Als Autor für diverse Audiozeitschriften und Websites bekomme ich öfters hochwertige Audiogeräte angeliefert. Sehr viele Versender wählen genau aus o.g. Gründen Palettenversand, auch für Geräte die in einer einzigen Karton kommen.
Der Nachteil ist nur, dass man als Bewohner eines Mehrfamilienhauses die Sachen ´frei Bordsteinkante´ angeliefert bekommt und die Palette draußen vor der Haustür erst mal ´entkleiden´ muss, um die Ware anschließend hineinzubekommen...
Übrigens ist es kein Hexenwerk, um ein Paket so einzurichten, dass es auch mal aus einem Meter Höhe ´auf der Schnauze´ stürzen kann, ohne dass der Inhalt etwas zustößt. Das Problem sind hier die Relativbewegungen der schweren Inhalt innerhalb der Schachtel. Ich bekam einmal eine wertvolle Lokomotive ohne OVP zugesandt, der war zwar in etliche Meter Noppenfolie gewickelt und der Schachtel anschließend gefüllt mit reichlich Plastikschaumflocken, das hilft aber nicht wenn die 7 kg schwere Maschine in so einem Fall quasi ungebremst nach vorne stürzt. Das Ergebnis: Pufferbohle und Frontschürze verbogen, abstehende Windleitbleche.
Das hätte vorgebeugt werden können, wenn die Lokomotive in Längsrichtung durch Schaumstoffblöcke oder Ähnliches innerhalb der Schachtel ´festgelegt´ wäre. Der Fall würde übrigens vom Versandhändler schnell und korrekt gelöst, und ich konnte der Schaden anschließend zu 90% durch vorsichtiges Zurückbiegen beheben.
Wenn eine Lokomotive in der OVP und festgeschraubt am Stellbrett versandt wird, und trotzdem ein Totalschaden erleidet, ist m.E. mehr passiert als nur ein Sturz von einem Stapel Pakete aus 1 Meter Höhe. Das wäre ein Fall für die Transportversicherung. Besser wäre natürlich Vorbeugen, durch Palettenversand eben.