Posts by Gerald

    Für Spur-H0 sind das fantastische Abmessungen, Spur-N wäre noch besser.:S Für unsere Königsspur sind 30 qm lächerlich, will man nur einigermassen vorbildlich Eisenbahn umsetzen.

    Und damit sind wir schon beim 1. Punkt, dem Konzept. Muss/Will man mit einer 01 durch den Schweineradius fahren, möglichst auch noch mit einem D-Zug mit nur zwei Wagen, weil der Zug sich sonst in den Schwanz beisst? Soll es ein BW werden, dann aber auch ein Gross-BW mit 12-ständigem Lokschuppen, mit Bekohlungsanlage und und und. Mir gefällt das nicht!

    Ich würde bei diesem Raum eine Industrieanlage, kleine Hafenanlage oder einen Kleinstadt-Bf mit Gleisanschluss zur örtlichen Apotheke nachbilden. Eine Rundfahrstrecke allenfalls nur teilweise einsehbar bauen, weil die Miniradien doof aussehen.

    Bsp.: Von einer Hauptstrecke (Nebenbahn) die nur wenige Meter einsehbar ist zweigt ein Industrieanschluss ab. Es gibt zwei Bereitstellungsgleise und jede Menge Anlagen die durch Rangieren bedient werden müssen. Ob das nun eine Chemiebude, eine Maschinenfabrik, Lager- und Logistikcenter, eine Ziegelei, ein Schotterwerk oder was auch immer ist, liegt im Wunsche, welche Fahrzeuge man am häufigsten bespielen will.

    Bei einer Industrieanlage legt man sich auch bzgl. der Epoche nicht so fest. Man kann gut von Ep III bis Ep VI alles einsetzen. Ob da nun eine BR80, eine Dampfspeicherlok oder eine Gravita rangiert - alles wäre glaubhaft. Wenn ich in echt Kraftwerke oder Chemiewerke bediene, stehen da Gebäude und Anlagen die doppelt so alt sind wie ich neben meiner Lok aus 2023.

    Hier sieht man den Vorgänger des Nokia 6210 neben meiner Euro-9000 im Kraftwerk auf dem Bunker.

    Vier Epochen nebeneinander

    Also über das Konzept, was will man sehen, spielen, ausstellen, etc. muss man sich im Vorfeld im Klaren sein. Wenn es egal ist, ob ein BigBoy durch die Schwarzwaldidylle fährt und Pop-Wagen zieht, braucht man gar keinen Plan. Dann kann man alles aufstellen was irgendwie gefällt, von der Weihnachtskrippe bis zur Spaceshuttlerampe. Soll es nah am Vorbild sein, steht die Frage im Raum (wortwörtlich), auf was liegt der Fokus: nur Fahren mit den Modellen, die ich besitze oder doch das glaubhafte Gesamtbild mit Landschaft und Gleisanlagen?

    Habe noch ein tolles Filmchen zugespielt bekommen über eine Führerstandsmitfahrt im ICE 2 durch den Schnee von Essen nach Duisburg. Der Clip ist ganz frisch von gestern!

    Es ist nicht das Winterchaos, wie die vergangenen Tage im Norden und Osten der Republik, veranschaulicht jedoch deutlich, wie schwer es ist, selbst bei so "harmlosen" Bedingungen, die Zug- und Bremskräfte aufs Gleis zu bringen. Höchst-, bzw. Fahrplangeschwindigkeiten können nicht ausgefahren werden. Langsamfahrstellen erschweren das Timing zusätzlich (funfact hier: Verursacht durch ein LKW-Unglück). So erklärt sich, warum Züge selbst bei lauen Wintern verspätet sind oder ausfallen. Die Fehlzeiten summieren sich, ein Herausfahren ist aufgrund des desolaten Zustandes der Bahn kaum bis gar nicht mehr möglich.

    Ihr müsst die Untertitel einschalten und erhaltet so zusätzlich Infos zur Fahrt und den Bedienhandlungen.

    Clip: winterliche Mitfahrt ICE2 im Ruhrpott

    Und nun stellt Euch vor, hier sässe ich mit 4.000 t am Haken und der ICE ist hinter mir. ;)

    Passt gut zu einigen Themen, welche gerade im Forum zu Winter, Frost, Schnee und Unvermögen der Bahnen in der kalten Jahreszeit grassieren. Kollege Peterle Sky erklärt für den Laien verständlich Eisenbahnwissen und hat inzwischen eine grosse Fangemeinde. In diesen beiden Folgen erklärt er spezielle Wintermassnahmen für uns Tf.

    In Folge 1 geht’s um besondere Massnahmen, andere Abläufe und Regeln bei Frost und Schnee: Folge 1 Wintermassnahmen

    In Folge 2 geht’s um Massnahmen bei der Vorbereitung von Fahrzeugen und in der Abstellung: Folge 2 Wintermassnahmen

    Viel Spass und ein paar neue Erkenntnisse.

    Das ginge heute viel einfacher als zu Dampflokzeiten, ...

    Ja Michael Staiger Du hast recht, genau wie auch SpurNullGalerie. Es fehlt an den Personalen. Das ist ein bisschen so wie "Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-nass".

    Wenn aufgrund der Witterung einfach unklar ist, ob der leichte Triebzug da durchkommt, hält man ihn vorsichtshalber zurück. Vorgehaltene Fahrzeuge und Personale zur Streckenerkundung und ggf. -räumung, gibt es kaum noch. Und bevor dann dort ein Zug mit Fahrgästen vor einer Schneewehe oder einem abgebrochenen Ast stehen bleibt, lässt man die Leistung ausfallen.

    Das Problem mit der Störungsbeseitigung kenne ich live. Rotausleuchtung, BÜ-Störung oder irgendwas beim Fdl, welcher selbst 35 km weiter sitzt. Ruft an "Guck mal ob Du was erkennen kannst". Nix zu erkennen. Ruft Störungsstelle, welche dann mit dem PKW in der Rushhour 50 km anreist. Och guck, hier klemmt ein toter Käfer im Relais. Und zack, nach 4 h läuft der Laden wieder.

    Solange Politik und Gesellschaft nicht bereit sind, Infrastruktur als das zu begreifen was sie ist, ändert sich nix. Es wird nur schlimmer, weil es zunehmend weniger kosten soll. Mir Infrastruktur kann man kein Geld verdienen, nirgends, nirgendwo. Dafür gibt es tausendfach Belege, weltweit. Keine einzige Infrastruktur verdient Geld. Sie soll den Menschen Versorgung bringen, sei es mit Wasser, Strom, Wärme, Telekommunikation, Verkehr, Gesundheit, etc. Sie muss das kosten, was sie kostet, damit man bekommt, was man will. Will man mehr Eisenbahn oder eine bessere oder gar beides zusammen, dann muss man eben Geld reinpumpen - auch in Lokführer:innen, um wieder zum Thema zu kommen.

    In den Ländern, wo Eisenbahn gut funzt, steckt Geld und Motivation drin (Bsp. Schweiz und Österreich) - hier fehlt beides.

    Derzeit sehe ich da zumindest im ÖPNV kein einziges Fahrzeug, was dauerhaft diesen Ansprüchen genügen würde.

    Hat es auch noch nie gegeben und wird es auch nie geben. 100% sind Quatsch.

    Ich will die Bahnen ja gar nicht in Schutz nehmen, es läuft jede Menge bescheiden um nicht das andere Wort mit besch... zu nutzen. Aber bei Extremwetterbedingungen, vor denen bereits 3 Tage vorher gewarnt wird, funzt das Leben, einschliesslich Verkehr, nunmal nicht optimal. Klingt doof, is aber so.

    Vielleicht sind dort die HGV-Strecken einfach besser gegen umstürzende Bäume geschützt bzw die Schneisen breiter angelegt ?

    Und die 25kV Fahrleitung besser befestigt ?

    zu Pkt. 1) Ja, das ist in der Tat so. In Frankreich und vielen anderen Ländern, sind Hochgeschwindigkeitsstrecken vom gesamten restlichen Verkehr separiert mit Brücken, Tunneln, Unterführungen, Zäunen, Mauern, Lärmschutzwänden. Da kann kein Baum in die OL fallen oder ein Räumfahrzeug auf dem BÜ liegen bleiben.

    Könnte man in D auch machen, dann müsste man mal weniger konservativ wählen und sodann würde mehr in Eisenbahn statt Autobahn investiert.

    zu Pkt. 2) Das hat nix mit der Spannung oder der Bauweise der OL zu tun, sondern einzig damit, dass man an Vegetationspflege spart und Grundstücke 5 m neben der Trasse lieber verkauft um die Bilanz zu schönigen.

    btw.: Bei frostigem Wetter ist die Eisenbahn auch vor 50+ Jahren langsamer gefahren - eher häufiger als heute, da die Winter länger und meist härter waren. Prozentual betrachtet zumindest. Heute fährt jeder RE 160 km/h, das war 1960 mit ner 01 eher nicht der Fall. Das sogenannte Bügelfeuer ist nicht gut fürs Material von Stromabnehmer und Fahrdraht. Also muss die Geschwindigkeit runter. In Sibirien fahren sie zwar bei -20° aber eben auch nicht mit 200 km/h.

    Die Tf kosten natürlich Geld. Als Meister im SPNV kam ich brutto auf rund 3,5 k€, im Güterfernverkehr können es bis zu 7,5 k€ sein. Im Gesamtkostenrahmen sind das allerdings die berühmten Peanuts. Da kommen bspw. noch hinzu: Dienstwagen, Taxi, Hotel, Trassenpreise, Leasing für Lok- und Wagenpark, Wartung, und und und

    Ich arbeite für eine kleine Bude mit Arbeitnehmerüberlassung. So habe ich wechselnde Leistungen, komme viel rum, fahre immer wieder neue/andere Loks und Wagen, muss mein Hirn immer frisch und aktuell halten. Muss man mögen ... Für solche Koryphäen zahlen die Entleiher durchaus 12-15 k€ monatlich und haben dann i.d.R. nicht nur einen davon.

    Eisenbahn ist teuer, weil sie politisch im LKW-Ländle nicht wirklich gewollt ist. Als erstes könnten man bei den Trassenpreisen ansetzen und die LKW-Maut zur Querfinanzierung der Bahnen verwenden.

    Aber wir kommen wieder mal vom Thema ab.;)

    Züge zusammenstellen mit den tollen Schraubkupplungen aus dem vorletzten Jahrtausend

    Zumindest da sind wir am Ball und aktuell so nah an einer wirklichen Umsetzung, wie nie zuvor. Dank der Globalisierung und Warenströme, wie sie es bisher nicht gab, sind Erprobungen zur DAK (Digitale-Automatikkupplung) weitestgehend abgeschlossen. Europaweit werden dann alle Wagen umgebaut, neue kommen direkt mit einer DAK. Hier werden neben Kraft und Luft auch Daten übertragen. So muss man auch für Bremsproben nicht mehr am Zug, teils mehrfach, entlanglaufen. Wagenlisten schreiben sich quasi von alleine, da auch alle relevanten Daten (Gewicht, Länge, Bremsgewicht, welche Ladung, etc.) übertragen werden. Ganzzüge laufen schon zuverlässig in der Erprobung im grenzüberschreitenden Verkehr.

    Also ich verstehe nicht, warum ...

    Das geht den meisten Leuten so - mich eingeschlossen.

    Die Ausgangsfrage war ja: "Mich würde mal aus erster Hand interessieren, ob es überhaupt möglich sein wird, 100 Prozent autonom zu Fahren." Die Antwort lautet: Ja das ist möglich, wie ich und auch Fabi_995 schrieben. Inselbetriebe, wie z.B. U-Bahnen, Flughafen-Schwebebahnen, usw. gibt es bereits in D.

    Um nun aber den gesamten Schienenverkehr, wie wir ihn heute bei uns kennen umzustellen auf Autonomie ohne Tf, sind Erfordernisse nötig, die die meisten nicht auf dem Schirm haben. Da reichen eben nicht mehrfach redundante Sensoren. Da draussen ist ein Mix aus zigfach verwurschtelten Techniken, Materialien, Vorschriften, Normen, von den Fahrzeugen über Gleise und Signalanlagen, Stellwerks- und Leittechniken, ... . Die ältesten noch aus der Kaiserzeit (leider kein Joke), die jüngsten von heute.

    Wollte man alles auf einen Schlag erneuern, was Jahrzehnte dauern und Unmengen Geld verschlingen würde, würde in der Zwischenzeit kein Verkehr fahren. Macht man es sukzessive, dauert es noch länger, aber Mischbetrieb würde einigermassen den Flow beibehalten. Egel ob Variante 1 oder 2, wir haben gar nicht die personellen Kapazitäten eine der beiden umzusetzen - heut nicht und schon gar nicht in den nächsten 50 Jahren.

    Was helfen würde, wäre absolute Zerstörung gesamter Infrastruktur, z.B. durch Krieg oder Umweltkatastrophen und ein Neubeginn. Dann könnte man sagen, 8-spurige Autobahn macht keinen Sinn mehr, lass uns Bahn machen, aber richtig.

    Das ist jedoch alles hypothetisch und in aller erster Linie eine politische Entscheidung, welche zudem von der Gesellschaft (uns) getragen werden muss. Das sehe ich nicht bei 60+ und auch nicht bei 30+. Insofern denke ich, ist der Tf ein weiterhin sicherer Beruf, bezogen auf D für die nächsten 50-60 Jahre.

    Grundsätzlich ist das möglich und es wird ja auch schon autonom gefahren, in D bei Insellösungen und im Ausland auch grösser.

    Dass, was bezogen auf D so allgemein von "technologie-offenen" Politiker:innen und vom gemeinen Michel in den SoMe publiziert wird, ist bullshit. In D wird man Ende des Jahrhunderts noch nicht autonom fahren (können). Für Autonomie müsste das gesamte Schienennetz umgebaut/ertüchtigt werden. Mit über 33.000 km Länge haben wir das grösste Netz in Europa und eines der dichtesten weltweit.

    Bspw. müssten alle Bahnübergänge ersetzt oder umgebaut werden. Bahnsteige müssten Barrieren bekommen, dass niemand mehr bei ein-/aus-/durchfahrenden Zügen an der Kante stehen könnte und viele, sehr viele Details müssten ebenfalls angepasst werden. Dafür braucht es Geld, welches zwar vorhanden wäre, wenn man das angehen wollte, aber die Bereitschaft fehlt eben.

    In D bekommen wir ja nicht mal ETCS hin. Sieh nach S21, da verschiebt sich nun die Eröffnung zum ??? Mal, diesmal weil keine Signale aufgebaut wurden und man mit dem digitale Fahren "dachte", das klappt schon mit dem Zeitplan. Ich meine im letzten Jahr haben wir netto 3 km (!) gebaut.:D;(

    Was denkbar ist, ist dass in zwei/drei Jahrzehnten Lokführer noch beobachtend/kontrollierend "mit-"fahren, sprich die Autonomie mehr die rein technische Arbeit übernimmt und uns die Aufgabe obliegt in Gefahrsituationen und im Störfall einzugreifen.

    Schon da wurde mir belehrend gesagt das die zu hoch sitzen.

    Ach komm, Peter, belehren wollte ich Dich und auch alle anderen nicht, lediglich kritisieren, positiv bestärken.

    Ja, ich persönlich mag 95% aller Graffiti nicht, welche man in der Öffentlichkeit und bei der Eisenbahn sehen muss. Aber trotzdem ist es die Wirklichkeit. Ich mag ja auch kein Pufferfett an den Pfoten und trotzdem freue ich mich, wenn es ein "Künstler" in 1:32 realistisch nachstellt. Und um Letzteres geht/ging es mir.

    Wenn Hobbykollegen sagen, dass sie ihr Modell mit Spraykunst näher ans Original bringen wollen, weil eben so gut wie alle Güterwagen damit verziert sind, ist das absolut o.k. für mich. Aber dann sollte doch der Hinweis, wie es beim Original in der Masse zu sehen ist, gestattet sein. Wenn Du/andere vom Massenvorbild abweichen wollen, auch o.k.. Dann ist es eben ein Graffiti-Exot eines Schmierfinken mit Spezialausrüstung. Gibt ja auch weisse Krokodile, also warum nicht.

    Fühlt Euch nicht gekränkt, das war nicht meine Absicht. Im Gegenteil: schön fände ich, wenn Ihr eure Arbeiten hier im Forum vorstellt und auch die Arbeitsschritte dokumentiert. Ist ja mit den Patinierungen dasselbe, manche wollen saubere Schachtelmodelle, andere (wie ich) versiffte Loks und Wagen wie sie draussen rumfahren.

    Die meisten sind unten-rum dreckig ;):

    Gefällt mir, weil die Anschriften lesbar blieben sowie am Wagenboden ansetzen, da sie nur selten nach oben hin reichen. Logisch, da man da ohne Leiter oder an Rampen auch nicht heranreicht. Jetzt noch etwas Patina und das Ganze sieht ziemlich echt aus.

    95 % solcher "Kunstwerke" finde ich allerdings weder schön noch akzeptabel. Nur selten sind originelle oder wirklich kunstvolle Sachen dabei. Und ... es bleibt Sachbeschädigung. Bei deinen lag ja die Erlaubnis vor.;)

    Mein Senf zum Thema Kunststoff vs. Holz:

    Wie Djordje Gladovic i.m.A. richtig schreibt, kommt es auf die Bearbeitung an. Wenn man natürlich eine "nur hingelegte" Kunststoffschwelle mit einer "geschnitzten, geritzten, gebeizten, gebürsteten, patinierten" Holzschwelle vergleicht, kommt natürlich dasselbe raus, als würde ich Prinzessin Lillifee mit Mama Flodder vergleichen. Die Maserung lässt sich bei Echtholz nun mal nicht runterscalieren, in Kunststoff aber recht authentisch verkleinern. Wenn man nur etwas Patina aufträgt und (ich sang es schon zig Male) seinen Schotter ungewaschen, wie beim Vorbild einträgt, wirkt das vorbildlicher als echtes Holz.

    Wer nur ein Schaudiorama von einmetersiebzig hat, kann natürlich für jede Schwelle und jeden Gleisnagel einen ganzen Abend aufbringen und das (fast) perfekt hinbekommen. Wenn man jedoch über 100 qm Anlage zu gestalten hat, wird das nix. Tritt man einen Meter zurück, kann man den Unterschied und vor allem den riesigen Aufwand, nichtmal erkennen.

    Also Kunststoff mit ein wenig Liebe arrangiert, wirkt nicht weniger echt - eher sogar echter.

    Gegen das Argument "Besitz macht glücklich" kann man natürlich nicht anstinken ... und muss man ja auch nicht. Alles ist legitim und man sollte das ja in erster Linie für sich machen, ausser man baut Anlagen im Auftrag für Kunden.

    Dasselbe gilt bei Messingmodell vs. Kunststoffmodell. In Metall kann man einfach die allerwinzigsten Details kaum bis gar nicht nachbilden, wie dies in Kunststoff möglich ist. Kostenmässig schon mal gar nicht. Eine Niete zaubert die Spritzmaschine einfach so mit hinzu und der Metallschmied der Hochpreismodellbahn benötigt dafür den halben Vormittag. Hinterher sieht es zudem nichtmal besser aus als die Plastikvariante. Auch hier ist gar nix dagegen einzuwenden, dass es Metallsammler gibt, man die Kilos mag, das Ganze als Wertanlage betrachtet oder whatever. Aber es ging ja hier um Optik. Gut ich schweif ab.

    Hat vielleicht jemand von Euch Bilder zu Weichenstrassen für einen 6 gleisigen Bahnhof

    Habe mal Bilder vom erstmaligen Bau des Grenz-Bahnhofs Jämmerlich der IG-DU rausgesucht. Erstmalig weil das über die Zeit noch angepasst, aufgeweitet, umgebaut und inzwischen nach dem Umzug der IG auch so nicht mehr besteht. Aber für eine grobe Planung und zum Erkenntnisgewinn sind die Fotos ganz nützlich.

    Grundsätzlich ist es hilfreich, weil platzsparend und optisch m.E. chicker, wenn man mit Bogenweichen arbeitet. Man kann zudem das Gleisvorfeld schon vorher auffachen, also quasi zwei "Vorfelder" gestalten. Hierzu baut man einen Gleiswechsel bei zwei- oder mehrgleisiger Strecke schon vor dem eigentlichen Vorfeld zur Auffachung in die Bahnsteiggleise. Optisch gehören die Wechsel so zur Strecke. Nachteil ist, dass nur max. zwei Züge parallel ein-/ausfahren/kreuzen können. Aber als Alleinspieler ist man damit eigentlich auch ausgelastet.

    Wenn Du Dir zutraust, Weichen selber zu bauen oder für einen guten Taler Fachleute beauftragen magst, kannst Du interessante Strassen bauen und viel Platz sparen.

    Habe soeben beim Durchstöbern der alten Bilder noch ein paar Höhenlichter gefunden. Ist zwar dein Thread und gehört nur bedingt hierhin, aber vlt. dient es als Inspiration.

    Übergang zwischen Tal und Steigung mit Probe-Lastfahrten:

    Testfahrt mit Zusatzgewicht. Mehr Gewicht bringt mehr als kW-Leistung, also ggf. etwas Blei in die Maschine packen. Sieht besser aus als die Gummireifen und ... ebenfalls Problem gelöst wie beim Original:

    Und hier Lastfahrten falls mal Wagen für die anvisierten 5 m fehlen sollten;):

    Hallo Olaf,

    für eine Zuhause-Bahn sind das traumhafte Bedingungen.

    Radien ab 2.700 mm sind super, Schraubenkupplung demnach fahrbar. Am besten sind Flexgleise, um auch nahtlose Übergangsbögen zu realisieren. Macht nicht nur den Betrieb, wie beim Vorbild, sicherer, sondern sieht auch besser aus. Gegenbögen, insbesondere bei Gleiswechseln, möglichst vermeiden oder zumindest so gross als geht gestalten.

    Steigungen von 1,2 % sind optimal. Wie die Vorredner bereits schrieben, geht auch mehr bis 2,5 % bei diesen Zuglängen. Auch hier sieht es schöner aus, wenn's weniger ist, aber in verdeckten Bereichen machbar. Wenn Du deine Loks nicht im Dauerbetrieb die Steigungen hoch prügelst, rauchen sie Dir auch nicht ab.

    Unsere Rampe damals bei der IG-DU hatte bis zu 2,5 % und da waren die Talfahrten problematischer als die Bergfahrten. Das ist übrigens auch beim Original nicht viel anders.

    Bzgl. finescale habe ich keinerlei Erfahrung.