Wagendach entfernen bei 4achsigen Märklin Schnellzugwagen (grüne, blaue, Halbspeisewagen, Halbgepäckwagen etc.)

  • Hallo,

    ich verzweifel gerade etwas daran die 4achsigen Märklin Schnellzugwagen (grüne,blaue,Halbspeisewagen,Halbgepäckwagen etc.) zu öffnen.
    Die beiden seitlichen schwarzen Plastikteile lassen sich natürlich problemlos (wie in der Zeichnung entfernen) aber dann ?
    Das erste Dach (von 5 Wagen) sitzt schon bombenfest.

    Die Ecken des Daches haben ja ein leichten Überstand, ist es sinnvoll dort zu beginnen oder besser aus der Mitte heraus ?
    Habt ihr bei öffnen mit einem flachen scharfen Gegenstand gehebelt ? und wenn ja wo habt ihr begonnen ?

    Ich hatte schon mal einige 4achsige Hübner Umbauwagen geöffnet , was auch nicht ganz einfach war aber diese Schnellzugwagen von Märklin sind wohl noch mal eine Stufe schwieriger.

    Kann mir bitte jemand Tipps geben ?

    Gruß aus Berlin David

  • Hallo David,

    ich habe bei den Schürzenwagen mit Gitarrenplektren beste Erfahrungen gemacht. Mindestens zwei Stück benutzen, dann kann man eines immer dort steckeen lassen, wo man gerade das Dach schon angehoben hat. Das ein oder andere mehr schadet nichts. Falls diese Wagen auch so aufgehen wie die SW.

    LG Uwe

  • Danke, ich habe es gerade bei ersten Wagen hinbekommen.

    Dort wo die schwarzen Plastikteile abgenommen wurden habe ich erst mit einem dünnen Teppichmesser , dann mit einem Flachschraubendreher und dann mit einem Beitel einen Spalt erzeugt.
    Dort würde man ja eventuelle Hebelspuren nicht sehen wenn die Plastikteile wieder drauf sind.
    Es war allerdings trotzdem noch ein ziemliches gefrickel und Gitarrenplektren oder so iphone Plastikspaltöffner wären sicher hilfreich gewesen.

  • Hallo

    Ich mache meine Wagendächer meist mit eine Holzlatte (etwas länger als der Wagen selbst auf).
    Die Latte unter dem Dach ansetzten und ein beherzter Schlag und das Dach ist ab.

    Ja es braucht etwas Mut dazu, aber es funktioniert. (Keinen Garantie wenn es nicht klappt)

    [size=12]
    [font='arial']Die Wahrheit aber liegt bei Wenigen nur....[/font][/size]

  • Ok das erste Dach ist ab aber nun soll es wieder drauf. :whistling:

    Hätte nicht gedacht, dass mir das noch mehr Kopfschmerzen bereiten würde ||

    Diese Haltenasen sind alle noch dran aber es rastet einfach nicht richtig ein und immer bleibt irgendwo ein Spalt bzw. eigentlich auf der ganzen Länge . <X
    Ich dreh noch durch :irre:

    Ich bin der Meinung alle Teile liegen genau so wie vorher und ja für jeder Haltenase ist da auch eine Vertiefung aber Halten und einrasten tut da wenig oder wenn dann nicht richtig.

    Das kann doch nicht sein ?!

    Was mache ich falsch ?

  • Hallo David,

    das ist nur eine Frage der Drucktechnik. Um die Rastnasen wieder zum Einrasten zu bringen, musst Du nicht nur von oben auf das Dach drücken, sondern mit der zweiten Hand gegen die Wagenwand unter der Rastnase drücken. Dann rastet sie ein.

    Viele Grüße

    Jost


  • Danke Jost.

    Ok ich hab es jetzt mal so probiert:

    Erst eine lange Seite so gut es geht einrasten (kein Spalt) und dann versuchen die andere Seite ebenfalls zum einrasten zu bewegen.
    Tatsächlich muss man wohl auch mal von vorne (Fensterseite) drücken und man bekommt direkt Angst eines der Fenster mit nach innen zu befördern.
    Es ist mit viel hin und her bzw. Druck von Oben und auch von der Seite nötig und möglich um nach und nach alle Nasen wieder einrasten zu lassen.
    Dabei knirscht das Plastik auch hier und da mal aber es geht.


    Puh, das war ja erst ein Wagen von fünf :/

  • Lieber Frank,

    die Vermutung klingt vielleicht interessant, aber ich habe bis jetzt noch nicht gehört, das Märklin einen solchen Service anbietet, um Geld zu verdienen.

    Die Beschreibung der D-Zugwagen und Schürzenwagen weist auf eine Möglichkeit hin, das Licht im Wagen digital zu schalten. Bei den Silberlingen ist die Dachbefestigung anders gelöst. Und die Dönnerbüchsen müssen unten aufgeschraubt werden. Bei den Vier-Achs-Umbauwagen habe ich Lösung nicht mehr in Erinnerung. Jede lösung hat Vor- und Nachteile.

    Und wenn man erst einmal das Prinzip der Rastnasen verstanden hat, ist das wirklich keine handwerkliche Meisterleistung. Und bei den über 20 Wagen, die ich in den Fingern hatte, sind mir gerade einmal zwei Rastnasen gebrochen und die waren gut zu kleben.

    Aus meiner Sicht also viel Lärm, um nichts.

    Viele Grüße

    Jost

  • Aus meiner Sicht also viel Lärm, um nichts.

    Hallo Einser,

    ich denke, Frank ist da auf dem richtigen Pfad.

    MAM hatte das Öffnen der Dächer an seinen Bayerischen Schnellzugwagen anwenderfreundlich gelöst.

    Ohne größeren Aufwand konnte man Fahrgäste in die Wagen platzieren.

    Bei den badischen Schnellzugwagen von Dingler übrigens auch.

    Herzlicher Gruß

    Wilfried

  • Hallo Wilfried,

    bei diesen Wagen von MAM und Dingler hast Du vollkommen recht. Die haben nämlich ein überhängendes Dach. Gerade bei den anderen Wagen (ohne überhängendes Dach) ist die Sache schwieriger. Ich lasse einmal ausschweifende Erklärungen, da es bei vielen Wagen in anderen Threads beschrieben wurde.

    Kein Hersteller oder Lieferant will uns doch unnötig ärgern. Ich hätte es auch doch gerne anwendungsfreundlicher. Aber es gibt Messing- oder Kunststoffwagen technische Grenzen, die beachtet werden müssen, um keinen Lichtspalt zwischen Dach und Wagenkasten zu haben. Und das auch 20 Jahre später. Da ist die Verspannungsidee von Märklin eine sehr gute Variante, die auch lange funktioniert.

    Viele Grüße

    Jost

  • Hallo,

    Ja, das mit dem Wiederaufsetzen der Dächer ist etwas trickreich, aber mit Feingefühl und leichtem Gegendruck in Höhe der Rastflächen an den Seitenwänden wie beschrieben gut machbar.

    Abgebrochene Rastnasen lassen sich bei den Märklin Wagendächern bestens mit den Verschweissklebern UHU-Allplast oder Patex-Kunststoffkleber wieder wie neu und haltbar verkleben. Funktioniert auch bestens bei den Trittbrettern der D-Zugwagen etc.

    Diese Kleber helfen auch bei anderen Kunststoffteilen bei den meisten Märklinprodukten.

    Gelegentlich, z.B. bei Hübnerprodukten, wie die Trittbretter der Donnerbüchsen, hilft das nicht. Dann gibt es aber noch den UHU-Hartplastik Kleber für ABS und andere.

    Gruss Jan