Abgebranntes Digital-Fahrzeug auf einer H0-Anlage

  • Nicht nur Akkus können brennen, auch andere Bauteile können einen Brand verursachen.

    Hab bei meiner Anlage z. B. die Zentrale so programmiert dass beim Einschalten der Gleisausgang nicht mit eingeschaltet wird sondern erst bei Bedarf und auch nur so lange wie ich im Raum bin!

    unglaublicher MEHR als Totalschaden !

    Frage zur Bahnstrom-Abschaltung: Wie das beim Einschalten funktioniert ist klar (bei der IB bei mir z.B. mit einer sog. Sonderfunktion)

    aber wie gelingt die Abschaltung bei Abwesenheit - kann doch eigentlich nur auch manuell sein? . und damit kann es eben auch vergessen werden - oder ist da was mit Lichtschranke oder Bewegungsmelder Automatismus installiert?

    mfGrüßen, der Einsbahner

  • ...

    aber wie gelingt die Abschaltung bei Abwesenheit - kann doch eigentlich nur auch manuell sein? . und damit kann es eben auch vergessen werden - oder ist da was mit Lichtschranke oder Bewegungsmelder Automatismus installiert?

    Klar, geht nur mit der Stopp-Funktion die man aber mit dem Funk-Handregler jederzeit auslösen kann. Ebenso bieten die Zentralen üblicherweise die Möglichkeit zu externen Notstop-Tastern.

    Hier der Auszug aus derAnleitung für die SC7

    Nothalttaster am DCC Booster Anschluss
    Werden zwischen der Masse Gleisanschluss (Schraubklemmleiste Pin 4) und der Kurzschlussmeldeleitung „E“ des
    DCC-Boosters (DCC-Booster Steckleiste PIN rechts) Taster
    eingebaut, schaltet die System Control 7 bei Betätigung eines
    Tasters ihren Leistungsausgang und alle angeschlossenen
    Booster sofort ab.
    Solche Nothalt-Tasten können überall auf der Anlage platziert werden. Es können beliebig
    viele Taster parallel angeschlossen werden.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

    Edited once, last by Michael Staiger (August 17, 2026 at 6:33 PM).

  • das muss nicht unbedingt ein Accu oder Decoder sein die Schmorbrände verursachen können .

    viel gefährlicher sind zu schwach dimensionierte Zuleitungskabel und besonders die aus optischen Gründen zu schwachen Stromkabel von der Radstromabnahme zum Decoder .

    Wenn ich den Raum verlasse ist die Anlage beim öffnen der verschwenkten Gleisbrücke automatisch abgeschaltet .

    Das kann je nach Wahl entweder ein Kurzschlusschalter sein , dann schaltet die Zentrale ab .

    Oder man unterbricht die Netzstromversorgung .

    Dann muss die Zentrale allerdings zunächst heruntergefahren werden und anschließend wieder hoch gefahren.

    Wenn ich den Raum kurzfristig verlasse reicht die Abschaltung über Kurzschlusschalter . Auch damit sich keine Fahrzeuge selbsständig machen können .

    Wenn ich den Betrieb beende oder länger nicht da bin schalte ich die gesamte Netzstromversorgung über Hauptschalter ab . Einschließlich Licht .

    Günter, Großhettstedt, Ilmtal

  • das muss nicht unbedingt ein Accu oder Decoder sein die Schmorbrände verursachen können .

    viel gefährlicher sind zu schwach dimensionierte Zuleitungskabel und besonders die aus optischen Gründen zu schwachen Stromkabel von der Radstromabnahme zum Decoder .

    ...

    Hallo Günter,

    An solch einem Gleiswechsel gab es bei mir durch die falsch gestellte Weiche (rechts) einen Kurzschluss weil ein Vierachser zwei Boosterkreise überbrückte. Da das im schwer einsehbaren Bereich geschah und ich es nicht gleich bemerkte, die Booster aber alle 10 Sek. wieder einzuschalten probierten waren die dünnen Drähtchen im Wagen von den Drehgestellen zur Platine im Dach durchgebrannt, glücklicherweise blieb es neben ein paar brauner Stellen beim Drahtschaden. Dickere Drähte hätten sicherlich das Kunststoffgehäuse mit in Brand gesetzt? Es liegen eben 7Ampere am Gleis und da bruzzelts dann schon ganz schön - Leistung ist nicht immer gut!

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo Zusammen,

    auch wenn meine Anlage noch im Bau ist. Ich habe auf jedem Abstellgleis wo eine Lok oder ein ganzer Zug abgestellt wird , auf der einen Seite am Ende des Gleises eine Isolierlasche eingesetzt. Die will ich wenn die Lok oder der Zug fahren soll mit einem einfachen Ein /Aus Schalter überbrücken.

    Kann da auf dem Abstellgleis auch ein Brand passieren?

    Allzeit HP1

    Frank

    Mein avatar ist als Bausatz noch käuflich trittfest und freilandtauglich

  • Liebe Leidensgenossen mit Elektroangst,

    das Leben birgt viele versteckte Gefahren. Deshalb überlege ich mir, künftig nur noch Lokomotiven mit Freilauf zu kaufen, damit ich ohne Strom auskomme und nur noch Brio-Schubkraft benötige.



    Im Ernst: Gerade in unserem Maßstab können bei einem Kurzschluss erhebliche Stromstärken fließen. Bei Abwesenheit sollte m.E. zumindest die Stromzufuhr zur Modelleisenbahn abgeschaltet werden.

    Viele Grüße,

    Robert

  • ...
    Im Ernst: Gerade in unserem Maßstab können bei einem Kurzschluss erhebliche Stromstärken fließen. Bei Abwesenheit sollte m.E. zumindest die Stromzufuhr zur Modelleisenbahn abgeschaltet werden.

    Viele Grüße,

    Robert

    Hallo Robert,

    genau das wollte ich mit meinem Eingangsbeitrag zeigen!
    Und tatsächlich wird das Problem mit neuen, noch leistungsfähigeren Zentralen/Boostern eher größer!

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo Günter,

    An solch einem Gleiswechsel gab es bei mir durch die falsch gestellte Weiche (rechts) einen Kurzschluss weil ein Vierachser zwei Boosterkreise überbrückte. Da das im schwer einsehbaren Bereich geschah und ich es nicht gleich bemerkte, die Booster aber alle 10 Sek. wieder einzuschalten probierten waren die dünnen Drähtchen im Wagen von den Drehgestellen zur Platine im Dach durchgebrannt, glücklicherweise blieb es neben ein paar brauner Stellen beim Drahtschaden. Dickere Drähte hätten sicherlich das Kunststoffgehäuse mit in Brand gesetzt? Es liegen eben 7Ampere am Gleis und da bruzzelts dann schon ganz schön - Leistung ist nicht immer gut!

    Hallo Michiel,


    das ist denke ich nicht richtig. Es liegt eine sichere Voltage an zwischen die Schienen aber die Ampere die fliessen sind abhängig von der Widerstand zwischen die Schienen. Ist die Widerstand hoch fliest wenig und ist sie null dan fliest es maximal. Bei Widerstand unendig hoch fliest nix.

    Eine Kurzschluss sicherung soll es definitiv dobbelt geben, einmal in die Booster und auch noch im Netzteil (standard).

    Vielleich hilft auch ein gesteurte Booster zuschaltung so das nür ein Booster aktiv ist abhängig von die Fahrstrasse oder einfacher eine Umpolung der zweite Booster


    Auch nach abschalten der Anlage soll mann noch etwa 30 minuten bleiben um zu wachen für Brand weil das am Anfang noch sehr klein ist und mann das dann kaum aufmerkt


    MfG,

    Martien

  • Hallo Ihr,


    bei der Stromstärke liegt ja gerade das Problem. Wenn genug beleuchtete Züge mit Sound und Rauchsatz unterwegs sind, fließt schon ordentlich Strom.

    Eine Funkenstrecke braucht teilweise weniger Strom.

    Ich habe es geschafft, (und gemessen), auf meiner analog betriebenen Spur 0 Anlage bei 18V AC und weniger als einem halben Ampère an einem schlecht leitenden Gleisübergang (Hohlprofilgleise) einen stehenden Lichtbogen zu erzeugen, während der Zug gefahren ist. Sowas kann schon reichen, um einen Brand auszulösen. Glücklicherweise war dieses Gleis mit Aquariumkies eingeschottert und kein brennbares Material in der Nähe.


    viele Grüße


    Holger

  • Moin,

    ich denke, das Hauptproblem ist ein "schleichender" Kurzschluss, d.h. mit einer Stromstärke knapp unterhalb der Schutzschaltung der Zentrale / Booster.

    An dem Ort wird dann punktuell und evtl dauerhaft eine Lestung von z.B. 20V * 7A = 140W "verbraucht" - was in der Tat schon ganz schön warm werden kann (ich weiss - die Rechnung ist rein technisch nicht ganz so simpel, gibt aber einen guten Schätzwert).

    Ein Ampèremeter in der Zuleitung zur Anlage kann helfen, einen (erhöhten) Stromverbrauch zu erkennen, wenn eigentlich gar kein Betrieb herrscht.

    Meint
    Thomas

  • Hallo,

    Ich will nicht abstreiten, dass ein Kurzschluss zu einem Brand führen kann. Aber wie groß ist die reale Gefahr? Gibt es irgendwelche Zahlen zum Beispiel von Hausratversicherungen, wie häufig dies wirklich auftritt?

    Gruß

    Frank

    Hallo Frank,

    Das hängt natürlich zum einen von der Verdrahtung der Anlage ab, lose Drähte in (Schraub-) Klemmen bruzzeln gern! Natürlich ist auch die Qualität der Elektrik in den Fahrzeugen wichtig, in Handarbeitsmodellen ist die oft recht spektakulär.
    Bei dem gezeigten H0-TGV war es wohl ziemlich sicher ein Herstellerfehler, da müsste dann der dir die abgebrannte Hütte bezahlen - falls Du sie noch brauchst ;-)´
    Es können eben viele Faktoren im Modellbahnbereich zu einem Brand führen, so dass Gewissenhaftigkeit beim Betrieb und Überwachung mit (Funk-) Brandmeldern kein Fehler ist.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo Michael,

    mir ging es nicht um mögliche Ursachen sondern um die Frage, wie häufig dies wirklich passiert. Inzwischen weiß ich, dass diese Fälle von Versicherungen offensichtlich wegen der geringen tatsächlichen Anzahl nicht separat erfasst werden.

    Gruß

    Frank

  • Hallo zusammen,

    nach den Fotos handelte es sich offensichtlich nicht nur um etwas "Bruzzeln", sondern um einen richtigen Brand. Kunststoffe haben eine Zündtemperatur von etwa 300°C, d.h. hier muss der hohe Stromfluss schon über einen längeren Zeitraum gewirkt haben, um diese Temperaturen zu erreichen. Ich schreibe bewusst "hoher Stromfluss", da die Schutzschaltungen der Trafos und Zentralen bei Kurzschlüssen recht schnell reagieren. (Wenn alles intakt ist, wovon ich hier ausgehe). Wie Michael schon erwähnte, sehe ich auch die teilweise hauchdünne Verdrahtung in den Modellen kritisch, aber bevor solch ein Schaden entsteht (Zeitraum), sind diese Drähtchen schon atomisiert und der Fehlerstromkreis ist geöffnet und somit der Stromfluss unterbrochen. Ich vermute eher, dass auf einer Platine der Fehler entstanden ist und ein abrauchender Halbleiter das Feuer entfacht hat, denn diese kleinen Scheisserchen können ganz enorme Temperaturen entwickeln. Die Frage nach der Häufigkeit solch übler Schäden lässt sich wahrscheinlich kaum beantworten. Mir persönlich ist zwar schon der eine oder andere Decoder mit dem typischen Geruch nach "Ampére" kaputt gegangen, aber in 60 Jahren Modellbahnkarriere nie so ein Schaden. Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist mir derartiges nicht bekannt.

    Viele Grüße aus Köln an alle Spur1-Freunde

    und allzeit HP1

    Claus-Peter Gehring

    (Piet)

  • Hallo,

    Hohe Stromstärke ist immer eine Gefahr, in Spur N hab ich jedem Gleisabschnitt einen PTC mit 1 Ampere vorgeschaltet, das ist natürlich bei dem Bedarf einer Spur 1 Lok zu niedrig...

    Saubere Verkabelung mit vernünftigen Querschnitten und viel messen ob nicht irgendwo der Kupferwurm sitzt, häufiges Einspeisen der Leistung sollte man eh vornehmen.

    Auch stellt sich die Frage ob man nicht lieber mit einem Boosterkreis mehr rechnen sollte..

    Meist sind in so einem Fall mehrere Faktoren zusammengekommen. Es rächt sich wenn ein Provisorium lange in Betrieb ist.

    Peter

  • Hallo zusammen.

    Bei mir hat ein fahrender Zug eine, von einem selbstgebauten Baum mit Drahtgehänge und Beflockung, ein abgerissenes Teil, zwischen Donnerbüchsenkupplung und Gleis, zum Kurzschluss gebracht und SOFORT die Beflockung in Brand gesteckt. Blitzartiges eingreifen und löschen, ich stand daneben, ca.5 sec, konnte nicht verhindern, das ein Drittel der Donnerbüchse in offener Flamme verschmolz. Der Wagenkasten blieb heile. Das Fahrgestell hat mich viel Organisation und selbst anfertigen von Bauteilen gekostet. Hab es hinbekommen und das Teil ist wieder im Fahrbetrieb.

    Kann passieren.

    Gruß Frank

  • jeder stromverbraucende Einheit hat seiner eigene Strombedarf. Wie mehr Einheiten auf der Schiene wie mehr der Stromaufnahme ist (abhangig was mann dann macht) Aber in Wesen ist es eine Parallelschaltung wie mann in der Wohnzimmer ein oder mehrere Glühbirnen anschaltet. Dan geht nich mehr Strom durch eine Birne mit zwei oder mehr eingeschaltet dann mit nur eine.

    Eine Lichtbogen ist dann Kurzschluss und hat eigentlich nichts zu machen mit die Wagen selbst. aber wahrscheinlich etwas mit der Gleislage Selber habe ich mal bei eine arbeitende Grillofen die Stecker rausgezogen und habe dan auch eine Blitz auf meine Hand bekommen und dann hat die Fehlerstromschutzschalter die Strom abgeschaltet. Auch da kam Licht aus dem Steckdose.

  • Hallo Leute,

    macht euch nicht verrückt, die Verdrahtung die in den einzelnen Loks von uns vorgenommen werden sind für kleine Lüfter, LEDs usw.

    Der Brand ist nicht durch einen zu dünnen Draht entstanden, sondern durch den Decoder. In unserem Haushalt verwenden wir meistens 1,5qmm Absicherung 10A/16A. Nun nehmen wir einen Querschnitt von 0,5qmm masive Leitung und schlagen den mit einem Hammer solange bis er platt ist. Wir haben jetzt eine Leinerbahn, die wir auf dem Decoder vorfinden sollten. Vergleicht dieses einmal und ihr wert sehen, dass die Leiterbahn für die Zuleitung (Schiene) und dem Motor wesentlich dünner sind.

    Hier ist es also ein Wahnsinn mit Stromstärken von bis zu 7A und mehr an die Gleise zu legen (Ausgangsstrom Booster). Ratsam ist hier, hinter einem Booster mehrere Stromkeise zu installieren und diese mit Rückstellbarer Geräteschutzschalter z.B. 2,5A (T11-211 2,5A) abzusichern. Diese schalten dann schneller ab, weil die 2,5A schneller erreicht werden als 7A.

    Dann können keine 24Vx7A= 168VA fließen oder wollt ihr schweißen. Die Decoder für Spur1 Fahrzeuge sind für max. 27V ausgelegt. Wir haben eine Rechteckspannung und keine Sinusspannung wie bei AC Betrieb. Also volle Leistung.

    Und zum Versicherungsschutz, wie oft kommt es vor, dass durch eine fehlerhafte 3-fach Verlängerung die kein VDE Zeichen hat eine Wohnung geschweige denn eine Autowerkstatt abfackelt.

    Viel Spaß mit unserem Spielzeug

    Ernst