Autonomes Fahren PKW: Wer fährt dann noch Zug?

  • und wen interessiert das ?

    Was meinst du jetzt genau? Erstens ist das hier ein Thread über autonomes Fahren mit dem PKW und zweitens habe ich auf eine konkrete Frage geantwortet? Also scheint es ja wohl zumindest zwei, wenn nicht sogar drei, Personen zu interessieren. Was soll also deine relativ unqualifizierte und provozierende Frage?

    Wenn dich das nicht interessiert, dann lies doch einfach nicht mit. Oder fällt das so schwer?

    Edited once, last by thopeter (August 29, 2025 at 1:38 PM).

  • Waren das noch Glorreiche Zeiten, als Autofahren Fahrspass für Könner bedeutete, jede Unebenheit auf der Straße hat sich im Lenkrad bemerkbar gemacht, eine Kurve musste gemeistert werden, im Winter ein Sack Zement in den Kofferraum gelegt, damit der Heckantrieb etwas mehr Grip bot.

    Da zeigte sich wer kann und wer nicht, heute erledigen Unsichtbare Helferlein die Drecksarbeit..aber mein Navi bleibt aus,. Ich kann noch Karten lesen und keine Tussy kaut mit ein Ohr ab..Gottsei Dank ist Autonomes Fahren und damit noch längere Staus erst in Zukunft einsetzbar, ideal ist das System für Gehirnamputierte und eine Führerscheinprüfung wäre dann ja auch nicht mehr erforderlich.

    Eher geht ein Musk durch ein Nadelöhr als ein Tesla in den Himmel kommt....Horst

  • als Autofahren Fahrspass für Könner bedeutete, jede Unebenheit auf der Straße hat sich im Lenkrad bemerkbar gemacht, eine Kurve musste gemeistert werden,

    Hallo Horst,

    dann besorg (leihen?) dir mal einen Porsche 911 (Modell 997). Ich kenne kein ehrlicheres und doch sehr gutes Auto, dass genau das vermittelt was du gerade beschreibt. :)

    Apropos "Unsichtbare Helferlein"... ich musste ja kürzlich einen ganz neuen VW Golf fahren. Ich habe dieses schreckliche Teil dankend beim Händler abgegeben und war wieder so froh meinen Polo zu fahren. So einen neumodischen Karren will ich nicht mal geschenkt haben. Ich habe dem Händler abschließend gesagt: "Entweder fahre ich, oder das Auto! Und bis dahin, werde ich definitiv kein neues Fabrikat kaufen."

    Vor wenigen Tagen bin ich in einem neuem Mercedes SUV mitgefahren, keine Ahnung welches Modell, tut auch nichts zur Sache. Tja, nur waren wir da auf ziemlich ländlichen Straßen in Serbien unterwegs. Wahnsinn wie stark das Auto in das Fahren eingreift. Von Komfort keine Rede mehr. Das Ding macht was es will und erlaubt dir nicht mehr so zu reisen, wie du es gerne möchtest. Da ist mir dann ein uralter Fiat 500 tausend mal lieber.

    Bedauerlicherweise steckt dieser ganze technische Unfug leider auch in den neuen E-Autos. Mir ist absolut schleierhaft wie man sich dafür auch noch begeistern kann. Meine Tochter wird es in zwei Jahren voraussichtlich nicht anders lernen, aber meine Zeit ist für diese "Innovationen" abgelaufen.

    Gruß
    Djordje

    P.S.: Möchte noch abschließend anmerken. In den letzten zwei Monaten bin ich fast 5.000 km in einem 26 Jahre alten 3er BMW gereist. Einfache Klima, Servo und elektrische Fensterheber vorne, das wars. Hey, das war überraschend komfortabel! 10 Stunden am Stück, kein Problem.

  • Mir persönlich ist es schleierhaft, wie man sich für Oldtimer begeistern kann. Ein Auto muss für mich mindestens einen 15-Zoll-Touchscreen, ein HUD und ein gutes Automatik-Getriebe haben. Und es muss mindestens 200 km/h fahren können. Diesen hässlichen Elefantenrollschuhen kann ich ehrlich gesagt so gar nichts abgewinnen. Obwohl, ich bin mal zwei Jahre einen Smart Fortwo gefahren und das war schon ein cooles Fahren. Aber als ich den dann gegen einen SLK austauschte, war das ein komplett anderes Fahrgefühl. Für mich geht da ehrlich gesagt nichts über ein schönes Cabrio. Mein Sohnemann will auch immer, dass ich mir nen 911er kaufe, aber ich bin absolut nicht der Porsche-Typ.

    Ach so, man kann ein Navi auch komplett stumm schalten. Fahre schon seit Jahren so.

    Edited once, last by thopeter (August 29, 2025 at 6:33 PM).

  • Danke Horst und Djordje - das ist genau meine Meinung !

    Und ja: auch ich plane und fahre - trotz Navi - überwiegend nach Karte (schade, daß es den großen Shell-Atlas nicht mehr gibt...).
    Dadurch habe ich schon viele rot eingerahmte Orte rechts und links der Route kennengelernt, an denen ich sonst vorbeigebrettert wäre.

    Hoffentlich halten meine beiden 22 und 25 Jahre alten Autos noch viele Jahre.
    Bislang sieht's gut aus, nie Probleme gehabt. Nur zum Sattler kommt der eine demnächst...

    Meint
    Thomas

  • "Entweder fahre ich, oder das Auto!

    Vor wenigen Tagen bin ich in einem neuem [Auto] mitgefahren; Wahnsinn wie stark das Auto in das Fahren eingreift. Von Komfort keine Rede Das Ding macht was es will und erlaubt dir nicht mehr so zu reisen, wie du es gerne möchtest.

    Meine Tochter wird es in zwei Jahren voraussichtlich nicht anders lernen, aber meine Zeit ist für diese "Innovationen" abgelaufen.

    Dazu nochmals das Zitat von vor Jahren - siehe v.a. Absatz 3:

    https://www.focus.de/auto/news/automatisiertes-fahren-kommt-merkel-in-20-jahren-darf-man-nur-noch-mit-sondererlaubis-selbst-auto-fahren_id_7234707.html

    vor dem Hintergrund der oben zitierten drei Bemerkungen sind das rosige Aussichten...

    ........., meint mit besten Grüßen, Tilldrick Einsenspiegel

  • Und es muss mindestens 200 km/h fahren können.

    Das ist mitunter der Grund warum ich deutsche Autobahnen verabscheue. Kaum überschreite ich die Grenze nach Österreich, spule ich die verbleibenden 800 km einfach so entspannt herunter, als würde ich einen guten Freund schnell im Nachbarort besuchen. Die 200 km auf der deutschen Autobahn rauben mir dagegen jede Kraft und erschöpfen mich komplett. So ein egoistisches Verhalten wie man es heutzutage auf den deutschen Autobahnen antrifft, sucht seines gleichen.

    Gruß
    Djordje

  • Über die Fähigkeit treffliche Aussagen für die Zukunft zu verkünden, sind wir bei Tante Merkel auf den Boden der Tatsachen gefallen. Wir schaffen das, ein Spruch an dem wir heute verzweifeln und Selbstlenken auf die Verbotsliste zu setzen, war dann auch so ein Flop.

    Kleine Polit Schelte, naja ich bin ja auch nicht perfekt....Horst

  • Kaum überschreite ich die Grenze nach Österreich, spule ich die verbleibenden 800 km einfach so entspannt herunter

    Ist bei mir genau umgekehrt. Ich freue mich immer auf die Deutschen Autobahnen, wenn ich aus Österreich, der Schweiz oder Frankreich komme. Allerdings sind 150 oder 200 km/h auch ein komplett anderes Gefühl in einem modernen, größeren Fahrzeug als in diesen kleinen Kisten. Da würde ich mich dann auch nicht mit wohlfühlen. Ich bin aber kein Raser, sondern fahre angepasst. So macht es mir auch nichts, in der Stadt 30 oder 40 km/h zu fahren. Hauptsache, die Musik aus dem Soundsystem macht Laune.

  • Allerdings sind 150 oder 200 km/h auch ein komplett anderes Gefühl in einem modernen, größeren Fahrzeug als in diesen kleinen Kisten. Da würde ich mich dann auch nicht mit wohlfühlen.

    Das ist genau genommen sogar gefährlich. Ich selbst habe auch Autos besessen, die mühelos 200 km/h (und deutlich mehr) fahren konnten und das teils erschreckend unbemerkt. Genau das trägt auch zu dieser anstrengenden Diskrepanz auf den Autobahnen bei. Da ist man schon mit 150 km/h unterwegs (wollte heim), trotzdem kommen mehr als genug Geisteskranke angeschossen und drängen dich regelrecht von der linken Spur, obwohl rechts eine Perlenkette an LKWs unterwegs ist. So vor zwei Tagen mehrmals auf der Strecke Passau - Regensburg geschehen. Was soll denn das?

    Deswegen plädiere ich schon lange für die 130 km/h Begrenzung. Die Menschen hierzulande haben es verlernt mit dieser Freiheit verantwortungsvoll umzugehen.

    Gruß
    Djordje

  • Du musst einfach nur selbst 200 km/h fahren. 😇

    Ich persönlich empfinde meistens diejenigen als gefährlich, die teilweise ohne Blinker auf die linke Spur wechseln und die Geschwindigkeit des von hinten heranfahrenden Fahrzeugs total falsch einschätzen. Ich frage mich da, warum es in den Außenspiegeln von Fahrzeugen nicht ergänzend zum Warnsymbol auch eine entsprechende Geschwindigkeitsanzeige gibt.

    Übrigens würde ich das Nichtblinken beim Spurwechsel oder Abbiegen mit einem Punkt in Flensburg und einer saftigen Geldbuße ahnden. Das geht mir persönlich mächtig auf den Keks.

  • Ich werde mein altes Coupé von 2014 fahren, bis ich den Führerschein altersbedingt abgebe. Das hat auch schon Spurhalteassistent (habe ich deaktiviert, nervt nur) und Schildererkennung (zum Glück noch ohne Zwangsbremsung). Der 7"-Monitor reicht fürs Navi (mit nachgerüstetem Blitzerwarner).

    Ich würde gerne mal E-Motor probieren, aber die gibt es momentan fast nur mit dem überflüssigen Krempel wie Riesenmonitor (nach wenigen Minuten voller Fingerabdrücke, weil alle Tasten nur noch als Softtouch). Nach offenbar gehäuften Beschwerden kommen jetzt wieder Modelle mit normalen Schaltern. Immerhin. Autonomes Fahren erlebe ich ohnehin nicht mehr, wenn die Lebenserwartung nicht in die Nähe von 150 steigt.

    Gruß aus Seevetal
    Axel

  • nach wenigen Minuten voller Fingerabdrücke, weil alle Tasten nur noch als Softtouch

    Da stört mich eher der Staub bei ungünstigem Lichteinfall. Fingerabdrücke sehe ich dagegen kaum. Außerdem steuere ich auch viel über die Sprache. Das Navi sowieso. Und dann gibt‘s ja auch noch die Tasten am Lenkrad.

  • Gibt es eigentlich irgendwo bei der Bahn "Blinker" bei Gleiswechseln ?

    Zusatzbemerkung: Bei der Straßenbahn in meinem Wohnort gab/gibt es das nämlich

    Bei Strassenbahnen macht das ja auch Sinn, da sie im fliessenden Strassenverkehr (mit)fahren. Und wahrscheinlich gibt es auch irgendwo auf der Welt Züge mit Richtungsanzeigern, weil die keine eigene Infrastruktur nutzen.

    Ansonsten macht ein Blinker bei einem Zug keinen Sinn. Wem sollte ich als Lokführer meinen Richtungswechsel anzeigen wollen - ich bin (hoffentlich) alleine auf dem Gleis.

    2. weiss ich als Lokführer oft gar nicht, wohin die Reise geht. Manchmal fahre ich durchs Hauptgleis, ein anderes mal zum Weichenputzen quer durch durch die Weichenstrasse und am anderen Ende des Bhf wieder zurück. Da erhalte ich am ESig Hp2 und dann lassen wir uns überraschen.

    ---------------------

    Beim Autothema halte ich mich mal leicht zurück, mit dem was mir auf der Zunge liegt, nur leicht. Obwohl ich ganz klar ein alter, weisser Mann bin, total durchschnittsdeutsch (allerdings ohne Sandalen), knapp zwei Millionen (!) km gefahren bin und beruflich immer noch Auto fahre, ... bin ich aber sowas von weit weg von diesem Alten-Sack-Geschwafel.

    Einzig

    "Entweder fahre ich, oder das Auto! Und bis dahin, werde ich definitiv kein neues Fabrikat kaufen."

    unterschreibe ich. Leider gibt es keine Neuwagen mehr ohne all die Assistenten, da diese inzwischen gesetzlich vorgeschrieben sind. Aber sie sind sehr unterschiedlich in ihrem Ansprechen. Viele gefährden und behindern mehr als sie einem nützen oder retten. Im nächsten Wagen merkt man den gleichen Assi gar nicht. Ich hätte nix gegen autonomes Fahren, aber dann halt richtig und ungefährlich. Das dauert noch ein paar Jährchen.

    Liebe Grüsse,
    gerald ehrlich

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