Kuppeln mit Klauenkupplung und Kurvendiskussion

  • Vielfach wird bei der Anlagenplanung der Tipp geschrieben, bei der Gleisplanung so wenig Gleise wie möglich parallel zur Wand zu planen bzw. leichte Bögen zu bevorzugen.
    Bisher habe ich als Teppichbahner immer die Gleise so verlegt, dass der Bahnhofs- oder Rangierbereich gerade Gleise aufwies. So funktionierte das Kuppeln mit der Klauenkupplung gut.

    Wegen beengter Platzverhältnisse und daher beim Einsatz geringer Gleis-Radien und fahren mit Klauenkupplung, stellt sich für mich in diesem Zusammenhang die folgende Frage:

    Bisher besitze ich als Gleis nur den sogenannten „Schweinebogen“ R: 1020 mm. Bezogen auf die angebotenen „größeren“ Standard-Gleisradien von Märklin, ab welchem minimalen Gleis-Radius funktioniert das Kuppeln mit der Klauenkupplung im Gleisbogen reibungslos?

    Mit Interesse lese ich die erfolgten Erfahrungen.

    Viele Grüße

    Matthias

  • Hallo Matthias,

    wir fahren in unserer IG auch mit Klauenkupplung, allerdings bevorzugt mit der Hübnerklaue. Nach unserer Erfahrung ist mitunter auch ein kuppeln im geraden Gleis schwierig, von daher macht es keinen großen Unterschied ob großer Radius oder gerades Gleis. Nachhelfen muss man fast immer. Mit der klobigen Märklinklaue funktioniert es etwas besser, aber die Hübnerklaue ist sicherer.

    Gruß Otmar

  • Bezogen auf die angebotenen „größeren“ Standard-Gleisradien von Märklin, ab welchem minimalen Gleis-Radius funktioniert das Kuppeln mit der Klauenkupplung im Gleisbogen reibungslos?

    Hallo Matthias,

    mein kleinster Radius ist 1394 und da funktioniert das kuppeln im Bogen mit Klaue in 9 von 10 Fällen nicht. Der eine Fall ist der Zufall, weil dann beide Klauen warum auch immer im richtigen Winkel zueinander stehen und zufällig einrasten.

    Ich bin geneigt das ebenfalls für 1550 und 1715 zu schreiben. Bei Radien größer 2 Meter, in meinem Fall in einem weiten Bogen mit 2321 mm Gleisen, klappt jeder 5. Versuch - aber auch hier kommt es darauf an, dass die Klauen in der Richtigen Position zueinander stehen, sonst klappt es nicht.

    Kuppeln im Bogen ist einfach Glückssache und wie schon Otmar schrieb, auch in der Gerade klappt das Kuppeln auch nicht immer ...

    Viele Grüße,

    Kalle

  • Nabend zusammen!

    Ich muss mal wieder schmuzeln. Wie oft habe ich meine Lok nicht abhängen können, oder auch beim Anhängen noch mal im geraden Gleis nachkuppeln müssen, weil es im Gleisbogen einfach nicht ging.......und das waren alles vieeel schlankere Radien als bei der Modellbahn. Also auch in 1:1 klappt das nicht immer, nicht wahr Gerald.....;)

    Gruß Wolfgang

  • Ja, da gebe ich weichenschmierer absolut recht. In diesen Wochen stelle ich mit der Euro9000 in Neunkirchen-Bexbach Kohlen zu. In Neunkirchen liegen die meisten Abstellgleise im Bogen, zumindest die langen (welche wir benötigen) mit den letzten 150-200 m.

    Meist muss aufgedrückt werden zum Entkuppeln und wenn es nach dem Kuppeln dem übernehmenden Strecken-Tf zu ungemütlich wird, muss er beim nächsten Halt nachspannen.

    Dann kommt hinzu, dass die Lok den, mir bekannten, kleinsten Berner-Raum besitzt. Ich bin nur 1,78 m gross und wiege mit 65 kg die Hälfte eines "echten" Lokführers. Im geraden Gleis ist es bereits für mich schwierig und unangenehm zu kuppeln, im Bogen auf der Innenseite unmöglich. Die Lok sieht geil aus und hat Power ohne Ende, ist jedoch konstruktiv eine absolute Katastrophe. Da hat kein einziger Bediener bei der Planung mitgewirkt und alles was jahrzehntelang top bewehrt ist, hat man weggelassen oder verschlechtert. Aber das ist ein Thema, was hier nicht hingehört.

    Kuppeln im Bogen funzt auch bei Vorbild nicht oder nicht immer gut. Beim Halt vorm Entkuppeln bremst man mit der direkten Bremse zu bis in den Stand, damit sich der Zug an der Lok aufstaucht und die Kupplung entspannt. Oft reicht das nicht und man muss den Wagenzug eingebremst sichern und weiter aufdrücken. Genügt auch das nicht, muss schon mal ein Hemmschuh mit gewaltigen Schlägen gegen den Schwengel herhalten.

    Umgekehrt reicht beim Kuppeln manchmal die Spindellänge nicht um einzuhängen und man muss erneut rauskrabbeln, auf die Lok steigen, aufdrücken und das Spiel von vorn beginnen. Ist im Modell nicht halb so nervig und schwierig wie beim Original.8o

    Liebe Grüsse,
    gerald ehrlich

  • So ist das Gerald.....ich habe auch schon den Zug wieder aufgepumpt und mit Zustimmung des Fdl zurückgedrückt oder vorgezogen ,lang gemacht und da an der richtigen Stelle abgehangen. Auch schon mal in der nördlichen Einfahrgruppe am Sperrsignal schnell von der Lok gekrabbelt und den Zug etwas lang gemacht,um ihn nach Einfahrt ins Bahnhofsgleis im Gleisbogen einfacher abkuppeln zu können.....:)

  • Hallo Gerald, hallo Weichenschmierer,

    hoch interessant, jetzt weiß ich auch, weshalb ich beim Kuppeln mit Schraubkupplungen auch in den Bögen mit 6000 mm Radius Probleme habe, ist halt genau 1:32. Leider kann ich den Zug nicht festsetzen, um mit der Lok nachzudrücken, da muss wenig vorbildgerecht die Hand eingreifen.

    Schönen Sonntag noch

    KaGe