Digitalisierung Mä 5772 (212 225) – Bestandsaufnahme

  • Werte Einser! Und auch -Innen! Und Einsenden ...

    Es hat schön abgekühlt und angefangen zu regnen, beruflich ist auch nicht viel zu tun, da kann ich mich gut der Digitalisierung der geerbten 5772 widmen (es wird ein Esu Lopi 5 L).

    Meine erste Digitalisierung einer Spur 1-Lok, bisher habe ich nur H0-Loks digitalisiert.

    „Was haben wir?“, fragt aber der Kommissar aber in jedem Fernsehkrimi, wenn er zu Tatort kommt.
    Also Bestandsaufnahme, denn ich wüsste zunächst einmal, was ich da alles rausrupfe und entferne (wird alles aufbewahrt wie bei meinen H0-Modellen auch, falls mal jemand den Rückbau wagen möchte).

    Den Motor habe ich gestern in SR24 schwimmen und laufen lassen und ihn auf diese Weise gereinigt. Danach war mit dem Zahnstocher nur noch wenig Kohlestaub aus den Ritzen der Läufers zu entfernen. Dank der beiden Kugellager läuft der Motor ohne die Kohlen wunderbar sanft und lange aus.

    So im Leerlauf zieht er max. 470 mA.

    Mal gucken, wie das mit dem (bereits bereitliegenden) Permanentmagneten von Esu ist.

    Also: den Motor erkenne ich und grade noch den auf den H0-Lok bereits bekannten Umschalter.

    Aber was ist das fette Blaue in der Grube des Tanks? Ein Kondensator? Und was ist das für eine Schaltung daneben? Welche Aufgabe hat sie?

    Die originalen Birnchen hätte ich ganz gerne durch (Tams) LED mit Schraubsockel ersetzt, aber das klappt im Ggs zu den H0-Loks nicht, denn offenbar bekommt das Birnchen am Fuß keinen Kontakt und leuchtet nicht. Ein etwas größerer Löt-“Baatz“ (vom Tams empfohlen) brachte auch keine Abhilfe.

    Danke für Eure Antworten jetzt schon! Vielleicht ist das ja auch mal jemand behilflich der ebenfalls einen Umbau angeht.

    ________________________
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    Heinrich

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  • Guten Morgen

    was man mit einer Märklin V100 so alles machen kann hatte ich hier mal beschrieben:

    Pängel Anton
    August 13, 2024 at 6:45 PM

    Wenn man bei diesem Motor bleiben will, muss die Spule raus und gegen einen Magneten von ESU (müsste das hier sein: ESU 51965, Permanentmagnet für Märklin Allstrommotore Spur 1, steht auf der ESU HP) ausgetauscht werden. Oder man nimmt von SB Modellbau den Motor 51005. Dann muss da im Rahmen aber noch irgendein Halter entfernt werden (steht auf der SB Homepage). Der Motor von SB dürfte auch deutlicher leiser sein und hat wahrscheinlich die besseren Fahreigenschaften. Am besten besorgt man sich den aktuellen Rahmen mit dem aktuellen Getriebe und Antrieb auf alle vier Achsen.

    Alles was man da im Bild an Elektrik sieht kann einfach raus und weg. Wenn man die Lok digitalisiert, braucht man nichts mehr davon. Man muss alles neu verdrahten. Wie man neue Platinen aus Lochrasterplatine macht, finden man in meiner Beschreibung. Ich würde einen ESU Loksound 5XL und nicht 5L nehmen. Der Sound beim 5XL ist halt besser. Da muss man dann auch noch sehen wie man das anordnet und wie man eine Austritt für den Schall schafft. Wenn man keinen Sound will, würde der Lokpilot 5L reichen.

    Ob man eine Lok mit diesem Antrieb noch digitalisieren will muss jeder für sich entscheiden. Ob die Fahreigenschaften gut werden (trotz ESU Magnet/SB Motor) weis ich nicht. Hätte zumindest etwas Zweifel meint der

    Pängel Anton

  • Bocksprungelektronik

    Nie gehört, aber das Name ist sehr aussagekräftig.

    (müsste das hier sein: ESU 51965, Permanentmagnet für Märklin Allstrommotore Spur 1, steht auf der ESU HP)

    Ist er.
    Und liegt – wie ich schon schrieb – bereits hier.

    Alles was man da im Bild an Elektrik sieht kann einfach raus und weg. Wenn man die Lok digitalisiert, braucht man nichts mehr davon.

    Das ist mir schon klar, aber ich möchte trotzdem vorher wissen, was ich da alles entferne.

    Ich würde einen ESU Loksound 5XL und nicht 5L nehmen.

    Aber dann habe ich ja Sound – und das will ich nicht.

    Ob man eine Lok mit diesem Antrieb noch digitalisieren will muss jeder für sich entscheiden.

    Also bei den H0-loks mit dem großen Scheibenkollektor sind die Fahreigenschaften mit Hamo-Magnet besser als mit dem 5-Poler.
    Schaumermal.

    Danke für den Link zur Digitalisierung, das lese ich mir jetzt mal durch. :)

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    Heinrich

  • Hallo!

    Bocksprungelektronik: das waren im H0 Bereich die 33tausender Nummern bei Märklin, die hatten das auch das beim Umschalten die Lok eben keinen "Satz" macht. Zudem war dann im H0 Bereich das Licht im gleichmäßig hell.

    Auf den Platinen mit den Birnchen sind Dioden um den rot/weis Lichtwechsel zu bewerkstelligen. Der konventionelle Umschalter ist denke ich klar, wird dann überflüssig, weil eben ein Magnet verbaut wird. Das große blaue Teil ist wahrscheinlich irgendwas zur Funkentstörung oder eine Drossel. Wie gesagt, ist alles überflüssig beim digitalisieren. Die einzigen Kabel die man noch braucht sind die von den Radschleifern zur Stromversorgung, der ganze Rest kann weg und muss neu verdrahtet werden.

    Wenn Sound nicht gewünscht ist reicht, ein Lokpilot 5L sicher aus. Dann braucht man keinen Loksound Decoder. Man kann da von ESU auch Voreinstellungen im Lokprogrammer für eine mit einem Magneten ausgerüsteten Motor auswählen.

    Das hier ist Spur 1 und nicht H0. Der Antrieb ist laut, der von SB wäre zumindest leiser. Er wirkt nur auf zwei Achsen. Auf alle vier wäre eben schöner. Ja, der große Scheibenkollektor Motor ist auch aus meiner Sicht besser mit einem Hamomagneten als mit dem sog. Hochleistungsantrieb. Ich habe viele Märklin H0 Loks umgebaut. Habe so einen Hamo Magneten in eine Märklin Br 78 in Spur 1 eingebaut. Es war fürchterlich laut. Und es lief auch eher unrund trotz allem programmieren (und reinigen...). Habe dann einen SB Motor eingebaut. Es ist nun deutlicher leiser und die Fahreigenschaften sind besser (eben Faulhaber mit Schwungmasse). Aber eben auch nicht perfekt. Ich habe drei Märklin V100 mit dem neuen Antrieb (also Motor im kleinen Vorbau und dann Antrieb über Kardan auf alle Achsen. Der ist leise und die Loks laufen echt seidenweich (haben bei mir aber auch SB Motore bekommen). Das wird man mit diesem Antrieb zumindest nicht so einfach hin bekommen (ggf. gar nicht). Man muss halt wissen was man für sich will. Wenn sie einfach "nur" digital sein soll und die Fahreigenschaften nicht ganz so wichtig sind, dann wird das so schon so klappen meint der

    Pängel Anton

  • So, die ersten Schritte sind getan, der Permantmagnet ist angebracht, die Kabelage entfernt samt dem anderen Gedöns (der blaue Kondensator mit 35 V 1000 µF war heftigst eingeklebt, musste aber der Gewalt dann doch weichen).

    Als Gleichstromer ist der Motor jetzt erheblich leiser und zieht bei gleicher Spannung 100 mA weniger. Das ist schonmal gut (man muss etwas mit den Befestigungsschrauben für den Motorschild spielen, um die optimale Einstellung zu finden).

    Jetzt muss ich gleich noch beruflich tätig werden, es geht also später erst wieder weiter.

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  • Aber ist das Getriebegeräusch nicht zu laut?

    Da warte ich mal ab, bis alles fertig ist, wenn mir das nicht gefällt ist

    E-Motor eingebaut, der mit einem Zahnriemen

    die nächstliegende Möglichkeit.

    Gefiele mir sehr gut.

    Allerdings müsste ich dann wissen, welche Riemenscheiben die richtigen sind und welcher Riemen von der Länger her da passt ...

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    Heinrich

  • So, läuft. :)

    Jedenfalls so ungefähr.

    Spitzenlicht separat schaltbar, Schluss-Signal separat schaltbar.

    Den Decoder kann ich mit meiner MS 2 programmieren, aber das Maschinchen läuft dann halt nur ein paar Zentimeter, dann geht die Gleisbox auf Stop.

    Sie zieht vermutlich einfach zu viel Strom.

    Mit der alten Control Unit 6021 ist es etwas besser (ich habe mal alle Datenformate am Decoder aktiviert gelassen), aber mehr als Schleichen ist nicht drin.

    Schätze mal, ich brauche die Märklin 060114 - Digital-Anschlussbox für Spur 1, die 6021 liefert wahrscheinlich auch zu wenig Strom.

    (Falls ich sie überhaupt zu Hause fahren lassen möchte, eine Anlage will ich ja gar nicht, das Mitfahren bei anderen ist da eher etwas für mich.)

    Oder könnte das Schleichen noch eine andere Ursache haben?

    Minimale Fahrstufe habe ich auf 2 gestellt, die maximale bei 255 belassen.

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    Heinrich

  • Guten Morgen Heinrich,

    An der 6021 liegt es mit Sicherheit nicht, wenn sie in Ordnung ist und über ein entsprechendes Netzteil verfügt.

    Miss doch mal die Stromaufnahme ohne und mit Beleuchtung!

    Vielleicht hast du einen Massefehler.


    Weiterhin viel Erfolg wünscht dir


    Klaus

    Schöne Grüße von

    Klaus

  • Hallo Heinrich,

    Das 52 Watt- Netzteil reicht allemal.

    Ich denke, daß eine Strommessung am ehesten Aufschluß gibt.

    Solltest du keine Ampere- Messmöglichkeit haben, dann klemm doch mal alles vom Decoder ab, außer den Motor.

    Was mir gerade noch einfällt: Sind noch irgendwelche elektronischen Bauteile vom Analogbetrieb am Motor? Zum Beispiel der Entstörfilter? Diese Teile müssen ausgebaut werden.

    Viele Grüße von


    Klaus

    Schöne Grüße von

    Klaus

  • Sind noch irgendwelche elektronischen Bauteile vom Analogbetrieb am Motor? Zum Beispiel der Entstörfilter?

    Nein, alles weg (wie bei meinen H0-Loks).

    Inzwischen habe ich mich etwas belesen, es könnte an den 128 (126) Fahrstufen liegen, die ich routinemäßig programmiert habe, das verträgt sich womöglich nicht mit der 6021, die wohl nur 14 kann.

    Das belasse ich jetzt aber so (erfahrungsgemäß bringt das ständige Umprogrammieren nur Probleme) und gehe am WE mal hier auf die Anlage in Maasdorf, das ist nicht weit.

    Dann wird man sehen.

    Die stärkere Gleisbox ist bis dahin ohnehin noch nicht da.

    Einstweilen vielen Dank!

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    Heinrich

  • Hallo,

    Bei der Control Unit 6021 werden je nach gewähltem Übertragungsformat (MM oder MM2) 14 oder 27 Fahrstufen gesendet. 128 Fahrstufen gibt es nur bei DCC und Mfx.

    Ein Tipp zum Messen des Stroms. Wenn Du keinen Oszilloskop zur Messung hast, kannst Du auch mit einem Messgerät den Ausgangsstrom vom Versorgungstrafo messen . Diese Wechselstrommessung ist aussagekräftiger als die Messung des Ausgangsstroms der Control Unit mit einem Messgerät für AC oder DC.

    Gruß

    Frank

  • So, weil wir ja alle etwas lernen wollen („Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!“ wie ein Modellbauer in einem anderen Forum zu sagen pflegt).

    Zunächst einmal vielen Dank an mash3010 für die Hilfe bei der Auswahl der Komponenten eines Riemenantriebs! Material ist bestellt.

    Nun aber zu einer der Ursachen des Schleichens (vielleicht will ja künftig noch einmal jemand einen Märklin-Allstrommotor umbauen).

    Wie bisher bei meinen H0-Loks auch, habe ich nach Einbau des Hamo-Magneten die Mini-Entstördrosseln angelötet.

    Eben ist mir dann die Packung mit den Drosseln wieder untergekommen und ich habe gesehen, was da als Spezifikation draufsteht: „bis max. 575 µA“.

    Ja, dann ist das klar, diese Drosseln sind viel zu gering ausgelegt und bremsen den Motor! Darauf wurde aber in den ganzen Fäden zu den Umbauten noch nie hingewiesen, auch in den Handbüchern der Dekodern findet man dazu nichts.

    Also noch welche bestellt mit 68 µH und 1,1A (eigentlich wären welche bis 2 A gut, die sind aber grade aus).

    Test: falsche Drosseln wieder abgelötet, Lok mal ohne Dekoder direkt mit Gleichstrom analog fahren lassen: sieh da, das Schleichen ist weg (das rätschende Laufgeräusch des Stirnradgetriebes natürlich nicht).

    Jetzt heißt es also ein paar Tage auf die richtigen Entstördrosseln warten …

    Heute keine Signatur.
    Achtungspfiff und Gruß!
    Heinrich

  • Hallo Heinrich,

    Im Beitrag #14 hatte ich geschrieben, daß die Drosseln ausgebaut werden sollten.

    Im Beitrag #15 schreibst du, daß keine entsprechenden Bauteile mehr vorhanden sind.

    Wo soll bei deinem Gleichstrommotor jetzt noch die Drossel hin?

    Es wäre sinnvoll, wenn du hier mal ein Foto davon einstellen würdest!

    Meine seinerzeit umgebauten Lokomotiven laufen alle ohne Drossel bzw. Enstörfilter oder Kondensatoren einwandfrei.

    Schau mal in die ESU- Lokpilot- Einbauanleitung, da wird auch über Drosseln und Kondensatoren geschrieben.

    Ich bin übrigens kein Elektroniker!!

    Viele Grüße von


    Klaus

    Schöne Grüße von

    Klaus

    Edited once, last by Störtebecker (July 25, 2026 at 5:02 PM).

  • Ich habe noch eine BR80 von Märklin, die ich von Allstrom durch einen ESU-Dauermagneten auf Gleichstrom umgebaut habe. Der Motor hängt direkt am Ausgang eines LokSound 5L. Da sind keine Drosseln und Kondensatoren vorhanden. Da das Motor-Signal Wechselspannungseigenschaften hat, wirkt eine Drossel wie ein Widerstand. Also weg damit. Parallele Kondensatoren müssen auch weg. Der Motor wird ja über die Impulsbreite eine Rechteckspannung gesteuert, da stören die nur.

    Gruß,
    Michael/SH

    Edited once, last by mash3010 (July 25, 2026 at 7:07 PM).

  • Im Beitrag #14 hatte ich geschrieben, daß die Drosseln ausgebaut werden sollten

    Die ursprünglichen, ja.

    Wo soll bei deinem Gleichstrommotor jetzt noch die Drossel hin?

    Je eine möglichst nah an die Kohlen, wie bei H0-Loks auch.

    Es wäre sinnvoll, wenn du hier mal ein Foto davon einstellen würdest!

    Na, ja, jetzt geht's nicht mehr, ich warte auf die passenden.

    Meine seinerzeit umgebauten Lokomotiven laufen alle ohne Drossel bzw. Enstörfilter oder Kondensatoren einwandfrei.

    Der Motor hängt direkt am Ausgang eines LokSound 5L. Da sind keine Drosseln und Kondensatoren vorhanden.

    Genau davon wird abgeraten, weil das bei höheren Strömen den Decoder schädigen kann. Kann, nicht muss.

    Es gab schon Fälle, da waren Loks bei höheren Geschwindigkeiten nicht mehr steuerbar – ein Phänomen, das nach Einbau der Drosseln nicht mehr auftrat.

    Bei den 3 Märklin-H0-Umbausätzen auf Hochleistungsmotore (für großen und kleinen Scheibenkollektor bzw Trommelkollektor) sind diese Drosseln bereits im Umbausatz enthalten.

    So sieht das bei Märklin aus wenn der Permanentmagnet aus dem Umbausatz zum HLM verbaut ist und die im Umbausatz enthaltenen Drosseln angelötet sind (die Überbelichtung bitte ich zu entschuldigen, heute sind wieder seltsame Lichtverhältnisse):

    Der Motorschild mit dem neuen Kondensator zwischen den Kohlen kommt von Märklin, das muss also so.

    Die alte Drossel vom Schleifer ist natürlich weg, die alte links am Motorschild auch.

    Ob da dran dann ein Decoder von Märklin, Esu, Tams etc kommt, ist dann egal.

    Im H0-Bereich werden auch oft preisgünstige Umbausätze von Tams eingesetzt (mit Hamo-Magneten von Esu), dort ist der korrekte Einbau beschrieben (S. 13):

    https://tams-online.de/WebRoot/Store11/Shops/642f1858-c39b-4b7d-af86-f6a1feaca0e4/MediaGallery/15_Download/Anleitungen/70/PM_Motor-Umbauset_Anleitung_DE.pdf

    In den YT-Videos von Märklin ist das ähnlich, nur dauert es bei Videos zu lange, bis man an den gerade wichtigen Punkt kommt.

    Gäbe es von Märklin einen Umbausatz für Spur 1 wie für H0, wären sicher auch diese neuen Drosseln mit drin.

    Heute keine Signatur.
    Achtungspfiff und Gruß!
    Heinrich