Fahrtage der IG Spur1 Naumburg zu Ostern 2025

  • 6. Naumburger Osterfahrtage

    Bitte einsteigen! - Teil 1

    Als ich mit dem "Sonderzug" ;) in Naumburg am Hauptbahnhof ankam, fragte ich mich, wie geht es nun weiter?

    Dann erblickte ich, die auf mich wartende historische Straßenbahn.

    Stilecht fuhr ich mit ihr zur Modellwelt Naumburg um als "rasender Reporter" ;) über die Spur1 Fahrtage zu berichten.

    Dort wartete schon der Tw 22, Hersteller VEB Waggonbau Gotha / VEB Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke "Hans Beimler", Hennigsdorf, Baujahr 1956 im Modell auf mich.


    Wie auf den Bildern zu sehen, sind die Gleis- und Pflasterarbeiten noch in vollem Gange.



    Einen Besuch kann ich allen nur ans Herz legen. Jeder ist herzlich willkommen und wird aufs Herzlichste begrüßt.

    Ich möchte mich hier auch bei den Naumburger Modellbahnfreunden und zahlreichen Gastfahrern bedanken, die immer zugänglich hinsichtlich Scheinanfahrten und Fotostopps waren…

    …solange ich damit nicht den ganzen Fahrplan durcheinander brachte… :/

    Wer auch hierherkommen möchte, hat heute dazu noch die Gelegenheit!

    Auf der Spur1-Anlage rollen einige imposante Dampfschnellzüge. Davon unabhängig ist mit einer großen Abwechslung im Fuhrpark zu rechnen. Ein Erlebnis, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

    Hierzu gibt es als Appetitanreger schon einmal ein paar Fotos!

    Ohne zu viel zu versprechen, es folgen noch drei absolute "Ei-Catcher" anlässlich Ostern…

    …aber der Reihe nach…

    ...schließlich will ich noch nicht zu viel verraten...

    …also dranbleiben…

    ...und Geduld mitbringen…

    …wie heißt es so schön…

    … ein "alter Mann" ist doch kein D-Zug ^^,

    meint Andreas augenzwinkernd.

    Fortsetzung folgt…


    P.S.: Einen Überblick der Anlage, die technische Ausstattung, den Gleisplan und über die Erfolgsgeschichte der Spur1 Naumburg findet man hier:

    01 118
    October 9, 2024 at 10:35 AM

    Edited 2 times, last by 01 118 (April 21, 2025 at 1:21 PM).

  • Tauchen wir ein in die kleine Welt im Maßstab 1:32 - Teil 2

    Gestern endeten die 6. Naumburger Osterfahrtage. Drei Tage, die viel zu schnell vorüber gingen. Es war eine ereignisreiche Zeit mit vielen schönen Begegnungen.

    Hier folgt nun eine Zeitreise in die Vergangenheit durch alle Epochen.

    Wie in einer Zeitmaschine beginne ich in der Gegenwart und fahre zurück bis in das Goldene Zeitalter der Eisenbahn.

    Also von der heutigen schlagzeilenträchtigen "Pannenbahn" (DB) :/ bis in die Epoche der Luxuszüge, wobei ich die Schweizer Bahnen ausdrücklich ausklammere, insbesondere hinsichtlich der Erreichbarkeit von Anschlussverbindungen, Sauberkeit und vor allem Pünktlichkeit…

    Hier ist ein schönes Exemplar des Vectron 475 402 der BLS Cargo aus dem Hause Kiss zu sehen.










    Fortsetzung folgt…

    Edited once, last by 01 118 (April 22, 2025 at 1:23 PM).

  • Tauchen wir ein in die kleine Welt im Maßstab 1:32 - Teil 3

    Die Baureihe 120 wurde als Elektrolokomotivbaureihe für die Deutsche Bundesbahn entwickelt und für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h zugelassen. Sie gilt als die weltweit erste in Serie gebaute Drehstrom-Lokomotive im Hochleistungsbereich und ist ein Meilenstein in der Entwicklung elektrischer Lokomotiven. Sie repräsentierte zu ihrer Zeit den neuesten Stand der Entwicklung des Drehstromantriebs, bei dem aus dem Wechselstrom der Fahrleitung in Traktionsstromrichtern der Drehstrom zum Antrieb der Asynchron-Fahrmotoren gewonnen wird. Das optische Erscheinungsbild der BR 120 war prägend für das "Gesicht" der Deutschen Bundesbahn in den 1980er Jahren.

    Ausgehend von der Technologie der Baureihe 120 wurden Mitte der 1980er Jahre die ersten ICE-Triebköpfe entwickelt.

    Quellen:

    Die Baureihe 120, Band 1 – Entwicklung und Prototypen, Eisenbahn-Kurier Verlag, 2014, Karl Gerhard Baur

    Die Baureihe 120. Band 2 – Die Serienlokomotiven, Eisenbahn-Kurier Verlag, 2015, Karl Gerhard Baur

    Das Modell der Deutschen Bahn wurde von der Firma Kiss verwirklicht.









    Fortsetzung folgt…

    Edited once, last by 01 118 (April 23, 2025 at 10:15 AM).

  • Hallo Andreas,

    Danke für die Bilder, es ist schon schön zu sehen dass diese Module, über die ich in Leipzig und Apolda und ... und auch schon gefahren bin, jetzt regelmäßig genutzt werden statt in irgendwelchen Lagerräumen zu verstauben.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Tauchen wir ein in die kleine Welt im Maßstab 1:32 - Teil 4

    Nun kommen die Fans von Diesellokomotiven an die Reihe:

    Das Modell der DR-Baureihe 132 (ab 1992: 232) mit dem klangvollen Namen "Ludmilla" hat die Firma Kiss bauen lassen.






    Fortsetzung folgt…

    Edited once, last by 01 118 (April 23, 2025 at 11:12 AM).

  • Tauchen wir ein in die kleine Welt im Maßstab 1:32 - Teil 5

    Bei der DB-Baureihe V 200.1 handelt es sich um eine Diesellokomotive der Deutschen Bundesbahn. Von 1962 bis 1965 wurden insgesamt 50 Lokomotiven beschafft. In dem ab 1968 gültigen Baureihenschema der DB wurde sie als Baureihe 221 geführt.

    Die Baureihe V 200.1 ist eine Weiterentwicklung der Baureihe V 200.0, zu der Krauss-Maffei 1960 den Auftrag erhielt. Von der Baureihe V 200.0 unterscheidet sich die V 200.1 im Wesentlichen durch die stärkeren Antriebsmotoren von 2 × 1350 PS gegenüber 2 × 1100 PS bei der V 200.0. Diese wurden notwendig, da durch das gestiegene Verkehrsaufkommen die Züge länger und schwerer geworden waren. Dadurch kamen die Lokomotiven der Baureihe V 200.0 an ihre Leistungsgrenzen, was nicht selten zu Verspätungen führte. Das höhere Gewicht der neuen Motoren wurde zum Teil durch den Einsatz von Leichtbaustoffen und die Verwendung eines leichteren Kessels für die Dampfheizung wieder ausgeglichen.

    Quelle:
    Die Baureihe V 200. Die erste Großdiesellokomotive der Deutschen Bundesbahn, Eisenbahn-Kurier Verlag, 2005, Matthias Maier

    Zum Jahresende 2014 erschien die V200.1/BR221 auch als Spur 1 Modell bei MBW.









    Auch in der Modellwelt Naumburg ist der bevorstehende Traktionswandel unübersehbar…

    Letzter Einsatzort für die inzwischen in Baureihe 221 umgezeichneten Maschinen war das Ruhrgebiet, wo schwere Güterzüge auf Haupt- und Nebenstrecken bespannt wurden. Dort bestand durch die Abstellung der letzten Dampflokomotiven großer Bedarf an leistungsfähigen Dieselloks.

    Fortsetzung folgt…

  • Tauchen wir ein in die kleine Welt im Maßstab 1:32 - Teil 6

    Am 27. November 1962 konnte die erste Lokomotive an die DB übergeben werden. Aufgrund positiver Betriebserfahrungen wurden bereits 1963 weitere 30 Lokomotiven bestellt. Der Gesamtpreis pro Lok betrug 1,27 Millionen D-Mark. Als letzte Lok wurde die V 200 150 am 28. September 1965 an die Bundesbahn abgeliefert.

    Die Lokomotiven der Baureihe V 200.1 waren insbesondere im schnellen und schweren Personenzugdienst auf der Allgäubahn zwischen Kempten (Allgäu) und Lindau und der Schwarzwaldbahn zwischen Offenburg und Konstanz im Einsatz. Auf der Vogelfluglinie stand sie neben der neu gebauten Fehmarnsundbrücke und den modernen Fährschiffen für schnelles Reisen zwischen Deutschland und Dänemark. Bis zur Elektrifizierung 1967 waren sie auch vor Fernschnellzügen auf der Strecke zwischen Hamburg und Osnabrück im Einsatz.

    Die Leichtbauweise führte zu Beginn der 1980er Jahre zu zunehmenden Korrosionsschäden. Der hohe Unterhaltungsaufwand der zweimotorigen Lokomotiven und der rückläufige Güterverkehr im Ruhrgebiet führte bis Ende Mai 1988 zur Ausmusterung der Maschinen.

    Das MBW Modell im ozeanblau/elfenbein-Anstrich ist meiner Meinung genauso schön dezent gealtert und mit Betriebsspuren versehen, wie das Modell in purpurrot im Beitrag zuvor.




    Fortsetzung folgt…

  • Tauchen wir ein in die kleine Welt im Maßstab 1:32 - Teil 7

    Die hier zu sehende Diesel-Rangierlok wurde in der vorliegenden Variante als Neuheit im Jahre 1990 von der Firma Märklin vorgestellt.

    Das Vorbild der Lokomotive ist eine ehemalige Köf II, die 1965 von Klöckner-Humboldt-Deutz an die Deutsche Bundesbahn geliefert wurde. 1985 erwarb die Firma Oswald Steam aus Samstagern in der Schweiz diese Lok und gab ihr den braunen Anstrich.










    Fortsetzung folgt…

  • Moin Andreas,

    sehr schöne Bilder von den Osterfahrtagen aus Naumburg. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Akteuren für das tolle Event bedanken, besonders bei Peter. Es war ein sehr schönes und ruhiges Treffen, hat wieder sehr viel Spaß gemacht...

    Ich bin gespannt was sonst noch so an Bildern gezeigt wird...das nächste Mal gibt es die 221er in Doppeltraktion!

    Viele Grüße vom Matthias

  • Tauchen wir ein in die kleine Welt im Maßstab 1:32 - Teil 8

    Zum Abschluss der Diesellokparade kommt nun eine herrliche Komposition aus der V 60 und V 51 aus dem Hause KM1. Ein Eyecatcher meines Erachtens, wobei jede gezeigte Zuggarnitur in Naumburg ein Blickfang war, meint Andreas...










    Als nächstes lassen wir die mit Dampfmaschinen angetriebenen Lokomotiven über den Laufsteg "rennen"!

    Fortsetzung folgt…

  • Danke für den schönen Bildbericht.

    Die Fotos zeigen auch einmal mehr, daß in unserer Spur 1 noch ein richtiger Schmalspur-Transportwagen fehlt.

    So einer, der es auch ermöglichen würde, Spur 1ern ohne 1e-Gleise zumindest Fahrzeuge auf der Anlage zu haben

    Foto: Bildergalerie der Eisenbahnstiftung

    15637.jpg

    mfGrüßen, der Einsbahner

  • Hallo,

    gehört hier zwar nicht hin, eventuell ist das Thema zu verschieben.

    Die Anregung solcher Wagen mit denen Schmalspurfahrzeuge auf der Regelspur transportiert wurden finde ich nicht schlecht und wäre eine Bereicherung.

    Würde so ein DR-Fahrzeug auch als „Leihfahrzeug“ bei der DB mitlaufen lassen.

    Schmalspurtransportwagen

    Zeichnungen gibt es dazu auch, http://www.zander-heba.de/DRG-Transportw…r-Schmalspurlok

    In H0 gibt es das, https://youtu.be/qIUu65xY5iM

    Grüße

  • Würde so ein DR-Fahrzeug auch als „Leihfahrzeug“ bei der DB mitlaufen lassen.

    https://www.bwnossen.de/index.php/aktu…stpersonenwagen

    In H0 gibt es das, https://youtu.be/qIUu65xY5iM

    Hallo Peter H.

    den Wagen müßte man nicht als "Leihfahrzeug" der DR mitlaufen lassen, denn den gab`s auch bei der DB.

    Dort transportierten diese die Fahrzeuge der württ. Schmalspurbahnen zu den AW, bzw. untereinander im Tausch zu den jeweiligen Bahnen: Bottwartal/Zabergäu, Federsee/"Öchsle" und über kreuz.

    Ein Wagen, für den ich schon seit Jahren plädiere (und der bei mir als akzeptables Modell von ehem. K+R läuft)

    Der Bilderbeitrag von Andreas zeigt deutlich, das Fehlen eines solchen Wagens.

    Gerne zurück nach Naumburg, aber als Einschub passen die Hinweise m.E. schon.

    mit freundlichen SPUR 1 Grüßen, dr. wolf

  • Tauchen wir ein in die kleine Welt im Maßstab 1:32 - Teil 9

    Schon früh in der Geschichte der Eisenbahn wurde versucht, Antrieb und Sitzplatzangebot in einem Fahrzeug zu vereinen, um auch niedrige Verkehrsaufkommen wirtschaftlich abdecken zu können.

    Um 1900 wurde in Baden als Alternative zum Einsatz von Personenzügen, geführt durch Dampflokomotiven, der Einsatz von Dampftriebwagen erprobt.

    Auch in Württemberg versuchte man mit den Triebfahrzeugen der Bauart "Serpollet" die Wirtschaftlichkeit der Nebenbahnen zu verbessern. Die Ergebnisse waren aber nicht zufriedenstellend. Der Umstand führte den obersten Maschinenmeister der KWStE Eugen Kittel zu einem neuen Kessel-Konzept: Die Steh-Kesselbauart mit neuer Röhrenführung, erweitertem Kesselraum und einem spiralförmigen Rohrsystem in der Rauchkammer stellte bei Versuchen entscheidende Betriebs- und Sicherheitsvorteile dar.

    So wurden die bisherigen "Serpollet"-Triebwagen mit einem Kittel-Kessel umgerüstet.

    Der Triebwagen selber war weitgehend, wie ein Personenwagen konstruiert. Bei einer Länge über Puffer von 11,61 m konnten 40 Sitzplätze untergebracht werden.

    Auf einem genieteten Profilstahlrahmen wurde der hölzerne Aufbau errichtet. Die Verkleidung erfolgte mit Stahlblech. Der Zugang zum Abteil erfolgte über eine Endbühne, während sich auf der anderen Seite der Kessel und der Führerstand befanden.

    Der Kessel System Kittel bestand aus einem stehenden Rauchröhrenkessel. Ein Überhitzer war in der Rauchkammer über dem Kessel angeordnet. Bei einer indizierten Leistung von 59 kW war die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h,

    Der angetriebene Radsatz war fest gelagert, während der Laufradsatz als Lenkradsatz ausgelegt war. Die Federung erfolgte mittels Blattfedern.

    Im Betrieb erwiesen sich die Triebwagen als äußert zuverlässig. Zeitweise verkehrten sie mit bis zu drei Beiwagen. Durch die Konstruktion war eine einfache Wartung der technischen Anlage ohne besondere Einrichtungen möglich.

    Ermutigt durch die positiven Erfahrungen mit dem Kittel-Kessel in Württemberg hat die Badische Staatseisenbahn drei Triebwagen der Bauart "Kittel" 1913 und weitere fünf 1915 in Dienst gestellt. Acht der badischen und sechs der württembergischen Triebwagen wurden von der DRG übernommen.

    Die Deutsche Bundesbahn übernahm die Triebwagen 1 und 8. Erster wurde 1951 ausgemustert.

    Der DT 8 fuhr bis Ende 1953 im Pendelverkehr auf der Strecke Müllheim-Neuenburg (Baden) und anschließend ausgemustert.

    Quelle:
    Kittel-Dampftriebwagen – Innovation des Nahverkehrs vor 100 Jahren, Eisenbahn-Kurier Verlag, 2008, Werner Willhaus

    In Naumburg fuhr das Modell des DT 8 der Deutschen Bundesbahn, Baujahr 1915 von Fine Models seine Runden.





    Als nächstes lassen wir die mit Dampfmaschinen angetriebenen Lokomotiven über den Laufsteg "rennen"!

    Der farbenfrohe Bilderbogen geht weiter mit der spektakulärsten Rekolok…

    …demnächst hier auf diesem Kanal!

  • Hallo Andreas,

    sehr schöne Beschreibung der Dampftriebwagen-Entwicklung in Württemberg und Baden, Danke dafür. Die Triebwagen mit Serpolett-Kessel nannte man abschätzig "Sapperlot"


    Zeichnungen: Organ für Fortschritte des Eisenbahnwesens, 1909
    Hier ein älterer, württembergischer Kittel-Triebwagen, noch mit seitl. offener Einstiegsbühne. Hab am Kessel ein paar Teile beschrieben. Der Kittel-Kessel hatte den Vorteil dass er einen sehr großen Bereich für den Wasserstand über der Feuerbüchsdecke hatte, so dass man ihn nicht ständig überwachen und über längere Zeit nicht zwingend nachspeisen musste. Das ermöglichte einen einmännigen Betrieb ohne Heizer. Das gleiche galt für die wellrohrartige Feuerbüchse ohne die üblichen, aufwändigen Stehbolzen. Es genügte ein Nachfeuern während der - häufigen - Zughalte.


    Feuertür und Waschluke des Kessels der vergleichbaren Kittel-Lok im DTM-Berlin
    Der Kessel wurde bei den Württembergern außermittig gesetzt um den Durchgang zum Gepäckraum etwas zu erweitern und dem Lokführer mehr Platz zu bieten. Gespeist wurde der Kessel mit zwei nichtsaugenden Injektoren die vorne unter Führerstand unterhalb des Wasserkastenniveaus hingen. Durch den breiteren Führerstand (Kittelkopf) konnte der Triebwagen ohne drehen in beiden Richtungen gefahren werden, vorwärts 60, rückwärts 50km/h. Bei Rückwärtsfahrt musste der Schaffner auf der Bühne stehen und bei Bedarf die, Bremse, Pfeife und Glocke über das auf dem Dach zu sehende Gestänge bedienen. Leistungsmäßig waren die Triebwagen noch für etwa 30t Anhängelast auf "mäßig geneigten Strecken geeignet".
    Die seitlichen. rückwärtigen Führerstands-Stirnwände waren bei den Württembergischen Kittel-Triebwagen, wie zu sehen, abgeschrägt um in Blickrichtung ein etwas breiteres Sichtfenster bzw. schmälere Rahmen zu bekommen. Wasser und Kohlen waren in den seitlichen Behältern im Führerstand. Die beiden unten verbundenen Wasserkästen konnten rechts oder links mit normalen Wasserkranen befüllt werden.


    Kittel-Lokomotive im DTM Berlin, hier sind die Wasserbehälter vorne, die Umsteuerung geschieht wie in den Triebwagen mit einem "Händel"

    Auf den Bildern von Andreas kann man die Unterschiede der badisch Kittel erkennen: Mittig angeordneter Kessel und rechtewinklige Führerstands-Rückwände. Die geschlossenen Bühnen wurden im laufe der Zeit angebaut.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo Dieter,

    im Prinzip kann man ja alles anhängen was eine Schraubenkupplung und Puffer hat ;)
    Würde sagen badische Zweiachser-Personenwagen wären am passendsten. Donnerbüchsen aber auch. Da der Triebwagen m. W. nach Freiburg gehörte sind es rote Donnerbüchsen eher nicht gewesen da die deutlich nördlicher unterwegs waren. Dort in Freiburg hatte man aber eine Anzahl der leichteren Zweiachser Bi und BCi 33 in Schweißkonstruktion für die Höllentalbahn. Leider gabs die noch nicht in 1. Natürlich passen auch G- oder Pack-Wagen für Expressgut.
    Egal was dran hängt, am Streckenende muss umgesetzt werden. Die Kittel durften zwar rückwärts fahren aber Wagen mussten immer hinten dran sein.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Servus Dieter,

    eins vorneweg: Ich bin kein Kittel-Dampftriebwagen-Experte, sondern mein Schwerpunkt lag darin, Bilder von Lokomotiven und Zügen anlässlich der 6. Naumburger Osterfahrtage zu machen. Danach wollte ich meine Beiträge mit zusätzlichen Informationen über das betreffende Fahrzeug aufwerten.

    Dazu habe ich mir das Buch:

    "Kittel-Dampftriebwagen – Innovation des Nahverkehrs vor 100 Jahren" aus dem Eisenbahn-Kurier Verlag ausgeliehen.

    Im Buch ist meines Wissens nur in Bild enthalten, dass einen Kittel-Dampftriebwagen mit einem zweiachsigen Abteilwagen als Verstärkung zeigt. An mehreren Stellen wird darauf verwiesen, dass die Kittel-Dampftriebwagen mit bis zu drei Wagen verstärkt wurden. Das waren sowohl Güter- als auch Personenwagen.

    Welche genau das allerdings waren, kann ich nicht mehr sagen, da ich mich mit dem Thema Beiwagen nicht weiter beschäftigt habe. Mittlerweile habe ich das Buch wieder zurückgegeben, sonst hätte ich noch einmal nachgeschaut.

    Beste Spur 1 Grüße

    Andreas

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