Faltenbalg Eigenkonstruktion?

  • Hallo zusammen,

    ich möchte natürlich auch meine BR 654 mit passenden Faltenbälgen versehen.

    Aber wie konstruiere ich diese am Besten?
    Einen Tipp habe ich erhalten: 3D-Druck mit flexiblem Resin.

    Doch hier stellt sich die Frage, wie zeichne ich diese richtig? Auf einer graden Strecke liegt der Abstand bei etwas mehr als 10 mm. In den engen Radien liegt der Abstand im Innenkreis bei nur 7 mm und im Außenkreis bei 25 mm.

    Habt ihr Tipps für mich, wie ich das am Besten umgesetzt und gezeichnet bekomme?
    Vielen Dank.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo Dieter,

    danke für diesen Beitrag, ich hänge mich an die Frage dran! Viele KM-1 VT 11.5 haben eingerissene Faltenbälge und benötigen hier auch eine Lösung. Die Lösung mit Papier oder Stoff ist ja ganz nett, sieht aber halt auch nicht sooo toll aus. Ich hatte auch schon überlegt, die Dinger in TPU zu drucken, neuerdings kann ja auch der Prusa Drucker "Silikon" drucken, aber ich habe mich da noch nicht ran getraut. Von allen Filamenten ist das Zeugs wohl mit am schwersten zu drucken?!

    Vielleicht hat einer der Druckexperten hier im Forum Erfahrung mit TPU Filament?

    Die Frage ist dann natürlich auch: Wie lange hält das im Vergleich zu Gummi?

    Viele Grüße,

    Kalle

  • Bin zwar kein 3D-Druckexperte, aber mit TPU kenne ich mich aus.


    TPU ist der bevorzugte Werkstoff für z.B. LKW Bremsschläuche. Auch Sportschuhe und Schuhsohlen werden mit TPU hergestellt.

    Also langlebiger als Gummi.

    Die frage ist nur ob das verfügbare Filament weich genug ist.

    Eine Härte von Shore A30 bis 40 ist gefühlsmäßig wohl Obergrenze.


    Gruß,

    Alain

  • Moin zusammen,


    durch meine Frau bin ich zur Gießharztechnik inkl. Abformsilikon gekommen. Wenn ich fertigte Formen versäubere, entstehen oft dünne Ränder bzw. "Gusshäute", die recht flexibel sind. Für einen Faltenbalg mit den o.g. gewünschten Bewegungen sollte das ausreichen. Das Silikon, was meine Frau benutzt, lässt sich wohl auch färben, aber nur mit speziellen Silikonfarben. Im Nachgang ist es ja nicht lackierfähig.

    Die Herausforderung wäre der Bau der Negativformen, in deren Hohlraum der Faltenbalg gegossen wird. Ist mit Sicherheit machbar, aber mit Aufwänden verbunden. Die optimale Form im unbelasteten Zustand müsste vorher empirisch ermittelt werden.


    Bis dann,


    Grüße v Thomas

  • Hallo Faltenbalgbastler,

    Rainer Hipp hatte einst gezeigt wie er die Faltenbalgen der Märklin-E91 optimierte (klick),
    da sein Beitrag leider nicht mehr richtig dargestellt wird (warum auch immer?) hab ich den Text und drei seiner Bilder hier her kopiert

    Der lappige Balg zwischen den Lokteilen entspricht zwar den letzten Originallok, ist aber unschön. Darum habe ich eine Vorrichtung gebaut um dem Leder wenigsten zwei Falten beizubringen. Mit dieser wurden zwei Rippen aus Karton in den Balg eingeklebt, um die dann das angefeuchtete Leder gefaltet wurde. Am Original findet man auch Ausführungen mit nur einem Wulst.

    42707

    Die gewünschte Anzahl der Falten richtet sich nach der Anzahl der Formbügel/Rippen. Da das Balg-Material auf den Zwischenbügeln nur mit den Bügelkanten verklebt wird könnten diese Bügel auch als Drahtbiegeteile erstellt werden?

    42708

    Die End-Bügel sollten allerdings wie hier bei den Originalteilen von Märklin genügend Klebeflächen bieten.

    42712

    Mit nur zwei Falten sieht es schon deutlich besser aus als die formlose Ursprungsversion aber bei dem Triebwagen wären ein paar Falten (-Bügel) mehr schon passender.

    Bei dieser Technik kommt es nun darauf an welches dünne, flexible Material man verwendet. Feineres Leder als hier bei der Märklin-Lok wäre da schon besser aber sicherlich ginge auch hauchdünnes Gummituch? Es sollte auf alle Fälle gut zu kleben sein.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

    Edited once, last by Michael Staiger (December 1, 2025 at 1:16 PM).

  • hallo Kalle, Zwischenfrage:

    Warum reissen die Faltenbälge ein ?

    Hallo H. Werner,

    vom fahren. Fährt man nicht, ist alles in Ordnung. Zwei Faltenbälger beim VT 11.5 üben sehr viel Druck aus, egal ob man den armen VT durch den 1020mm quält, oder 1394mm Radius. Die Belastung ist zu hoch. Haben viele VT Fahrer. Einer der Mannheimer hat bei seinem VT immer nur einen Faltenbalg pro Wagenübergang installiert, also jeden 2. Faltenbalg in seinem Zug entfernt. Dort riss bisher noch nix. Allerdings fahren die Mannheimer Radien weit größer als 2 Meter.

    Ersatz gibt's bei KM-1 schon lange nicht mehr. Wir hoffen daher wenn die Neuauflage der VTs bei KM-1 kommt, auf reichlich Ersatzteile ...

    Oder eben 3D-Druck ...

    Viele Grüße,

    Kalle

  • Hallo Michael,

    grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn diese Teile flexibel genug sind. Müsste man für die entsprechenden Radien mal ausprobieren? Die Faltenbälge z.B. am Märklin VT 137 sind das Gegenteil von "flexibel", die sind starr wie Leder, weil das wohl Kunstleder oder ähnliches ist, aus welchem die bestehen?

    Ich werde mal TPU bestellen und schauen, ob mein Drucker damit vernünftige Ergebnisse erzielen kann?

    Versuch macht kluch ...

    Viele Grüße,

    Kalle

  • Hallo,

    was spräche denn gegen starre Faltenbälge mit genügend Bewegungsfreiheit im Gehäuse?

    .....welche Antwort möchtest Du denn jetzt hören?

    Vielleicht - warum sollte man das machen, wenn vorbildgerechtere Lösungen möglich wären, die nur zuverlässig funktionieren müssen? Das wird doch wohl hauptsächlich eine Frage von Materialkunde und entsprechender Materialauswahl sein.

  • Faltenbälge sind scheinbar ein Thema bei der Spur 1. Sei es um nicht Vorbildgerechte auszutauschen oder um Fehlende zu ergänzen, ich zb suche 2 stck

    für einen J&M Modelswagen..der muss nicht mal 120% sein, immer noch besser wie gar keiner. Selber drucken kann ich nicht, aber wäre das nicht ein Dankbares Objekt für die Kleinst und Zubehör Hersteller ? Oder gibt es da was zu kaufen und ich habe es übersehen

    Modellbahn Grüße Horst Schneider

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