Hallo zusammen,
So gehe ich vor:
Entfetten mit Aceton oder Bremsenreiniger.
Die eigentliche Lauffläche klebe ich dann mit 3 mm breitem Maskierband ab, um sie beim Sandstrahlen und Brünieren zu schützen. Gibt es z.B. von Tamiya oder vielen anderen.
Sandstrahlen mit Dentalstrahlmittel Körnung 220. Die so aufgerauhte Oberfläche nimmt die Brünierung deutlich schneller an.
Die Firma Klever stellt 2 verschiedene Brünierungen her.
Die Buntmetallbrünierung Nerofor arbeitet langsam und empfiehlt sich daher eher für die Tauchbrünierung von Kleinteilen wie z.B. allen Kleineisen. Ich gebe dazu die Kleinteile in ein kleines Schraubglas ( 30 ml ) mit Nerofor und schüttle dann ca. 3 Minuten lang hin und wieder. Haben die Teile ihre maximale Färbung erreicht, gieße ich die restliche Brünierung in ein anders Glas ab und wässere dann unter ständiger Bewegung. ( Beim Brüniervorgang verbraucht sich die Flüssigkeit und der Vorgang dauert immer länger bzw. die max. Schwärzung wird gar nicht mehr erreicht! )
Schnellbrünierung:
Unter ständiger Bewegung werden die Profile mit Brünierung eingepinselt. Da sich die Brünierung beim Streichvorgang verbraucht, den Pinsel öfter mal in frische Brünierung tauchen.
Da bei der Schnellbrünierung die Konzentration an Phosphorsäure aber deutlich höher ist, als bei Nerofor, sollten die Teile im Wasserbad ausreichend gewässert werden, damit es nicht nach längerer Zeit zu Ausblühungen von Kupfersalzen kommt. 2-maligen Wasserwechsel unter ständiger Bewegung reichen völlig aus. Das ist eine Sache von einer Minute.
Der maximal mögliche Farbton kommt schon sehr nahe an "Rost dunkel" heran, natürlich kann man das fertig eingeschotterte Gleis dann noch weiter patinieren.
Viele Grüße
Michael