• Moin,

    gestern kam meine 210 endlich an :) Ich habe sie bisher nur ausgepackt und dann sich erstmal akklimatisieren lassen. Eine tolle Lok, leider habe ich auch diese Verschmutzungen an den Scheiben innen im Maschinenraum. Mal schauen, wie ich die weg bekomme, denn man schaut schon immer drauf, gerade das kleine Fenster mittig. Die Hutze und die Schneeräumer liegen lose bei und besonders beeindruckend finde ich die geöffneten Lamellen. Nachher geht sie aufs Testgleis, Adresse einstellen und genießen...


    Viele Grüße

    Martin

  • Hallo 218-Fans,

    zu den Kemptener Loks hab ich eine nette Geschichte erzählt bekommen:
    Im Allgäu hatte es in den 90er Jahren kräftig geschneit und ein Freund, Lehrlokführer im Bw Kempten, besprach mit dem Lokleiter ob die ersten Frühzüge wg. der Schneehöhe langsamer fahren sollten? "Auf keinen Fall machen wie Verspätung nur wg. dem bissle Schnee!" Bald darauf rief die Ehefrau des Lokleiters, sie wohnten in einem ehem Bahnwärterhaus, verzweifelt an: "Der erste Zug hat alle unsere Fenster mit Schnee zertrümmert!"

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo Forum,

    ich hätte da noch eine Frage an die Dampfexperten.

    Für mein Verständnis ist die Dampferzeugung der Wunder 218 viel zu stark.

    Ich habe leider keine Erfahrung mit den ESU Rauchgeneratoren (meine Loks haben so was nicht) und möchte in den Einstellungen

    nichts zerstören. Daher meine Frage: mit welchen Einstellungen im 5xl kann ich die Dampfbildung verringern?

    Dank für eine Antwort

  • Hier im Vergleich der Motorstart von 210 und 218:

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    Beste Grüße


    Jochen


    Beste Grüße


    Jochen (immer noch Azubi in Spur 1)

  • Es wäre auch schön, wenn der (sowieso unrealistisch viel zu dichte) Rauch der Turbine bei der 210 nur austritt, wenn man die Turbine gleichzeitig auch gestartet hat. Das sollte – wenn überhaupt – höchstens ein dünner Schleier sein, damit der verbaute Rauchgenerator auch seine Berechtigung hat. Im Original hat die Turbine wahrscheinlich nur nach langer Standzeit und niedrigen Außentemperaturen sichtbares Abgas produziert.


    Aber dazu kann bestimmt 210 001-4 Basti wesentlich qualifizierter Auskunft geben als ich ;o)


    Beste Grüße


    Jochen (immer noch Azubi in Spur 1)

  • Um den Rauch/Lüftergeschwindigkeit vom Erzeuger zu verändern, benötigt man das Originale Soundprojekt von Wunder/ESU für die Lok. Allerdings habe ich bisher noch keins erhalten.

    Gruß Tobias

    Mit etwas Beharrlichkeit bei ESU gelingt das bestimmt!

    Es wurde doch oben beschrieben, daß Herr Wunder die Dateien freigegeben hat.

    Viele Grüße

    Frank

    Edited once, last by TAG 11 (December 19, 2025 at 11:33 AM).

  • Es wäre auch schön, wenn der (sowieso unrealistisch viel zu dichte) Rauch der Turbine bei der 210 nur austritt, wenn man die Turbine gleichzeitig auch gestartet hat. Das sollte – wenn überhaupt – höchstens ein dünner Schleier sein, damit der verbaute Rauchgenerator auch seine Berechtigung hat. Im Original hat die Turbine wahrscheinlich nur nach langer Standzeit und niedrigen Außentemperaturen sichtbares Abgas produziert.


    Aber dazu kann bestimmt 210 001-4 Basti wesentlich qualifizierter Auskunft geben als ich ;o)

    Hallo allerseits,

    außer etwas unverbranntem Kraftatoff, der tatsächlich weißem Dampf ähnlich sieht, sieht man bei einer Gasturbine garnichts. Die Abgase sind einfach zu heiß. Da flimmert höchstens die Luft. Und für 'n Kondensstreifen fliegt so 'ne Zwozehner leider etwas zu tief. 🤷‍♂️

    Der Motorrauch gefällt mir garnicht. Außerdem kann man beim Vorbild beide Aggregate nicht gemeinsam starten. Die wäre also noch "Anpassungspotential. 😉

    Gruß basti

  • Daher noch mal meine Frage:

    kann man den Dampf zu einem lauen Lüftchen herabregeln und wie ?

    :?::?:

    Dein "laues Lüftchen" ist genau das Problem, das wir haben.

    Das ist aber ein Problem aller Rauchgeneratoren und hat jetzt nicht explizit mit den Wunder-Maschinen zu tun! 😉

    Fakt ist, die Abgasaustrittsgeschwindigkeit eines turbogeladenen Dieselmotors dürfte grob geschätzt so an die zehnmalhöher sein, als das "laue Lüftchen" welches das kleine Lüfterle in unseren Rauchgeneratoren erzeuge kann.

    Um das vorbildgerecht nachstellen zu können, müsste ein Lüfter in der Größe der halben Lokbreite im Modell montiert sein, welcher ausschließlich Umgebungsluft mit hoher Austrittsgeschwindigkeit aus den Abgasöffnungen (und später Hutzen) herausbläst. Und in genau in diesen Luftstrom sollte dann die richtige Menge Destilatrauch aus einem separaten Rauchgenerator zugemischt werden. In der Startsekunde etwas mehr, und danach nur noch so viel, dass ein leichter Schleier entsteht, dann würde ich mir das gefallen lassen. Beim Hochdrehen des Motors dürfte es natürlich wieder etwas mehr sein, und sobald die "drehzahlgeregelte Einspritzpumpe nach erreichen der Sollgeschwindigkeit die Kraftstoffmenge wieder reduziert", dann sollte wieder nur ein leichter Schleier zu sehen sein. So würden auch die 3ml Rauchdestillat wesentlich länger durchhalten. 😉

    Platz genug für solch eine optimierte Rauchgasanlage ist in einem Spur1-Modell einer 218er durchaus, solange man nicht reingucken kann. 🤭

    Woher ich das weiß, nun als ich vor über 20 Jahren mein Soundprojekt mit zwei Sounddecodern und zwei Lautsprechern in einer Fleischmann 218er fertiggestellt hatte, da fand ich den Soundablauf sehr cool, aber den Klang erbärmlich. Und deshalb, und nur deshalb hatte ich mir mit schmalem Geld damals die billigste und schäbigen Spur1-218 auf ebay gekauft, die ich auf ebay finden konnte. 🙈

    Und eigentlich sollte es auch nur bei dieser einen Spur1-Lok bleiben. Das Problem war aber, daß mein Junior dann seinen Narren an der Spur1 gefressen hatte und so kahm es, dass auch d'r Vadd'r vermehrt zur E1ns "gedrifte" ist. 🙈

    Der Rest ist Geschichte (und kann hier im Forum nachgelesen werden). 😂

    Zurück zur 218! Also wir haben dann experimente mit übergroßen und das komplette Lokgehäuse fallenden Lautsprecherboxen in diversen 218er Modellen von märklin gemacht, und ja in der Lok ist massig Platz.

    Lautsprechermäßig gehen wir mittlerweile völlig andere Wege und rauchmäßig muss ich sagen gefällt mit der Gestank den zu viele Loks einen Ausstellungstag lang im Winter machen immer weniger. Mein Sohn experimentiert deswegen mit Ultraschallverdampfern, aber für die bekannten Probleme dieser Technologie haben wir auch noch nicht die Patentlösung gefunden. Deshalb ruhen in unseren Modellen zur Zeit die Rauchgeneratoren weitgehenst und aus dem Kran ist er mittlerweile ja sogar komplett herausgeflogen.

    Was jetzt das Wunder-Modell betrifft: sobald das Soundprojekt zur freien Bearbeitung verfügbar sein sollte, kann man experimente machen den Lüftermotor ständig auf "vollgas" laufen zu lassen und nur die Rauchmenge (in den Einzelnen Spoudkästchen) lastabhängig anzupassen. Das kann funktionieren, ersetzt aber einen (wie oben beschriebenen) größeren externen Lüfter auf keinen Fall.

    Und nun noch eine Geschichte dazu: 1992, als mich meine Veteinskollegen zum ersten Mal nach Köln zur Internationalen Modellbahnmesse geschleppt haben, da sah ich irgendwo ein Modell einer weißen amerikanischen Diesellok für Personenzüge (wie dort typisch) mit nur einem Führerstand. Ich weiß nicht mehr ob Spur 0 oder Spur1 und auch nicht mehr ob das Modell überhaupt schon Sound hatte, aber der Rauch, der aus der Lok kam, sah genauso aus, wie ich es eingangs beschrieben habe. 1992! Rich-tig-geil! So wollte ich das auch haben. Wie das konstruktiv in dem Modell gelöst war...? keine Ahnung. 🙈 aber es sah sehr realistisch aus.

    Und nun noch zu den Hutzen der 218er: im Stand einer Dieselokomotive sind die Austrittsgeschwndigkeiten der Abgasstrahlen so hoch, dass sie weit ins Freie gelassen werden. Bei zunehmender Fahrgeschwindigkeit bildet sich (aerodynamisch bedingt) eine sogenannte Luftgrenzschicht um den gesamten Zug herum, welche dazu führt, daß ein Teil der Abgase in ihr gefangen bleiben und direkt am Zug entlaggeleitet werden. Mit der Einführung klimatisierter Schnellzugwagen wurde das zum Problem, da die von die Klimaanlage angeasugte Luft nun auch einen Teil der Abgase ins Wageninnere leitet. Um diese zu vermeiden, gab es schon in den Siebzigern Versuche mit verschiedenen Abgashutzen. Der Trick in der Hutze ist, dass deren Querschnitt durch eine Federbelastete Klappe variabel ist, und so dafür sorgt, dass die Austrittsgeschwindigeit gerade bei Leerlauf des Motors (und das war das Hauptproblem) immer gleich hoch bleibt, um diese Luftgrenzschicht zu durchdringen und nicht von den Klimawagen angesaugt zu werden.

    Also Rauch, der am Lokmodell "heruntertopft" gibt es in der Realität nicht und mit Hutzen schon zweimalnicht. 😉

    Das will ich damit sagen. 😊

    Und nun noch zur Gasturbinenhutze der 210: diese Lokbaureihe wurde ja oft abfällig auch als "Lötlampe" geschumpfen, da ihre extrem hohen Abgastemperaturen durchaus in der Lage waren, in ungünstigen Fällen die Fahrdrahtanlagen zu beschädigen. Deswegen wurden an den Loks (zwar nicht von Anfang an, aber innerhalb des Jahres '71) V-förmige abgashutzen angebracht, welche das Abgas an den Fahrdrähten vorbeileiten sollten. Hierbei war die Abgasgeschwindigkeit selbst nie ein Problem. Diese Hutzen waren auch von Anfang an vorgesehen (wohl nur bei Auslieferung noch nicht verfügbar) denn an der Beschriftung der acht Loks war bereits jeweile rechts neben der Betriebsnummer das Zeichen für abnehmbare Bauteile, welche das Umgrenzungsprofil 2 ausnutzen, angebracht worden (ist übrigens auch an vielen Dampflokomotiven zu sehen).

    Der Strich steht glaube ich für "abnehmbar" und das Dreieck für "Umgrenzungsprofil 2" (oder umgekehrt). ich weiß es nicht mehr ganz genau. 🤷‍♂️🙈

    Auf jeden Fall hatten beide Hutzenarten verschiedene Aufgaben und hätten die Gasturbinen der 210 noch bis ins Jahre 1985 durchgehalten (ab da sind die nämlich erst auf den 218ern montiert worden) dann wäre die 210er sicher mit beiden Hutzenarten durch die Gegend gefahren. Es sollte ja leider anders kommen. Aber das, ... das ist eine and're Geschichte... 😁

    Allen einen schönen🕯🕯🕯. Advent.

    Gruß basti

    P.S.: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten 😊