Hallo Einser,
bei der Eisenbahnstiftung wurde ein schönes und interessantes Bild von 1932, vermut. v. Carl Bellingrodt, eingestellt:
Die Blockstelle Kammereck, gebaut in Form eines Adlerhorsts, ein scheinbar beneidenswerter Arbeitsplatz?
Sehr aufwändige und sehenswerte Stützmauern mit eingepasstem Treppenaufgang und einem schönen Hinweisschild. Das unterm Häuschen herunterführende Gestänge dürfte der Signalbedienung dienen. Beim zu sehenden Signal, bereits mit INDUSI-Magnet ausgerüstet, hat der Blockwärter die (Petroleum-) Laterne zur Pflege bereits abgenommen und den Schlitten mit den Blendscheiben wieder profilfrei hochgekurbelt. Diese Profilfreiheit war hier zwar nicht unbedingt nötig aber eben Vorschrift für alle Signale!
Interessant ist auch die Leitungsführung der vielen Telefondrähte, das nach außen versetzte Gestänge sollten den Blick aufs Signal nicht beeinträchtigen.
Die Lok ist bzw. wird eine der bekanntesten P8 Deutschlands, denn es ist die 38 1772. Die 1915 gebaute Lok blieb noch über 4 Jahrzehnte bis 1975 in Staatsdiensten und ihr wurden da dann 3,7 Millionen gefahrene Kilometer zugeschrieben. Danach kam sie zu versch. Museumsbahnen und war bis 1993 in Betrieb, sie steht jetzt m. W. in Hanau.
Heute sieht es dort so aus (klick), die Treppe bzw. die ganze Stützmaueranordnung ist noch vorhanden, auch der Auflagestein für die Stützbalken der Kanzel. Das nun fernbediente Lichtsignal wurde weiter zurückverlegt.
Noch immer schön anzusehen.