Transportschaden Wunder BR218 – Totalschaden?

  • Seit ich mich mit Spur 1 beschäftige, habe ich alle Lokomotiven beim Händler persönlich abgeholt. Ausschlaggebend war ein Telefonat mit Herrn Dengler (Pappenheim), der sich weigerte den Versand einer Märklin BR 214-A vorzunehmen. Aussage „nur Ärger, nur Abholung!“

    Sowohl diese Lok, als auch eine Märklin Köf III wurden an vor Ort abgeholt (810km hin und zurück an einem Tag). Die Loks wurde begutachtet, Funktionen geprüft und wenn i.O. mitgenommen. Gleiches mit einem Märklin Ce-Krokodil bei Esper (Weißenthurm) und anderen Händlern.

    Insofern kam auch nur eine Abholung der BR218 bei der Fa. Wunder für mich in Frage. Die Entfernung Freudenberg – Viernheim 160km, gar kein Problem. Die Abholung wurde schriftlich fixiert und ein Abholtermin für den 16.12.25 / 11.30 mit Herrn Wunder vereinbart.

    Baff erstaunt war ich vorgestern am Nachmittag, als DHL ein größeres Paket von der Fa. Wunder anlieferte. Das Paket war äußerlich in einem einwandfreien Zustand. Als Klebestreifen wurde u.a. ein rotes Klebeband „Vorsicht Glas“ verwendet, eine Menge Styropor umhüllte mehr oder weniger das innere Paket. Auch dieses und der Orig.-Karton, einwandfrei.

    Das Drama spielte sich dann jedoch im Inneren der Verpackung ab. Die Lok hatte, auf dem Führerstand 1 stehend (bei senkrechtem Transport) durch ein vielleicht heftiges Aufsetzen eine massive Stauchung erlitten. Da die Lok, anderes als bei Märklin, nicht fest mit der Bodenplatte verschraubt war, ging das ganze Lokgewicht über die eingefederten Puffer und einer Kartonzwischenlage ins Fahrgestell. Dieses zeigt seitlich eine deutliche Stauchung nach außen, die Bühne ist kaum noch sichtbar, das Gehäuse an beiden Seiten eingerissen. Die Kartonzwischenlage weißt zudem deutliche Eindrücke der Puffer (nur auf dieser Führerstandseite) auf. Meine Verdacht: Totalschaden?

    Die Mails mit Herrn Wunder, noch am gleichen Tage, waren beidseitig offen und kooperativ.

    Dem Hinweis zu den Lieferbedingungen: „Transportschäden sind bitte unverzüglich gegenüber dem Zusteller anzuzeigen und uns mitzuteilen“ habe ich gestern Mittag nach ausführlicher Foto-Dokumentation von Lok und Verpackung Folge geleistet. Alles ist jetzt bei DHL zur Begutachtung. Das Herr Wunder zwischenzeitlich vorschlug ich solle die Lok bei mir behalten und er würde sich kümmern, ging zeitlich parallel unter.

    Die Aussagen der DHL-Bediensteten waren allerdings sehr informativ.

    Aufkleber, wie "Vorsicht Glas", seitliche Pfeile nach oben, Beschriftung mit "TOP" sind schön, ersetzten aber nicht die gegebenen Vorgaben:

    Ein Paket muss in allen Lagen transportfähig sein, hochkant, auf dem Kopf, egal. Für eine entsprechende Verpackung der Gegenstände hat der Versender Sorge zu tragen.

    Außerdem, sehr interessant, die Gegenstände müssen ein Sturz aus 1m Höhe unbeschadet überstehen.

    Mein Tipp an euch: Schaut euch die Kartoneinsätze vor den Puffern genau an. Gibt es dort evtl. deutliche Eindrückspuren von den Puffern?


    Über den weiteren Wertegang der Dinge, ich hoffe, Herr Wunder hat einen passenden Vorschlag, werde ich euch informieren. Soweit für den Moment.

    Herzliche Grüße

    Elmar

  • Baff erstaunt war ich vorgestern am Nachmittag, als DHL ein größeres Paket von der Fa. Wunder anlieferte. Das Paket war äußerlich in einem einwandfreien Zustand. Als Klebestreifen wurde u.a. ein rotes Klebeband „Vorsicht Glas“ verwendet, eine Menge Styropor umhüllte mehr oder weniger das innere Paket. Auch dieses und der Orig.-Karton, einwandfrei.

    Das Drama spielte sich dann jedoch im Inneren der Verpackung ab. Die Lok hatte, auf dem Führerstand 1 stehend (bei senkrechtem Transport) durch ein vielleicht heftiges Aufsetzen eine massive Stauchung erlitten. Da die Lok, anderes als bei Märklin, nicht fest mit der Bodenplatte verschraubt war, ging das ganze Lokgewicht über die eingefederten Puffer und einer Kartonzwischenlage ins Fahrgestell. Dieses zeigt seitlich eine deutliche Stauchung nach außen, die Bühne ist kaum noch sichtbar, das Gehäuse an beiden Seiten eingerissen. Die Kartonzwischenlage weißt zudem deutliche Eindrücke der Puffer (nur auf dieser Führerstandseite) auf. Meine Verdacht: Totalschaden?

    Hallo Elmar,

    ein gutes Beispiel das beim Versand die Loks am Sockel verschraubt sein sollten. Das sollten für mich alle Hersteller/Händler umsetzen num solchen Ärger zu vermeiden

    Allzeit HP1

    Frank

    Mein avatar ist als Bausatz noch käuflich trittfest und freilandtauglich

  • Die Problematik ist, dass die Überbringer vor allem längliche Pakete mit der Stirnseite manchmal extrem rabiat auf den Betonboden knallen.

    So dass ohne sehr gute Polstern zwangsläufig Totalschaden entsteht. Habe ich vor Jahren selbst vor meiner Haustür erlebt und entsprechenden

    Schrott empfangen.

    Seitdem polstere ich Pakete, die ich versende, an den Stirnseiten dicker als an den Seiten. Vor allem muss der schützende Umkarton großzügig

    bemessen sein. Und weise auch Versender, vor allem Privatleute aus der Bucht, darauf hin wenn ich dort gekauft habe.

    Gruß

    Huygen

  • Meine 218 ist wohlbehalten angekommen.

    Es gibt beim Versenden halt Risiken, wenn DHL die Pakete unsachgemäß behandelt.

    Verschrauben ist keine Garantie für sicheren Transport.

    Bei mir ist eine V200 mit an den Verschraubungen rausgebrochenem Unterboden angekommen.

  • So etwas ähnliches hatte ich mal mit einem von mir versendeten Keyboard. Das hatte einen Totalschaden bei DHL erlitten. Obwohl versichert hatte DHL sich geweigert die versicherte Summe auszuzahlen, weil der Karton außen unbeschädigt war. Einen Anwalt einzuschalten lohnte sich bei dem Keyboard nicht mehr.

  • Das ist leider der typische Transportschaden einer Wunder Lok. Mir hat es es vor ein paar Jahren eine neuwertige 103 zerschossen die ich bei einem Modellbahn (Großankäufer=alle Spuren) bei ebay ersteigert habe. Die Lok kam mit minimalster Polsterung aber mit OVP an, Abholung war ausgeschlossen. Ergebnis siehe Bilder. Das Geld habe ich zwar anstandslos zurück bekommen aber es ist extrem schade um die seltene Lok gewesen.

    Meine Quote bei solchen Anbietern: 3 von 4 Artikeln kamen schrottreif oder beschädigt an.

    Mein Mitgefühl an Elmar, hoffe das du deine intakte 218 doch noch bekommst.

    Gruß

    Thomas

  • Auch andere - eher höherpreisige Anbieter liefern nur in passgenauer Schaumstoff-Bettung.

    Begründet wurde mir dies dereinst u.a. damit, daß eine hochwertige Lok, bei der (nahezu) alles stimmig ist, ein Gewinde im Rahmen nicht dazu passt - ein Argument, welches ja nicht von der Hand zu weisen ist...

    Offensichtlicher, nicht unerheblicher Nachteil eben: s.o. .....

    ........., meint mit besten Grüßen, Tilldrick Einsenspiegel

  • Hallo,

    egal ob das Modell reparabel ist oder nicht. Bei uns gilt, dass ein gewerblicher Händler das Versandrisiko trägt. Im ungünstigsten Fall wird daher Elmar sein Geld wiederbekommen. Aber er bleibt so oder so nicht auf diesem Schaden sitzen.

    Und treten solche Fälle gehäuft auf, dann muss sich der Verkäufer überlegen, ob er durch eine bessere Verpackung diesen Kosten-Posten verkleinern kann.

    Gruß

    Frank

    Edited once, last by Oldboy (December 13, 2025 at 11:29 PM).

  • Hallo zusammen,

    eine letzte Meldung zu der Thematik.

    Auf meine Bitte, morgen eine einwandfreie Ersatzlieferung abholen zu holen, kam soeben die Antwort. „ bgzl. Ihres Transportschaden.“ Angefragt beim Produzenten, ob die Lok mit neuen Teilen repariert werden kann. Eine Ersatzlok würde es leider nicht mehr geben.

    Ich habe mich für dieses „wunder“bare Vergnügen der Erstbestellung bedankt und mein Geld zurück gefordert.

    So, das war’s. Freundliche Grüße, Elmar

  • Guten Tag zusammen

    Vor bereits geraumer Zeit erwarb ich die E 150-061 von Wunder über Spur1-Austria als Verkäufer. Die Problematik mit der Verpackung über den weiten Versandweg war Herrn Stöger offenbar sehr bewusst. Daher bot er mir an, die Lok persönlich zu übergeben. Zeitnah plante er einen Flug nach Fernost ab Frankfurt/Main. Daher bot er an, einen nicht unerheblichen Umweg über Stuttgart zu fahren. Dorthin kam ich zum abgemachten Treffpunkt. Noch heute mein herzlicher Dank an Herrn Stöger für dieses, im wahrsten Sinne - Entgegenkommen - . Das ist definitiv nicht die Regel.

    Mit freundlichen Grüßen, Rainer Wanke

  • Dann „leider“ noch ein Nachtrag!

    Er müsste den Schaden mit seiner Versicherung abklären. Erst wenn das geschehen sei und die Lok wieder in seinem Hause sei, würde ich mein Geld zurückbekommen.

    Sehr gerne möchte man so etwas vermeiden, dann geht’s leider doch nicht ohne, ohne Rechtsanwalt. Kostet ihn auch noch Geld.

  • .....ob ein solcher Ablauf vertrauensfördernd ist?

    In der heutigen Zeit sollte doch klar sein, dass soetwas die Runde macht - und man so "Kunden" generiert, die auf Nachfrage NICHTS Positives berichten werden. Was auch ohne Facebook funktioniert.

    Entspricht jedenfalls meiner Erfahrung und meinem Umgang mit solchen Vorgängen.

    Grüße.

    Michael

  • Guten Tag,

    wenn ich den Ausgangspost lese, wurde eine Abholung vereinbart.

    Sprich, es wurde "eine" Lok ungefragt und unerwünscht versandt, "deine" muss ja bis zum 16.12. zum vereinbarten Termin beim Hersteller liegen.

    Wenn folglich - einfach so - "irgendeine" Lok verschickt wird, hat der Kunde doch nun wirklich gar nichts mit der Regulierung zu tun. Der Käufer hat den Versand nicht gewollt; es wurde etwas grundlegend anderes vereinbart.

    Was wäre, wenn es das Modell vertauscht worden wäre und dann der Schaden an einer anderen Variante eingetreten wäre? Würde dann auch der Empfänger einer unerwünschten Lok mit seiner Vorkasse in Haftung genommen worden? Richtige Lok erst nach Schadensbehebung am ungewünschten Teil?


    Für die Zukunft ist es bei solchen Vereinbarungen ggf. ratsam, Sendungen bei anderslautender Absprache einfach zu verweigern und bei der tatsächlichen Abholung auf einem neuen Modell zu bestehen.


    Viele Grüße

    Sebastian

  • Hallo,

    Also ich kann mich erinnern,dass das Thema von wegen Transportschäden schon mehre Male erörtert wurde.Bensonders bei Kiss/Wunder oder Dingler-Modellen.

    Als meine SBB C5/6 beim Lokladen Bingen eingetroffen ist,rief mich Ottmar Lippert an und meinte,dass Er die Lok nicht verschicken wollte,weil der Tender lose in der Verpackung war.Ich holte sie in Bingen ab und gab somit dem Paketdienstleiter keine Chance zum werfen zugeben.Mein Lokführerkollege bekam auch mal eine E17 mit Transportschaden.Es ist natürlich bitter,wenn eine Rückabwicklung wegen ausverkaufter Serie nur aus Rückzahlung besteht.Deshalb nur Selbstabholung!!

    Gruss Wolfgang

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