Posts by Karl Schotter

    Mein Nachdenken zum Kopfschutz #2 hängt mit der modernen Lok zusammen (G 1206, gebaut ab 1997), auf der der Rangierer #1 steht.

    Wer nach Rangierer-Bildern sucht wird feststellen, dass die "Hartschalen-Mütze" (sprich Helm) in den 1970ern nach und nach die Tuch-Kopfbedeckung ersetzte. Das Thema "Sicherheit" nahm Fahrt auf (auch die Helmpflicht für Motorradfahrer und die Gurtpflicht im Auto kamen in dieser Zeit).

    Dieses Bild von 1971wird jedem Sicherheitsbeauftragten den Schweiß auf die Stirn treiben: https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/112439.jpg
    Aber auch mit Helm (hier 1979) ist nicht automatisch alles in Ordnung (die Bremsleitung wurde vor dem Kuppeln verbunden, was gefährlich werden kann): https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/23493.jpg

    Danke für den Link #4!

    Es grüßt
    Karl

    Es kann nicht schaden, bei der Beschäftigung mit Verkehrs-Modellen über Verkehrsentwicklungen nachzudenken.

    Bei jeder Entwicklung wird das Neue zunächst in den Kategorien des Alten gedacht und gemacht.

    Beispiel Nürnberg-Fürther Ludwigseisenbahn von 1835: Die Personenwagen erinnern an Postkutschen, und die Züge wurden jahrelang vorwiegend von - im Gleis laufenden - Pferden gezogen (die Kohle war zu teuer, weil sie auf Fuhrwerken weit gefahren werden musste). Man schaue sich das Märklin Spur1-Modell an und beachte, dass der Bremser auf einem Kutschbock sitzt: Für zwei Wagen reichte ein Pferd, bei drei Wagen gingen zwei Pferde hintereinander.

    Beispiel Köln-Mindener Eisenbahn: Der Name deutet an, dass die Grundidee zunächst darin bestand, die Export-Frachten auf der Hauptroute Rhein in Köln von Oberländer-Schiffen auf die Bahn umzuladen und nach Minden zu fahren, um sie dann über die Weser in die Nordsee zu führen (Hintergrund waren die saftigen Zölle, die die Niederlande an der Mündung des Rheins kassierten). Als die Bahn dann fuhr, stand längst die Verbindung zwischen der Hauptstadt Preußens und seinen Westprovinzen sowie die Entwicklung des Ruhrkohlenbezirks im Vordergrund.

    Beim Nachdenken über die Zukunft klebt unser Denken an der Selbstverständlichkeit des privaten PKW-Besitzes, obwohl der gerade mal seit gut 60 Jahren verbreitet ist.
    Autonom fahrende Autos könnten aber ein anderes, neues und rationelles Verkehrssystem entstehen lassen:
    Wo kein Nahverkehrsmittel gut erreichbar ist, fährt an der eigenen Haustür ein bestellter ("Taxi-")Selbstfahrer vor und bringt den Fahrgast zum Bahnhof. Die Hauptstrecke wird mit der schnellen Bahn zurückgelegt. Am Zielbahnhof wartet bereits ein mitgebuchtes, autonom fahrendes Bestell-Fahrzeug und fährt zum Ziel.
    Man erhält immer ein - für Personenzahl und Gepäck - passendes Fahrzeug, hat nie Parkplatzsorgen, und billiger und recourcenschonender als der meist herumstehende Privat-PKW ist das auch. Aber es ist natürlich anders als gewohnt ... ;)

    Mal sehen, was wir noch erleben werden.

    Es grüßt
    Karl

    Blaue Mützen?

    Sehr interessanter Beitrag! Dank an Michael!

    Wieder einmal zeigt sich, dass auch das, was man für absolut sinnvoll selbstverständlich hält, erst durchgesetzt und akzeptiert werden muss.

    Eine Frage habe ich zu den "Feld-"Dienstmützen der Preiser-Bahnarbeiter: Die sind blau bemalt. Ich kann mich aber nur an schwarze Bahn-Feldmützen erinnern. Täusche ich mich, oder täuscht sich die Firma Preiser?

    Noch in den 1980ern sah ich auf den Bahnsteigen viele "schwarze Männer" beim Expressgut-Verladen und anderen Arbeiten (mit Feldmützen, Helme hatten höchstens die Rangierer).

    Es grüßt
    Karl

    Alte Technik imponiert. Imponiergehabe ist peinlich.

    Hallo,

    auch als Nicht-Fachmann merke ich sehr genau, wenn alte Technik fachgerecht in Betrieb gesetzt wird, und ich freue mich daran.
    Dass dabei ausnahmweise heutige Regeln nicht immer Beachtung finden können, das kann man nach meiner Erfahrung auch kritischen Beobachtern recht gut begründen und vermitteln. Gerade auch in dem Sinne, wie Wolfgang #27 die harte Praxis auf der Maschine schildert.

    Ein bewusstes, gezielt herbeigeführtes Herumgequalme für - angeblich - "authentische" Fotos erlebe ich allerdings immer wieder.
    Und das finde ich ärgerlich und peinlich.

    Es grüßt
    Karl

    Bitte um Mäßigung - und Wahrnehmung der Sichten beider Seiten

    Dass die #4 verlinkte Verordnung einen Menschen erst einmal auf die Palme treiben kann, verstehe ich gut.

    Die Warnung davor, den Erstellern dieser Verordnung mal eben Unfähigkeit und Weltfernheit zu unterstellen, verstehe ich auch.

    Wir erleben hier ein Hochgehen von Emotionen und Verhärtungen, die weder der einen noch der anderen Seite weiterhelfen.
    Jede gesetzliche Verordnung ist eine Herausforderung. Im Forum 1zu160 erleben wir gerade die Krise eines Händlers, die nicht zuletzt aufgrund der Schwierigkeiten einer ordentlichen Steuerklärung eskaliert.
    Andererseits wird niemand bestreiten, dass durch bestimmte Stoffe und Produkte schwerwiegende und langfristige Schäden für zahlreiche Menschen entstehen. Einige höchstproblematische Giftstoffe z. B. sind kaum mehr aus der Welt zu bekommen.

    Verordnungen wie die hier genannte beschäftigen in größeren Unternehmen die juristische Abteilung ebenso wie die Produktionsplanung. Dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor besondere Herausforderungen stehen, versucht die Verordnung auf verschiedene Weise zu berücksichtigen. Die entsprechenden Passagen mögen in den Ohren der Betroffenen wie Hohn klingen. Kurz gesagt, es ist schwierig, allen berechtigten Ansprüchen gerecht zu werden.

    Schimpferei mag entlasten. In der Sache hilft sie nicht. Und es hilft insbesondere nicht, die andere Seite herabzusetzen.
    Es gibt eine reale Schwierigkeit: Die Gefährdung von Mensch und Umwelt durch problematische Produkte und die Gefährdung kleiner Unternehmungen durch hochkomplexe Vorschriften bestehen gleichzeitig.
    Und wer jetzt schnell sagt: "Man müsste doch einfach nur ...", der hat möglicherweise einen Teil des Problems nicht verstanden.

    Lösungen , bzw. Vorschläge zum klugen Umgang mit Problemlagen sind gefragt.
    Vielleicht gehört ein (vorläufiges) Abschalten von Websites gehört dazu. Vielleicht hat jemand auch bessere Vorschläge, wie man sich vor Abmahn-Wegelageren schützen kann.

    Es grüßt
    Karl

    Edit: Danke für die nachvollziehbaren Verdeutlichungen des Problem von Mako #5 (der quasi zeitgleich mit mir formulierte, aber früher fertig war)!

    Guten Tag,

    eine E 41/ 141 steht auch bei mir auf der Wunschliste!
    Für den Bahn-Alltag unter Fahrleitung ist der Knallfrosch über drei Epochen hinweg unentbehrlich.

    Wenn ich - nach dem "Wendezug"-Hinweis #7 - mit dem Namen Jürgen Benecken danach suche, stoße ich auf diese E 41 -Modell von 2008:
    <a href="E 41001 von Benecken">RE: BR 151 von Benecken</a>
    Abgesehen davon, ob aus dieser Richtung tatsächlich ein - offenbar weitestgehend unbekanntes - "Geheim-Projekt" zu erwarten ist, finde ich bei der damals gezeigten Lok die Front nicht wirklich stimmig (zu rund für eine Kasten-Lok, auch sehe ich die typische Gummi-Fassung der Fenster nicht). Es sei aber ganz klar zugestanden: In den vergangenen 16 Jahren hat sich im Spur 1 -Modellbau viel getan.

    Wucht-Exoten finden offenbar leicht ihre Kunden.
    Ich bin aber überzeugt davon, dass die E 41 /141 als Brot- und Butter-Lok deutlich mehr Käufer finden würde als so mancher Exot.

    Es grüßt
    Karl

    Wie geht es derWelt, wie geht es der Modellbahn, wie geht es mir?

    Meine (digital) abonnierte Tageszeitung zeigt zum Schluss immer die Titelseite des Blattes von vor 50 Jahren. Da kommen oft Erinnerungen an Chaos, Streit, Terrorismus und Kriege hoch, die und der während meiner Studienzeit eine Rolle spielten und die ich großenteils vergessen hatte. Manche Probleme, wie z. B. der Nahost-Konflikt, ziehen sich bis heute durch. Vor einigen Monaten gab es in der NRZ vor 50 Jahren und in der aktuellen Ausgabe fast identische Überschriften: Die Bahn verspricht mehr Pünktlichkeit.

    Alles Leben heißt Problemlösen, hat mal ein deutscher Denker gesagt. Das besagt zweierlei, nämlich einerseits gibt es immer erhebliche Herausforderungen, und andererseits darf man die Dinge nicht einfach laufen lassen, sondern muss die schwierige Aufgabe des ernsthaften Angehens dieser Probleme annehmen.

    Dritterseits haben wir alle nur dieses eine wunderbare Leben und sollten uns die Freude daran erhalten. Dafür ist - neben der wie auch immer gearteten Beteiligung am Problemlösen - ein schönes, Freude bringendes Hobby sehr hilfreich. In diesem Sinne wird auch die Modellbahn eine Zukunft haben. Dieses Hobby kostet Geld, aber es gibt offenbar nicht wenige Menschen, denen es recht gut geht (man schaue auf den Reisemarkt oder auf den durchschnittlichen Neuwagenpreis von 38.000 €). Und das Moba-investierte Geld ist sicherlich besser und gesünder angelegt als in Zigaretten und übermäßigem Essen und Trinken. Klar ist: Nichts - oder wenig - bleibt wie es war.

    Soweit mein philosophischer Beitrag zur allgemeinen Dauerkrise.

    Es grüßt
    Karl

    Hallo,

    Sekundenkleber hält sicher besser, ich nehme für solche Klebungen aber gern Weißleim: Hält oft gut genug, trocknet matt und transparent auf, lässt sich in der Regel problemlos wieder entfernen. Nachteil: Braucht länger zum Abbinden und Trocknen, erfordert also ein wenig Geduld.

    Gruß
    Karl

    Wunderschöne Arbeit!

    Ich liebe die Becasse-Dioramen! Es sind keine hübsch dekorierten "Puppenstuben", sondern wir sehen Modellbau erster Klasse, bei dem Vorbildsituationen komplex erfasst und durchdacht und überzeugend im Modell-Maßstab dargestellt werden. Danke dafür!

    Die gepflasterte Ladestraße bei Besto Tierfutter braucht aber nach meiner Auffassung noch etwas Nacharbeit. Die Pflasterfugen erscheinen mir zu breit und zu sauber. Ich versuche mal, aus meiner Pflaster-Sammlung zwei etwa passende Vorbild-Fotos einzustellen. Bei einem Abdunkeln der Fugen würde deren Breite wohl weniger ins Auge fallen.

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    Es grüßt voller Respekt
    Karl

    Nachtrag: Auf dem rechten Plasterfoto zeigt sich das unterschiedliche Abtrocknen von Pflaster und Fugen - und genau im "Feuchtgebiet" entwickelt sich minimale Vegetation. Das passt eigentlich sehr gut zu den Pfützen auf dem Besto-Gelände ("Nach dem Regen ...").

    Hallo,

    danke für die schnelle Reaktion und die sinnvolle Erweiterung des Thread-Titels!
    Der alte Titel hätte mich aber nicht vom Einstellen von Bildern abgehalten, aber wie ich schon schrieb, es fehlen mir mehrere (technische) Voraussetzungen für das Erstellen ordentlicher Fotos.

    Ich bin aber sicher, dass Donnerbüchsen-Besitzer mit entsprechenden Fotografier-Möglichkeiten bald Bilder einstellen werden.

    Es grüßt
    Karl

    Hallo Robert,

    den Wunsch nach Bildern kann ich gut verstehen.
    Ich finde die Kiss-Donnerbüchse von allen Seiten her absolut sehenswert, insbesondere auch die feinen Details unter dem Wagen, die von der Seite her gut zu sehen sind.
    Allerdings fehlen mir mehrere Voraussetzungen für ordentliche Fotos.

    Ich bin sicher, dass inzwischen auch Foto-Cracks ihre Donnerbüchsen erhalten haben und Bilder einstellen könnten.
    Allerdings fehlt im Thread-Titel der Firmenname "Kiss", um die Aufmerksamkeit auf diese aktuelle Neuheit zu lenken.
    ich hatte daher überlegt, einen neuen Tread aufzumachen statt mich an den bisher unbeantworteten Ausgangs-Thread vom letzten Jahr anzuhängen. Aber so isses nu! :)

    Es grüßt
    Karl

    Guten Tag,

    gesteren habe ich den DB Wendezug­befehlswagen
    Bif 83 509 (Befehlsw.) Füh. / 2. Kl. erhalten.
    Das ist ein schönes Modell! Vielen Dank dafür an Kiss!

    Was mir aber gleich ins Auge stach ist der weiß unterlegte Hinweis am Rahmen: "Heimatbahnhof Wuppertal Hbf".
    Das ist nun für ein Modell im Zustand von 1956 eine reine Unmöglichkeit. Es gibt den "Wuppertal Hauptbahnhof" erst seit 1992 (davor hieß er Wuppertal-Elberfeld).
    Über Abstellmöglichkeiten verfügt und verfügte dieser Bahnhof nicht.

    Heimatbahnhof des genannten Donnerbüchsen-Wendezugbefehlswagens dürfte das Bw Wt.-Steinbeck oder eventuell auch das Bw. Wt.-Vohwinkel gewesen sein.
    Weiß jemand mehr?
    Wie müsste der Stationierungshinweis korrekt aussehen?

    Vielen Dank!
    Karl

    Guten Tag in die Runde,

    dass es zum Thema Anzahlung unterschiedliche Meinungen gibt, kann ich gut verstehen.
    Den Ton der Debatte unter Luxus-Hobbyisten muss jeder selbst verantworten, und auch die Peinlichkeit/Kabarettreife, die mit manchen Beiträgen verbunden ist.

    Wie aber hier mit einem inunserem Hobby sehr engagierten Unternehmer umgesprungen wird, das empfinde ich als unsäglich.
    Viele der getanen Äußerungen sind im persönlichen Kontakt mit der gemeinten Person eigentlich schwer vorstellbar. Solches verkniffene Zubeißen funktioniert nur in der Einsamkeit an der Tastatur gut.
    Und manchmal hat man den Eindruck, dass nicht einmal die notwendigsten Beiträge (z. B. #14) vorher gelesen werden, beispielsweise zur Bürgschaft.

    Im Beitrag von Gerald #30 ist alles Notwendige zur Sache gesagt.
    Und vielleicht war die Entscheidung von Herrn Steiner letztlich nicht klug.
    Aber das hier veranstaltete Trommelfeuer kann er hoffentlich so nehmen, wie es nach meiner Meinung angemessen wäre: Es charakterisiert die aufgeregten Schreiber, nicht ihn.

    Ich bin von der Unkultur in diesem Forum unangenehm berührt.

    Es grüßt
    Karl