2. Advent – Die Dammstrecke ist fertig

  • Moin, Jungs,

    vor einem Jahr hieß der Titel 2. Advent: Der Damm - doch noch nicht fertig - Anlagenbau/Planung - Spur 1 Gemeinschaftsforum.

    Dieses Mal kann ich berichten, das der Damm nun fertig ist.

    Zunächst wurden die Dammteile „hinter der Kurve“ komplett mit eingefärbter Filterwatte und Blattwerk und Blattlaub von Heki beklebt und gestaltet. Dieses niedrige Buschwerk schien mir für die Dammrückseite ausreichend, da dieser Bereich ohnehin kaum zu sehen ist.

    „Vor der Kurve“, rechts von der Steinbogenbrücke, wurde der Damm komplett aus Styrodur erstellt, auf den Auftrag einer Spachtelmasse verzichtete ich hier. Gleichzeitig wurde die Straße hinter und unter der Brücke erstellt. Auf der Vorderseite ging die Straße in eine Rampe für das Ladegleis von Mariensiel über.

    Für die Straßenoberfläche verwendete ich Marmormehl und Acrylbinder aus dem Künstlerbedarf. Im richtigen Verhältnis zusammengemischt konnte daraus eine leicht verstreichbare Masse erstellt werden, die während des Trocknungsvorgangs zu Rissbildung neigte.

    Die Marmormehlmasse wurde auf dem vorgesehenem Straßenverlauf entsprechend zurechtgeschnittenen Kunststoffplatten aufgetragen. Die Straßenteile hinter dem Damm und unter der Brücke wurden mit Doppelseitigem Klebeband befestigt und am Rand mit Holzspachtel der Seitenstreifen und Übergang zum Boden erstellt.

    Die Damm- und Straßenteile vorne mussten alle für einen möglichen Abbau der Segmente abnehmbar gestaltet werden.

    Auf dem folgenden Bild ist die Straße hinter und unter der Steinbogenbrücke schon mit Marmormehl gestaltet.

    Straße und die Rampe waren ein Teil und wurden aus Hartschaumplatte erstellt. Die Seitenwände an der Rampe standen etwa ein bis zwei Millimeter über, dazwischen wurde wieder Marmormehl und diesmal auch Holzspachtel aufgetragen sowie Leichtspachtel bei der Oberflächengestaltung der Seitenmauern.

    Wegen der Rampe und dem Rampengleis konnte der Dammkörper an der rechten Seite der Steinbogenbrücke nicht komplett bis zum Boden ausgeführt werden, es musste eine Stützmauer her.

    Mit Wildgras Typ Bergwiese, einem Zaun aus Holzpfosten und Nähgarnfäden und einer Weide mit abgefressenem Gras war der Bereich hinter der Brücke inzwischen fertig gestaltet. Auf dem nächsten Bild aus dieser Bauphase sieht man unten an der Endkante die Leiste, in die der Horizont eingeschoben werden kann

    Auf dem nächsten Bild mit eingeschobenem Horizont sind vorne an der Brücke auch Drahtzuleitungen und zwei Halter zu erkennen.

    Auch die Kühe für den Hintergrund waren testweise ausgedruckt und ausgeschnitten worden und wurden für ein paar Probeaufnahmen zwischen Hintergrund und Styrodur Bodenplatte eingesteckt. Das nächste Bild zeigt einen Blick durch die Brücke. Wie man erkennt, wurde inzwischen auch der Straßenrand mit Farbe und feinen Split gestaltet.

    Für die Kühe gab es mehrere Entwürfe. Nach mehreren Tests auch wegen der Größe der Viecher schienen mir diese Abmessungen auf dem nächsten Bild geeignet.

    Die Stützmauer an den Dammkörpern wurden aus Hartschaumplattenresten vom Fundament des alten Lokschuppens erstellt und erhielten eine Mauerabdeckung aus dem gleichen Material. Mit Holzspachtel wurde der Spalt beziehungsweise Übergang zum Styrodur des Dammkörpers verschlossen. Nach dem Aushärten der Spachtelmasse sorgte dies für eine ausreichende Festigkeit.

    Auch das Einfahrvorsignal nach Wilhelmshaven bekam nun ein ordentliches Fundament und die Drahtzugleitung vom Stellwerk Wilhelmshaven wurde bis zum Signal erstellt. Das Signal auf dem Bild kann nach hinten zur Wand verschoben und dann nach oben herausgenommen werden, das Grünzeug ist nur auf dem hinteren, ebenfalls entnehmbaren Dammteil aufgeklebt.

    Mit dem Ankleben der Geländer war die Steinbogenbrücke nun auch fertig gestellt.

    Nachdem der Damm rechts von der Brücke komplett begrünt war, ging es neben der weiteren Detaillierung auch mit weniger interessanten Arbeiten weiter. So wurden auf dem oberen Gleis die Schwellen angemalt und damit das Einschottern vorbereitet.

    Der provisorische Signalhalteblock für das Ausfahrvorsignal Mariensiel aus Styrodur – siehe Bild 3 – wurde durch einen ordentlichen Kasten aus Hartschaumplatte ersetzt.

    Dieser Schacht war so bemessen, dass das Signal jederzeit entnommen werden konnte.

    Um diesen Schacht und entlang der Strecke zwischen Gleis und Anlagenkante wurden, ebenso wie zwischen Gleis und Straße beziehungsweise Rampe passende Füllstücke aus Styrodur erschaffen. Diese Teile konnten fest auf dem Segment befestigt werden.

    Das nächste Bild zeigt, dass auch am oberen Gleis die Lücke zwischen Gleis und Wand vor dem dortigen Vorsignal mit einem Stück Styrodur geschlossen wurde. Die Böschungskörper sowie Straße und Rampe können entnommen werden, so dass der Styrodurblock darunter mit dem Ladegleis entfernt werden kann. Die Teile links von der Rampe sind fest mit dem Segment darunter verbunden.

    Nachdem die Gleise eingeschottert und die Randwege mit Farbe und Turf gestaltet waren, wurde weiter begrast. Der Feldweg verließ in einer engen Kurve das Segment, und an dieser Kurve wurde noch ein Busch gepflanzt.

    Neben der Aufstellung von weiteren Telegrafenmasten war zum Abschluss noch die Drahtzugleitung vom Mariensieler Einfahrsignal zu verlegen. Die Rollenhalter hatte ich schon fertig gestellt, sie wurden aufgestellt und verklebt, dann konnten die beiden Drähte aus 0,3 mm Stahldraht verlegt werden bis kurz hinter das Ausfahrvorsignal.

    Hier wechselte die Leitung über Ablenkungen und Blechkanal die Seite, um dann mit der vom Vorsignal kommenden Leitung weiter in Richtung Mariensiel zu führen.

    Inzwischen hatte ich die ersten drei Hintergrundteile aus Finnpappe erstellt. Auf dem nächsten Bild sieht man am Horizont die Trennlinien zwischen den einzelnen Pappstücken. Die mittlere und die linke Pappe sind fest miteinander verklebt

    Zur Befestigung an der Blechwand (der Raum war mal als Luftpistolenstand genutzt worden und die Blechwand war als Schutz der eigentlichen Wand bei Fehlschüssen noch vorhanden) bekam die Übergangspappe zum blauen Horizont zwei Magnete auf den Rücken geklebt.

    Damit war die Dammstrecke bis zum Bahnhof Mariensiel fertig gestellt.

    Am dritten Advent zeige ich euch, wie ich einen Kohlenbansen gebastelt habe.

    Gruß

    Der Michel

  • Hallo Michel,

    danke für die vielen Bilder und Infos. Bei dir und bei mir sind die besten Beispiele wenn man das Ziel hat einen großen Raum sucht, ihn auch bekommen kann. Das ist die beste Möglichkeit sich von den engen Radien zu verabschieden um auch Schraubenkupplung fahren zu können

    Allzeit HP1

    Frank

    Mein avatar ist als Bausatz noch käuflich trittfest und freilandtauglich

  • Hallo Michel,
    deine Beiträge zum Jahresende gehören für mich regelmäßig zu den Highlights des ganzen Jahres. So auch heuer. Deine gestalterischen Ideen und die Art, wie du sie umsetzt, ist beeindruckend. Ich freue mich auf deine weiteren Beiträge!
    Viele Grüße und weiterhin frohes Schaffen! Manfred

  • Hallo Michel,

    Für mich ich die Damm Strecke der realistische Landschaftteil den ich kenne. Alle Achtung vor Deinem geschulten Auge und Deinem begnadeten Können dieses umzusetzen. Mach weiter so. Ich freue mich immer wieder über Deine genialen Beiträge.

    Viele Grüße

    Martin

    (p.s. sorry wegen dem umgefahrenen Signal)

    www. spur1-hannover.de

    jahrelang unterwegs in Epoche III und IV, heute Wechsel nach Epoche VI

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