E36 Wagen in Ozeanblau/Beige

  • Hallo,

    in der Kategorie Werbung kündigt Spur 01 Modellbahnen einen E36-Wagen in Ozeanblau/Beige an. Da man dort nicht antworten kann nun hier die Frage: Gab es im Original einen E36-Wagen in dieser Lackierung?

    BMB kündigt ja auch Modelle in zum Teil weit über 100 Varianten an, von denen teilweise mehr als die Hälfte der Fantasie entsprungen sind (das wird dann so schön umschrieben, dass für diese Varianten keine Belege gefunden werden konnten). Wir sind ja zum Glück ein freies Land und jeder Verkäufer darf anbieten, was er will. Und jeder Kunde darf kaufen oder nicht kaufen, was er will. Ich für meinen Teil werde keine Fantasie-Modelle kaufen. Daher begrüße ich es ausdrücklich, wenn der Anbieter darauf hinweist, dass eine Modellversion fiktiv ist.

    Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag

    Dietmar

  • Das würde mich auch interessieren. Obwohl ich persönlich Ozeanblau/Beige nie kaufen würde, weil ich es grottenhässlich finde. Ich kenne aber andere, für die es die einzig wahre Variante wäre. Google findet schon mal keine Beweisfotos, aber es gibt ja noch andere teils nicht öffentliche Quellen.

    Gruß aus Seevetal
    Axel

  • Hallo,

    das elfenbein/ozeanblaue Farbkonzept wurde bei drei- und vierachsigen Umbauwagen sowie Schnell- und Eilzugwagen aus der Vorkriegszeit nicht umgesetzt. Ausnahme: Ein Teil der Gesellschaftswagen erhielt noch den Neuanstrich.
    Siehe dazu W. Diener, Anstrich und Bezeichnung von Trieb- und Reisezugwagen, Seiten 86/87.

    Grüße

  • so ist es....

    und was lernen wir daraus?....

    "Fiktiv" (z.B. BR 15 in schwarz, oder E 95 als DB) und gänzlich "ohne Vorbild" (wie z. b. BR 06 ohne Stromlinien Verkleidung),

    ist schon ok.,....

    aber dann bitte schlicht anmerken im Angebot, nur das.....

    (wobei ich zugegebener Maßen sagen muss, dass mir die Märklin H0-06 und die Magnus Spur2-06, schon gefallen hat).......

    ........., meint mit besten Grüßen, Tilldrick Einsenspiegel

  • BMB kündigt ja auch Modelle in zum Teil weit über 100 Varianten an, von denen teilweise mehr als die Hälfte der Fantasie entsprungen sind (das wird dann so schön umschrieben, dass für diese Varianten keine Belege gefunden werden konnten).


    Guten Abend,

    diese Aussage ist genauso ... - Naja auf jeden Fall möchten wir diese nicht so stehen lassen.

    Von über 100 Varianten sind nicht über die Hälfte fiktiv. Das ist jetzt doch übertrieben.

    Zumal sollte man auch etwas weiter denken.

    Also.
    1.) Güterwagen sind nicht sonderlich häufig fotografiert worden. Da überhaupt Vorbild - Fotos zu finden ist schwierig.
    Geschweige farbliche aus der Vorkriegszeit.
    Einige unserer "Ohne Fotobeleg" - Modelle hat es anhand Bauart und Nummern schon gegeben, was sich anhand von Lieferlisten belegen lässt.
    Jedoch haben wir keine Bilder dazu bzw. Bilder mit Nutzungsrechten die wir veröffentlichen können.

    2.) Wir müssen, genauso wie Spur01 - bei Modellen in Mischbauweise eine Mindestproduktionsmenge erreichen.
    Wenn sich nun z.B. Kunden und Partner - aus welchen Gründen auch immer - ein fiktives Modell wünschen - eine gewisse Menge abnehmen und damit dazu beitragen dass wir als Hersteller das gesamte Kontingent erreichen, sollte doch jeder froh und dankbar sein, dass wir diese Möglichkeit aufnehmen und umsetzen.

    Die Alternative wäre:
    Wir erreichen nicht die Mindestmenge und der Wagen kommt nicht, oder wir müssen auf Messingbauweise wechseln, wo der Wagen dann ein vielfaches mehr kostet.

    Es wird niemand gezwungen etwas (ob fiktiv oder nicht) zu bestellen - aber jedes Modell trägt schlussendlich dazu bei, dass am Ende auch die zweifelsfrei nach Vorbildfotos belegten Modelle - gefertigt werden.

    Enttäuschend ist nur, dass manche versuchen, ihre tiefst eigene Anschauung, anderen Spur1ern "aufzudrücken" und damit jenen die Freude an den Ihren Modellen nehmen.

    Ein Beispiel. Urglaskasten (unser Handmuster) welcher als Werkslok bei den Chamottewerke Marktredwitz war.
    Wurde mehrfach bestellt. Nun haben wir einen Glmhs sowie einen OMP als ebenfalls gleich beschriftete Wagen mit aufgenommen.
    Auch diese wurden bestellt. Kunden schrieben uns Nachrichten dazu, wie toll es sei, passende Wagen dafür zu bekommen.

    Warum wird nun versucht anderen genau diese Freude zu nehmen?
    Da muss man lesen "schlechter Aprilscherz" / "wenn dann überhaupt anderen Nummer" usw.

    Interessant zu wissen wäre, wie die eigenen Anlagen jener Beitragsautoren aussehen. Auch exakt vorbildlich?
    Nicht mal exakter Nachbau der Strecke Berlin - München im Maßstab 1:32.
    Nein, lediglich von der ersten Weiche des Bahnhofs bis zum Prellbock am Ende.
    Ein maßstäbliches Bahnhofsgebäude mag es noch geben, aber der große ganze Rest eines Bahnhofs?
    Jede Weiche im richtigen Radius, kein Fabrik - Anschlussgleis extra, kein Wasserkran wo keiner Stand,
    kein Marktstand vor dem Bahnhof der bildlich belegt ist?
    Ist der Baum auch maßstäblich so groß wie er zum Stichtag (Oder Stichjahr) der nachgebauten Anlage auch wirklich war?
    Und war es auch wirklich eine Buche und keine Eiche?
    Und war es wirklich eine Spatzenfamilie die Ihr Nest in genau diesem Baum hatten, nicht vielleicht doch Buchfinken... ;)

    Da denke ich werden sehr, sehr viele "fiktive" Anlagen stehen - Aber das ist auch gut so.
    Baut man in der Modellbahn Welt sich nicht seine eigene heile kleine Welt?

    Wieso kann dann aber anderen Spur-1 Kollegen nicht auch ein Güterwagen vergönnt sein, den es im Vorbild nicht gegeben haben könnte, jedoch aber in deren Anlagen Thema passt?

    Schönen Abend

    Ihr Tom Steiner
    BMB - Beesmodellbahn

    P.S. Zu den Oceanblau Beigen Wagen.
    Selbst den Kanzelwagen vom Henschel-Wegmann-Zug gab es in Oceanblau / Beige.

  • Hallo,

    Wobei in Zeiten von KI es ja immer leichter wird passende "Vorbildfotos" zu präsentieren. Was soll man da noch glauben?

    Daher muss man sich entweder auf das beschränken, was man tatsächlich gesehen hat ( Vorsicht, das eigene Gedächtnis kann sich auch irren), oder auf das was man für plausibel hält oder auf das, was einem gefällt. Die letzte Prämisse gilt für mich. Und so gibt es mehrere Fantasie Wagen, die zu meinen persönlichen Favoriten gehören, auch wenn das Original deren Fertigstellung bisher versäumt hat. Leider.

    Gruß

    Frank

  • Sehr geehrter Herr Steiner,

    ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten. Ich dachte dass ich ausgedrückt hätte, dass ich akzeptiere, dass fiktive Modelle angeboten werden. Und ich gönne jedem Käufer seine Freude daran.

    Auch bemühe ich mich immer um präzise Formulierungen und überlege, was ich schreibe. Daher überrascht mich Ihr Widerspruch zu meiner Aussage.

    Ich beziehe mich auf Ihren Katalog "Neuheiten 2026", den ich in Gießen mitgenommen habe. Darin sind 32 Varianten des Kds enthalten, die nicht mit einem Sternchen gekennzeichnet sind (B-6701 bis B-6734 ohne 6706 und 6715). Dazu kommen 38 Sternchen-Varianten (B-6735 bis B-6772), wobei bis auf B-6735 alle Varianten mit drei verschiedenen Betriebsnummern angeboten werden. Das mchst dann also 32+1+3*37=144 verschiedene Modelle.

    Im EK-Güterwagen-Lexikon von G. Wolff lese ich, dass es bei der DB 40 Stück des Ucs 612 gab, von denen 37 an VTG bzw. EVA verkauft wurden (1967). Die restlichen 3 seien 1970 verkauft worden. Es ist also ein eher exotischer Wagentyp. Ich verfüge nicht über weitere Quellen (z.B. Lieferlisten der Hersteller), aber ich habe den Eindruck, dass in diesem Fall alle Sternchen-Varianten fiktiv sind (mindestens).

    Bei den Glmhs 50 ist die Variantenvielfalt noch größer. Sie schreiben 175 Varianten. Hier mag es sein, dass es Variationen von Dach, Wänden und Farbe der Lüfterabdeckungen gab, die sich nicht durch Fotos belegen lassen. Aber zumindest die Varianten der Epochen I, II und "Brit. US Zone" sind ja wohl definitiv fiktiv.

    Als Spur1er ist man in den letzten 10-15 Jahren ja schon verwöhnt worden. Wenn es alle Modelle in so vielen Beschriftungsvarianten gibt, dann will man keine zwei Wagen mit der gleichen Nummer haben. So geht es mir eigentlich auch, aber ich musste auch schon Ausnahmen machen, da es von manchen Modellen nicht genug Nummern gibt, wie man im Zug haben will (z.B. Silberlinge der 2. Klasse). Und bei den Triebfahrzeugen will man heutzutage nur noch Modelle, die im eigenen Heimat-BW stationiert sind. Da mache ich aber auch Kompromisse und sage mir, das sehe ich sowieso aus einem Meter Entfernung nicht mehr.

    Ich begrüße es ausdrücklich, dass Modelle auch in Kunststoff-Bauweise angeboten werden. Eine Variantenvielfalt ist auch zu begrüßen. Aber ich selbst beschränke mich bei den Modellen die ich kaufe sehr stark. Das heißt sie müssen in der von mir gewählten Zeit (1980er Jahre) in meiner Region gefahren sein. Das schließt dann auch ausländische EUROP bzw. RIV/RIC-Wagen mit ein. Aber fiktive Wagen möchte ich nicht haben.

    Viele Grüße

    Dietmar Schall

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