Ich baue schon seit 1980 Bausätze in Spur 1 zusammen. Angefangen hat es mit einem Etappenbausatz von Gerard aus Messing. Dann folgte die BR 70 ebenfalls von Gerard. Beide sind gelötet und laufen auch. Der Bausatz war mit Bauanleitung. Handwerkliche Fähigkeiten in den Grundlagen der Metallbearbeitung sollte Mann schon mitbringen. Eine besondere Herausforderung ist die Abstimmung des gesamten Laufwerks mit Motor, Getriebe und Räder. Der Antrieb ist als Gesamtsystem zu betrachten. Die Optimierung nur einer Komponente führt meistens nicht zum Ziel. Ausprobieren und sich an das Optimum rantasten ist angesagt. Viel Geduld und gute Nerven. Der Decoder sollte erst nach dem analogen Testen der Fahreigenschaften eingebaut werden. Der Decoder optimiert aus meiner Erfahrung nur die Antriebe verbessert aber nicht mechanische Fehler oder mangelnde Stromabnahme.
Da danach keine Bausätze angeboten wurden, habe ich mich auf den Umbau und die Verbesserung von Märklin Loks und Wagen konzentriert. Siehe auch meinen Baubericht im Forum über die 78 1001. Erst mit dem Aufkommen vom 3 D Druck habe ich verschiedene Anbieter angefragt. Nachfolgend meine Erfahrungen, die ich ohne eine Wertung vorzunehmen, abgebe.Die erste Frage war immer die nach der Erfahrung mit Bausätzen. Es hat schon einige Überzeugungsarbeit gekostet, das ich in der Lage war, einen Materialsatz ohne Bauanleitung nur nach Bildern oder Konstruktionszeichnungen zusammenbauen konnte. Die durch aus berechtigte Skepsis der Anbieter konnte ich verstehen, da es einige Mdellbahner gibt, die meinen die Bausätze zusammen bauen zu können, aber dann ständig am Telefon sitzen und die Anbieter "nerven". Und der gesamte Aufwand sehr kostenintensiv wird.
Insbesondere habe ich dann Diesellokomotiven (V20, V 45, Kdl 91, DH 200, Y 7100) im 3 D Druck von W. Escherlich zusammengebaut. Die Ergebnisse könnt ihr in diversen Berichten von mir und W. Scholz im Forum besichtigen und nachlesen. Alle Maschinen laufen mit Decoder und Sound. Parallel dazu sind Güterwagen von Torsten und Rüdiger dazu gekommen. Alle Modelle sind für mich Grundmodelle, die ich dann nach meinen Vorstellungen bearbeite. Zusammenbauen und Lackieren inklusive. Beschriftungen von Hr. Nothaft, dem ich hier
ein großes Lob aussprechen möchte für seine prima decals.
Fazit: Handwerkliche Fähigkeiten und eine Ausstattung mit diversen sehr guten Werkzeugen sind eine Grundvoraussetzung um fahrbare Erfolge zu erzielen. Ich bin bisher ohne Drehbank ausgekommen. Diverse Teile habe ich mir zugekauft. Ist allerdings immer schwieriger sich gute Zurüstteile zu beschaffen.
Entscheidend ist auch die Modellbahnphilosophie. Wie in der Philosophie gibt es auch bei uns Modellbahnern verschiedene Richtungen und Ansprüche. Jedem das seine. Ich gehöre zur Gruppe derjenigen, die das machbare im Auge haben. Zuviele Kleinteile sind im handling problematisch. Zuwenig schaden der Optik.
Gutes Gelingen und Spass an der selber zusammengebauten Fahrzeugen
wünscht Euch Herbert Suckau
