• Hallo zusammen,

    das Bw Halle P ist als Museumstandort der DB gesichert und bleibt bestehen.

    Im Internet finden sich einschlägige Meldungen. Somit ist der Standort erst einmal gesichert. Allerdings was betriebsfähige Dampflokomotiven betrifft, so muss man realistisch sein, der Konzern hat daran kein Interesse.

    Ob sich das nochmals ändert, eher nicht. Ggf erlebt man 50 622, 01 150 nochmal betriebsfähige und das wird wohl auch nicht von heut auf morgen geschehen. Mal sehen was 95 1027 wird. Da Naht der Fristablauf.


    Mfg

    Michael

  • Hallo Dampflok-Liebhaber,

    Betrieb und Erhaltung geht nun mal nur mit einer genügenden Anzahl Ehrenamtlichen und da die DB da schon etlicher solcher Gruppen heftig vor den Kopf gestoßen hat indem sie Loks oder Lokschuppen einfach den Leuten entzog wird sie da nicht mehr wirklich ausreichend Helfer finden.


    Bo.-Dahlhausen 1985
    Schon die wirklich schönen und großen 150 Jahr Feiern konnten nur mit Hilfe vieler Museumsbahnvereine auf die Beine gestellt werden.

    72015.jpg
    Bild: Eisenbahnstiftung
    Ohne die große und wie man mir sagte, lautstarke Unterstützung des damaligen Vorstandsmitglieds Horst Troche, hier rechts auf der von der DB wieder zurück gekauften 01 150, wäre da erheblich weniger seitens der DB geschehen.


    Schlimm war eigentlich die Zeit danach, denn fast jedes DB-Werk hatte ja Loks und vor allem Wagen wieder zumindest optisch restauriert aber danach kein Interesse an einer weiteren Erhaltung gezeigt. Im Dahlhausener Museum standen sehr viele dieser Wagen und das Museum hätte gern so manche davon erhalten, wenn es als Gegenleistung der DB ein Verbleib über ein paar Jahre zugesagt worden wäre. Da das nicht gewollt war, verfielen die Wagen meist bis zur Schrottreife.

    Es gibt da im Museumbahn-Bereich sehr sehr viele unangenehme Erfahrungen mit der DB so dass ein gesicherter Museumslokbetrieb nur durch Vereine mit eigenen Loks und Wagen möglich ist.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Die DB hat in den letzten 50 Jahren ihre eigene Geschichte nach Kräften mit Füßen getreten. Wer erinnert sich nicht an das jahrelange Dampflokverbot oder den Brand im Nürnberger Lokschuppen. Wenn man schon mit dem Propangasbrenner am Dach rumzündelt, organisiert man wenigsten eine zuverlässige Feuerwache für mindestens die nächste Nacht oder zieht vorher alle Maschinen aus dem Schuppen. War natürlich Alles zu aufwändig.Die E75, die die BSW-Gruppe so liebevoll restauriert hatte, ist leider unwiederbringlich verloren.

    Es war natürlich auch superschlau, die Stromversorgung der Drehscheibe nicht aus dem Lokschuppen rauszulegen, sonst hätte man vielleicht die eine oder andere Maschine retten können. Diesen Vorwurf müssen sich übrigens auch die meisten Vereine gefallen lassen. Und das Fehlen von Notfallpläne ist natürlich auch sträflich. Getreu dem Motto: Wer ist zu benachrichtigen, wer hat die Schlüssel,was retten wir zuerst.

  • Zurück zum Thema ..... "Museumsstandort Halle gesichert".

    Dazu würden mich ein paar Details interessieren :/, z.B. welche "Kröten" man dafür schlucken musste. Und ob es eine Zeitangabe intern gibt, WIE LANGE diese (jetzt positive" Entscheidung gilt. Wie schon oft erlebt, werden solche Entscheidungen ja gern etwas später "vergessen" ..... ^^

    Betriebsfähige Loks wird das Museum nicht sehen, geschweige denn die lang abgestellten Loks (z.B. 03 1010) erhalten eine HU. Dampflokbetrieb ist HEUTE in jeder Hinsicht aufwändig, Personal und Infrastruktur fehlen. Und auch betriebsfähige Diesel- und E-Loks bedürfen Unterhaltung und Pflege. Von da her, bleibt Halle ein "Stand-Museum"8) (immerhin).

    Ich war einige Male dort im Museum und freu mich, das es in Halle weiter geht :thumbup:

    vg Capipara

  • Hallo Capipara,

    "Infrastruktur" ist soo schwierig nicht, Wasser kommt aus der Leitung und Kohle vom LKW mit Greiferkran. Entschlacken geht auch ohne Grube, nur für die Nachschau muss eine vorhanden sein, was aber auch in Halle wohl so ist?
    Wie schon geschrieben, es fehlen meist nur die Leute die ehrenamtlich für DB-Loks arbeiten möchten Aufgrund des bereits beschriebenen DB-Auftretens.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo Ihr Lieben,

    na es gibt da im Moment noch nichts genaues. Man hat erst einmal gesagt es geht weiter als Museum. Nun muss man sich organisatorisch zuerst neu aufstellen. Den alten Standortleiter gibt es nicht mehr, da muss eine neue Lösung gefunden werden. Die Truppe der Ehrenamtlichen muss sich ja auch auf die neue Lage einstellen. Der Großteil der dort Tätigen sind ehrenamtliche Mitstreiter. Dazu finden sicher in den nächsten Wochen abstimmende Gespräche statt. Ich denke dann wird auch ein Konzept zum Weiterbetrieb erarbeitet.

    Betriebsfähig ist in Halle aktuell nur die Köf. Für die anderen Loks sieht es dahingehend aktuell nicht ganz so gut aus. Die Stiftung hat da nicht wirklich Geld und die Priorität liegt bei der Stiftung, meiner Ansicht nach, auch nicht im Mitteldeutschen Raum. Hier könnte vielleicht nur ein Sponsor etwas bewirken, welcher das Geld gibt eine bestimmte Lok wieder aufzuarbeiten.

    Grundsätzlich ist der Betrieb mit Dampfloks schwierig geworden, schon alleine von den Kosten für eine Tonne Steinkohle her und den Anforderung Seitens DB Infrago ganz zu schweigen.


    Grüße


    Tobias

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