Umrüstung alter Märklin 1 Motoren

  • Guten Morgen,

    Weiß jemand die Antwort auf folgende Frage:

    Verringert sich der Stromverbrauch alter Märklin-1-Motoren, wenn man sie von Feldspulen- auf Permanentmagnetmotoren umrüstet? Die alten Motoren verbrauchen laut meiner Messung etwa 1,25 A.

    Vielen Dank im Voraus,

    Chris

  • Ein klein wenig, ja.

    Aber diese Motoren ziehen keinen Hering vom Teller, das habe ich bei meiner BR 212 (5772) schnell wieder aufgeben und auf Mabuchi-Motor mit Riemanantrieb umgerüstet (der zieht jetzt 2,2 A max.).

    Der Motor ist etwas groß, kleiner baut der SB-Mdellbau (der kommt dann in die nächste Lok).

    Kaum verständlich, dass diese Motoren in den so tollen Spur-1-Modellen von Märklin eingebaut wurden ...

    Heute keine Signatur.
    Achtungspfiff und Gruß!
    Heinrich

  • Guten Morgen,

    Weiß jemand die Antwort auf folgende Frage:

    Verringert sich der Stromverbrauch alter Märklin-1-Motoren, wenn man sie von Feldspulen- auf Permanentmagnetmotoren umrüstet? Die alten Motoren verbrauchen laut meiner Messung etwa 1,25 A.

    Vielen Dank im Voraus,

    Chris

    Hallo Chris,

    ich habe V100 und auch eine BR 80 sowie eine DHG Lok mit dem Dauermagneten von ESU umgebaut und damit gute Erfahrung gemacht . Den Stromverbrauch habe ich nicht gemessen, sollte aber geringer sein, da ja das Magnetfeld nicht erst aufgebaut werden muss. Der Anker läuft durch Kugellagerung sehr leicht . Zugkraftschwäche habe ich bisher auch nicht feststellen können. Für mich ein preiswerter Umbau für ca 20€. Natürlich fährt eine Lok mit reinem Gleichstrommotor oder Faulhaber noch besser, aber die Kosten sind auch um ein mehrfaches höher . Welche Lok möchtest du den umrüsten?

    Beim einbau eines ESU Magneten musst du dir kleine Abstandhalter aus etwas PVC Rundmaterial schneiden damit der Magnet genau mittig über dem Anker sitzt und das Magnetfeld den gesammten Anker erfasst. Dabei auf das genaue Abstandsmass der Seitenwangen des Motors achten. Wenn mann die Seitenwangen zu sehr zusammenzieht , läuft der Anker nicht mehr frei in den Kugelagern. Beachtet man das fährt die Lok auch langsam und und auch gleichmässig.

    Beste Grüße

    Norbert

  • Verringert sich der Stromverbrauch alter Märklin-1-Motoren, wenn man sie von Feldspulen- auf Permanentmagnetmotoren umrüstet?

    Eher nicht.
    Zumindest vereinfachend bei DC betrachtet: Feldspule und Anker sind ja in Reihe geschaltet. Ohne Feldspule reduziert sich der Gesamtwiderstand -> höherer Strom.
    Bei Spur 1-fähigen Decodern und Lastregelung jedoch ohne praktische Bedeutung.

  • Hallo Chris,

    ich habe V100 und auch eine BR 80 sowie eine DHG Lok mit dem Dauermagneten von ESU umgebaut und damit gute Erfahrung gemacht . Den Stromverbrauch habe ich nicht gemessen, sollte aber geringer sein, da ja das Magnetfeld nicht erst aufgebaut werden muss. Der Anker läuft durch Kugellagerung sehr leicht . Zugkraftschwäche habe ich bisher auch nicht feststellen können. Für mich ein preiswerter Umbau für ca 20€. Natürlich fährt eine Lok mit reinem Gleichstrommotor oder Faulhaber noch besser, aber die Kosten sind auch um ein mehrfaches höher . Welche Lok möchtest du den umrüsten?

    Beim einbau eines ESU Magneten musst du dir kleine Abstandhalter aus etwas PVC Rundmaterial schneiden damit der Magnet genau mittig über dem Anker sitzt und das Magnetfeld den gesammten Anker erfasst. Dabei auf das genaue Abstandsmass der Seitenwangen des Motors achten. Wenn mann die Seitenwangen zu sehr zusammenzieht , läuft der Anker nicht mehr frei in den Kugelagern. Beachtet man das fährt die Lok auch langsam und und auch gleichmässig.

    Beste Grüße

    Norbert


    ich besitze derzeit eine BR 55 und eine BR 38, die ich auf DCC umrüsten möchte. Außerdem habe ich eine BR 78, die ich ebenfalls auf DCC umrüsten möchte, allerdings hat diese einen anderen Motor.

    Vor längerer Zeit habe ich zwei BR 80 gekauft, die bereits auf DCC umgerüstet wurden. Deren Motoren wurden nicht verändert, daher verwenden sie noch Feldspulen.

    Ich weiß, dass es Umrüstsätze von SB Modelbau gibt, aber die sind sehr teuer. Der Umrüstsatz kostet fast so viel wie die Loks selbst.

    Grüße,

    Chris

  • Hallo Chris,

    ab 1987 wurden alle Spur 1 Modelle von Märklin, die nicht bereits von Anfang an einen DC Motor hatten, vom Allstrommotor auf einen DC Motor umgestellt. Die Modelle erhielten dabei in der Regel auch neue Artikelnummern. Daher hilft die Baureihenbezeichnung nicht zielführend weiter.

    Gruß

    Frank

  • ich besitze derzeit eine BR 55 und eine BR 38, die ich auf DCC umrüsten möchte. Außerdem habe ich eine BR 78, die ich ebenfalls auf DCC umrüsten möchte, allerdings hat diese einen anderen Motor.

    Vor längerer Zeit habe ich zwei BR 80 gekauft, die bereits auf DCC umgerüstet wurden. Deren Motoren wurden nicht verändert, daher verwenden sie noch Feldspulen.

    Ich weiß, dass es Umrüstsätze von SB Modelbau gibt, aber die sind sehr teuer. Der Umrüstsatz kostet fast so viel wie die Loks selbst.

    Grüße,

    Chris

    Hallo Chris,

    wenn die BR 80 Lokomotiven auf DCC laufen aber noch die Feldspulen haben, sind diese entweder mit einem speziellen Dekoder von Uhlenbrock ausgerüstet, oder mit einem sehr frühen Dekoder von ESU der konnte das früher auch mal ansteuern. Die andere Möglichkeit wäre das zwei Dioden antiparallel vor die Feldspule geschaltet worden sind. Das ergibt aber keine guten Fahreigenschaften da an den Dioden ca 0,7 V Spannung abfallen und dies den Erregerstrom der Feldspule verzögert und schwächt.

    Beste Grüße

    Norbert

  • Es handelt sich tatsächlich um die 5707.

    Grüße, Chris

    Dachte ich mir fast.

    Kannst Du mal ein Foto einstellen?

    Die kann man eigentlich mit einem Märklin-Decoder umrüsten, indem man den Decoder einfach einsteckt – nur gibt es den Decoder mit seinen bescheidenen Möglichkeiten nicht mehr als Ersatzteil, nur noch gebraucht auf den bekannten Plattformen, was ich immer als Risiko ansehe bei Computer-Bauteilen.
    Herr Tams rät dringend dazu nachzusehen, ob die richtigen Kerkos verbaut sind, wenn man einen anderen Decoder wie ESU einbauen will, und diese ggf. zu tauschen – 1,5 nF sollen es sein.

    Heute keine Signatur.
    Achtungspfiff und Gruß!
    Heinrich

  • Versuch es mit den Dioden.

    Das ist die preiswerteste Methode.

    Aber Anker und Feldmagnete sollten in Reihe geschaltet sein. Das ergibt einen Reihenschlussmotor wie bei fast allen Einphasenbahnmotren.

    Die Stromaufnahme ist dann niedrig, weil der Ankerstrom auch als Erregerstrom genutzt wird.

    Aber das Drehmoment nimmt nicht mehr linear sondern quadratisch mit der Drehzahl ab und Anfahrspannung ist eben um die 0,7V niedriger.

    Daher sollte die Lastregelung im Decoder ausgeschaltet werden. Das macht jetzt die Motorcharaktefristik und du musst wie ein echter Lokführer fahren.

    Beim Esuprogrammer kann man den Fahrstufen die Motorspannung zuordnen und damit die 0,7V und die Motorcharakteristik für jede Fahrstufe beeinflussen.

    Versuchs. Es kostet Dich nur 2 dicke Dioden und etwas ESUlieren und wenns nix ist, na dann kann man immer noch die Kanonen auf die Spatzen richten.

    Viel Spass

    Christian

  • Ein schnelles Foto der BR 78. Gekauft als Bastelprojekt. Die gesamte Elektronik ist ausgebaut, aber ich habe sie noch.

    Das ist die 2. Bauart, die damals mit Hübner bei Märklin Einzug gehalten hat. Das war so um 1984 +/-1 Jahr. Davor gab es den "robusten" Allstrommotor der 1. Bauart. Danach wurden die "alten" Loks nach und nach aufgerüstet (z.B. auch mit Steuerungsteilen aus Guß).

    Grüße aus dem Wilden Süden

    Alexander

    Edited 2 times, last by Camino: Tippfehler raus und einen Satz ergänzt. (October 6, 2026 at 10:16 AM).