Interessierter Besuch bei der größten Zahnradlok der Welt in der Steiermark

  • Guten Morgen in die Runde,

    in der Tat ein sehr interessantes Vorbild! Wir haben dort letztes Jahr unseren Urlaub verbracht und ich habe die Lok ausführlich dokumentiert! Ein sehr schönes Modell könnte das werden....

    Lassen wir uns überraschen. Ein Mitbewerber hatte ja bereits die 69 / 97 der Erzbergbahn ins Feld geschmissen. Aber da ist wohl erst einmal Ruhe darum geworden!

    Alles in allem ein sehr kleines aber feines Thema und es hat den Reiz der Wenigkeit, welche man dafür benötigt.... Und wenn es dann noch ein paar verschiedene Erzwägelchen gäbe und eine funktionierente Zahnstange wo die Loks dieses Themas von den unterschiedlichsten Herstellern alle funktionieren würden.... es wär gar nicht zum Aushalten....

    Was ein Bild mit Menschen vor einer schönen Lok doch bewirken kann!:)

    Besten Gruß

    Jens Klose

  • Die Zeichnung von Michael zeigt ganz klar das Problem: die Radsätze!

    Wie will man die ohne Kopromisse umsetzen?

    Ginge höchstens in Scale, also exakt 1/32.

    Alles was höhere Spurkränze erfordert, geht nur über Kompromisse. Sprich Radsätze an der Verschleißgrenze (was oft nicht schön aussieht, Achsstände verändern oder ganz auf Spurkränze der mittleren Achsen verzichten. Egal, wie man sich entscheidet, jedes mal wird es Aufschreie der Empörung geben und da sind wir dann noch nicht einmal bei den Mindestradien.

    Also, warum sollte sich ein Hersteller in diese Nesseln setzen wollen, wo doch so offensichtlich ist, dass er von den wenigen, die dieses Modell überhaupt kaufen würden, es trotzdem niemandem Recht machen kann?

    Lösung könnte nur ein Kompromisskatalog sein, den alle Interessenten akzeptieren müssten (zum Beispiel auch eine Kombination aus mehreren Maßnahmen).

    Vorher braucht man nicht anfangen zu konstruieren.

    Also, welche Kompromisse währt Ihr bereit einzugehen? Wie gesagt, es braucht eine eindeutige Mehrheit, die dann auch von denen getragen werden muss, die ursprünglich dagegen gestimmt hatten. Sonst kommen wohlkaum genügend Bestellungen zusammen.

    Andernfalls bleibt das Ganz nur ein Traum.

    Grüße vom basti

  • Ich frage mal in die Runde der Experten:

    Wäre als Mindestradius 1394 mm überhaupt machbar? Oder sprechen wir hier von Mindestradien von 230 cm ... 240 cm oder noch mehr?

    1020 wird wohl niemand ernsthaft in Erwägung ziehen? Oder doch? (naja, Märklin würde es schaffen das zu konstruieren ... ^^)

    Viele Grüße,

    Kalle

  • Hallo Zahnradlok-Freunde,

    die Erzbergbahn war zu Dampfzeiten (bis 1978) schon etwas ganz besonderes. Leider liegen die meisten meiner Bilder noch analog in der Schublade.


    Bin 1976 mal eine Erzzug-Runde Vordernberg - Präbichl - Erzberg und zurück auf der Lok 97 210 mitgefahren

    Ein Erzzug hatte üblicherweise 40 Achsen und wurde mit zwei Loks (972 oder 973) bespannt, wobei die zweite Lok nachschob.
    Die 97 401 u. 402 (Zweitbesetzung, Inbetriebnahme Januar 1942, später 297) sollten die Erzzüge alleine über den Präbichl-Paß bringen, was sie letztendlich auch konnten - nach dem Krieg.
    In großdeutschen Zeiten wurde ohne Ende Stahl gebraucht um die Welt zu erobern und deshalb konnten die Erzbergzahnradloks nicht groß genug sein um den Verkehr auf den Steilstrecken der Erzbergbahn zu beschleunigen. Dazu kam natürlich die Einheitsbauweise, also möglichst viele Teile baugleich mit den anderen Einheitsloks. So orientierte sich der Kessel an dem der BR50. Wichtiger waren aber die vielen Teile des täglichen Verschleißes wie Lagerbuchsen, Ventile, Pumpen usw. So gesehen eine Einheitslok. Nur die anderen 20(!) Zahnrad-Loks dort waren ab Baujahr 1891 mit ganz anderen, österreichischen "Normbauteilen", so dass die Werkstatt in Vorderberg mit den beiden neuen Riesen sicherlich ihre Freude hatten, zumal die natürlich zunächst unter Kinderkrankheiten litten die im Krieg nicht mehr behoben werden konnten.
    Für die Lok mussten dann auch die Zahnstangen verstärkt werden von 27mm breite auf 40mm. Bei dem Umbau hat man dann auch den Schwellenabstand verringert. Das wurde noch während des Krieges bis Herbst 42 durchgeführt!


    Die "Kinderkrankheiten" der Loks betrafen in erster Linie das Zahnradtriebwerk in seiner neuartigen Konstruktion. Die Zahnräder hatten einen Längsabstand von 2250mm um immer in zwei der 1800mm langen Zahnstangenstücke zu belasten. Bei lastfahrt in der Zahnstange entstanden Rüttelschwingungen die durch Verschleiß dann weiter zunahmen so dass die Loks letztendlich abgestellt wurden. Erst 1955 ging dann die 297 401 mit umgebautem Zahnradtriebwerk wieder in Betrieb, wobei die 402 als Ersatzteilspender diente. Nun erreichte die Lok die in sie gesetzten Erwartungen und konnte einen Erzug alleine über den Präbichl bringen und nach Einbau des Giesl-Ejektors 1958 bei über 30% Energieeinsparung gegenüber den bisherigen Zahnradloks. Deren Kilometerleistung konnte die 401 jedoch nie erreichen da immer wieder Werkstattaufenthalte notwendig wurden.
    Da absehbar war dass durch die Elektrifizierung der Strecken "außenherum" um die Berge der Transport vom Bf. Eisenerz nach Donawitz kostengünstiger wird wurde der Zahnradbetrieb mit Loks ab Baujahr 1891 noch bis 1978 betrieben. Danach noch kurze Zeit mit Dieselloks im Reibungsbetrieb.
    Diese Angaben stammen von Adolph Giesl-Gieslingen "Lokomotiv-Athleten" 1976.

    Ein Modell der Lok wäre sicherlich etwas beeindruckendes und im Vergleich mit dem 6-Kuppler der BR59 von KM1 mit 550mm (=17mm) längerem Kuppelachsstand durchaus machbar. Der Raddurchmesser beträgt 1050mm, der geringste Achsabstand 1150 was dann in 1:32 3,125mm "Luft zwischen den Laufflächen ergäben so dass da schon 1,3mm Spurkränze möglich wären. Da die Radreifen üblicherweise um 60mm abdrehbar sind wäre auch für NEM bei 0,8mm (=25mm) geringerem Raddurchmesser eine Spurkranzhöhe von 1,5mm möglich was bei mir schon seit Jahren funktioniert.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo,,

    Was für ein Aufwand.

    Ich,Josef Hömens und Klaus Bogenschütz waren 1973 zu Besuch bei der Erzbergbahn.Da Pepe und ich ja DB Heizer waren durften wir natürlich auch einen Zug von Vordernberg und zurück als Heizer fahren.Schon beeindruckend,was diese Maschine leisteten(und natürlich auch der Heizer).Die Fahrt durch den Tunnel war nicht so entspannt.Habe das später auch als Heizer bei der Dampfbahn Furka Bergstrecke auch erlebt.

    Gruss Wolfgang

  • Alternativvorschlag KKStB 269

    Rein optisch betrachtet finde ich die Gölsdorf-Maschine der Reihe 269 wesentlich ansprechender. Da sich der Einsatzzeitraum von 1912 bis 1978 erstreckte, wären die Epochen KKStB, BBÖ, DR und ÖBB realisierbar und somit für fast jeden etwas passendes dabei.

    Werksaufnahme der 269.03

    KKStB 269.02 von Micro

    KKStB 269.03 in Fotolackierung von Micro

    Wolfgang

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