Hallo Djordje,
ich habe eine CNC-Fräse für 12000 €, aber Löcher bohre ich mit einem Proxxon Bohrständer. Da wäre die große Maschine viel zu unpraktisch. Ich verwende eigentlich immer eine 10fach Lupe um die Körnungen mit Kreuztisch anzufahren.
Hallo Djordje,
ich habe eine CNC-Fräse für 12000 €, aber Löcher bohre ich mit einem Proxxon Bohrständer. Da wäre die große Maschine viel zu unpraktisch. Ich verwende eigentlich immer eine 10fach Lupe um die Körnungen mit Kreuztisch anzufahren.
aber Löcher bohre ich mit einem Proxxon Bohrständer. Da wäre die große Maschine viel zu unpraktisch. Ich verwende eigentlich immer eine 10fach Lupe um die Körnungen mit Kreuztisch anzufahren.
Hallo Michael,
ja, für Löcher bohren reicht das garantiert. Kein Zweifel. Aber wie ich schon geschrieben haben, das ein oder andere Teil möchte ich auch etwas fräsen. Beispiel: Den Kopf der Flügelschienen auf der Innenseite oder Backenschienen am Kopf fräsen für die Zungen. Gröberes Zerspanen steht mir dagegen nicht im Sinn.
Meine CNC eignet sich für sowas sowieso nicht (Riemengetrieben auf X und Y), darüber hinaus wäre es mir viel zu aufwendig, bis da alles passend gerüstet ist.
Gruß
Djordje
Da fallen mir nur die teureren Proxxon-Fräsen ein. Da ist der Fräsständer auch stabiler und der Motor ist langlebiger. Mit den Maschinen habe ich keine Erfahrung. Kann man nur ausprobieren und bei nichtgefallen weiterverkaufen.
Bei aliexpress gab es für knapp 500 € eine chinafräse, aber vermutlich zzgl Versand,Steuer und Zoll. Das gleiche in Deutschland für etwa 1500.
Guten Abend Michael und der liebe Rest.
Jo, Du hast schon Recht, das die Harnisch und Rieth eine Profimaschine ist. Aber dadurch das sie im Dentalbereich wohl entbehrlich wurde und wird, ist sie halt im Verhältnis zum ursprünglichen Neupreis recht günstig. Wer hauptsächlich Holz und Kunststoff bohrt, kommt mit der Proxxon oder einem Bohrständer/ Dremel gut klar. Bei mir war immer das Problem bei Bohrungen < 1,5 mm in Messing oder auch Zink, das auch bei relativ gutem Rundlauf der Vorschub zu gering war und oft bei zu hohem Andruck der Bohrer verlief und brach. Das ist mit hier der Maschine ganz anders. Man setzt den Bohrer sauber in die Körnung und dann bohrt er sich ohne Vorschub, alleine durchs Gewicht der Spindel sein Werkstück. Der Bohrer schneidet sich selbst seinen Weg frei, ähnlich wie beim Gewindeschneiden. Auch haken und abreissen kommt bei problematischen Situationen fast nicht mehr vor. Die hochpräzise,massive Säule und die Spindel dto. bieten eine richtig vibrationsfreie Arbeitsplattform. Wer viel Metallmodellbau macht und den Platz hat, dem kann ich das Teil nur wärmstens empfehlen. Mein Gattin als absolute Novizin macht unsere Feldbahn-Gartenbahngleise und liebt das Gerät auch..... Ein großer Vorteil ist, auch die lange Säule und recht große Ausladung. Fahrzeugrahmen oder Brücken lassen sich tatsächlich am Stück bohren.....Quasi eine Modellbohrwerk......![]()
[...] das ein oder andere Teil möchte ich auch etwas fräsen. Beispiel: Den Kopf der Flügelschienen auf der Innenseite oder Backenschienen am Kopf fräsen für die Zungen. Gröberes Zerspanen steht mir dagegen nicht im Sinn.
Wenn Du fräsen willst, solltest Du eine Fräse kaufen! Die kann in der Regel auch bohren (von manchen richtigen Fräsen ohne Bohrpinole mal abgesehen).
D.h.:
-keine Rundsäule
-Koordinatentisch aus Grauguss mit Standard T-Nuten und nachstellbaren Führungen
-Spindelaufnahme mit Anzugstange, MK (besser 3 als 2) oder SK (ab 30)
-Feinvorschub an der Pinole
-Vorschubspindeln mit Trapezgewinde
-Handräder mit vernünftiger Skala
Das kann selbst eine Sieg X2!
Bei Paulimot für 615€ (gerade OOS), bei Rotwerk als EKM200, bei HBM, Holzmann, Promac, Elmag, usw. oft in ähnlicher Ausführung und anderer Farbe erhältlich.
Meine Meinung zu Proxxon Fräsen und Drehen hatte ich in Beitrag #11 bereits dargelegt.
Aber ich lade jeden ein, seine eigenen Erfahrungen zu machen! Und sich keinesfalls im passenden Forum zu erkundigen!
Gruß
Achim
P.S:
Fräsen: Sieg X2 (verkauft), RCM entspr. BF20VL, Aciera F3, Jet Bridgeport Clone, Isel CPM 3020
Bohren: Flott TB10, Flott TBZ16, Genko TB6
Moinsen Kollegen, als Feinmechanikermeister mit eigener Profiwerkstatt tu ich mich natürlich mit diesen Hobbygeräten etwas schwer.
Klar, ich nutze meine Maschinen gewerblich und dann refinanzieren die sich ja auch und Platz dafür habe ich auch.
Die Proxxon Maschinchen sich für viel von uns der Einstieg in das Thema "selbermachen" und das machen die auch gar nicht mal so schlecht!
Es gibt zwei Knackpunkte zu der Thematik: a.) Was ist meine Erwartungshaltung und b.) Wie ist es um meine handwerklichen Fähigkeiten bestellt?
Diese ganzen "Leichtmaschinchen" funktionieren soweit echt gut solange keine Querkräfte durch die Werkzeuge erzeugt werden. Heißt, bohren kein Problem, fräsen in Metall sehe ich äußerst kritisch und wird auch schnell gefährlich. Es bedarf auf alle Fälle des nötigen Respekts vor der Technik und einer gebührenden Vorsicht! Der "Nichtfachman" übersieht da auch gerne mal ganz banale Dinge wie das Tragen einer Schutzbrille oder hat auf dem Schirm niemals an einer Maschine mit rotierenden Werkzeugen weder Handschuhe zu tragen oder lose Kleidungsstücke. Die Fachleute haben dies als allererstes in ihrer Ausbildung gelernt.
Wer sich der Möglichkeiten dieser Kleingeräte bewusst ist und sich damit intensiv beschäftigt wird damit tolle modellbauerische Arbeiten generieren. Wichtig ist einfach deren Grenzen zu kennen.
Gruß Uwe
Hallo Achim, hallo Uwe,
da bin ich ganz bei euch, deshalb hab ich das Thema Fräsen ganz bewusst beim Thema Proxxon ausgeklammert. Wegen der hohen Querkräfte muss auch eine Fräse für kleine Teile eben sehr solide sein.
Vibrationen führen zu schlechten Oberflächen und ruinieren die Fräser vorzeitig. Verwindungssteifigkeit und solide Lager sind das A und O.
Ich persönlich arbeite am liebsten mit meiner Deckel FP4 NC. Aber nicht jeder hat Platz für so ein 2-Tonnen-Schätzchen.
Viele Grüße
Michael
Hallo Modellbauer
Nachdem ich seit 40 Jahren im Modellbau drehe und fräse muss ich natürlich auch meinen „Senf“ dazu geben. Kleinfräsen unter 50 kg Eigengewicht sind für Metallbearbeitung völlig ungeeignet, damit meine ich Messing und Alu. Stahl, Bronze und Niro sind noch eine andere Klasse. Die Vibrationen sind einfach viel zu hoch.
Ich arbeite seit 40 Jahren mit dem Urgroßvater der China Fräsen, der Wabeco 1200 aus Remscheid in Deutschland. Ein Produkt, praktisch ausentwickelt, wird heute noch genauso erzeugt. Sicher, die Heuler aus China kosten nur die Hälfte.
Wenn einer in der Spur 1 Communities Ambitionen für gehobenen Modellbau hat, empfehle ich mal auf eine Lok zu verzichten und ein ordentliches „Gerät“ anzuschaffen. Mit einer guten Fräse beschäftigt du dich sicher 10 mal solange wie mit einer neuen Lok.
Meint Bernhard
Hallo Modellbahner,
nach Bernhards Senf nun mein Ketchup: seit ca 35 Jahren benutze ich unter anderem zum Bau von Lokfahrwerken als Fräse die Vertikalvorrichtung von meiner Proxxon Drehbank, angebaut an einen sepataten Kreuztisch, die Bearbeitung von Messing (MS 58, MS 63), Alu, kleine Stahlteile, kein Problem. Die zusammengestellte Maschine wiegt knapp 20 kg. Was mache ich bloß falsch, daß es trotzdem funktioniert?
Mit schmunzelden Grüßen
Rüdiger Reiß
Hallo Metallbearbeiter,
bei der Wahl, welche Maschine angeschafft werden soll, sind zuerst die Fragen nach den Dimensionen der Teile und deren Materialien zu beantworten.
Als mein Bruder und ich vor nahezu 20 Jahren den Bau der 50 2988 in Angriff nahmen, haben wir uns von einem Fachhändler beraten lassen.
Ergebnis: PROXXON MF 70 Feinfräse 230 Volt.
Wir hatten beide keinen Beruf, der mit Drehen und Fräsen zu tun hatten und vertrauten dem Manne. Nach dem Einlesen in die Bedienungsanleitung und Studium von Fachliteratur ging es ans Werk.
Neben einigen Kleinteilen wurden auch die Rahmenseitenteile in einem Stück gefräst.
Neben dem richtigen Umgang mit den mechanischen Geräten sind das Können und die Geduld des "Maschinenbedieners" die mitentscheidenden Faktoren.
Allen, die sich an die Anschaffung von Werkzeugen machen wünsche ich eine glückliche Hand. Wir haben den Kauf dieser Fräse nie bereut und sie hat uns nie im Stich gelassen.
Fazit: man muss ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Herzlich Grüße in die Runde von Hans
Hans,
tolle Arbeit, die meinen vollen Respekt verdient.
ABER :
Zu zweit, so lange an einem Projekt zu arbeiten, ist ja wohl auch nicht die Regel und kann auch nicht der Maßstab sein, um hier im Forum Empfehlungen für Maschinen zu geben.
Wenn ich der Fachhändler gewesen wäre, hätte ich zumindest zu einer Fräse geraten, die einen so großen Verfahrweg in x hat, um die Rahmenwange in einer Aufspannung zu bearbeiten.
Und:
Diejenigen, die beruflich fräsen, sehen die Sache naturgemäß etwas anders. Zeit ist Geld.
Es ist ja auch immer die Frage, wieviel man für Maschinen ausgibt, um sich die Arbeit zu erleichtern. Natürlich kann man mit der MF70 fräsen. Keine Frage.
Nur empfehlen würde ich es nicht.
Sicher kann man auch nur mit Handwerkzeug Beeindruckendes leisten, ich aber habe für Modellbahner geschrieben, die möglichst schnell mit ihren Baumaßnahmen fertig werden wollen, um sich wieder der Modellbahn zu widmen.
Gruß
Michael
Hallo Michael,
Aber nicht jeder Modellbahner kann für gelegentliche Fräsarbeiten gleich 1-2tausend oder mehr auf den Tisch legen.
Daher halte ich die MF70 für das Preis-Leistungsverhältnis durchaus gelungen.
Gruss Wolfgang
Hallo Wolfgang,
da bin ich vollkommen bei Dir, aber für Djordje wäre es trotzdem die falsche Maschine. Er will Weichenzungen und Backenschiene fertigen und wahrscheinlich auch nicht nur für eine Weiche.
Gruß
Michael
Hallo Modellbauer
Ich hab in 28 absichtlich etwas provokant formuliert, um einige Mitleser aus der Reserve zu locken. Hat auch funktioniert ! Sicher, Spezialisten können auch der Proxon ein paar vernünftige Späne entlocken und erstaunliches fertigen, alle Achtung !
Aber hier ist auch der Hund begraben, es sind aber meist Fräsanfänger die sich wundern warum das Ding so rüttelt. Von Proxon hab ich die kleinen Handmaschinen und bin sehr zufrieden damit. Bei Drehmaschinen und Fräsen ist mir aber zuviel Alu und Kunststoff verbaut. Das Gewicht von Grauguss ist durch nichts zu ersetzen.
Meint Bernhard
Hallo Zusammen,
ich bin schon lange am überlegen, mir eine Paulimot SIEG SX4 zu kaufen
Der Olaf grübelt noch....
[...] Gewicht von Grauguss ist durch nichts zu ersetzen.
Grauguss wird aufgrund seiner Dämpfungseigenschaften verwendet, die Dichte von Stahl ist höher.
Und bis nach Gosheim hat sich die Unersetzbarkeit auch nicht rumgesprochen. Fertigt Hermle seine
Präzisionsmaschinen doch aus Mineralguss...
Faszinierender Thread, 615€ kosten 1-2 Tausend. Hinweise auf Folgekosten bei Proxxon für Zubehör und Werkzeug werden komplett ignoriert.
OK, ich empfehle auch die Proxxon MF70 als einzig ernstzunehmende Fräse, kann man hier nachlesen:
Erfahrungen mit MF70? - Zerspanungsbude
Bestest wo gibt! ![]()
Viel Glück!
Achim
Hallo Michael,
herzlichen Dank für das Lob.
Über die Dauer des Baus der beiden BR 50 habe ich nichts geschrieben, sondern nur angemerkt, dass wir vor ungefähr 20 Jahren den Bau in Angriff genommen haben. .
Wir waren damals beide noch voll berufstätig und haben die Modelle in der Freizeit projektiert und ausgeführt. Die Recherchen begannen 2003 und die ersten Teile wurden 2006 gefertigt. Danach haben wir parallel geplant und ausgeführt. Bis zur Fertigstellung im Juli 2009 sind wir ca. 30 mal nach Fützen gefahren, um am Original Maße abzunehmen und Fotos anzufertigen. Auf diesen Grundlagen wurde dann weitergeplant und gebaut.
Wen es interessiert: publiziert wurde der Bau im 012Express, der 2016 eingestellt wurde.
Korrigieren muss ich den Typ der PROXXON-Fräse. Wir haben die Feinfräse FF400 (damalige Bezeichnung) verwendet, deren Kreuztisch lang genug und soweit verschiebbar ist, um die Rahmenseitenteile ohne Umspannen herstellen zu können. Hierzu hat der nachfolgende Konstruktionshinweis nicht unwesentlich beigetragen.
Auf den beiden Bildern, die den Rahmen von unten zeigt, sieht man, dass hinter den Zylindern die Seitenteile doppelt ausgeführt sind. Damit wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Der Rahmen zwischen Zylinder und Pufferbohle hat den vorbildgerechten Wangenabstand und ist dadurch authentischer, während der Rest des Rahmens bis zum Rahmenabschluss schmäler ist und somit der Seitenverschiebbarkeit der Räder entgegenkommt.
#32 Wolfgang stimme ich uneingeschränkt zu und bin nach wie vor mit meinem Equipment zufrieden.
Zufriedene Grüße über das Erreichte sendet
Hans
.
Hallo Zusammen,
ich bin schon lange am überlegen, mir eine Paulimot SIEG SX4 zu kaufen
Der Olaf grübelt noch....
Hallo Olaf,
Moin zusammen,
mich wundert daß bei den kleinen Drehmaschinen die Emco Unimat 3 bisher nicht erwähnt wurde. Die gibt's zwar nur noch gebraucht, aber sehr oft wenig benutzt und in Top Zustand. Von der Größe her für Kleinteile gut zu gebrauchen, 'nen Spur 1 Radsatz geht allemal, ein Kessel natürlich nicht.
Einzige Beschränkung ist die maximale Zustellung, 1 mm in Edelstahl ist nicht. Wir drehen aber auch nicht im Akkord.
Bitte bei der Anschaffung von solchen Maschinen, egal ob Drehe oder Fräse auch bedenken daß nochmal Budget benötigt wird für das notwendige Zubehör wie Bohrfutter, guter Maschinenschraubstock, Spannpratzen, Spannzangen, Drehmeißel, Lünette, ...
beste Grüße
Horst
Hallo Fräser !
In diesem Faden geht es um Kleinmaschinen für den Modellbau. So in der Preisklasse von einer H0 bis zu einer Spur 1 Lok. (300 - 4000 €)
Eine Hermle spielt in einer anderen Liga. Das ist ein Vergleich von einem Golfcar zu einem Porsche 911 ! Übrigens hat Hermle 50 Jahre lang Grauguss verwendet, Mineralbeton ist erst in den letzten 15 Jahren aus Umweltschutzgründen gekommen. Die Gießereien konnten die Auflagen in DACH nicht mehr erfüllen.
Spanne einmal in die Proxon eine Messuhr ein, und drücke die Spindel mit der Hand fest nach links und rechts. Der Ausschlag bewegt sich nicht im 1/100 Bereich, ideal zum Fräsen !
Die Sieg SX 2-4 ist für den Modellbau ideal und Preis - Leistung ist ok. Bitte auf jeden Fall ein 3 Achs Sino Anzeige bestellen. (Meine erste Anzeige hat noch 2000 Mark gekostet, die Letzte vor einem Jahr 300 Euro,
Guß Bernhard
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