• Hallo Anlagenplaner,

    ein Ringlokschuppen ist so das, was Dampflokfans gerne auf einer Anlage verwirklichen würden - wäre da nicht das leidige Platzthema,


    Hab ja auf meiner Anlage einen solchen Schuppen mit recht langen Gleisen vor dem Schuppen so dass auch noch davor ein paar Loks abgestellt werden könnten. Die Gesamtlänge vom linken Drehscheibenrand bis zur Schuppenrückwand beträgt bei geraden Strahlengleisen immerhin 2,25m!
    Ein paar Bilder vom Ringlokschuppen Bw Plattling brachten mich dann auf die Idee, wie man so eine Anlage vielleicht kürzen könnte. Mit den Bögen (rot) ginge es deutlich kürzer
    Bilder: Eisenbahnstiftung

    88758.jpg

    Hier der Ringschuppen des Bw Plattling 1931, ein traumhaftes Halbrund mit vermutl. 18m-Drehscheibe.

    115083.jpg

    Irgendwann später kam eine größere Drehscheibe um auch längere Loks drehen zu können. Diese sollte wohl nicht zu nah an die vorbeiführenden Gleise heranreichen so dass der Mittelpunkt der Drehscheibe näher an den Schuppen herangelegt wurde was dann zu teilweise gebogenen Zufahrtgleisen Zwang.
    Das hab ich nun mal planerisch versucht nachzuvollziehen um zu sehen in wie weit man so eine Verkürzung hinbekommen kann. Auf meiner Zeichnung oben verwendete ich 2,32m-Bögen und versuchte so nah als möglich Drehscheibe und Lokschuppen zusammen zu schieben und bin da dann auf 2m Gesamtlänge gekommen. Zu beachten ist dabei dass die langen Loks dann breitere Tore an den Bogengleisen verlangen.
    Hoffe, es ist etwas von Interesse?

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • DAS IST VON INTERESSE !

    Michael, würde dich gerne fragen, ob du irgendwie auch etwas im Vorwege theoretisierst, was dann den benötigten lichten Toreinfahrtswert betrifft, und wenn ja, was ist, da du ja ein Dampflokexperte der ersten Liga bist, das Mass der Dinge, also welche PACIFIC oder ELEFANT würdest du wählen, bei deiner Kurvenanordnung? 10cm , 11cm oder sogar 12cm...

    Oder gehst du da rein pragmatisch ran, indem du deine relevanten Loks an die jeweils kritische Stelle stehende Winkel oder ähnliches vorbeischleichen lässt ? oder gar runter gebrochen, hier darf nur ein B-Kuppler (natürlich übertrieben) oder eben doch eine BR45 eingestellt werden (ja, wirst du vielleicht auch nicht dein eigen bisher nennen können.

    bei Klaus seinem Schuppen war es auch das Problem (zumindestens für mich gefühlt) dass alles ein wahnsinniger Kompromiss es sein musste.

    einerseits die Länge einer PACIFIC (Klaus siehe es mir nach, wenn ich nicht mehr weiss, ob sogar ein 5-achsiger Tender es sein musste),

    andererseits die gegebene Modullänge und auch die Breite, die einen entsprechenden begrenzten Winkel von ca. 9Grad nur bedingte(sieht ja auch besser aus statt 12 oder 15...)

    welches dann in eine so schmale Tordurchfahrt resultierte, aber auch eine optisch so eben noch statisch vertretbare gemauerte sagen wir Toreinfahrt-Säulen-Konstellation darstellte.

    und last but not least, wie kämen denn die kleiner 1:32 Lokführer überhaupt in das innere eines Lokschuppen ?

    angenommen, sie gegen tatsächlich durch die grosse Tür oder durch eine Tür im Tor und kommen Sie so gerade am Puffer sich vorbeigezwängt,

    oder fallen bereits in die Grube hinein.

    fertig sieht dann immer alles toll aus, aber es sind schon einige Überlegungen, die man dann bei so einem Projekt gedanklich durchläuft.

    bin mal gespannt, was die Fangemeinde hierzu beizutragen hat.

    Mike

  • Hallo Mike,

    bei so einer Toreinfahrt für einen Lokschuppen würde ich es mit der "herausragensten" Lok probieren also einer mit großen Überhängen der Pufferbohlen, wie z. B. eine 01 oder auch eine 78. Diese Loks dann noch für den 1m-Radius haben sehr weit ausholende Pufferbohlen die im Bogen breite Toreinfahrten brauchen.
    Wenn man größere Radien nutzen kann, kann man an solchen Problem-Loks die Seitenausschläge der Vorläufer begrenzen so dass sie die Lok auch wie beim Vorbild weniger ausholend in den Bogen und durchs Tor leiten.


    Für den Anlagenbau hab ich mir zwei solcher Profilwagen gebaut, etwas länger und breiter als das längste Fahrzeug. Wenn der ungestreift durchkommt, gehts auf jeden Fall! Bei den Lokschuppentoren mit Gleisbogen davor kann man sich natürlich auf den Platzbedarf der Loks beschränken.

    Bilder: Eisenbahnstiftung

    3504.jpg
    Die meisten Schuppentore waren um 3,50-3,60m breit = 20cm rechts und links neben der Lok. Bei Neubauten (ab den 60er Jahren sollten sie mindestens 4,20m breit sein.


    43843.jpg

    Im Schuppen gabs natürlich jeweils einen Gehweg an den Grubenenden, Gruben überspringen war auch nicht erlaubt.


    45609.jpg

    Auch andere Wege waren in den Bw-Bereichen bis zu einem gewissen Grad vorgegeben.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo Michael,

    auch mein Lokschuppen ist ein Kompromiss. Die Lokschuppenlänge und die Vorgleislänge wären bei mir umgerechnet 150 CM.

    Deswegen hatten wir die Lokschuppenlänge auf 90 cm verkürzt. Sodass die längsten deutschen Streckendampfloks darin Platz haben.

    Allzeit HP1

    Frank

    Mein avatar ist als Bausatz noch käuflich trittfest und freilandtauglich