Anfänger-Kleinmaschinen für den Modellbau bis 300 €

  • Wenn man seine Modellbaufähigkeiten weiterentwickelt, steht man irgendwann vor der Frage, ob es mit geeigneten Maschinen nicht einfacher und präziser geht.

    Hin und wieder fragen mich Leute, was ich denn so als Grundausstattung an Maschinen empfehlen würde.

    Ohne jetzt hier Schleichwerbung machen zu wollen, würde ich da in erster Linie Proxxon empfehlen. Die gibt es in fast jedem Baumarkt und vor allen Dingen auch auf Ebay und Co in gebrauchtem Zustand sehr günstig.


    Die wohl wichtigste Kombi im Modellbau:

    Bohrständer, Feinbohrschleifer als Bohrmaschine,Koordinatentisch, Präzisionsschraubstock

    Der Feinbohrschleifer hat stabilere Kugellager als eine reine Bohrmaschine und eignet sich daher auch zum Arbeiten mit Trennscheiben und Schleifstiften. Der Koordinatentisch dient zum schnellen,präzisen Anfahren von Positionen. Mit ihm könnte man dann auch schon klein Fräsarbeiten ausführen. Die Kombination ist für etwa 250 € erhältlich.

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    Tellerschleifer:

    Auch bei Aldi,Norma,Lidl mindestens 2x im Jahr erhältlich. ( oft in Kombination mit kleinem Bandschleifer ) Er dient zum exakt winkligen Planschleifen von zuvor abgelängten Profilen aus Metall,Holz,Kunststoff.

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    Trennen:

    Wer häufig Metallprofile trennen muss, freut sich vielleicht über ein Trenngerät. Es hat deutlich mehr Leistung, als ein Dremel mit kleiner Trennscheibe.

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    Tischkreissäge:

    Schon ein kleiner Luxus ist dagegen eine kleine Tischkreissäge.

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    Es kommt natürlich, wie immer, darauf an, welche Ansprüche man an die Präzision der eigenen,gefertigten Bauteile hat und was man sich leisten will. Vieles kann man schon mit gutem Handwerkzeug leisten, wer aber die passenden Maschinen hat, merkt schnell, wo der Unterschied im Arbeiten liegt.


    Viele Grüße

    Michael

  • N'Abend,

    das kann ich nur unterstreichen. Mit Proxxon ist man gut aufgestellt. Der von Michael genannte Bohrständer ist fürs Koordinatenbohren gut geeignet. Zum sinnvollen Fräsen ist die Kombi doch etwas instabil und hat Seitenspiel. So war es bei mir gewesen. Der Bohrständer BFB2000 ist deutlich stabiler. In Verbindung mit einem Teileapparat mit Schneckenantrieb lassen sich recht vielseitige Dinge fräsen.

    Je nach gewünschter Anwendung kann ich auch die Drehmaschiine von Proxxon empfehlen. Ich habe die PD230, die es heute so nicht mehr gibt. Die Nachfolgemodelle und die PD400 sollten aber auch ihr Geld wert sein.

    Als Vorbereitung fürs Lackieren habe ich eine Strahlkabine. Kabine, Kompressor, Strahlmittel und Schlauch gabs für grob 320€ - geht also.


    Bis dann,

    Grüße v Thomas

  • Seit mehr als 30 Jahren unterstützen mich die kleinen grünen Maschinchen von Proxxon und nicht nur beim Modellbau. Natürlich hätte ich gern eine richtig große Tischkreissäge mit fahrbarem Tisch usw., aber wer schon so viel Platz. Die Tischkreissägen war wohl mit die erste Anschaffung, läuft seit dem ohne Macken. Bohrfräßständer, großer Tellerschleifer kamen schnell mit dazu. Da ich inzwischen als Rentner einiges mehr an Zeit habe werden die Begehrlichkeiten/Bedarf immer größer. Da kam noch eine Kappsäge, Profiliermaschine und Bandsäge dazu. Es ist einfach eine schöne Sache wenn man ständigen Zugriff auf die grünen Helferlein hat.

    Inzwischen steht noch ein Laser in der Garage, wenn es Mal noch genauer sein darf. Da sind die Tage einfach um ein paar Stunden zu kurz!

  • Hallo Michael,

    Für den Anfang ist das eine gute Wahl,auch preislich.

    Habe von Proxon einige Maschinern,wie eine Kreissäge/leine Fräsmaschine/Bohrmaschine mit Frästisch etc.

    Allerdings glaube ich kaum,dass man mit diesen Maschinen eine solche Arbeit,wie Dein Projekt Doppelkreuzungsweiche ausführen kann.

    Gruss Wolfgang

  • ...

    Allerdings glaube ich kaum, dass man mit diesen Maschinen eine solche Arbeit, wie Dein Projekt Doppelkreuzungsweiche ausführen kann.

    Gruss Wolfgang

    Hallo Wolfgang,

    "zu klein" ist fast jede Maschine irgendwann mal aber da muss man dann einfach andere, kleinere Arbeitsschritte ausdenken.

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    Hab mir ja auch mal eine Kreuzung gebaut und dann die auf die Zeichnung aufgeklebten Schwellen in einer Aufspannung gebohrt. Wenn die Maschine nicht groß genug gewesen wäre hätte ich die Kreuzung halbiert oder eben jede Schwelle einzeln gebohrt.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo zusammen,

    Bei richtiger Planung können größere Teile auch auf Maschinen mit kleinen Arbeitsbereichen bearbeitet werden.

    Alles eine Frage der Technik.

    Hab auf meiner Fräse mit 300mm Bett schon 800 mm lange Teile gefräst. Theoretisch könnte das Teil unendlich lang sein...

    Natürlich gibt es Beschränkungen. In der Breite bin auch begrenzt. Da ist einfach die Maschine im Weg...

    Grüße,

    Schwerlast&Strassenroller

  • Ja, wenn Platz und Geld nur eine untergeordnete Rolle haben kann mann sich tolle Maschinen kaufen.

    Aber es geht auch mit den kleineren.

    Es geht sogar nur mit Handbohrmaschine, Feilen und Laubsägebogen. Habe hier ein altes Buch darüber wie man aus Milchdosen Modelleisenbahnen bauen kann. Der Herr von dem ich das habe hatte auf ähnlich spartanischer art tolle Modelle gebaut. In Spur 0.

    Aber das Handwerk geht immer mehr verloren. Der Wunsch geht in Richtung Enterprise-Replikator aus dem das Wunschmodell fix und fertig raus kommt.

    Ich erinnere mich mit Grauen an einen Fahrttag auf welchem ein älterer Herr seine komplett selbst gebaute Lok dabei hatte. Messing Handarbeit. Da standen die Leute neben ihm und haben das Modell "zerissen". Es hat den Herrn sichtlich getroffen. Ich hab mich fremdgeschämt.

    Nun denn, mir reichen die kleinen Maschinen.

    Grüße,

    Schwerlast&Strassenroller

  • Da kann man wohl geteilter Meinung zu sein.

    Bei den kleinen Handgeräten bin ich dabei, die sind qualitativ gut und preislich OK.

    Die "große" Kreissäge ist klasse, die größeren Dekupiersägen sind als günstigere Alternative zur Hegner auch OK.

    Dann wird's aber IMHO dünn. Insbesondere die Dreh- und Fräsmaschinen sind überteuerte Spielzeuge mit viel zu
    hohen Folgekosten. Da passt fast kein Standard Zubehör drauf! Das liesse sich zu moderaten Preisen in guter bis sehr
    guter Qualität neu oder gebraucht quasi überall und von einer Unzahl an Anbietern erwerben. Und das Zubehör macht
    u.U. nochmal den Maschinenpreis aus.
    Wer sich die Maschinen (Drehe + Fräse) etwas näher anschaut, findet abenteuerliche Sachen:

    -keine Schlossmutter
    -Spindelkasten + Reitstock aus Alu
    -Bettschlitten aus Zinkdruckguß
    -non-Standard T-Nuten
    -Nutentisch aus Alu
    -Fräse bei der der Feinvorschub Zubehör ist
    usw. usw.

    Meine kleine Tischdrehe ist auch von Paulimot, das ist sicher eine bessere Adresse (wenngleich die deutlich nachgelassen haben).

    Wer über die Anschaffung einer Dreh- oder Fräsmaschine nachdenkt, sollte sich hier informieren: http://www.zerspanungsbude.net

    Gruß
    Achim

    Edited once, last by AchimS (January 17, 2026 at 10:28 PM).

  • Hallo,

    keine Sorge, bin schon 6 Jahrzehnte handwerklich unterwegs, beginnend mit Raspel und Laubsäge und das dann weiter mit allen denkbaren Werkzeugmaschinen

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    aber auch mit dem Hammer bekomm ich was hingebogen.
    Die Welt ist nicht so schlecht wie Du scheinbar denkst aber das Bessere ist nun mal der Feind des Guten!
    Beim Bosch in RT hing mal ein Plakat mit einer Aussage des Urvaters Robert von 1928: "Was soll denn da noch kommen, das Auto ist doch auskonstruiert!"
    Wenn man etwas mit eigenen Händen gebaut hat sieht man es natürlich anders an wie jemand der nur Fertiges nutzen aber mehr eben nicht kann. Und wenn so einer dann rummault steh ich da voll drüber.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

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    Sehr schön was Michael anspricht und vorstellt. Wenn ich daran denke wie stolz wir damals uns über den M+F Bohrzwerg gefreut haben und auch die alte Emco unimat war für viele Selbstbauer die Eierlegende Wollmilchsau. Was Proxxon anlangt, habe ich auch einige Maschinen und bin recht zufrieden damit. Wenn gleich es nicht nur Licht, sonder auch Schatten gibt. Die kleine Kappsäge ist zu schwach und hat keine Anschlagmöglichkeit.(Ich nutze sie zum ablängen feiner Messingprofile mit der Trennscheibe). Bei der Tischkreissäge sind mir im Laufe der Jahre mehre Motoren durchgebrannt, weil die Absaugung nicht richtig funktionierte und es keinen Thermoüberlastungsschutz gab. Die neuere ist wesentlich besser, man merkt ,das nachgebessert wurde. Beim Thema präzises Bohren von Löchern habe ich schon so viele Varianten durch und bin nie glücklich oder zufrieden gewesen. Vor ein paar Jahren wurde ich per in Zufall in einer Baubeschreibung auf eine Bohrmaschine von Harnisch und Rieth aufmerksam, die für mich das Beste ist ,was für einen Modellbauer überschaubar und bezahlbar ist. Das Teil gibts leider nur noch gebraucht, aber mit etwas Glück nur 100 bis 150 € teurer, als die Tischbohrmaschine von Proxxon. Die Maschine kommt aus der Dentaltechnik und hat entweder nur eine Spannzangenaufnahme für Dentalwerkzeuge (2,3 mm) oder ist schon mit einem Präzisions Futter 0-3mm von Albrecht ausgerüstet. Wir haben zwei von den Dingern, beide mit Futter, davon eine selbst umgerüstet. Das Ding hat vier unterschiedliche Drehzahlen (Riemenscheiben). Verstellbaren Kopf an sehr stabile Säule. Beleuchtung von oben im Stillstand oder Lauf. Fein justierbarer Tiefenanschlag. Handvorschub durch Eigengewicht der Spindel, feinfühlig mit Rändelschraube oder durch Hebel. Spindelarretierung mit Klemmschraube. Wer einmal mit dem Teil gebohrt hat will nix anderes mehr........und die Standzeit der Bohrer durch nichtabrechen und auch die Präzision durch zügiges bohren ist top.Feine Messingbohrereien sind nu endlich nicht mehr ein Grauß......

    Gruß Wolfgang

  • Ich nutze mal diesen Beitragsbaum, um mal Empfehlungen einzuholen.

    Bis zuletzt habe ich über die Anschaffung einer Proxxon MF70 nachgedacht. Nur kann ich das Gerät schwer einschätzen. Letztendlich will ich nur Kleinigkeiten damit machen, dazu zählen Löcher durch Messingfeinguss Teile, Schienenprofile, Messingbleche zu bohren oder Schienenprofile sogar zu befräsen. So einen Kreuztisch würde ich dabei sehr praktisch finden.

    Allerdings muss ich anmerken, ich habe keine Erfahrung in der Handhabung einer solchen Maschinen. Ich bin eher mit Maschinen aus dem typischen Holzbau vertraut und bei meiner CNC muss ich ja nur aufpassen und Werkzeug wechseln.

    Danke und Gruß
    Djordje

  • Hallo Djordje

    wenn Du eine Ständerbohrmaschine hast, würde ich es erst mal mit einem Kreuztisch probieren, dann merkst Du im laufe der Nutzung ob eine "richtige" Maschine Sinn macht. M. E. ist diese Proxxon-Maschine schnell zu leicht, wenn man öfters und unterschiedliches damit arbeitet bzw. gern machen würde wenn die Stellwege nicht zu klein oder das Material etwas zu dick wären.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo Djordje,

    von der MF70 kann ich Dir nur dringend abraten. Ich hatte sie und wieder weiter verkauft. Zum Fräsen ist sie viel zu instabil. Macht einen ungesunden Lärm, weil alle Führungen wackelig sind und solche Sachen, wie Neusilber fräsen kannst Du komplett vergessen. Dazu hat sie auch zuwenig Leistung. Zum Bohren ist die MF70 zu unpraktisch.

    Zum Bohren empfehle ich Dir das was ich eingangs vorgestellt hatte. Kleiner Bohrständer mit Kreuztisch. Ich habe damit noch nie einen Bohrer abgerissen.

    Viele Grüße

    Michael


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  • Hallo Wolfgang ( Weichenschmierer )

    Harnisch&Rieth .... das sind Maschinen für professionelles Arbeiten. Die sind gebaut für die Ewigkeit. Aber auch andere Maschinen der Firma sind u.U. für Modellbauer interessant. Einzig die geringen Verfahrwege, die man in der Dentaltechnik benötigt, schränken etwas ein. Aber in Kombination mit einem größeren Kreuztisch ( wie bei Dir ) ist das natürlich der Hit.

    Grüße

    Michael

  • von der MF70 kann ich Dir nur dringend abraten. Ich hatte sie und wieder weiter verkauft. Zum Fräsen ist sie viel zu instabil. Macht einen ungesunden Lärm, weil alle Führungen wackelig sind und solche Sachen, wie Neusilber fräsen kannst Du komplett vergessen. Dazu hat sie auch zuwenig Leistung. Zum Bohren ist die MF70 zu unpraktisch.

    Danke! Damit kann ich tatsächlich etwas anfangen bzw. so etwas habe ich befürchtet.

    Was natürlich klasse wäre, ein Bohrständer für eine kleine Fräsmaschine mit ER 16 Spannfutter. Da könnte ich die Werkzeuge meiner CNC mit nutzen. Aber einen fetten AMB Fräsmotor für teuer Geld einkaufen, sehe ich nicht ein. Den Fräsmotor meiner CNC kann ich leider nicht nutzen, da die Drehzahl rein digital angesteuert wird.

    Gruß
    Djordje

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