Moin, Jungs,
den Lokschuppen in Oldenburg hatte ich Ende 2024 angefangen. Das letzte Bild in meinem letztjährigen Bericht 4. Advent: Das musste jetzt auch sein - Anlagenbau/Planung - Spur 1 Gemeinschaftsforum zeigt die mit Einmalzeichnungen vorbereitete Außenfassade,
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an der es 2025 weiter ging.
Nachdem alle Fugen auf der Wand eingeritzt und die Einmalzeichnungen entfernt worden waren, wurden die Steine mit Ziegelrot von Revell angemalt und nach Trocknung der Farbe wurden die Fugen mit einer Mischung aus weißer und grauer Dispersionsfarbe, verdünnt mit Wasser, ausgegossen. Anschließend wurde noch mit trockenem Pinsel Mischungen zwischen Ziegelfarbe und Schwarz oder hellem Braun aufgetragen.
Auch die Mauervorsprünge wurden mit Einmalzeichnungen beklebt, Fugen eingeritzt und wie oben beschrieben angemalt. Auf dem nachfolgendem Bild liegen alle Vorsprünge bereit, die vor dem Aufkleben aber noch bemalt werden müssen. Die Teile rechts und links von der Wand wurden außen angefast.
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Nachdem die Außenwand fertig war, wurde sie mit der Giebelwand verheiratet, sprich, aufgeklebt.
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Auf dem Bild sind auch links und rechts die ebenfalls angefasten Teile für die Eckpfeiler, die eigentlich an die Seitenwände gehörten, zu sehen.
Wie beim ersten Lokschuppen sollten die Vorsprünge nämlich an der Giebelfront angebracht werden, damit später die Seitenwände dahinter eingeschoben werden konnten. Auf diese Weise würden sie einen festen Halt bekommen.
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Die Seitenwände waren auch als nächstes dran. Die Fenster waren schon ausgeschnitten, allerdings mussten auf den Wandinnenseiten noch Vertiefungen geschnitten werden, in die die Fensterrahmen dann eingelegt werden konnten.
Dazu schnitt ich mit dem Cutter rund um jedes Fenster einen etwa drei Millimeter breiten Streifen. Der Schnitt war dabei nicht tiefer als zwei Millimeter.
Dann drehte ich die Wand um und schob rund um das zu bearbeitende Fenster Zeichenkarton von einem Millimeter Stärke drunter.
Die ausgeschnittenen Fensterteile hatte ich aufbewahrt und nummeriert, so dass ich nun das zum jeweiligen Fenster passende Stück wieder einfügen konnte, wobei es auf der Arbeitsunterlage zum liegen kam und somit einen Millimeter tiefer lag als die Wand.
Dadurch entstand eine entsprechend dicke Kante und ich konnte nun mit dem Cutter entlang des Fensterstücks bis zu dem schon auf der Rückseite angefertigten Schnitt um den Fensterrahmen schneiden und anschließend diesen Rahmen entnehmen.
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Da die weitere Innenwand später direkt auf den Fensterrahmen aufgeklebt werden würde, war eine exakte Kante der Umrandung nicht unbedingt erforderlich, wie man zum Beispiel an der oberen Rundung erkennen kann. Nur der äußere Wandbereich blieb – und das auch nur von außen – sichtbar.
Die Nachbildungen der Metallfensterrahmen entstanden am PC und wurden auf 180 g Fotopapier ausgedruckt. Da für die 10 Fenster jeweils ein Rahmen für Außen und einer für Innen erforderlich war, mussten an insgesamt 20 Rahmen die Rahmenzwischenstücke mit dem Cutter ausgeschnitten werden. Anschließend wurden die Rahmen mittels Sprühkleber auf 0,4 mm dickes klares PVC aufgeklebt. Pro Rahmen benötigte ich etwa eine Stunde.
Ursprünglich hatte ich vor, den zweiten Rahmen auf der Innenseite aufzukleben. Da mit dem Sprühkleber aber keinerlei Korrekturen mehr möglich waren, wäre bei einem Fehlversuch die ganze Arbeit umsonst gewesen. Daher klebte ich alle Rahmen auf das klare PVC und fügte jeweils zwei Rahmen aneinander, in dem ich normalen Kleber auf den Rand eines Fensters auftrug und dann beide Fenster zusammenfügte. Dabei waren noch Korrekturen möglich und es fiel auch nicht auf, dass zwei Fensterscheiben vorhanden waren.
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Das obige Bild zeigt unten in der Mitte einen ausgedruckten Rahmen, links daneben sind die Zwischenstücke ausgeschnitten und liegen auf dem Haufen. Rechts ist ein auf klares PVC aufgeklebter Rahmen zu sehen und oben liegen die fertigen Fenster aus zwei aneinander geklebten Rahmen bereit.
Wie bei der Giebelwand wurden auch bei den seitlichen Innenwänden um die Fensteröffnungen sechs Millimeter breite Streifen geklebt und die Zwischenräume mit Hartschaumstücken unterfüttert.
Die innere Fensteröffnung war an der Unterkante sieben Millimeter tiefer als die äußere Öffnung, da der Fenstersims wie beim Original schräg nach innen führte. Dafür wurde auf der Fensterseite ein Polystyrolstreifen von einem Millimeter Stärke und 6,5 mm Höhe und für die Schräge ein neun Millimeter breiter Streifen aus 0,5 mm dickem Polystyrol eingeklebt.
Das nächste Bild zeigt links den hinteren Polystyrolstreifen unten an der Fensteröffnung und rechts mit der fertigen Innenwand den darüber geklebten schrägen Fenstersims.
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Für das Aufkleben der inneren auf die äußere Wand waren zwei Dinge ausschlaggebend. Zum einen natürlich die gleiche Bodenlinie beider Wände, zum anderen aber die genaue Positionierung der Fensteröffnung um den Fensterrahmen.
Damit dieses einfach und problemlos gelingen konnte, hatte ich für jedes Fenster ein eigenes Wandsegment angefertigt, wie auch schon beim Bau des ersten Lokschuppens. Die Spalten zwischen den Segmenten würden später durch Mauervorsprünge der Pfeiler verdeckt werden.
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Kleber wurde übrigens nur auf den Verstärkungsprofilen aufgetragen und nicht auf die Umrandungen der Fensteröffnungen.
Für die Rückwand waren nicht nur im Außenbereich noch Anbauten nötig, auch innen gab es etwas herzustellen. Beim Original waren Türen vorhanden gewesen, eine Galerie und ein kleiner Raum. Teile davon, zum Beispiel die Türen oder die Treppe zur Galerie, konnten vom ersten Schuppen wieder verwendet werden.
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Da hier weniger Platz vorhanden gewesen war, hatte es nur die Treppe gegeben und ich ergänzte die fehlende Galerie.
Auch die kleine Kammer war aus Platzgründen weggelassen worden, wohl aber waren die Informationstafeln noch vorhanden und konnten wieder verwendet werden.
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Damit die Wände aufgestellt werden konnten, erstellte ich im Therapieraum ein Fundament. PVC Hartschaumplatten dienten als Baumaterial für den Boden und die Verstrebungen darunter.
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An den Schienenstühlen wurden die nachgebildeten oberen Muttern mit dem Cutter entfernt, so dass die darauf geklebten Fundamentplatten etwa einen halben Millimeter unterhalb der Schienenoberkante verblieben und so ein problemloses befahren der Standgleise möglich war.
Insgesamt wurden sechs Bodenplatten verwendet, die an den Übergängen verspachtelt wurden.
Am siebten April war der Fundamentboden fertig und konnte angemalt werden.
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Die Wände der Gruben entstanden aus 2 mm dickem Polystyrol, Boden und Stufen fertigte ich aus Hartschaumplatte.
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Die zu bemalenden Flächen wurden vorher mit Plastic Primer eingesprüht und anschließend mit grauer Dispersionsfarbe gestrichen. Danach erfolgte die Alterung mit Kreide.
Die Gruben wurden in die Öffnungen in den Gleisen eingeschoben. Die kleinen Spalten, die zwischen dem Boden und den Gruben sichtbar waren, wurden verspachtelt, ebenso wie die Fundamentstücke an den Grubenenden.
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Nachdem die ersten Wandführungen und -halterungen aus grünen Hartschaumplattenstreifen auf der Vorderseite des Fundaments aufgeklebt waren – siehe Bild 11 unten – und damit die Torfront fixiert werden konnte, wurden auch für die beiden Seitenwände kurze Führungsstücke aufgeklebt. Alle Wände hatten an der Unterseite Schlitze und konnten damit über die auf dem Fundament aufgeklebten Führungen, die an der oberen Kante angeschrägt waren, geschoben und geradlinig entlang der Fundamentkante platziert werden.
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Auf dem Bild sieht man übrigens auch links oben die Spalte an der Giebelwand, in die die Seitenwand eingeschoben wurde.
Sinn dieser entnehmbaren Wände war es, die Möglichkeit für „Innenaufnahmen“ wie beispielhaft im nächsten Bild gezeigt, zu ermöglichen.
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Bevor die Wintersaison im Bastelkeller Ende April zu Ende ging, erstellte ich die Wände für den Werkstattanbau und den Wasserturm mit Schornstein am Ende des Lokschuppens. Die hier fast ausschließlich zum Tragen kommenden Backsteinwände wurden nach dem bereits weiter oben beschriebenen System erstellt.
Die Fenster von Zapf wurden mit einem weißen Rand aus einem Millimeter dicken Polystyrol versehen, so dass sie leichter an der Innenseite der Wände befestigt werden konnten und Kleber auf dem klaren PVC der Fenster vermieden wurden.
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Mit der provisorischen Aufstellung der Schuppenwände und den Wänden des Anbaus ging der Lokschuppen in die Sommerpause.
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Die Zeit war nun reif, an der Streckengestaltung weiter zu arbeiten. Was dabei zu tun war, zeige ich euch am nächsten Sonntag.
Gruß
Der Michel