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04.11.2013, 19:04

Servoansteuerung ESU XL-V4.0 gefährlich?

Hallo Forum,

nachdem ich im Saarland eine Dingler BR75 mit zerfetzter Umsteuerung und dadurch blockiertem Fahrwerk ansehen musste, möchte ich hier mal eine zaghafte Warnung schreiben.

Ich selber hatte Anfang des Jahres Probleme bei der Servo-Umsteuerung einer Schönlau-BR94.
Hier drehte das Servo teilweise beim Einschalten der Anlage in die falsche Richtung, was eine verbogene Umsteuerung zur Folge hatte.
Nachdem mir ESU (zuletzt April 2013) nicht weiterhelfen konnte/ wollte, hatte ich die ursprüngliche Mechanik wieder eingebaut und gut war.
Bei anderen Anwendern gab es weiter Probleme bei der Servoansteuerung, und ESU meint immer noch, dass die Anwender halt zu geizig wären, ESU-Servos einzubauen ...

Die Dingler-Lok war beim Hersteller vom ZIMO- auf ESU V4-Decoder umgerüstet worden, und da ESU keinerlei Problemmeldungen an die eigenen Kunden weitergegeben hatte, wusste dort auch keiner davon.
Also blieb wohl das ursprüngliche Servo in der Lok, da es bei ZIMO ja auch überhaupt keine Probleme gemacht hatte ... Ergebnis siehe oben ... dem Servo wird erst bei Funktionsbetätigung der passende Impuls gesendet, Spannung bekommt es trotzdem - und fährt ruckartig in undefinierte Lagen.
Normal sollte sein, dass dem Servo direkt bei Spannungszuschaltung die passende Positionierung gesendet wird.

Noch ein link ins ESU-Forum (zwei Seiten):
http://www.esu.eu/forum/forenuebersicht/…an_loksound_xl/

Leider muss man dort angemeldet sein, um lesen zu können.

Wer also Servos an ESU-Decodern betreiben möchte, sollte tunlichst auch ESU-Servos einbauen!
Schöne Grüße vom Oliver.

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2

05.11.2013, 07:08

Hallo Oliver,
das bedeutet ja, dass ESU sich nicht an die Normung einer Servo- Schnittstelle hält:
Wenn Spannung anliegt muss auch das Rechtecksignal 1-2 mS anliegen,
ansonsten würde ja jede kleinste Störspannung je nach Eingangsempfindlichkeit der Servos zu wilden Zuckungen führen.
Digitale Servos, die das Eingangssignal zuerst anhand der Länge des Rechtecks zur Weiterverarbeitung berechnen, könnten da besser geeignet sein.

Aber eigentlich ist hier ESU gefordert, die Firmware der Decoder XL 4.0 zu verbessern.
Bis dahin sollte man erklären, dass die Schnittstelle zur Benutzung von Fremdservos nicht geeignet ist.
MfG. Berthold

3

05.11.2013, 07:53

Hallo Berthold,

genau so ist es.

Leider verkündet ESU bisher nur, dass wir zu geizig seien, ESU-Servos zu benutzen ...
Alle doof, außer ESU? :D
Schöne Grüße vom Oliver.

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4

05.11.2013, 10:26

Hallo Zusammen,

laut der Beschreibungen der merkwürden Funktionen von Servos mit Decodern Lok und Weichen , gehe ich von aus , das Analoge Servos nicht zu gebrauchen sind !

Daher müssen wohl Digitale Servos angeschlossen werden ?!
Digitale Servos gibt es bei jedem Modellbau Geschäft für Flieger Schiff und Autos .
Aufgrund der großen Auswahl gibt es auch
günstigere Servos im Digitalbereich .
Ein Versuch ist es wert !!

Gruß Uwe

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5

05.11.2013, 17:07

Hallo Zusammen,

das Problem betrifft neben den ESU Loksound XL Decoder auch die Variante ESU Loksound 4.0 mit I/O-Erweiterungsplatine. Ich habe selbiges in einer T3 verbaut und 2 Servos zur Betätigung der Kupplung eingebaut. Hier würden die ESU-Servos schon aus Platzgründen ausscheiden. Den einzigen Ansatz den ich hätte und auch schon uim ESU-Forum dikutiert wurde ist die Spannungsversorgung des Servo auf einen seperarten Funktionsausgang zu legen und diesen minimal nach dem Servoausgang einzuschalten. Frage an die Experten wäre, würde das als Notbehelf funktionieren?


Grüße

Tobias
Steuerung: Uhlenbrock Dais II-Zentrale, Daisy 2, PC-Software Rocrail, Fahrzeugdecoder ESU Loksound

6

05.11.2013, 17:19

Hallo zusammen,

jetzt fühle ich mich als jahrzehntelanger RC-Modellbauer auch dazu berufen, meine Erfahrungen mit einzubringen.

Wie Uwe schon sehr richtig geschrieben hat, kann man mit hoher Sicherheit, mit Digital-Servos, den Problemen aus dem Weg gehen.

Diese haben eben speziell die Eigenschaft, im Gegensatz zu Analog-Servos, beim Einschalten nicht unkontrolliert Bewegungen auszuführen! Sie bewegen sich absolut nur dann, wenn sie die entsprechenden Signale dazu bekommen.

Ja, das stimmt auch, der Preisaufschlag für diese Teile ist kaum mehr der Rede wert - vor allen Dingen dann, wenn es damit funktioniert!

Viele Glück dabei!

Grüße, Karl

7

05.11.2013, 17:20

Hallo Tobias,

drüber nachgedacht haben wir schon, es fehlt nur Zeit zum Testen.
Leider tauchen die Probleme nur sporadisch auf, es kann 10x gut gehen, muss aber nicht ...
Schöne Grüße vom Oliver.

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8

05.11.2013, 17:35

Hallo Oliver,

ja mir auch und wenn du weißt wie eng es in einer T3 zugeht, habe ich auch keine Lust nochmal die komplette Lok zu zerlegen zum umlöten der Anschlüsse.

Tobias
Steuerung: Uhlenbrock Dais II-Zentrale, Daisy 2, PC-Software Rocrail, Fahrzeugdecoder ESU Loksound

9

05.11.2013, 19:33

... es ließ mir doch keine Ruhe ...

Den 0V vom Servo habe ich separat auf AUX6 gelegt.
Aus Sparsamkeitsgründen hier mein Beitrag aus dem ESU-Forum:

Citato

ZITAT vom Oliver/ESU-Forum

Hallo Forum,

grundsätzlich lässt sich der 0V über einen Funktionsausgang schalten.

Ich möchte die Umsteuerung mit dem Servo realisieren, das Heben und Senken der Schieberschubstange.

Dafür muss das Servo bei Vorwärtsbefehl in Position A gehen, und beim Rückwärtsbefehl in Position B.

Dafür habe ich einen Ausgang als "Servo" (AUX10) programmiert, und einen Ausgang als "Dimmer" (AUX6) für den 0V des Servo.

Angesteuert wird das Servo über "Vorwärts, F4", gleichzeitig wird ebenfalls mit "Vorwärts, F4" der Ausgang Servo 0V geschaltet.

Beim Ausgang Servo 0V (AUX6) habe ich "Verzögerung beim Einschalten = 3 (1,23s)" und Verzögerung beim Ausschalten =15 (6,14s) programmiert.

Die Abschaltverzögerung muss sein, weil das Servo sonst nicht mehr in die Rückwärtsstellung fahren kann.

Die Funktion "Rückwärts, F4" bleibt leer.

Das Problem, dass das Servo in falsche Bereiche fährt, ist hier bis jetzt nicht mehr aufgetreten.

Hauptsächlich war es vorher der Fall, wenn während eines Servo-Stellvorgangs die Gleisspannung ausfiel, zB. durch Kurzschluss oder Überlast.

Beim Wiedereinschalten der Spannung gab es dann den Maximalausschlag, weil das Servo nicht wusste, wo es hin sollte.

Heute Abend habe ich nur mit dem Lok-Programmer getestet, mit der Zentrale kommt der Test ein anderes Mal.



;bahn;
Schöne Grüße vom Oliver.

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10

05.11.2013, 19:56

... und schon muss ich es wieder zurücknehmen ....

Citato



... leider doch nicht gelöst ...

Wenn bei Rückwärtsfahrt die Versorgung ausfällt, und auf Vorwärts umgeschaltet wird, bevor die Spannung wieder eingeschaltet wird, geht es wieder schief :-(

Das ist reproduzierbar.

Oliver
Schöne Grüße vom Oliver.

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Questo post è stato modificato 1 volta(e), ultima modifica di "Oliver" (05.11.2013, 20:04)


11

07.11.2013, 14:23

Hallo Oliver,

hast du deinen Versuch mit einem Analog- oder Digitalservo gemacht. Ich schau mal nach, in meiner Kiste. Ich habe bestimmt noch ein Digitalservo, welches ich dir zum Testen mal leihen könnte, wenn du selber keins hast.

Gruß Lars

12

07.11.2013, 14:50

Hallo Lars,

ich habe ein analoges Standardservo genommen, denn diese sind in den Loks zB von Dingler auch bereits eingebaut.
ESU-digital-servos habe ich bestellt, sind vielleicht sogar schon da ...

ESU wirbt damit, dass "handelsübliche Servos" am XL-V4 betreibbar sind - das stimmt bisher leider so nicht.
Schöne Grüße vom Oliver.

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13

07.11.2013, 16:38

Hallo Oliver,

Digital-Servos sind durchaus auch "handelsübliche Servos". Ich verwende in meinen Flugmodellen schon viele Jahre keine anderen mehr!

Warum dann die ESU Aussage nicht stimmen soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Grüße, Karl

14

07.11.2013, 17:11

Hallo Karl,

Da "handelsübliche Servos" die analogen Servos mit einschließt, wäre hier die Bezeichnung "handelsübliche DIGITALE Servos" notwendig gewesen.
Schöne Grüße vom Oliver.

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15

07.11.2013, 18:22

Hallo Karl,

welche, aktuell erhältliche und preiswerte, Digital-Servos kannst du empfehlen?

Ich habe in den letzten Wochen einige Servos getestet aber das Richtige war noch nicht dabei. Aus dem Flugmodellbau bin ich leider seit 30 Jahren raus und damit nicht mehr auf dem aktuellen Stand, was da gerade guter Standard ist.
.
Gruß Uwe

Module/Segmentanlage im Bau - System Control 7/DCC++ - Rocrail/Rocweb - Epoche V - KBS 393
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16

07.11.2013, 19:42

Hallo zusammen,

ich habe mit billigen analogen Servos die Erfahrung gemacht, daß diese sich problemlos ruhig stellen, wenn man das Pulssignal wegnimmt und auf Masse legt.
Es gibt kein erratisches Zucken, und bei Anlegen eines Pulssignals wird dann auch zuverlässig gestellt.
Ich steuere die Servos mit einfachen PICAXE-Prozessoren an.

Ich würde daher in Oliver's Beispiel nicht das Servo stromlos schalten, sondern
- zwischen AUX10 und Servo-Impulseingang einen Vorwiderstand einschleifen und
- über AUX6 das Impulssignal am Servo auf Masse ziehen, wenn das Servo abgeschaltet werden soll (der o.g. Vorwiderstand schützt den Decoderausgang vor Überlastung)

Ansonsten würde ich auch versuchen, den Stellweg des Servos auf 180° auszuweiten (durch einen entsprechend kurzen Hebel), dann kann eine Fehlbewegung keinen Schaden mehr anrichten.

Gruß
Matthias
https://mat-spur1.jimdofree.com/

Wonach du sehnlich ausgeschaut - es wurde dir beschieden
Du triumphierst und jubelst laut: „Jetzt hab’ ich endlich Frieden!“
Ach, Freundchen, rede nicht so wild, bezähme deine Zunge!
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge

Wilhelm Busch

17

07.11.2013, 19:44

Hallo Uwe,

Du hast eine PN

Grüße

Karl

18

07.11.2013, 20:16

Hallo Matthias,

180° Stellweg passt in die wenigsten Loks rein.

Ich werde wohl eher den Weg gehen, nur noch Digitalservos einzubauen, wenn damit die Probleme weg sind.

Es geht mir hier hautsächlich darum, das Problem überhaupt zu kommunizieren, damit nicht noch mehr Loks beschädigt werden.
Schöne Grüße vom Oliver.

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19

07.11.2013, 20:23

Hallo an Alle

Gilt das auch für den ESU 51802 SwitchPilot Servo 4-fach Decoder ??
Ich habe mehrere davon und xtra dafür drehmomentstarke Analogsevos vom Elektronikdiscounter ,allerdings noch nicht verbaut !
Gruss Holger

20

08.11.2013, 00:39

Guten Abend Einser,

seit ca. 3 Jahren habe ich sowohl ESU als auch Billigservos ( analog )von Conrad im Einsatz. Je 2 Decoder werden über ein Netzteil z.B. für Laptops mit Strom versorgt. Durch diese Maßnahme gibt es kein unkontrolliertes Zucken der Servos beim Einschalten der Anlage. Ab und zu brummt mal eines der Servos, dem ich allerdings einfach durch Abschalten der Spannung begegne. Trotz Federschienenzungenweichen (Hegob und Lehmann) werden die Zungen auch ohne Strom zuverlässig teils über Monate hinweg in der letzten Stellung gehalten.

Gute Nacht
Werner