Posts by HerbertSF

    Die Wagen kommen in zwei Grund-Versionen, mit geraden und gewölbten Seitenwänden. Das in Gießen gezeigte Handmuster war sehr schön anzusehen. Der französische Vorbild-Typ vom Hersteller Fauvel-Girel stammt aus den späteren 1970er Jahren. Die angebotenen Modelle sind daher Epoche IV und V.

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    Der Preis beträgt € 1.290,- für NEM, Aufpreis für FineScale € 60.-

    Das Modell soll zum Jahresende 2026 erscheinen (optimistische Auskunft am Stand)

    Gruss aus dem (pünktlichen) ICE
    Herbert

    DAS ist jetzt nicht das erste Mal. Wie Axel schon schreibt => ERST ZULASSUNG, DANN VERKAUF.

    Das ist jetzt aber schon eine sehr schlichte Forderung. Nur eben nicht Kompatibel mit der Realistät.

    Natürlich müssen diese Produkte längst vor der finalen Zulassung verkauft werden! Das beginnt ja mit Marktforschung, Kundenkontakten und führt dann zur Entwicklung eben von Produkten nach deren Vorstellungen. Wie soll das - wie hier beim ICE-L funktionieren, wenn der erst verkauft wird, wenn er zugelassen ist? Ich beneide euch für solche einfachen Gedanken, da ist man ja von den Abläufen in Produktionsbetrieben und Verantwortung sichtlich bisher verschont geblieben.

    Talgo hat diesen ICE-L erst fertig entwickelt, als es den Auftrag von der DBAG erhielt. Während früher, in der Bundesbahn-Zeit, die Hersteller Loks auf Anforderung der DB entwickelten (z.B. die 111), waren dies noch vergleichsweise einfache Elektroloks. Den Zulassungsprozess hat die DB selber durchgeführt, das EBA war da eher nachrichtlich beteilig. Heute werden die komplexen Fahrzeuge vom EBA zugelassen und erst dann vom Kunden übernommen, das Zulassungsrisiko liegt beim Hersteller. Und nicht immer klappt es, siehe Talent3 für die ÖBB.

    Die Hersteller habe da keinen Spass daran, da sie ja normalerweise nach Projektfortschritt bezahlt werden. Und solange das Produkt nicht zugelassen ist, fehlt ein wesentlicher Teil der Bezahlung.

    Ich weiss, dass mach Unbedarfter gerne mit "Bananenreife" kommentiert. Das zeigt mir, dass der noch nie selber Verantwortung in einem derartigen Prozess übernommen hat und von den Herausforderungen keine Ahnung hat.

    Weil auch Boeing genannt wurde, die an der Zulassung der 777-X würgen: wenn die erst mit dem Verkauf beginnen könnten, wenn das Flugzeug zugelassen ist, wären die zu dem Zeitpunkt pleite. Es ist üblich, Festbestellungen mit 25% anzuzahlen. Damit kann das Unternehmen wesentliche Entwicklungs- und Zulassungsausgaben finanzieren. Übrigens, in der Luftfahrtbranche schon seit fast 100 Jahren. Die Boeing 707 oder auch die 747 wurden erst fertig entwickelt, als die Mindestanzahl an festen Bestellungen vorlag.

    Gruss aus Dubai von einem, der wegen ähnlicher Probleme grad noch vor Weihnachten unterwegs ist.

    Herbert

    Das ist wieder einmal ein Thema, wo man auf den Putz hauen kann.

    Zu den Fakten:
    Der ICE-L hat für Deutschland seit dem 11. August 2025 eine Betriebszulassung mit Einschränkungen erhalten. Das gilt nicht für die Loks Reihe 105, die noch nicht eingesetzt werden kann. Dadurch gibt es keine Möglichkeit, die geplanten 230km/h Höchstgeschwindigkeit zu fahren. Nicht zugelassen ist vor allem der Steuerwagen-Betrieb, das bedeutet, die Garnitur darf nur gezogen werden.

    Daher werden die Garnituren von geleaseten CD-Vectron bespannt, die 200km/h fahren können ("normale" Vectron nur 160km/h). Dies wurde sehr wohl von der DB in der Fahrplan-Gestaltung berücksichtigt, da man auch noch nicht von einem reibungslosen Start ausging.

    Verzögerungen gibt es auch bei der Zulassung für die Niederlande, da die Wagen mit etwas mehr als 20 Tonnen Achslast für manche Strecken eine Ausnahmegenehmigung brauchen.

    Die grösste Herausforderung ist die Höchstgeschwindigkeit von 230km/h speziell im geschobenen Zustand. Der frühere DB-Talgo Nachtzug wurde hingegen nur gezogen und war für 140km/h zugelassen. In Verbindung mit den Einzelrad-Portalachsen ist das bei den neuen Garnituren durchaus spannend und wird daher äusserst genau geprüft.

    Siemens hatte auch ziemliche Probleme, die neuen ÖBB RailJet II sowie NightJet für den Steuerwagenbetrieb zuzulassen. Und dies, obwohl es sich um "normale" vierachsiche Drehgestellwagen handelt. Die Fahrdynamik bei hohen Geschwindigkeiten ist nicht ganz trivial.


    Gruss aus Freiburg
    Herbert

    Ja, das stimmt. Die Höllentalbahn verkehrt. heute als S1 / S10 im Halbstundentakt. Das hat mit den unterhaltsamen Szenen im Film, wie dem Halt in Hirschsprung, nichts mehr zu tun.

    Der Ausbau des östlichen Flügels Titisee-Donaueschingen war schon 2019 fertig, der westliche Teil Titisee-Freiburg-Breisach erst 2020. Dabei wurde die Strecke fast komplett neu vergleist, neue stärkere Oberleitung installiert, Bahnhöfe bzw. Haltepunkte überarbeitet und modernisiert sowie alle Hänge neu gesichert. Hirschsprung ist kein Haltepunkt mehr, sondern nur noch Kreuzungsstation ohne Betriebshalt. Der Aufwand war schon enorm!

    Der fantastische Blick aus dem Fenster ist erhalten geblieben. Tipp: immer auf der Südseite sitzen, das ist bei der Bergfahrt in Fahrtrichtung rechts!

    Gruss aus Freiburg

    Herbert