »gschmalenbach« is a verified user

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12

Tuesday, September 10th 2019, 4:40pm

die Farbe der Werkzeugmaschinen ist durchaus Epochenabhängig .

Viele mittelgroße Betriebe hatten in der frühen Epoche 3 nur die Möglichkeit den Betrieb wieder aufzunehmen indem alte oder auch zerstörte Werkzeugmaschinen aufgemöbelt wurden und noch lange in Betrieb waren .
Ich erinnere mich gut an große Fräsmaschinen , Drehmaschinen , Karusseldrehmaschinen , Ständerbohrmaschinen ,Spitzenschleifmaschinen usw. die schon in der Kaiserzeit gebaut wurden . Bei Ausfall gab es natürlich keine Ersatzteile ,
die haben wir dann nach dem alten Muster selbst hergestellt . Das ging mal , natürlich wurden auch neuere beschafft .

Die ganz alten Werkzeugmasch. waren alle so ungefähr schwarz-bräunlich . Die großen Gusständer waren ja zunächst noch gespachtelt worden , für glatte Oberfläche und dann mehrfach dick gestrichen .
Im Betrieb fliegen ja erheblich Späne , Oberflächenrost , Grafit von den Gussteilen in der Bearbeitung , Rost , Farbe usw. durch die Gegend . Dazu kommt jahrzehntelanges putzen mit öligen Lappen , Holzspäne zum auffangen von Schmiermittel oder Kühlmittel usw.
Das alles gibt diesen typischen leicht schmierigen Glanz an den Maschinen was man hier in den vorangegangenen Beiträgen sehen kann .

Die Maschinen die nach den 50 ger Jahren beschafft wurden VDF-Drehbänke usw. waren in der Regel Blaugrau . Später kam dann dieses Resedagrün , die schmierige Patina kommt von ganz allein trotz regelmäßigen saubermachen .

Als kleines Beispiel mit Bezug zur Eisenbahn stelle ich mal ein paar Foto von der Aufarbeitung meines G10-Kuppelrades ein .

Bild 1 : 1986 bekam ich von Helmut und Hans-Dieter Dahlhaus das Kuppelrad der letzten pr. G10 Hagen-Gbf. geschenkt . Gebaut 1914 bei Krupp in Essen , Einzel- Radgewicht 850 kg
die Lok wurde beim Schrotthändler in Gevelsberg-West zerlegt , das Rad gesichert und rostete dann lange Jahre im Freien vor sich hin .
Wir haben es dann am Stück nach Bochum zum sandstrahlen gebraucht und nach der Rückkehr Rot lackiert . Etwas weniger dick aufgetragene Farbe hätte gereicht , da war es schon passiert .

Bild 2 : auf dem Radreifen war danach noch immer eine dicke Rostkruste . Die musste natürlich runter . So habe ich unseren besten Dreher an die Karusseldrehmaschine gestellt und wir haben dann Samstags ab Mittags bis spät Abends
damit zu tun gehabt . Der Spruch stimmt ! Hart wie Kruppstahl ! Dafür mussten wir dann noch in der Schleiferei Formstähle schleifen für die Spurkranzradien . Das geht nur sehr behudsam und dauert . Zumal die Rostkruste sehr abrassiv ist .
man sieht hier gut die Farbgebung der Karusseldrehmaschine aus den siebziger Jahren . Dort stand zuvor eine der beschrieben ganz alten Karusseldrehmaschinen , die war völlig fertig und wurde verschrottet .

Bild 3 : natürlich wurde auch die Rückseite vom Radreifen gedreht und wir haben einen neuen Achszapfen gebaut , weil das Rad ja an der Achse abgebrannt worden war .
hier sieht man auch das bei den absehbaren Auslaufuntersuchungen die Radreifen mit den Stahlguss-Radsternen verschweißt wurden .
für den Radreifen ist das jetzt das Grenzmaß , abgefahren .

Bild 4 : ja , wir hätten auch noch den Kurbelzapfen auspressen und durch einen neuen ersetzen können . Weitere innerbetribliche Transporte usw. habe ich abgewunken , wurde aufpoliert so gut es ging .
im Hintergrund sieht man eine der Säulenbohrmaschinen in graublau , weiter hinten Halbautomaten in Resedagrün .
die andere Seite wäre interessanter gewesen . Dort standen die Fräs.-und Spitzendrehmasch. mit 7 Meter Spitzenlänge und große moderne Wellenschleifmaschinen . Wenn ich das geahnt hätte .

Bild 5 : das fertige Rad musste natürlich zum Stehen gebracht werden . Dafür haben die Schlosser dann einen Ständer gebaut und 0,5 Meter pr.S100 Schiene eingebaut .
so haben wir das Rad dann 1988 beim Neubau unseres Hauses , nach dem gießen der Kellerdecke , mit dem Baukran eingehoben , direkt neben meiner Modellbahnwerkstatt . Senkrechter Doppel-T-Träger in der Wand , U-Eisen im Estrich .
dort steht es noch immer , wird schwierig das wieder raus zu kriegen .

Viele Grüße
Günter
gschmalenbach has attached the following images:
  • Kuppelrad-pr.jpg
  • Karusseldrehmaschine-mit-W.jpg
  • Kuppelrad-G10-Rückseite-img.jpg
  • Kuppelrad-im-Kran-img407.jpg
  • Kuppelrad-T16-mit-Ständer--.jpg
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

13

Tuesday, September 10th 2019, 6:41pm

Fleißige Männer im Bw Schwabstadt, Mitte der 60er Jahre, umgeben von RESEDAGRÜN,

ohne weiteren Kommentar, ; - )

mit freundlichen SPUR 1 Grüßen, dr. wolf
Dr. Wolf has attached the following images:
  • schuppen 1.jpg
  • schuppen 2.jpg

14

Tuesday, September 10th 2019, 7:51pm

@ Michael Staiger, Beitrag 10

Ja, die Maschinen sind bei Bedarf immer wieder in Betrieb.
Als ich sie vor gut zehn Jahren übernahm erzählte mir der Verkäufer, dass sein Großvater
die Drehbänke nach dem 1. Weltkrieg aus einer aufgelösten Munitionsfabrik gebraucht gekauft habe.

Für die feineren Sachen in 1:32 verwende ich aber eine kleinere ukrainische Drehmaschine aus 1992 - die ist babyblau!

Posts: 135

Location: Mannheim

Occupation: was mit IT

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15

Tuesday, September 10th 2019, 8:09pm

Fleißige Männer im Bw Schwabstadt, Mitte der 60er Jahre

Zumindest die Fräsmascine passt da nicht rein, die sieht eher nach 70/80er Jahre aus. Säulenbohrmaschine und Drehbank grenzwertig...

Zur Farbe: Es gab durchaus auch herstellerspezifische /-typische Farben!

Verschiedene Grautöne waren z.B. epochenweise üblich bei: Deckel, Cazeneuve, Magdeburg, Monarch, Celtic(Mondial) usw.

Ich will nur sagen: man muß nicht alles einheitlich 6011 streichen!

Wer sich einen ersten Überblick über Werkzeugmaschinen der verschiedenen Epochen verschaffen will, ist bei Tony gut aufgehoben: www.lathes.co.uk

Gruß
Achim

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Tuesday, September 10th 2019, 8:21pm

hallo Dr. Wolf

Sehr schöne Schuppeneinrichtung. Gefällt mir gut, und sieht man so nicht alle Tage.

Ich habe dazu eine Frage, von wem stammen denn alle diese Schuppen bzw. Einrichtungsgegenstände?
Vielen Dank für einen Hinweis.
--viele Grüße, Dieter--

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Tuesday, September 10th 2019, 9:28pm

Antwort auf Beitrag zuvor:

Alle grünen Einrichtungsgegenstände und Maschinen stammten von "Modellbau Schmitz". Herr Schmitz war mehrfach
in Sinsheim und Heilbronn; zwischenzeitlich ist der Geschäftsbetrieb altershalber leider eingestellt

mit freundlichen SPUR 1 Grüßen, dr. wolf
(PS: daß die numerische Fräsmaschine kein Epoche 3 Klassiker ist, ist mir bewußt, dennoch steht se da)

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Wednesday, September 11th 2019, 6:35am

Kurt Käufler hat auch sehr viele Maschinen für die BW-Werkstatt im Angebot:

Käufler

Viele Grüße,

Kalle

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Wednesday, September 11th 2019, 8:30am

Kann die Produkte von Hr. Käufler auch nur empfehlen.
Vorteil: Sie sind gleich mit Betriebsspuren versehen, was das Aussehen deutlich verbessert.
Viele Grüsse
Bibe

(Die gute, alte Nebenbahn)

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