Auspackvideo über Bayerisches Kranwagenset von Fine Models

  • Heute gibt es ein unten ein paar Screenshots aus meinem neuen sehr ausführlichen Auspackvideo über ein filigranes Spur1-Modell eines Bayerischen Kranwagens für den Handkurbel-Betrieb im Maßstab 1:32. Das Wagenset von Fine Models hat eine Länge von 451 mm und wurde in Handarbeit hauptsächlich aus Messing gefertigt. Es besteht aus dem eigentlichen Kranwagen mit 230 mm Länge und einem Gewicht von 665 Gramm und einem 221 mm langen Kranschutzwagen mit 432 Gramm Gewicht.

    Das Vorbild des Kranwagens wurde 1901 bis 1904 insgesamt 13 mal gebaut. Fine Models hat es als Kleinserienmodell in fünf verschiedenen Varianten der Epochen I bis III gefertigt. Für dieses Video hatte ich leihweise eine der beiden Epoche III-Varianten zur Verfügung. Der Kranwagen trägt die Betriebsnummer 700 204 München und der Kranschutzwagen wurde mit der Betriebsnummer 710 241 in Szene gesetzt.

    Hier ist der Link zu meinem Auspackvideo über den Bayerischen Kranwagen:

    Der Vollständigkeit halber weise ich wieder darauf hin, dass dieses Video von YouTube durch Werbeeinblendungen begleitet wird und mir auf diese Weise bei Betrachtung der Werbung etwas Honorar einbringt. Darüber hinaus erhalte ich kein weiteres Honorar für dieses Video, in dem es folgende Kapitel gibt, die auch bequem in der Zeitleiste oder im Video-Beschreibungstext selektierbar sind.




  • Hallo Peter,

    ich habe eine Frage zu Bild #20. Bist Du sicher, daß der Kranhaken über die Laschen der Fixierung gegen verdrehen des Kranes beim verfahren gehalten wird? Ich hatte es Anfangs auch so gehandhabt, aber letztendlich passen die Haken nicht wirklich in die Ösen der Laschen, nur minimal die Spitzen.

    Ansonsten ein tolles Teil, welches zum spielen geradezu einlädt.

    Grüße Martin

  • Hallo Norman,
    prinzipiell wäre das natürlich schon besser, aber wie hätte ich die kleinen Ringe des Hakens in die kleinen Löcher der Klapphalter einfädeln können, ohne sie aufbiegen zu müssen (mit dem Risiko, sie evenutell zu beschädigen)?

    Hallo Martin,
    natürlich bin ich mir nicht sicher, ob das so richtig ist, aber in der Anleitung (siehe auch im Video bei 1:50) steht einfach nur: "Vor dem Fahren muss der Haken durch die mitgelieferten Stangen (separat verpackt) mit dem auf dem Wagenboden befindlichen Scharnieren verbunden werden." Ein Bild gibt es dazu leider nicht in der Anleitung und so wie ich sie dann eingehängt habe, war es die einzige Möglichkeit, ohne irgendwas verbiegen zu müssen. Wäre halt schon schön gewesen, wenn Fine Models das etwas genauer in der Anleitung erklärt hätte.

    Beste Grüße, Peter

    PS: Ich bin neugierig, wie viele Kommentare ich bezüglich meiner falschen Montage der Stangen auf YouTube, hier und in diversen Facebook-Gruppen bekommen werde.

  • Hallo Kran-Interessierte,

    nach Informationen von finemodels hat man sich mit den Zusatzhaken für die Transportsicherung an einem Vorbildfoto des 1:10 Modells im Nürnberger Verkehrsmuseum orientiert. Hier also die nächste Variante.

    Jetzt kann man also wieder trefflich darüber diskutieren, ob das nur am Modell im Museum so gehandhabt wurde oder dem Vorbild entsprach. Wir werden es wohl nicht wirklich mehr klären.

    Auf jeden Fall erklärt es aber, warum die Haken nicht in die Öffnungen der Klapphalter am Boden passen.

    Grüße Martin

  • Hallo zusammen,


    Ich halte beide Varianten für falsch.

    Diese "Scharniere" dienten dazu den Kran gegen verdrehen beim Transport zu sichern.

    Würde daran der Haken befestigt würden diese in kurzer Zeit verbogen.

    Daher halte ich es für wahrscheinlicher dass- wenn überhaupt- mit diesen Stangen der Haken an der Pufferbohle eingehängt wurde.

    Auf Fotos ähnlicher Krane sind jedoch die Haken lediglich in die obere Endlage gezogen worden.


    Was mir noch auffällt:

    Ich halte die Ketten zu den Schienenzangen für zu lang. Die könnten so nie gespannt werden. Sind die Spindeln dazu eigentlich funktionsfähig oder nur "Zierde"?


    Grüße,


    Schwerlast&Strassenroller

  • Hallo Schwerlast&Strassenroller,

    den Gedanken mit der Pufferbohle hatte ich auch. Da diese jedoch als U-Träger ausgebildet ist, scheidet diese Variante also aus. Bleiben noch Rangiergriffe und Pufferstange. Ich habe mich bei meinem für letztere entschieden und die Schienenzangen (ohne Spindeln) am Rangiergriff eingehängt. Zumal auf der anderen Seite die Klapplaschen damit beschäftigt sind, den Kran gegen verdrehen zu sichern und somit als Transporthalterung für die Schienenzangen nicht zur Verfügung stehen

    Sicherlich alles nur Kompromisse, aber es bleibt für mich trotz allem ein faszinierendes Modell.

    Grüße Martin

  • Hallo Zusammen,

    schönes Auspackvideo:thumbup:. Kann mir vorstellen das beim Original ein hoher Kraftaufwand zur Bedienung war

    Hallo,

    solche von Hand zu bedienenden Krane hatten meist ein Zweiganggetriebe für das Hubseil oder -kette. Eine kleinere Übersetzung für kleinere Lasten oder den leeren Haken und eine große Übersetzung für schwere Lasten.
    Die zu langen Ketten könnte man sicherlich ohne viel Aufwand selber passend ablängen, dann würden die Schienenzangen schon fast von alleine "zugreifen".
    Was mir bei Peters mal wieder schönen Video fehlt ist die Darstellung der Bewegung des Gegengewichts, denn je schwerer die Last um so weiter rollt das Gegengewicht dann auf seinen Laufschienen nach oben und vergrößert damit seine Wirkung.
    Sehr sehenswert ist auch die Bremsanlage des Schutzwagens, bei der als Besonderheit die zur Wagenmitte hin sitzenden Bremsklötze mit Druckstangen angepresst werden. Das war wohl eine bayrische Spezialität, denn üblicherweise wurden auch damals schon alle Bremsklötze mit Zugstangen ans Rad gepresst.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo zusammen,

    Ich habe jetzt nochmal in meiner Quellensammlung nachgesehen.

    In EJ 10/1990 war ein Foto von 5 fabrikneuen Kranen abgedruckt. Dort waren die Haken einfach ganz nach oben gegen die Umlenkrollen gezogen.


    Ds sollte als Beleg doch ausreichend sein...


    Grüße,


    Schwerlast&Strassenroller

  • Die zu langen Ketten könnte man sicherlich ohne viel Aufwand selber passend ablängen, dann würden die Schienenzangen schon fast von alleine "zugreifen".

    Hallo Kranfreunde,

    beim Vorbild waren die Gleiszangen an Spindeln befestigt, womit dann der erforderliche Kraftschluß hergestellt wurde. Es ist aber auch eine "schwache Leistung" von fm, daß diese Funktionaltät bei "dem Preis" nicht auch noch funktionsfähig nachgebildet wurde :saint: :wallbash:.

    @ Schwerlast&Strassenroller: Ich gehe mittlerweile ebenfalls davon aus, daß der Kranhaken beim Transport ganz nach oben bis zur Umlenkrolle angehoben wurde.

    Die lose beigelegten Zusatzhaken interpretiere ich inzwischen als Ladehilfe oder Hebegeschirr an Stelle von Ketten oder Seile für Ladegüter, die nicht mittig angehoben werden konnten.

    Mir macht der Kran aktuell viel Freude und allgemein werden die Filigranität und die vielfachen Funktionalitäten des Modells in unserer Runde bewundert. Und es gibt vor allem keine Decoderprobleme. :lachtot: Spielspaß in Reinkultur 8)

    BG Martin

  • Hallo Kranfreunde,

    beim Vorbild waren die Gleiszangen an Spindeln befestigt, womit dann der erforderliche Kraftschluß hergestellt wurde. Es ist aber auch eine "schwache Leistung" von fm, daß diese Funktionaltät bei "dem Preis" nicht auch noch funktionsfähig nachgebildet wurde :saint: :wallbash:.

    ...

    Hallo Martin,

    für einen geübten Bastler wäre es wohl möglich die Schienenzangen-Spannvorrichtungen nutzbar zu machen. Man müsste nur die dargestellte Gewindespindel überall abtrennen. Die Halter mit einer Durchgangsbohrung versehen und ins Handrad ein Gewinde schneiden. Die Gewindestangen erstellt man aus Schrauben deren Kopf zu einer Kettenöse umgearbeitet wird.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo Martin,

    für einen geübten Bastler wäre es wohl möglich die Schienenzangen-Spannvorrichtungen nutzbar zu machen. Man müsste nur die dargestellte Gewindespindel überall abtrennen. Die Halter mit einer Durchgangsbohrung versehen und ins Handrad ein Gewinde schneiden. Die Gewindestangen erstellt man aus Schrauben deren Kopf zu einer Kettenöse umgearbeitet wird.

    Dann musst aber im betroffenen Gleisabschnitt jedes Mal den Strom abschalten, sonst hast Du 'n satten Kurrzen drin. 😉

    Gruß basti

    (der mit dem Dampfkran, der deshalb auch seine Schienenzangen nicht funktionsfähig machen wird. Es sei denn, jemand bietet die Zangen mal aus Carbon an)

  • Hallo,

    Warum die Schienenzangen nicht aus Kunststoff machen.

    Das wäre deutlich einfacher.

    Aber wie soll die Gewindestange gegen mitdrehen gesichert werden. Im Original war dort eventuell ein Schlitz mit Stift.

    Meine Idee wäre da den Halter aus Kunststoff mit D-Loch zu Drucken. Die einseitig passend abgeflachte Messing Gewindestange kann sich dann nicht mehr mitdrehen.


    Grüße,


    Schwerlast&Strassenroller

  • Hallo Kranfreunde,

    also ich werde an meinem keine Veränderungen vornehmen. Mir gefällt das Modell so wie es ist, und in unserer Runde wird das ebenfalls so gesehen. Für den Transport habe ich jetzt für mich - als Modellbahner, der damit spielt - mit den Zusatzhaken eine Lösung gefunden, die höchstwahrscheinlich nicht authentisch ist, mir aber optisch am besten gefällt.

    Nachdem sich nun eine weitere Variante zu den vorhandenen dazugesellt hat, haben wir diese miteinander verglichen und davon ein paar Bilder mit einem provisorischen Hintergrund aus alten Ausstellungsplakaten erstellt.

    Martin

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