Posts by Gerald

    ob es dann bei Steigungsstrecken oder sogar Kurven kleineren Radius doch schon mal Seitenkräfte in den Laufflächen der Radsätze gebe in den vorderen 2-achsigen leeren Tragwagen, die ein Entgleisen bei Auflaufen der Radscheibenflanken darstellen könnte.

    Im Regelfall, also alles richtig eingestellt und an alle Regeln und Geschwindigkeiten gehalten, NEIN.

    Gerade im Kombiverkehr ist es so, wie Du sagst, dass oft Ladelücken entstehen, weil z.B. der LKW mit der Zulieferung noch nicht im Terminal war oder eine Spedition bucht 30 Plätze, hat dann aber nur Container für 25 oder der Zug wird unterwegs für verschiedene Laufwege geteilt/zusammengestellt.

    Die modernen Contrainertragwagen haben auch i.d.R. schon Scheibenbremsen und bremsen präziser und früher, sowie lösen auch schneller. Hier kommt es viel weniger zu Stauchungen und Zerrungen.

    Dein beschriebenes Szenario, talwärts wird ein vorderer Wagen aus dem Bogen gedrückt, ist nicht möglich. Was wir nicht so verinnerlichen ist, dass ein 2.000 t-Zug die Tonnage ja nur auf die Waage drückt, also 90° senkrecht auf den Boden. In der Horizontalen gibt es lediglich den Rollwiderstand und der liegt beim Anfahren im zweistelligen bis unterem dreistelligen Bereich. Rollt die ganze Fuhre erst mal, reden wir von einstellig. Eine 189 mit 87 t Gesamtgewicht habe ich in der Ebene schon mit der Hand geschoben.

    Eine Entgleisung im Bogen gäbe es nur, wenn talwärts die Bremse versagt und/oder der Tf sich nicht an den Fahrplan hält. Aber im Regelfall drückt sich da nix raus.

    btw.: Die Kombizüge sind zwar meist sehr lang, bis zu 740 m, aber selten schwerer als 1.800-2.000 t. In den meisten Containern und Trailern sind keine Coils, sondern gewöhnliche Handelsware. Mein kleiner 4.000 Tonner misst nur 630 m und ein Erzzug mit 6.000 t ebenfalls.

    ich unterstelle kommend von der 1:1 Welt muss ein nicht beladener Güterwagen ein Mindesteigengewicht haben, um in einem Zugverband eine Mindestlaufsicherheit zu haben.

    Ich weiss nicht, ob ich deine Frage/Anmerkung richtig verstehe. Meinst Du, dass ein leerer oder leichter Wagen in einem Zugverband mit schwereren Wagen ein Mindestgewicht haben muss? Dann wäre die Antwort Nein, zumindest in der heutigen Epoche.

    Um ein Überbremsen zu vermeiden müssen der Lastwechsel sowie die Bremsstellung korrekt eingestellt werden. Ein Wagen ohne funktionierende Bremse darf nicht (es gibt wenige Ausnahmen) am Zuganfang oder -ende eingestellt werden.

    Ich habe solche Konstellationen gelegentlich, wenn ich die Kohleganzzüge fahre. Die werden bspw. in Rotterdam beladen, fahren nach Süddeutschland und werden im Kraftwerk entladen. Nun kann es sein, dass durch Frost oder Feuchtigkeit die Ladung nicht komplett rausrutscht. Der Wagen fährt mit z.B. 5 t Restkohle zurück zum Hafen. Dort wird er gewogen, bzw. der Laderaum mit Kameras automatisch vermessen und festgestellt: "Nicht ganz leer". Somit wird er nicht befüllt und geht im Zugverband, mit nur 30 t (25 t Eigengewicht + 5 t Restkohle), eingereiht mit Wagen von 80 t wieder gen Süden.

    Der umgekehrte Fall: Alle Wagen bis auf einen werden entleert. Grund kann ein Defekt an den Klappenverschlüssen oder der Pneumatik sein. Nun fährt in der Mitte des Zuges ein Wagen mit 80 t, während alle anderen nur 25 t wiegen.

    In diesen Fällen ist lediglich (!) darauf zu achten, dass o.g. Bremseinstellungen korrekt sind und die Bremsberechnung für den Bremszettel angepasst wird. Da alle Wagen im Zug mehr oder minder stark, entsprechend ihres Gewichtes, gebremst werden, bleiben Zerrungen und Stauchungen so im Rahmen, dass es nicht zu Entgleisungen kommen kann. Auch ein in den Bogeninnenradiusziehen ist bei unseren Zügen und Gleislagen ausgeschlossen. Es mag bspw. in Australien oder USA andere Regeln geben, wo es engere Bögen, andere Topographie und km-lange Züge gibt.

    Vorgestern habe ich eine 186 nach einem Werkstattbesuch abgeholt. Die Lok wurde vom Alstom-Personal in einem Gleisstummel vor dem alten Stw Kpf in Krefeld-Hbf bereit gestellt. Schon dutzende Male, wenn nicht hundert, bin ich an dem Bau vorbei gefahren, aber noch nie dort gestanden.

    Und so fiel mir nun diese Durchtrittsleiter auf. Ein nettes Gimmick zum Nachbauen, welches sicher auch an einer Lager- oder Industriehalle einen nicht alltäglichen, aber guten Eindruck macht.

    Interessieren würde mich, ob es das so heute noch, ohne Absturzsicherung gibt / geben darf.

    Kleines Update zum Ursprungsthema:

    Die Lollo bleibt noch etwas länger bei uns auf dem Hof stehen.

    Wie ich nun erfuhr ist LokPartner auch nicht die Eignerin der Maschine sondern lediglich Ausleiherin. Eigentümer ist ein Privatmann, der dieser Tage mit unserem und weiterem Personal die Maschine untersuchte und Rollproben unternahm.

    Augenscheinlich wurde die Lok geschleppt ohne das Getriebe auszulegen, sodass dies einen kapitalen Schaden erlitt. Ersatzteile müssen erst beschafft werden, ggf. sogar ein komplettes Getriebe. Auch sind die Werkstattkapazitäten für diese umfangreiche Reparatur noch nicht frei.

    Positiv für mich: So werde ich sicherlich noch Gelegenheit haben, die Dame aus nächster Nähe zu beäugen und sogar zu besteigen. Gestern habe ich mich schon mal bei Tageslicht vorgestellt.

    Tamms wären natürlich ideal, auch eine Abdeckung mit Planen wäre möglich. Aber das kostet halt Kohle (Kohle, verstehste ;)).

    Die Wagen sind nicht im eigenen Fuhrpark und müssten teuer gekauft oder angemietet werden. Planenverdeck müsste personell aufwendig verschlossen und später wieder geöffnet werden. Die WTU (Wagentechnische-Untersuchung) wäre aufwendiger und es bestünde zusätzliche Gefahr, dass Wagen nicht korrekt verschlossen wären und somit nachbehandelt oder ausgesetzt werden müssten. Das alles kostet viel mehr als wenn da 2 t Staub fliegen gehen.

    Zudem schrieb ich ja oben, dass das Zeug noch vom Löschwasser klatschnass ist. Das wird ja ebenfalls anfangs mit gewogen und ist am Ziel zu einem Teil ausgelaufen und verdunstet. Denke, das ist wesentlich mehr als der Staub.

    Für mein aktuelles EVU fahre ich zu 80% Kohle und Koks zu 10% Soda und die restlichen 10% Sonderleistungen. Bei Kohle und Koks ist das Transportgut das günstigste am ganzen Transport. Aber was nutzt es, wenn die Raffinerie mit Kokerei nicht da steht wo auch die Tanke oder der Ofen steht, wenn die Mine in Kolumbien ist, aber das Kraftwerk im Saarland.

    ______________

    In einem anderen Thread schrieb ich schon mal, dass mein Kohlezug welcher von Rotterdam in den Süden nach Heilbronn, Plochingen, Karlsruhe, Wemmetsweiler oder Bexbach geht, rund 100.000 € kostet. Der Zug wiegt über 4.000 t, hat aber "nur" 2.500 t geladen. Nach Eva Klein sind das also 40 €/t nur für den Transport vom Hafen zum Kraftwerk. Da kommen noch die Verschiffung über den Atlantik, der Transport von der Mine zum Hafen, die Förderung in der Mine, das jeweilige Umschlagen in den Häfen, Verwaltungskosten und was weiss ich, hinzu.

    Und die Rechnung geht noch weiter:

    Von Heilbronn weiss ich, dass unter Normallast 200 t/h durch den Ofen gehen, was bedeutet, dass mein Zug nach 12,5 h, einem halben Tag, verheizt ist. Erzeugt wird so eine Energie von etwas mehr als 20.000 MWh. Wenn also der ganze Rumms nicht politisch gewollt (Lobbyarbeit sei dank) und entsprechend subventioniert wäre, hätten wir kein einziges fossiles Kraftwerk mehr. Bei Gas ist die Rechnung besser, aber nicht gut.

    Ich weiss, ich drifte hier weit vom Thema ab, aber Tobias hat etwas zu den Kosten erwähnt. Als Tf und allgemein technikinteressierter Mensch finde ich meinen "Kohlejob" und die Einblicke in die Industriewerke spannend. Als Ökospinner, mit politischer und wirtschaftlicher Grundbildung und jemand der nach Klasse 4 nicht mit Mathe aufgehört hat, sehe ich jedoch, das das Ganze eben ein riesiger, teurer Bullshit ist.

    Um die Gegenspieler milde zu stimmen, noch drei Bilders:

    Reserve-KW Göttelborn

    Ich liefere Steinkohle und kippe diese in den Hochbunker, mitte-links unter dem Wald. Rechts wurde das ehemalige Zechengelände mit PV belegt. Beides hässlich: PV und Kohlehalden

    Der Blick vom Bunker zum KW

    Morgens im Frühnebel ist auch Industrie idyllisch.

    Haus-Knipp-Brücke über den Rhein

    Für solche Eindrücke liebe ich meinen Job - auch wenn's hinter mir staubt.

    Na das ist ja verrückt, danke Dir für dieses Highlight, der VERnummerung.

    Gerne würde ich dazu jetzt ausführen, wie ich mir vorstelle, wie das zustande kam. Aber hier öffentlich, lasse ich das lieber.;)

    Danke 210 001-4 basti. Was diesen Loktyp betrifft bist Du der Profi.

    Ja es ist die ehemalige NIAG-9. Die hat LokPartner, wie auch die 8 als Teilespender, übernommen. Allerdings hast Du einen Dreher drin, denn die 8 war/ist definitiv die 216 055.

    Die Lok habe ich noch am 05.09.24 abgelichtet. Eine Aufarbeitung mit Frist war der NIAG zu teuer und so wurde sie gegen ein paar Taler weitergereicht.

    Die obige 9 hat die Lollo überführt. Nicht weil diese nicht selbst fahren kann, sondern weil es so billiger ist.

    Heute bin ich ein wenig um den Kirchturm gefahren.

    Bei Dienstbeginn standen doch tatsächlich die Lollo und die 216 (oder 215, 218? - die wurden ja gefühlt 100x umgebaut und -genummnert) bei uns auf dem Hof. Beide Maschinen gehören inzwischen LokPartner, die damit nicht nur Sonderfahrten unternehmen, sondern auch öfter Plandienste fahren, wenn es bei anderen Leistungsträgern mal knapp mit dem Material wird.

    Gemäss unbestätigter Aussage der Dispo soll deren Mannschaft durch unsere Leuts darauf geschult werden. Leider fand ich keine Gelegenheit die Liebste genauer unter die Linse zu nehmen. Als ich Nachmittags wieder auf den Hof kam, befand sich gerade eine ganze Rotte auf der Lok, sodass es auch unpassend gewesen wäre, da mal raufzusteigen. Jetzt habe ich leider vier Tage frei und hoffe, dass das Moped Montag auch noch da steht.

    _____________

    Meine heutige Leistung bestand darin, 24 leere Eanos zu BP zu bringen und 24 mit Koks beladene abzuholen. BP raffiniert Kerosin für den Düsseldorfer Flughafen und als "Abfallprodukt" entsteht der Koks. Obwohl das Zeug klatschnass ist und das Wasser, wie aus dem Hahn, unten aus manchen Wagen läuft, staubt es im Fahrtwind wie sau. Zwischenzeitlich sah es aus, als wenn ich Dampflokmeister wäre. Hoffe, die Anwohner hatten ihre Wäsche nicht draussen aufgehängt.

    Beim Überqueren des Rheins kam mir auf der Haus-Knipp-Brücke ein Zug entgegen und der Wind auf der Brücke wurde durch die Wirbelschleppen des Gegenzugs so verstärkt, dass ich den 3. Wagen nicht mehr sehen konnte. Ist zwar iwie ökologisch alles Mist, ... aber auch total geil.:love:

    Vorspann = gekuppelt -> führende Lok Spitzenlicht + kein Schlusslicht, da nicht Zugschluss

    Für einen Aussenstehenden, meist Fdl, soll ja erkannt werden, wo der Zugschluss ist.

    Beim Nachschub (= nicht gekuppelt) setzt sich die Schiebelok ab, somit haben das letzte Fahrzeug und die Schiebelok Zg2.

    Meines Erachtens eine recht gute Zusammenfassung der ganzen S21-geschichte - wenn auch nur bedingt objektiv: Link zum Clip

    hvspelde : Klar sollte man Bahn und Strasse, hier BAB, in Schuss halten. Allerdings geht's mir ja um Neu-, bzw. Erweiterungsbauten und die sehe ich bei der Autobahn als kontraproduktiv. Wenn man wirklich etwas für zügigeren, klimafreundlicheren, optimierten Verkehr leisten möchte, dann schafft man für Massengüter nicht LKW-Spuren, sondern Gleis- und Flussverbindungen. Pendler überzeugt man durch gute Preise (D-Ticket) und Möglichkeiten öfter als 4x täglich auch vom Land in die Stadt zu kommen.

    Ist ja auch nicht so, dass wir das alles nicht schon mal hatten. Wir wollten es einfach nicht mehr. Jeder Heinz wollte seinen eigenen Käfer oder Kadett, statt der Strassenbahn oder den O-Bus. Heute sind es halt SUVs und die Bärbel vom Heinz fährt zusätzlich auch ihren eigenen Kleinwagen. Kann man ja alles so wollen, ... aber dann sollte man es auch so benennen.

    HET Hilfseinschalttaste : Natürlich gilt auch heute schon, dass man nicht gewalttätig ist, genauso wie es gilt, seinen Müll nicht aus dem Fenster oder im Bahnhof anderen vor die Füsse zu werfen.

    Der Punkt ist aber, dass es viel einfach ist Fehlvergehen zu ahnden, wenn es klare Regularien gibt. Und man kann ja auch regeln, dass ein Kippenbusgeld von 60,- € für die erste Kippe und bei Wiederholung von 300,- € 1:1 in die Finanzierung dafür geht. Das wird sich nicht decken, zumal man nach einem Jahr keine "Einnahmen" mehr haben wird. Aber wenn wir Geld haben um Flugbenzin zu subventionieren oder uns ein Dienstwagenprivileg für 100 k€-Karossen leisten, halte ich das für finanzierbar.;)

    Ich bin als Tf auch so ein "beruflicher Waffenträger" und bisher gingen Kontrollen auch immer unproblematisch aus. Messer ist IM Rucksack, IN einer Innentasche, IN einem Halfter und zugeklappt. Bis ich das als Waffe nutzen kann, ist mein Opfer an Langeweile gestorben. Wenn ein Handwerker sein Cuttermesser allerdings offen am Hosenbund trägt, kann ich verstehen, dass man das anficht.

    Im Grunde ist alles bereits (vorher) gesagt worden. Es gibt und gab die Fachleute für die fahrende Bahn und jene in der Finanzplanung und ein paar mit der Macht und Kontakten. Das Problem bei Privatisierungen ist IMMER (!), dass die Hierarchie von oben nach unten geht bei grossen Projekten. Die Experten in der Sache müssen/sollen dann ihre Planung und Ausführung anpassen, es iwie möglich machen.

    Nur lassen sich Naturgesetze nicht anpassen. In ein Glas mit 0,2 l Fassungsvermögen passen eben nur 200 ml Wasser oder Bier oder Milch oder Pipi. Da kann man begutachten, dass bei umsichtiger Befüllung, unter Beachtung der Oberflächenspannung, auch 205 ml machbar sind, aber das Glas ist dadurch nicht grösser geworden.

    Und genauso ist es mit S21 - weniger Gleise sind weniger. Wenn nun satt der 16 Gleise im Kopf-Bf nur 12 Gleise im Tief-Bf gebaut würden, könnte man unter optimalen Bedingungen, durch das Nichtköpfen die Kapazität halten. Mit der Hälfte von 8 Gleisen ist das nicht möglich - ausser vielleicht in 50 Jahren bei einem vollautonomen Betrieb ohne Fahrgäste.;)

    Es hätte ja auch nix dagegen gesprochen, einen etwas weniger prestigeträchtigen Tief-Bf zu bauen und den Kopf-Bf zu verkleinern, auf z.B. auch nur 8 Gleise. In diesem Zuge hätte man ihn saniert und zwar nicht nur die Promenade, sondern vor allem die Gleisanlagen, so dass Ein- und Ausfahrten zügiger und störungsfreier funzen.

    Nachteil, und hier schliesst sich der Kreis, damit hätte man sich als Mann (gab es auch Frauen?) der Führung in Vorstand und Politik, kein Denkmal setzen können und Bilanzen durch Grundstücksverkauf schönen können.

    Was neben dem verkehrlichen Desaster noch hinzukommt, ist die bauliche Besonderheit. Zum Brandschutz wurden tausende Seiten geschrieben und die Baustelle schon zig Male angepasst. Bzgl. Wassereinbruch gibt es ebenfalls etliche Schutzmassnahmen, denn der ganze Wumms liegt in einem Tal im Keller. Ich weiss, das geht in Richtung Verschwörung, aber persönlich denke ich nicht, dass man diese beiden Aspekte besser, optimaler, finanziellen Aspekten übergestellt hat. Es ist eine Frage der Zeit bis es dort zur Katastrophe kommt - mit Ansage.

    Ich fahre da ja häufig rum mit meinen Zügen und ja, es wird oberirdisch besser - nicht gut, aber besser. Das ist die halbe Miete, dass es "oben rum" gut klappt. Wenn in S21 im 2,5 Minutentakt die Züge ein-und ausfahren ist das ja toll, nutzt aber nix, wenn sie oben 5 Minuten vor dem ESig stehen oder ich mit meinem schnuckeligen 4.000-Tonner dem Express meine Schlussscheiben zeige.

    --------------------

    Noch was zum Thread-Thema:

    Ich sehe und erlebe ja nun täglich Deutschlands Bahnhöfe und es gibt die, die ich als Fahrgast (bei Gastfahrten) schätze oder hasse (hier gehört S21 eindeutig zu den Schlusslichter wegen des Wanderwegs, dem Dreck und Lärm) und jene die ich als Lokführer mehr oder weniger mag.

    Festzuhalten ist, dass sich wirklich viel tut und auch in einem schnellen Tempo. Das erkennt man nur nicht so zügig. Denn obwohl wir nur einen Bruchteil des Geldes unserer Nachbarn in diese Infrastruktur stecken, so haben wir eben auch ein Vielfaches an Bahnhöfen, Gleisen, Signalen usw.. Die Vergleiche mit anderen Ländern hinken immer ein wenig, da wir eben auch das grösste Schienennetz haben. Zehn Bahnhöfe zu sanieren kosten mehr Zeit und Geld als drei. Dass wir durch die Privatisierung über Jahrzehnte versäumt haben am Ball zu bleiben, kann als Argument ja nur 1x angeführt werden und nicht bei jedem Aspekt erneut.

    Wenn ich mir z.B. Duisburg anschaue, der von einem Lostplace zu einem echten Schmuckstück heranwächst - Hut ab. Dass Gleis 12 und 13 schon wieder zugemüllt sind mit Kippen und Kaugummis, der Bahnsteig beschmiert ist, hat nichts mit der Bahn zu tun, sondern mit einem Assi-Volk. Will man dieses Pack ändern/erziehen, dann müssen Gesetze geändert werden: Kontrolle, Strafe, höhere Strafe, Hausverbot mit Vorstrafe. Wenn eine weggeschnippste Kippe schon beim 1. Mal 60,- € kostet, mit Aufnahme der Personalien (Bussgeld), lägen da weniger - versprochen. Graffiti ist Sachbeschädigung, auch wenn ein paar hübsch sind und künstlerisch wertvoll. Ich befürworte Alkohohl-, Drogen- und Waffenverbot in der Öffentlichkeit (überall). An ausgewiesenen Orten, wie einem Grillplatz, Festival, Oktoberfest, etc. kann es Ausnahmen geben.

    Und auch kleine Haltepunkte werden sukzessiv verschönert, barrierefrei umgestaltet und verkehrlich optimiert. Dass nicht überall ein Infoschalter ist wie 1965, ist unschön, aber inzwischen mit entsprechenden Sprechsäulen kein Manko mehr. Darf der Ultra halt nur nicht kaputtwixen die Säule.

    Lange Rede: Es tut sich viel und es wird wirklich besser, dauert halt und könnte schneller gehen. Wenn nicht ⅔ der Wahlberechtigten ihr Kreuz bei korrupten und inkompetenten "Spassvögeln" und Autolobbyarschkriechern machen würden, ginge es sehr viel schneller. Wer aber lieber sechs Fahrspuren hat, statt ein drittes Gleis, darf gerne die Klappe halten.

    Die vielen Antworten zeigen aber, dass es, zumindest bis hierhin, keine plausible Erklärung dafür gibt, ausser vielleicht, dass die Firmen X es so machten, jene Y genau andersherum.

    Es wurden aber doch schon Begründungen geliefert. Zum SA gehören ja noch mehr Bauteile als nur der Pantho. Und wenn nun im Maschinenraum oder im Dachgarten die Platzverhältnisse bei den unterschiedlichen BR anders sind, man Zuleitungen möglichst kurz oder zugänglich halten möchte, kommen eben verschiedene Konzepte heraus.