Baubericht Teil 9:
Die Zeit „zwischen den Tagen“ nutzte ich, wenn mal keine Mahlzeit anstand und mich das anschliessende Fresskoma aufs Sofa zog, mit dem Weiterbau meines Dioramas.
Das Gleis aller drei Modulkästen ist nun elektrifiziert und eingeschottert. Zum letzten Meter fehlte fertig gesiebter Schotter. Glücklicherweise hatte meine Prinzessin ein Rezept für Rumpunsch von ihrer letzten Reise nachgebrüht. So konnte ich halb angetüdelt diese Fleissarbeit bewerkstelligen.
Das rechte Tunnelportal habe ich nun auch, nach gefühlt 100maligem Messen, fest mit dem Modulkasten von unten verschraubt und mit PU-Schaum oben fixiert (siehe Berichte 5 vom 22.07.25 + 8 vom 17.12.25).

Beim Gelände über den Portalen und des Hintergrundes ging ich an verschiedenen Stellen mit unterschiedlichen Methoden nach wechselnden Launen vor. Das Endbild welches ich vor Augen hatte, lässt sich so nicht verwirklichen. Für die Steilheit (Winkel der Hintergrundböschung) fehlt mir die Tiefe. Also improvisiere ich mit den Felsstrukturen und hoffe, später alles mit Busch- und Baumwerk glaubwürdig kaschieren zu können. Auch unternahm ich erste versuche mit Trockenmalen an der Felsstruktur.

Auch die ersten Borkenfelsen (siehe Bericht 6 vom 31.07.25) wurden eingearbeitet.

Zudem begann ich aus Trittschalldämmung Kabelkanäle für die Signalleitungen zu bauen. Die Deckelplatten entstanden aus 1 mm-dünnen Streifen, welche ich mit dem Stichel leicht einritzte. Den Streifen klebte ich dann auf 5 mm dickere Dämmung und färbte beides anschliessend mit Betongrau ein. Die Fugen wurden nochmals mit einem weichen Bleistift nachgezogen.

Der Sockel wird später eh im Gras, Schotter, Dreck verschwinden und die Kanaldeckel werden letztlich noch mit Moosbewuchs und Patina verschandelt, äh verschönert.
Während einer Trocknungsphase unternahm ich einen erfolgreichen Versuch, die künftigen Oberleitungsmasten mit kleinen Neodym-Magneten am Untergrund zu befestigen. Ist kräftig genug, um ein kleines Anstossen zu überstehen und doch ganz simpel abnehmbar. Final werde ich den Metallstreifen natürlich nicht mit Klebeband fixieren, sondern unsichtbar einkleben. Im späteren Betonsockel habe ich den Knopfmagneten versenkt. Ich bin voll das Brain 

Einige Wochen passierte dann erst mal nix … also am Diorama. Ich hatte einige neue interessante Herausforderungen mit der echten Bahn zu erledigen mit grossteils 5/2-Diensten. Hier Kohlezustellung mit der Euro9000 auf dem Bunker:

Die Königin befahl die Renovierung des Wohnzimmers - völlig überzogen nach nur 19 Jahren. Auch lange geplante kulturelle Exkursionen nach Berlin und Bremen mussten absolviert werden. Die verbleibende freie Zeit hatte ich einfach keinen Bock.
Ende März, Anfang April bestellte ich dann die Acrylscheiben und Abdeckungen für Deckel und Boden der Dioramenkästen. Ich wählte bewusst nur Stärken in 3 und 4 mm um Gewicht zu sparen. Leider hingen diese etwas durch - nicht doll, aber für mein ästhetisches Auge monkmässig hässlich. Also mussten Lösungen in Form von Leisten, Kunststoffwinkeln und Minimagneten her. Die ersten beiden Versuchsreihen verliefen eher so määh. Dann wurde es zumindest was mit der oberen Abdeckung, in „Frost-Opal-Weiss“ und 3 mm Stärke.

Ist zwar alles nicht luftdicht, wird aber als Staubschutz hoffentlich einen grossen Beitrag leisten. Zudem streut und dämpft es das Licht der indirekten Beleuchtung in den Raum sehr gut.

Heute wird es wahrscheinlich weiter mit meinem Fliesenkleber-Mix an die Felsen gehen. So sieht die Baustelle aktuell aus:

Und hier noch ein Bild vom 15.03.26 zu Präsentationszwecken für einen potentiellen Käufer meines Kohlenzuges, sowie für mich zur Lustgewinnung zum Weiterbauen.
