Welche Erfahrungen gibt es über die Art von verwendeten Holzplatten für den Anlagenbau im eigenen Haus?

  • Mich würden die Erfahrungen der Mitglieder interessieren, welche Art von Holzplatten sie für den Bau ihrer Anlagen verwenden.

    Auf Bildern erkenne ich häufig verarbeitete Multiplexplatten. Diese sind in der Anschaffung m.E. recht teuer.

    Bei der Recherche stieß ich auf die Holzplatten mit der Bezeichnung OSB/3, die mir als günstige Alternative erscheinen. Dadurch, dass bei mir darauf eine Korkschicht o.ä. als Dämmung geplant ist, spielt für mich das Aussehen der Oberfläche keine Rolle.

    Gibt es Mitglieder, die damit Erfahrung gesammelt haben oder welche Platten werden aus bestimmten Gründen mit welcher Stärke bevorzugt eingesetzt?

    Laut Beschreibungen im Web: OSB/3-Platten zeichnen sich generell durch die unterschiedlich ausgerichteten, verleimten groben Holzspäne aus. Die Anordnung der Späne sorgt nicht nur für eine interessante Optik, sondern auch für eine hohe Robustheit. Diese Herstellung verleiht den Bauplatten eine ausgezeichnete Formstabilität und hohe Festigkeitswerte. Sie eignen sich für tragende Zwecke im Trocken- und Feuchtebereich, im Innenausbau als Wand- oder Deckenbeplankung sowie als flächiges Konstruktionsmaterial für den Holzrahmenbau einsetzbar.
    Durch den nachweislich geringen Ausstoß von Formaldehyd können sie ohne Probleme auch in Innenräumen verbaut werden. Das geht auf die E1 Norm (Emissionsklasse 1) zurück.

    Besonders interessant finde ich sie als günstige Variante im Vergleich zu den Multiplexplatten aus Birke:
    - ca. qm 12,20 EUR bei 22 mm Stärke, Oberfläche geschliffen
    - ca. qm 9,95 EUR bei 18 mm Stärke Oberfläche geschliffen

    Multiplex-Birke hingegen liegen bei 18 mm Stärke so ab 37,- EUR und mehr je qm.
    Ich bin gespannt auf die gemachten Erfahrungen.

    Viele Grüße
    Matthias

  • Hallo Matthias,

    das mit der OSB Platte hatte ich auch mal versucht mit meiner alten HO Anlage. Und die OSB Platten sind halt recht schwer und lassen sich nur bedingt gut zurechtschneiden. Jedenfalls nach meiner Auffassung und Erfahrung.

    Bei dem Bau meiner Anlage ca. 5,20 x 4 m habe ich Pappel und Birke als Sperrholz verwendet. Ich habe die Anlage in mehreren Segmenten gebaut und diese als Rahmenbau ausgelegt. Selbst in meinem BW, habe ich eine 10 mm Platte als Auflage und den Außenrahmen auch nur mit 10 mm verbaut. Die Streben sind dann nur 8 mm dick. Alles verschraubt und verleimt.

    VG Marc

    Modelbahner, Sammler und Bastler Spur1 und Z

    Mein Avatar hätte ich gerne!

    Gab es mal von Bockholt in 2010.

  • Hallo Matthias,


    beste Erfahrungen als Kasten verleimt und verschraubt mit Querstreben selbstverständlich. Diese dann an den Modulenden nach dem aneinanderreihen durchbohrt und mit 25 mm Loch versehen um diverse Kabel zu ziehen. Da kannst Dich beim bauen darauf setzen und es biegt sich nichts durch. Absolut leicht und Stabil hab bis zu 1,5 m x 1,7 m Platten verbaut.

    Zuschnitte kommen super verpackt wie gewünscht in xxxxxxx...in Varianten auch für die Querstreben.

    10mm Plattenstärke absolut ausreichend auch für Bockholt Loks wer diese fährt.

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    Eine der vielen Lösungen die es sicher gibt.

    Für mich war Stabilität und Gewicht der Module wichtig.


    BG Andreas

  • Moin

    Spielt eigentlich keine Rolle, ob für das eigene Haus oder eine Mietwohnung. Das Leben spielt uns allen gerne Streiche, daher halte ich es für sinnvoll, leichte und transportable Segmente zu bauen, die durch die Tür passen.

    • Sägen, Schleifen, andere Schmutzarbeiten kann man draußen vornehmen
    • Umbauten, Ergänzungen sind viel leichter.
    • Falls doch nötig, kann man auch leichter abbauen, ohne Kettensäge.
    • Abwechslungsreiche Landschaft ist leichter

    Eine „Platte“ wie in den 1960er Jahren braucht man eigentlich nur für den Bahnhof oder Betriebsstellen. Ansonsten: offene Spantenbauweise mit Trassenbrettern. Multiplex 6-12 mm reicht normalerweise dicke. Nur wenn die Modellbahn so groß ist, dass sie begehbar sein muss, muss man massiver bauen. OSB ist unschön zu verarbeiten und für Fußböden okay, für die Modellbahn weniger gut geeignet. Dann kann man gutes Holz verwenden und für die offene Landschaft günstiges Styrodur, unterm Strich spart man sogar.

    Gruß, Stefan

  • Hallo Andreas,

    der Unterbau meiner 160 Qm großen Anlage besteht aus verschieden Holzplatten von 17 bis 22 MM. Wichtig ist das der Stahluntergrund gut verstrebt sein muss. Deswegen empfehle ich immer wieder Schreib und Küchentische zu sammeln. Die sind meistens kostenlos und stabil:). Bei unterschiedlichen Höhen der Tische musst du entweder abflexen oder die Pfosten unterfüttern

    Allzeit HP1

    Frank

    Mein avatar ist als Bausatz noch käuflich trittfest und freilandtauglich

  • Hallo Matthias,

    hier hab ich den Unterbau und das Plattenmaterial meiner - begehbaren - Anlage beschrieben (klick)
    Habe 16mm Spanplatten verbaut. Die meisten stammen von einem Möbelhaus, die dort als Transportschutz für die Möbelteile genutzt dann aber - teuer - entsorgt werden mussten, so war man dort über mein Interesse sehr erfreut. Die Plattenstärke reicht mit dem40 - 50cm Raster des Unterbaus problemlos.


    Die dafür verwendeten PV-Schienen waren damals nicht teurer als 10 x 2,5cm Bretter im Baumarkt, ergaben aber 6cm Ersparnis bei der Bauhöhe der beiden Gleisetagen!

  • Vielen Dank für die ersten Rückmeldungen.
    Ad Mark #2: Interessant, für das Zusagen hätte ich keine Bedenken, da ich einen Kreissägetisch habe. Gewicht wäre für mich kein Problem, da es fest im Kellerraum eingebaut werden soll. Es wäre interessant zu erfahren, wie einfach die OSB-Platten verschraubbar sind. Müssen Löcher vorgebohrt werden oder geht Spax direkt rein?

    Ad Stefan 4#: Spantenbauweise ist sicherlich das Nonplusultra. Bei mir wird die Landschaftsgestaltung eine untergeordnete Rolle spielen, weil ich mehr Wert auf das Fahren und umfangreiches Rangieren mit vielen Gleisen vorhabe. Da bietet sich eine komplette plane Fläche eher an. Als wichtige Anregung halte ich den Hinweis, troz Festinstallation, die Elemente so zu bauen. dass sie bei Raumveränderungen gut abbaubar und transportabel sind, um ohne große Beschädigungen die Anlage weiterverwenden zu können.

    Ad Frank 5#: Eine gute und kostengünstige Idee mit den gebrauchten Tischen als Untergrund.

    Ad Michael #6: Tolle Idee mit den Holzverpackungen aus dem Möbelhaus. In meiner Nähe gibt es einige Möbelhäuser. Dort werde ich einmal nachfragen.

    Ganz toll finde ich ich die PV-Schienen-Untergestelle. Würde mich sehr interessieren, aber m.E. sind die nicht ganz billig. Ich habe mal kurz im Web geschaut. Dort würde im Vergleich, 1m PV-Schiene ca. 9,50 € kosten und 1m Vierkantholzleiste liegt bei ca. 2,45 EUR. Setzt man als Beispiel 100 Meter an, ist das schon eine nennenswerte Differenz. Bei solch einem Untergestell können dann die Auflageplatten dünner ausfallen und damit günstiger. Ich werde einmal beide Varianten komplett durchrechnen. Also wenn Du die PV-Schienen so günstig wie Holzleiten kaufen konntest, ist das toll. Ich werde einmal weiter die Preise recherchieren.

  • Hallo Matthias,

    zum Einen kannst natürlich nicht eine 4 x 4cm Holzleiste mit einer PV-Schiene dieser Dimension vergleichen, da müsstest schon eine 10cm-Brett, gehobelt nehmen um die gleiche Steifigkeit zu bekommen.
    Zum anderen müsstest schon etwas tiefergehend googln um preisgünstiges zu bekommen, am besten wenn Du schon ungefähr weißt wieviel Meter Du bräuchtest und "in der Nähe" sollten die Schienen auch sein da Versand nicht billig ist.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo,

    dicke Grundplatten erhöhen nur das Gewicht, ohne dass es zu nennenswert mehr Stabilität führt. Hast Du schon einmal eine Anlage auauf dicken Grundplatten nach einigen Jahren gesehen? Viele hängen sich einfach durch.

    Daher ist es immer besser einen stabilen Rahmen mit einer dünnen Platte zu kombinieren als eine dicke Grundplatte zu verwenden. Wenn Du einen Bauingenieur kennst, dann frage ihn einmal nach seiner Meinung. Er wird Dir erklären, wie Bauwerke stabil und dabei nicht zu schwer gebaut werden. Das gleiche Prinzip gilt auch bei der Modellbahn. Und dies hat nichts mit dem Landschaftsbau zu tun.

    Gruß

    Frank

  • Hallo,

    Der Unterbau von Michael Staiger ist natürlich erste Sahne.Toll,wenn an so einen Posten zu einem sehr günstigen Preis bekommt.Ich habe alle meine Module und Fiddle Yard mit Rahmen und Füssen aus Itemprofilen 40x40 gebaut.Habe sie auch günstig von meiner Firma bekommen.

    Was nun die Platten angeht,so habe ich Multiplex mit 12mm verwendet und bisher keine Klagen vom Auf und Abbau gehört.Natürlich geht auch 10mm Multiplex mit geeignetem Únterbau.Andere Methoden wie alte Tische oder Spanplatten sind mir nicht in in Sinn gekommen.Bei den Preisen,was das rollende Material kostet,wird auch nicht gespart,warum sollte auch dann am Unterbau gespart werden.

    Gruss Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    PV und Item-Profile liegen zum Einen Preislich weit auseinander aber zum Anderen auch ebenso gewichtsmäßig, da ist Item doppelt so schwer!
    Wichtig beim Preisvergleich ist auch das Verbindungsmaterial wie Schrauben und Winkel, da sind PV-Schrauben aus VA wesentlich billiger als verzinkte aus dem Baumarkt. Und wie schon geschrieben: Erst mal den ungefähren Bedarf ermitteln, da ist man schnell bei 50 oder 100m, egal ob Alu oder Holz, und da gibts lohnende Mengenrabatte.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • warum sollte auch dann am Unterbau gespart werden.

    Hallo Wolfgang,

    schon bei meiner ersten Festanlage 1984 hatte mein Vater und Ich neben Schreib und Küchentische auch Regal und sonstige Stahlgestelle genommen, weil es die in seiner Firma angefallen sind. Damals hatten wir nicht so viel Geld. Jede gesparte Mark konnten Wir für Gleismaterial ausgeben. Auch bei der Umstellung auf den 230 Cm Radius hatten Wir uns für Proform Weichen entschieden.Nicht ganz so detailiert und etwas teurer wie die Mitbewerber. Aber Edelstahl wo stabil und leicht zu reinigen sind. Nach Aussagen von Matthias Martin auch fine sale tauglich. Unser erster gemieteter Raum hatte auch nur 36Qm. Konnte aber durch Nachbarwände rausbrechen auf 88 Qm erweitert werden. Als wir aus den Räumen wegen Eigentümerwechsel rausmussten , hatte Wir Scheunen und Lagerräume zu kaufen gesucht. Durch einen guten Bekannten konnten Wir Teile seiner Plexiglaswerkstatt erwerben. Da kann ich heute auf dem umgebauten Dach (weil Fehlkonstruktion)mich auf über 160 Qm reine Anlagenfläche austoben.

    Auch Kabel (Strom und Computer Kabel) konnte ich nach dem Auszug aus den alten Räumen mitnehmen.

    Allzeit HP1

    Frank

    Mein avatar ist als Bausatz noch käuflich trittfest und freilandtauglich