Posts by Wolfgang Hug

    Hier ein paar Bilder von meinem Vitrinen-Diorama, „Baden 1915“ in Spur 1, das sich noch im Aufbau befindet. Die Grundfläche der Siebdruckplatte beträgt 70 x 30 cm, zwei Z-Profile mittig der kurzen Seiten vereinfachen das Handling und fixieren die Acrylhaube.

    Die beiden Stahlschwellengleise sind von KM1. Wasserkran, Prellbock und Läutwerk entstanden in Eigenbau nach Originalvorgaben, über den Bau wurde hier im Forum berichtet. Das Signal wurde nach eigenen CAD-Vorgaben extern gefertigt, die Auslieferung der Kleinstserie steht noch aus.

    An Fahrzeugen sind die Bad. Xb 868 von Kiss und ein Weinwagen von Dingler ausgestellt.

    Wolfgang

    Alternativvorschlag KKStB 269

    Rein optisch betrachtet finde ich die Gölsdorf-Maschine der Reihe 269 wesentlich ansprechender. Da sich der Einsatzzeitraum von 1912 bis 1978 erstreckte, wären die Epochen KKStB, BBÖ, DR und ÖBB realisierbar und somit für fast jeden etwas passendes dabei.

    Werksaufnahme der 269.03

    KKStB 269.02 von Micro

    KKStB 269.03 in Fotolackierung von Micro

    Wolfgang

    Xb 7 690

    Als drittes Modell der Xb möchte ich die Maschine aus der 7. Serie mit der Ordnungsnummer 690 in Ausführung der Epoche IIa vorstellen. Die Maschine wurde im Rahmen eines Auftragsvolumens von 30 Maschinen im Jahr 1921 von Maffei in München hergestellt und an die badische Bahn abgeliefert. Auch von diesem konkreten Vorbild liegt eine Werksaufnahme vor.

    Werksaufnahme der Xb Reihe 7 Nr. 690, hier noch ohne Schlotaufsatz

    Zum Vergleich das Modell von der Lokführerseite in der Bad. Standardfarbgebung

    Die Maschine ist noch in der typischen badischen Farbgebung schwarz/rotbraun ausgeführt, die Beschriftung ist in weißer Farbe aufgemalt. Bauartunterschiede zu den bereits vorgestellten Varianten sind Puffer, Bremsschläuche, Aufstiegstritte, Aussparungen in den Vorratsbehältern vor dem Führerhaus, Schieberstangenführungen und Schmierpumpe.

    Die Xb 690 von der Heizerseite

    Bei allen Modellen lässt sich die Rauchkammertür öffnen, dabei sind die Vorreiber zu lösen und das Handrad des Zentralverschlusses ist soweit zu drehen, bis der Querriegel die Tür freigibt.

    Blick in die Rauchkammer. Über den Schiebeschalter lässt sich der Rauchgenerator deaktivieren.

    Auch kann das Führerhausdach abgenommen werden. Es wird vorne durch zwei Nasen und hinten durch zwei Magnete gehalten. Vorher sollte die Verbindung der Dampfpfeife gelöst werden, indem die beiden Laschen des kurzen Hebels am oberen Ende etwas aufgebogen werden. Nach Abnehmen des Dachs offenbart sich die detaillierte Inneneinrichtung. Die für badische Maschinen typische zweiteilige Feuertür lässt sich öffnen. Links neben dem Wasserstandanzeiger ist eine Lampe montiert, die über die Steuerung geschaltet werden kann.

    Blick auf den Stehkessel

    Ein weiteres sehenswerte Deteil ist das Hinweisschild über den beiden Türausschnitten.

    Vorbildinteressierten sei ein Besuch im DREG-Museum in Neustadt nahegelegt. Dort ist die ehemalige Xb 175 aus der 5. Lieferserie abgestellt. Die Maschine wurde 1920 von der MBGK gebaut und kam von dort direkt zur Compangnie du Nord-Belge, dem belgischen Abschnitt der franz. Nordbahn. Sie wurde dort unter der Nummer 684 geführt. Das belgische Betriebsbuch weist auch die ehemalige bad. Betriebsnummer 175 Xb aus. Die Xb 175 ist leider in einem bedauernswerten Zustand. Der Rost hat gründliche Arbeit verrichtet, ein Großteil der Blechteile ist nicht mehr oder nur noch teilweise vorhanden.

    Xb 175, abgestellt in Neustadt

    So, das wars. Ich hoffe, die Bilder vermitteln einen Eindruck von den Modellen aus den frühen Epochen.

    Wolfgang

    Xb 3 868

    Als zweites Modell der Xb in Epoche I – Ausführung möchte ich die Maschine aus der 3. Serie mit der Ordnungsnummer 868 vorstellen, für mich eindeutig die favorisierte Modellausführung. Von der Maschine sind leider keine Fotodokumente bekannt, dafür aber Fertigungszeichnungen.

    Seitenansicht der Xb 868

    Das Vorbild wurde 1914 von der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe gefertigt und fällt somit zeitlich in die Beschaffungsperiode von Maschinen mit Glanzblechverkleidung von 1909 bis 1917. Zum Thema Glanzblech wurde schon viel geschrieben. Kiss orientierte sich bei der Lackierung der Glanzblechpartien von Langkessel und Zylinderseitenwänden an Glühversuchen mit Stahlblech. Im Vergleich zu dem Handmuster wurde die Glanzblechlackierung etwas angepasst. Um dem Namen "Glanzblech" gerechter zu werden, hätte man bei den Glanzblechpartien Langkessel und Zylinderseitenwände den Glanzgrad noch etwas erhöhen können. Abhängig von der jeweiligen Lichtsituation schwankt der Eindruck zwischen einem Grau- und Blauton. Die Aufnahmen wurden im Freien bei diffusen Lichtverhältnissen zu unterschiedlichen Tageszeiten gemacht.

    Xb 868 von der Lokführerseite (Aufnahme im Freien, später Nachmittag)

    Xb 868 von schäg oben (Aufnahme im Freien, früher Morgen)

    Hauptunterschied zur bereits vorgestellten Xb Reihe 1 Nr. 380 sind bei dem hier vorgestellten Modell neben der Grundfarbe vor allem die unverkleidete Rauchkammer und die dadurch bedingte kleinere Rauchkammertür zu nennen. Außerdem gibt es weitere kleine Detailunterschiede wie farblich abgesetzte Armaturen sowie Druckluft- und Schmierleitungen.

    Xb 868 von der Heizerseite

    Ein Blick auf die Unterseite des Modells zeigt den Antrieb auf die Treibachse, die Stromabnahme über Pilzkontakte und die detaillierte Bremsanlage.

    Wird fortgesetzt

    Wolfgang

    Xb 1 380

    Bislang sind hier im Forum noch keine Bilder der bad. Xb in einer der früheren Ausführung Epoche I/IIa aufgetaucht. Das möchte ich ändern und beginne heute mit der Xb 380 in Fotoausführung.

    Die Xb 380 ist eine Lokomotive der Reihe 1, die 1908 in den Werken der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe gefertigt wurde. Von dieser Maschine ist eine detaillierte Werksaufnahme verfügbar, an der man sich – wenigstens was die Lokführerseite – für einen Vergleich mit dem Modell gut orientieren kann. Der Leser möge das tun und sich selbst ein Urteil bilden.

    Ein Blick auf die glücklicherweise erhalten gebliebenen Fertigungszeichnungen lässt erkennen, dass die Maschinen keine Führerhausbeleuchtung besaßen. Demzufolge wurde im Modell eine Laterne am Wasserstand verbaut, um auch in der Dunkelheit ein spärliches Licht auf die detaillierte Inneneinrichtung werfen zu können. Das Führerhausdach lässt sich abnehmen, nachdem zuvor der Auslösemechanismus für die Dampfpfeife auf Höhe der vorderen Dachkante aus der Verbindung gelöst wurde. Hier ist Vorsicht geboten, dass die Teile nicht verbogen werden.

    Dem Einsatz des großen Vorbilds entsprechend eignet sich das Modell bestens für präzise Rangieraufgaben. Hier sind in erster Linie die ausgezeichneten Langsam-Fahreigenschaften zu erwähnen. In der untersten Fahrstufe meiner Control 7 wurde ein Wert von 14,6 cm/Min gemessen, entsprechend einer Originalgeschwindigkeit von 0,28 km/h. Die Funktionen Rauchgenerator und Zylinderdampf wurden nicht getestet. Die Lok hat ein Freilaufgetriebe und lässt sich schieben, der Widerstand ist aber so groß, dass sie sich auf Strecken mit moderatem Gefälle nicht von alleine in Bewegung setzt. Über den schwäbischen Slang der Ansagen sehe ich als Badener großzügig hinweg, die muss man ja auch nicht unbedingt abspielen. Karlsruher- oder Monnemer-Dialekt wären die besseren Alternativen gewesen.

    Fortsetzung folgt

    Wolfgang

    Invertierter Digitalscan vom Glasnegativ der Xb Reihe 1 Nr. 380

    Modell der Xb 380 r (SW)

    Xb 380 rsh

    Xb 380 lsv

    Xb 380 l

    Zur AA1 von FineModels:

    Zweifellos ein originelles Vorbild und eine gelungene Modellnachbildung. Allerdings stören mich persönlich zwei Versäumnisse:

    • Die Vorspannachse ist nicht angetrieben
    • Die Führerhauseinrichtung ist stark vereinfacht, so fehlt u.a. der voluminöse Nathan-Öler

    Zum Vergleich ein Bild des Originalführerhauses sowie eine Zeichnung der im Bereich des Führerhauses vergleichbaren BXI.

    Wolfgang

    Hi Claudius,

    schön, wieder etwas von dir zu sehen.

    Der Kurbelwagen ist ja super geworden, Gratulation. Super umgesetzt und so filigran.

    Hatte bei der Veröffentlichung der Skizze nicht damit gerechnet, dass das jemals umgesetzt wird. Danke dafür!

    Wolfgang

    Zur bad. VIc:

    Nur die Maschinen der ersten Serie wurden mit Kessel- und seitlichen Zylinderverkleidungen in Glanzblech ausgeführt. Diese Maschinen hatten aber einige signifikanten Abweichungen zu den späteren Reihen, so z.B. die

    • Luftpumpe zweistufig links
    • Keine Vorwärmeranlage quer vor der Rauchkammer
    • breiterer Rauchkammerfuß
    • Injektor auf der Heizerseite
    • Geänderte Position des Sanddoms
    • Keine gemeinsame Verkleidung der heizerseitigen Leitungen vom Überhitzer bis zum Führerhaus
    • fehlender Lüfteraufsatz auf dem Führerhausdach
    • geänderte Bremsanlage
    • 4-fach geschlitzte Stangenpuffer
    • geänderte Ausschnitte im Rahmen
    • Wasserkasten 100 mm länger

    Eine Glanzblechnachbildung einer VIc Reihe 1 auf Basis eines KM-1 oder Märklin-Modells wäre mit umfangreichen Änderungen verbunden.

    Wolfgang

    Hallo Robert und Interessierte,

    leider leide ich etwas an Dampfmangel;)

    Zur Frage bezüglich der Treib-/Kuppelräder meiner VIb:

    Die Radsterne der Treib- und Kuppelräder konnten mittlerweile als Gußteile realisiert werden. Zum Spannen für die Bearbeitung auf der Drehbank wurde die Nabe nach hinten verlängert. Bohrung, Außendurchmesser und Planen konnten somit ohne Umspannen durchgeführt werden.

    Die Radreifen stammen von Wilgro. Für die finale Bearbeitung wurden zwei verschiedene Aufnahmen gefertigt. Um die Spurkränze bearbeiten zu können wurde ein passender Dorn mit Bund angefertigt. Mit einer Deckscheibe konnte der aufgesetzte Radreifen gegen den Bund gepresst und somit für die Bearbeitung fixiert werden.

    Zur Reduzierung der Radreifenbreite wurde ein geschlitzter Ring angefertigt, so dass der Radreifen innen über die Außenflächen der Spannbacken gespannt werden konnte, ohne an den Spannstellen des Backenfutters den Ring zu deformieren. Zur Isolierung der Radreifen gegen die Radsterne suche ich noch eine geeignete Folie.

    Der Bezug passender Vor-/Nachlaufräder (VIc) war leider nicht mehr möglich. Passende Radsterne gab es zwar von Wilgro, die Qualität konnte aber nicht überzeugen. Deshalb werden diese auch als Gußteile über einen Dienstleister auf der Basis von 3D-Wachsmodellen beschafft. Die Bearbeitung wird dann analog zu der der Treib-/Kuppelräder erfolgen.

    Hier noch einige Bilder.

    The content cannot be displayed because you do not have authorisation to view this content.
    The content cannot be displayed because you do not have authorisation to view this content.
    The content cannot be displayed because you do not have authorisation to view this content.
    The content cannot be displayed because you do not have authorisation to view this content.
    The content cannot be displayed because you do not have authorisation to view this content.

    Wolfgang