Diskussion um Steuerungssoftware (Spur 1 Familienaktionstage im Schlosskeller in Wernau)

  • Hallo Martin,

    schön das Du Dich für das digitale interessierst.
    Manuell, Halbautomatik und Automatik kann heute praktisch jedes Steuerungsprogramm.
    In der Bedienung und in der Liste der Funktionen gibt es aber enorme Unterschiede.

    Beschäftige Dich mal mit Win-Digipet, oder iTrain oder TrainController.
    Zusätzlich gibt es noch RocRail

    Win-Digipet und RocRail haben einen relativ hohen Konfigurationsbedarf, sei es im Programm oder auch auf der Anlage.
    Aus meiner Sicht bietet Dir iTrain schon einen guten Umfang, bei geringen Einstiegshürden.
    Eine Zugsteuerung mit Start/Ziel-Tasten, Längensteuerung, Verbräuchen, Ladekapazitäten und Zugzusammenstellung gibt es so nur mit TrainController.
    Für Spur 1/0 ideal.
    Die Kombination von manuellen Abläufen, gepaart mit Automatiken gelingt Dir hier sehr einfach und gut.
    Die Gold-Version vom TrainController ist mit sehr vielen Vorlagen und Hilfen ausgerüstet die es einem Anwender ermöglichen, mit relativ wenig Aufwand, zu einem guten Ergebnis zu kommen.

    Und ja, ein bisheriges Hardware-Stellpult ist mit diesen Programmen durch einen Touch-Monitor optimal ersetzbar.
    Es sollte Dir richtigen Spaß bereiten deine Züge, respektive Fahrstraßen etc. mit dem Finger auf dem Monitor zu bedienen.
    Und das ganz ohne fummelige Verdrahtung. Und mit Start/Ziel, auf einem solchen Monitor, ist es perfekt.

    Gerne zeige ich Dir (und auch allen anderen) die Unterschiede, kann Dir alles erklären und Dir einen optimalen Weg vorschlagen.
    Und ja, gerade die Einteilung der Besetzmelder, die die Augen aller Computerprogramme sind, ist eine wichtige Sache und später schlecht zu ändern.

    Sprich mich einfach an, schreib mir eine Nachricht, mir macht das Spaß und das kostet, selbstverständlich, nichts.
    Ich habe in allen Programmen mehr als 30 Jahre Erfahrung :)

  • Hallo,

    wir sollten es nicht auf einen Vergleich der System ankommen lassen, das verwirrt nur, und führt nicht zum Ziel.
    Nur soviel, im Gegensatz zu Stefan "betreibe" ich "täglich" meine Spur1 sowie meine N-Anlage mit iTrain oder TrainController.
    Eben im praktischen Betrieb, und alle Anlagen mal so oder so.

    Aber, Bilder sagen mehr:

    Darstellung iTrain von 2 Bahnhofsgleisen.

    Darstellung von TrainController Bahnhofsgleisen mit Zugzusammenstellung, und sofort zu erkennender Richtung der Züge.

    Zug zusammenstellen im iTrain

    Zug zusammenstellen bei TrainController.

    Praktisch ist alles mit allen Programmen, wie oben bereits erwähnt, möglich.
    Es unterscheidet sich in der Bedienweise.
    Die "Genauigkeit" ist bei "allen" dieser Programme gegeben.

  • Hallo Martin, hallo Manfred, hallo 210 001-4,

    genau dass was hier gerade in meinem Beitrag passiert ist der Hauptgrund dafür, weshalb ich im Forum nicht mehr gerne schreibe. Es ist wieder einmal aruff der einen fremden Beitrag dafür missbraucht sich selbst in den Vordergrund zu stellen.

    Denn: Es ging in der Frage nicht darum welches Steuerungsprogramm denn das Beste sei, oder wer hier die beste Beratung bieten könne, sondern nur darum wie ich die Anlage im Schlosskeller ganzheitlich betreibe.
    Es interessierte auch, warum ich gerade iTrain einsetze und um die Kombination der von mir verwendeten Hardware. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und: Das was ich beschreibe kann oder könnte sich jeder direkt vor Ort anschauen.

    Bevor ich nun im Schlosskeller andere Menschen glücklich machen kann, stand mir ein Hobbyraum mit 60qm zur Verfügung. 7 Ebenen, 106 Weichen, Platz für rund 30 Züge. Vollautomatische Lokwechsel, Rangiervorgänge und vieles Andere mehr.
    In Spur 1! Meine Versuche mit anderen Steuerungsprogrammen waren dort schlichtweg nicht zielführend. Ich habe auch keine Lust, stundenlang vorm Rechner zu sitzen um mich mit einer Mobasoftware zu beschäftigen. Das Steuerungsprogramm ist für mich nur ein Mittel zum Zweck. Es muss leicht zu bedienen und zuverlässig sein.

    iTrain war die einzige Software, bei der ich die Anlage auch mal 16 Stunden durchlaufen lassen konnte ohne irgendeine Störung. … und dabei liefen nicht nur 4 Züge gleichzeitig …

    Dazu kommt, dass iTrain derart zuverlässig ist, dass ich die Anlage im Blindflug vorkonfigurieren kann ohne einzelne Abläufe real auf der Anlage testen zu müssen.

    Ich hatte anfänglich meine Märklin H0 für Testzecke immer vor Aufbau meiner Modulanlage herangezogen. Darauf verzichte ich aber schon eine ganze Weile.

    Genau dass ist für mich auch bei meinen Austellungen sehr wichtig. Zuverlässigkeit und ein extrem hohes Maß an Fehlertoleranz sowie eine absolut perfekt funktionierende Zugsicherung sind ein muss. Dabei ist für mich auch die Haltegenauigkeit ebenso von entscheidender Bedeutung, wie die exakte Anzeige der Zugläufe und Züge sowie die durch Railcom erzeugte Lokadressenrückmeldung. Dadurch weiß iTrain exakt wo sich eine Zug oder eine Lok tatsächlich befinden. Die Software muss es nicht nur vermuten oder berechnen.

    Ich schließe mich also der Bitte an: aruff, eröffne für dein Thema einfach einen neuen Beitrag.

    Allen, die sich für mein Projekt interessieren gebe ich hier sehr gerne weiter Auskunft.

    Liebe Grüße Stefan

  • Lieber Stefan,
    du hast doch selbst im Zusammenhang mit deiner Veranstaltung von iTrain und der optimalen Möglichkeit, damit Loks deinen Bedürfnisseen anzupassen, geschrieben.
    Ich hatte auf eine hilfreiche Antwort auf meine Frage gehofft - aber leider Fehlanzeige.
    Stattdessen nennst du mich mit anderen Foristen in einem Atemzug als Hauptgrund dafür, weshalb du im Forum nicht mehr gerne schreiben würdest. Das lässt mich kopfschüttelnd zurück.
    Aber sei's drum - ich werde dich künftig einfach nie wieder etwas zu deinen Posts fragen.
    Schöne Grüße, Manfred

  • Hallo Manfred, hallo Martin, hallo 210 001-4,

    autsch, sorry vielmals, 🙏 Ihr ward damit auch nicht gemeint. Ich entschuldige mich ganz demütig in aller Form dafür, wenn das so rüberkam. Hatte aber im Text ja geschrieben wen ich damit meine.

    Selbstverständlich beantworte ich gerne deine Frage!

    Vorausschicken möchte ich zuerst, dass ich einfach möchte, dass meine Züge und Loks sich so wie das große Vorbild verhalten.
    Seidenweiches, ruckfreies kaum sichtbares Anfahren selbst schwerster Züge. Ebenso das Bremsen in den Stand. Ich stelle meine Loks deshalb so ein, dass Sie allesamt in Fahrstufe 1 unter 0,1 km/h schnell sind.

    Es ist vor allem die hohe Prazision mit der iTrain die Loks ansteuert. Ich fahre DCC mit 128 Fahrstufen. Diese werden in der Software eingemessen, sodass iTrain exakt weiß wie schnell die Lok in welcher Fahrstufe ist. Das können andere Programme natürlich auch, ist Standard. Dazu kommt, dass ich in iTrain exakt angeben kann wann eine Lok meldet. Also ab dem 1. oder 4. Radsatz. Auch das ist jetzt nix Neues.

    Was iTrain aber von anderen Programmen unterscheidet ist, dass ich sowohl die Trägheit der Fahrstufenanwahl als auch das Reaktionsverhalten der Software selbst individuell an jede Lok anpassen kann.

    So reagiert ein Glockenankermotor ja bekannterweise völlig anders auf eine Veränderung der Fahrstufe als ein 5- oder 7 poler usw.

    Der eigentliche Unterschied zu anderen Programmen ist aber dass, was iTrain zusammen mit der in der Software vorhandenen Anfahr- und Bremsrampe daraus macht. Man merkt, wie sich eine 50 beim Anfahren eines schweren Güterzug förmlich quält, während eine 45 den gleichen Zug mal eben so loker flockig ins rollen bringt. Trotzdem lassen sich beide Loks vor demselben Zug in Doppeltraktion fahren ohne das irgendwas ruckt oder zuckt.

    Es kann auch die leichtere Maschine vorne am Zug sein und der Brummer nachschieben.

    Ich fahre zum besseren Verständnis im Mindestradius mit 1550mm. Güterzüge mit vorgespannter Originalkupplung.

    Dadurch, dass iTrain in der Lage ist mit den in der Software eingegebenen Motorparametern die maximale Fahrstufenanzahl voll auszunutzen (ohne dass der Rechenaufwand den PC lahmlegt) lassen sich die Züge wie im Original bewegen.

    Dreht der Lokführer den Dampfregler oder den Fahrstufenschalter auf passiert erstmal gar nix. Dampf ströhmt in die Zylinder, die Dampfentspannung in den Zylindern erfolgt langsam und sehr geschmeidig. Die Ellok baut zuerst Drehmoment in den Fahrmotoren auf und eine Diesellok füllt die Hydraulik. Ist natürlich jetzt sehr einfach ausgedrückt.


    Genau das aber praktiziere ich bei meiner Anlage auch. In etwa die ersten 5-10 Fahrstufen dienen nur dazu, dem Motor die Zeit zu geben sein Kraftfeld aufzubauen, das Spiel aus dem Antrieb zu nehmen und die Kupplungen der ersten Wagen anzuspannen.

    Völlig egal ob ich Einfach-, Doppel- oder Dreifachtraktion fahre. Der Zuglauf bleibt immer absolut gleichmäßig.

    So kann ich zum Beispiel (selbstpraktiziert) einen Glaskasten (bis zu dessen Höchstgeschwindigkeit natürlich) und eine 01 vor einem Zug in Doppeltraktion laufen lassen. Absolut gleichmäßig auch beim Anfahren. Auch da ruckt und zuckt bei mir gar nix. Keine der Maschinen zieht oder schiebt die Andere.

    Das hat mich einfach überzeugt, weil ich diese Laufkultur bisher nur von iTrain kenne.

    Vor allem aber auch, weil es die Besucher meiner Veranstaltungen richtig begeistert.

    Lieb Grüsse Stefan

  • Hallo Stefan,

    Was iTrain aber von anderen Programmen unterscheidet ist, dass ich sowohl die Trägheit der Fahrstufenanwahl als auch das Reaktionsverhalten der Software selbst individuell an jede Lok anpassen kann.

    Mit dieser Funktion reduzierst Du nur die verfügbaren Fahrstufen.

    Schau Dir daher mal die entsprechenden Funktionen in den anderen genannten Programmen an.
    Diese funktionieren besser und ohne Fahrstufenreduktion. Das ist also nicht "der Unterschied".

    Im TrainController verändern sich das Anfahrverhalten/Bremsverhalten mit den angehängten Wagen.
    Dazu kannst Du noch beladen/unbeladen wählen und mit +Cargo sogar Ladegewichte bei einzelnen Wagen einstellen, diese werden dann dynamisch dem Zug zugeteilt, je nach Stückzahl/Gewicht der Ladung, also nicht nur voll oder leer. (mit automatischer Entladung/Beladung in den dafür bestimmten Betriebsstellen). Und dadurch ändert sich dann das Fahrverhalten des Zuges oder der Lokomotive. Auch ohne Fahrstufenreduktion.
    Das ist extrem umfangreicher und prädestiniert für die Spur 1/0.

    Eine wichtige Funktion scheint auch bei Zugfahrten eine individuell bestimmte Zeit als Beschleunigen/Bremsen vorgeben zu können.
    Ohne Fahrstufenreduktion.

    Für Soundlokomotiven kannst Du auch in den anderen Programmen Zeiten eintragen, in denen der Sound unabhängig läuft.
    Selbstverständlich.

    Ich freue mich, dass Du eine Lösung für Dich gefunden hast. Ich glaube auch, dass es für Dich funktioniert.
    Du solltest aber nicht abfällig über andere Programme sprechen.
    Ich merke, Du kennst diese nicht im Detail.
    Und so könnten wir sehr viele "Unterschiede" heraus arbeiten.

    iTrain hat Vorzüge, wenn Du viel Betrieb mit kleinen Spuren machen willst.
    Bei der geringen Auflösung der kleinen Motoren ist eine Einstellung, wie Du sie oben beschreibst, dienlich.
    In den großen Spuren ist es eben anders.

  • Lieber Aruff,

    zuerst mal danke ich der Moderation aus tiefstem Herzen dafür, dass Du jetzt dein eigenes Thema hast.

    Und eigentlich wollte ich auf deine Auslassungen auch nicht mehr reagieren.

    Ich bitte Dich aber wirklich darum, die Nutzer hier nicht mit falschen Eindrücken über eine Software zu verunsichern nur weil Du das vorgehen eines Programms nicht nachvollziehen kannst, willst oder generell, so mein Eindruck, etwas gegen diese Software hast.

    Schreibe doch mal in das iTrain Forum, dass die Software die Fahrstufen reduziert. Über die Reaktion dort freue ich mich schon jetzt.

    Die Art und Weise wie iTrain auf die Fahrstufensteuerung Einfluss nehmen kann sind gerade in unserer Spurweite 1 Gold wert. So meine praktische und gelebte Erfahrung.

    Für alle die, die sich aber hier ein klareres Bild verschaffen wollen erkläre ich gerne warum gerade diese Funktion in so einfacher und genialer Weise die Fahreigenschaften von automatisch gesteuerten Loks deutlich verbessern kann und dies auch in der Realität tatsächlich tut.

    Antriebe sind generell recht komplexe physikalische Systeme. Auch in unserer digitalen Welt bestehend aus Decoder, Getriebe/Antriebsstrang, Lagerung der Komponenten und dem Rad als Überträger der vom Antriebssystem erbrachten Leistung.

    Auch iTrain versucht hier einen optimalen Fahrzeuglauf herzustellen. Nun erfordert aber gerade der Wunsch nach einer möglichst präzisen Halteposition dass eine Software auch die Chance dazu bekommt diese zu realisieren.

    Um das wiederum hinzubekommen darf der Decoder natürlich kein unkontrollierbares Eigenleben mehr aufweisen. Das heißt ganz simpel, dass die Anfahr- und Bremsverzögerung auf ein Minimum eingestellt oder gänzlich abgeschaltet wird. Ist ja eigentlich auch klar und logisch.

    Allerdings führt das wiederum dazu, dass der Decoder beim Beschleunigen oder Abbremsen nicht mehr auf die in seinem Betriebsystem hinterlegten und vom User eingestellten Werte zurückgreifen kann und auch nicht soll.

    In diesem Zustand wird der Decoder dann auf das zurückgreifen was in seiner Firmware vom Hersteller für den Fahrstufenwechsel fest hinterlegt ist. Hier verfolgt jeder Decoderanbieter aber selbstverständlich seine eigene Philosophie. In diesem Fall werden die Übergänge zu den einzelnen Fahrstufen also mehr oder weniger hart und gelungen sein. Der eine Decoder kann das besser, der andere weniger gut.

    Das äußert sich dann zum Beispiel durch ein sichtbares Längsrucken beim Anfahren oder durch einen ruppigen Fahrzeuglauf wenn der Decoder sehr hart in die nächste Fahrstufe wechselt weil die Firmware das so vorgibt. Eine Steuerungssoftware kann den Decoder hier nicht beeinflussen.

    Was iTrain aber sehr wohl kann ist dem Decoder dabei zu helfen seine Aufgabe auch in dieser Situation besser zu erfüllen. Sie entlastet ihn und gibt ihm die Zeit träger und weicher auf einen Fahrstufenwechsel zu reagieren, einfach ausgedrückt.

    Das iTrain die Fahrstufen dabei reduziert ist völliger Quatsch. Ein Decoder, der mit 128 Fahrstufen in iTrain hinterlegt ist hat diese natürlich auch weiterhin.

    Allerdings kann ich iTrain sagen, dass es jede Fahrstufe des Decoder als Befehl ausgeben soll oder eben nur jede 2., jede 3. usw. Ganz individuell an jede Lok angepasst. In iTrain ist ja jede Fahrstufe mit der real erzielten Geschwindigkeit hinterlegt.

    Das führt wie gesagt logischerweise dazu, das der Decoder mehr Zeit hat um dem Fahrstufenwechsel nachzukommen und diesen herbeizuführen. Die Beschleunigungszeit verändert sich dadurch nicht, sie wird durch iTrain vorgegeben. Das Beschleunigungsverhalten einer Lok kann und wird aber deutlich ruhiger, gleichmäßiger und weicher sein. Ich nutze das so bei einigen meiner älteren Loks.

    Ein anderes Beispiel hier ebenfalls direkt aus der von mir erlebten Praxis. Natürlich unterscheiden sich die Antriebssysteme in unseren Lokomotiven auch physikalisch gänzlich voneinander. Abgesehen von der Masseträgheit unserer Maschinen und Züge sind auch die Antriebe selbst mehr oder weniger dynamisch oder selbsthemmend und träge. Kaum eine Lok verhält sich hier so wie eine Andere. Ich denke, dass hat jeder so von uns schon erlebt.

    Ist also ein Antriebsstrang besonders träge oder ein Motor weniger dynamisch macht es in der Praxis überhaupt keinen Sinn den Decoder mit einer Flut von Steuerbefehlen zu überfordern. Der Antrieb als solches kann und wird der schnellen Abfolge des Aufschalten jeder einzelnen Fahrstufe ohnehin nicht folgen können. Auch klar und logisch. Der Decoder selbst wiederum quittiert das aber in der Regel mit einer höheren Wärmebelastung. Das kann und möchte ich ihm ersparen indem ich nur die Befehlsfolge sende die er auch umsetzen kann. Ist auch praktisch nachvollziehbar.

    Ein solcher Antrieb wird allein durch seine Eigendynamik ohnehin ein von der Masse geprägtes Fahrverhalten an den Tag legen. Hier genügt es auch schon mal nur jede 3. oder 4. Fahrstufe anzusprechen um einen perfekten Fahrzeuglauf zu erzielen. Das ist eine Tatsache und ebenfalls so von mir praktiziert. Kann sich jeder bei meinen Ausstellungen anschauen.

    Wohlgemerkt hat das nichts mit der Beschleunigung oder der Endgeschwindigkeit zu tun. Auch hier hat das Antriebssystem einfach nur die Zeit der gewünschten Fahrstufe auch folgen zu können. Einfache Physik.

    Zum Schluss noch ein ganz praktisches Beispiel.

    Die Baureihe E18 von Kiss. Ein wunderschönes Modell. Ein Antrieb jedoch, der sehr anspruchsvoll ist. Es fehlen jegliche Getriebe. Der Antriebsstrang selbst ist nur durch Zahnriemen realisiert. Eine Lokomotive mit Charakter und ihrer ganz eigenen Fahrdynamik. Fährt die Lok an spannen sich zuerst die Zahnriemen, hält sie die Geschwindigkeit flattern diese leicht (jetzt ganz bewusst mal etwas übertrieben ausgedrückt) bremst die Lok ab entspannt sich der Antrieb. Eben eine extrem dynamische Art der Fortbewegung. Das Fahrverhalten der Lok dankt es einem, wenn es keine Fahrstufenbefehle bekommt, die es ohnehin nicht umsetzen kann. Ich denke, dass ist für jeden eingängig.

    Hier genügt es jede 3. Fahrstufe anzusprechen gerade wenn man im automatischen Betrieb häufig beschleunigt oder die Geschwindigkeit reduziert.

    Das hier von mir geschriebene ist gelebte Praxis und die pure Realität. 2x im Jahr für jeden den es interessiert nachvollziehbar. Nicht weniger dürft ihr von mir erwarten.

    Ich persönlich, dass möchte ich hier nochmal klar sagen, habe mich für iTrain entschieden weil es meine Bedürfnisse und die meiner Besucher in perfekter Weise abdeckt.

    Liebe Grüße Stefan

    Edited once, last by newone (April 1, 2025 at 10:25 AM).

  • Hallo Stefan

    Vielen Dank für Deine Ausführungen. Die Software ITrain hat mein Interresse geweckt weil Du gesagt hast: dass in einem Automatikbetrieb Du auch Besucher die Züge manuell steuern lassen kannst und eine zusätzliche Sicherheit gegen Fehlbedienung geben kann. Ich wollte auf keinen Fall deinen Beitrag in eine andere Richtung lenken.

    Als Technik Verantwortlicher des Spur 1 Team Hannover suche ich einfach nach einer neuen Steuerung für die Club Anlage. Bislang fahren die Mitglieder manuell wie auf einem Modultreffen jeder seinen Zug und der Trennungsbahnhof wird mit der alten Gleisbildstellwerk Software GBS Win gesteuert.

    Selber bin ich kein Freund von "Schieberegister Softwaren" und eigentlich war die Club Philosophie so, dass jeder eine unbekannte Lok, nicht eingemessen oder umprogrammiert, mitbringen kann und diese kann mitfahren.

    Die Anspüche an das Stellpult sind einfach, Softwaren wie bei der richtigen Bahn wie STP und Estwgj sind nicht notwendig. Die Gbs Win Software ist so programmiert das sie entwerder jede Weiche und jedes Signal einzeln gestellt wird oder mit einer Einknopf Bedienung mit Hilfsschaltern und das alles ohne Verriegelung.

    So wie bei deiner Anlage auch habe ich keine Lust Stundenlang am Rechner zu sitzen um zu programmieren. Da möchte ich auch lieber Spur 1 fahren und die Zeit wenn die Anlage auf Ausstellungen steht möchte ich auch zum fahren nutzen und nicht um an der Software rumzufeilen.

    Ein Manko der Anlage sehe ich in den Rückmeldern. Für über 200 m², ca 40 Weichen, 7 DKW´s und 300 bis 400 m Gleis sind nur 28 Rückmelder verbaut und diese teilen sich auch noch auf 5 Booster auf. Jeder Block und jede Weichenstrasse (Innen oder Aussen) hat meistens nur einen Rückmelder (selten mal 2). Abstellgleise sind nicht überwacht. Die Anlage hat ein Doppelgleisiges Oval mit einem 5 gleisigen Trennungsbahnhof mit 2 zusätzlichen Kopfgleisen, 2 Kehrschleifen und ein BW mit Abstellgleisen.

    Eine hochkomplexe Software, wo ich viel Programmieren muss, wo man das Zugverhalten verändern kann je nach dem ob die Wagen leer oder voll beladen sind, eine Lok Betriebsstoffen nach eine Zeit nachfüllen muss ist für mich uninterressant.

    Ich habe die Hoffnung das man mit I Train erstmal so weiter machen kann wie bisher und später mal eine Mischung aus manuellen und automatisch gesteuerten Zügen mit Überholungen und einer Reihenfolge der Schnellzug fährt vor dem Nahverkehrszug vor dem Güterzug. Für ein punktgenaues Anhalten bedarf es dann sicherlich noch weiterer Rückmelde Anschnitte, mindestens jedoch eines pro Signal.( Aktuell gibt es 32 Signale ohne Abstellbereich).

    liebe Grüße

    Martin

    www. spur1-hannover.de

    jahrelang unterwegs in Epoche III und IV, heute Wechsel nach Epoche VI

  • Hallo Stefan,

    gibt es von deiner Veranstaltung ein Video, wo gerade diese Eigenschaften von iTrain gut zu erkennen sind? Ich denke, dass wäre für Interessierte sehr hilfreich, um sich ein Bild von diesem Teil der iTrain-Software zu machen.

    Gruß

    KaGe

  • Hallo Stefan,

    vielen Dank für die Klarstellung und die Entschuldigung, die ich annehme. (Respekt, dass du das getan hast.:thumbup:)
    Und auch dankeschön für die Beantwortung meiner Frage und deine weiteren Ausführungen zur Betriebspraxis aus deiner Sicht.
    Viele Grüße,
    Manfred

    P.S.: Ansonsten wäre ich sehr froh darüber, wenn man ohne "Glaubenskriege" beim Austausch über die einzelnen Steuerungsprogramme auskommen könnte.

  • Lieber Aruff,

    bevor ich nun gerne einen weiteren Punkt in deinen Ausführungen richtig stellen möchte, frage ich mich tatsächlich gerade ernsthaft, wie Du deine Moba in Spur 1 betreibst oder fährst.

    Sitzt Du vorm Rechner und freust Dich darüber wenn ein Zug irgendwo auf der Anlage in deinem Bildschirm die Fahrstrassenausleuchtung wechseln lässt?

    Hast Du eine Anlage, deren Länge ein zeitlich dem Original entsprechendes Anfahren ermöglicht? Meine 18 Meter Anlagenlänge reichen dazu nämlich nicht aus. Mein längster Zug misst 9 Meter.

    Ist die Software für Dich der Mittelpunkt deines Wirkens im Hobby?

    Für mich persönlich ist die Steuerungssoftware nur Mittel zum Zweck. Eben, um im Ausstellungsbetrieb Zeit für die Besucher zu haben und es ihnen zu ermöglichen mal selbst den Fahrregler in die Hand zu nehmen. Ohne hier irgendetwas persönlich überwachen zu müssen. Mein Steuerungs-PC ist während der ganzen Ausstellung nicht besetzt und wird auch nicht überwacht. iTrain als Steuerungssoftware macht einfach nur seinen Job.

    An den Tagen, an denen ich die Anlage alleine genießen kann mache dass, was wahrscheinlich die Meisten von uns Spur 1ern am Liebsten tun. Ich schnappe mir einen Handregler, hefte meine Augen ganz dicht an den Zug oder die Lokomotive und lasse mich vom Spiel der Treibräder faszinieren, während in meiner Nase der Duft des Zylinderdampfs tiefes Wohlbehagen erzeugt. Ich genieße es, nah am Zug zu sein und vor den Signalen als Lokführer selbst halten zu müssen, um dann gespannt zu warten, welche Route der Fahrplan für mich als nächstes vorsieht.

    Der Unterschied ist nur, das ich nicht mit meinem Zug allein auf der Strecke bin sondern ein Teil des gesamten Zuggeschehen. Eben einer von 6 sich auf der Anlage in Betrieb bewegenden Züge. Das macht mir mega Spaß und meinen Besuchern, wenn Sie während der Veranstaltung an den Reglern sind und neben den Zügen laufen. Den restlichen Fahrbetrieb regelt die Software, vollständig und absolut störungsfrei.

    Ich denke, mit dieser Art des Spielens bin ich nicht alleine.

    Glaubst du aber ernsthaft, das ich in dieser Spurweite meine Züge am Rechner zusammenstellen will?

    Und glaubst du tatsächlich, dass sich das Anfahrverhalten eines Zuges ändert wenn im Original eine 50er oder 44er 10 oder 12 Wagen am Haken hat. Oder die Wagenanzahl eben, die wir in der Mehrheit in unseren heimischen Anlagen in Spur 1 fahren können?

    Das was Du in Punkto Zuggewicht beschreibst mag für kleinere Spuren sicher ganz nett sein, sofern man den Zug nur mit dem PC fährt. Vorausgesetzt, ein Zug hat auch eine entsprechende Wagenanzahl.

    Was mich aber ganz besonders traurig macht ist die Tatsache, dass Du hier eine Software hervorhebst aber verschweigst das iTrain das selbstverständlichkeit auch kann. Eben nur viel paxisbezogener.

    Natürlich kannst Du in iTrain jeden Wagen einzeln erfassen. Auch mit dem Gewicht. iTrain wird zukünftig das Gewicht auswerten wenn die Mehrheit der User es wünscht.

    Komplett unterschlagen hast Du aber, das iTrain eine viel einfachere Methode anbietet um das Fahrverhalten ganzer Züge zu beeinflussen. Wie immer in iTrain kinderleicht zu bedienen.

    iTrain hat die Möglichkeit einzelne Zuggattungen anzulegen. Hier bestimmst Du wie sich ein Zug als Ganzes verhalten soll. Wie er anfährt beschleunigt und abbremst.

    Ist ein Zug also schwer, leicht, sehr schwer usw.

    Völlig unabhängig davon welche Lok den selben Zug gerade führt wird eine E50 die Fuhre trotzdem schneller in der gleichen Gattung beschleunigen als eine BR 50 mit tösendem Zylinderschlag. Wie das Original eben. Eine Lok in LZ fahrt verhält sich dabei natürlich völlig anders wie die Züge in den verschiedenen Gewichtsklassen. Diese Unterschiede nimmt der Besucher auch sehr deutlich war. Ob sich das Anfahrgewicht durch einen weiteren Wagen minimal erhöht sicher nicht.

    Ich fahre jedenfalls so.

    Ein Zug der der Gattung schwerer Güterzug zugeordnet ist verhält sich dabei natürlich ganz anders wie in der Gattung Schnellzug um hier nur ein Beispiel zu nennen. Möglichkeiten gibt es da viele. Ein Mausklick genügt um einem Zug einer Gattung zuzuweisen.

    iTrain benötigt hier nicht einmal die Anzahl der Einzelwagen. Die Gesamtlänge des Zugs genügt völlig.

    Auch in iTrain kannst Du natürlich Aktionen erzeugen die bestimmte Abläufe im Zuggeschehen auslösen und steuern.
    Aktuell zeige ich hier einen Rangierablauf mit Original-Hakenkupplung der rund 15 Minuten beträgt. Wieder live im November zu erleben.
    Das wird sicher nicht der Einzige bleiben.

    Zum Schluss aruff würde ich dich noch bitten mich hier nicht weiter zu diffamieren. Ich habe mich in keinster Weise über ein Programm abfällig geäußert. Ich beschreibe nur, was ich selbst ausprobiert und getestet habe. Dabei hat mich auch TrainController neben anderen Steuerungsprogrammen nicht überzeugt.

    Du kennst mich nicht, weißt nichts über mich, meine Anlage dem mir zur Verfügung stehenden Fachwissen oder dem Wissensschatz aus dem ich schöpfe. Hier zu behaupten ich würde mich in etwas nicht auskennen ist daher schlichtweg unverschämt.

    Das hier ist jetzt deine Beitragsserie. TrainController betreffend kann ich aber nichts dazu beitragen. Ich setzte das Programm nicht mehr ein.

    Grüsse sendet Stefan

  • Hallo Stephan,

    hmm. Ich versuche neutral darüber zu schreiben. (versuche)
    Warum wirst Du immer persönlich?

    Nochmals, ich setzte „täglich“ iTrain und TrainController ein, bei laufenden Anlagen die ständig aufgebaut sind. 1 mal die Woche/Monat auch WIN-DIGIPET, testweise auch RocRail.
    Ich hoffe das ist damit geklärt.

    Deine Posts ergeben eigentlich mehr Fragen als Antworten.

    Du beziehst Dich ständig auf diese Einträge:


    Das ist die Stufenverzögerung und die Stufenschrittweite.
    Bevor wir dazu kommen, dass es diese Optionen „natürlich“ auch in allen anderen Programmen gibt, sei Dir gesagt das Du damit eine „Fahrstufenreduzierung“ erreichst.
    Wenn Du 27 Fahrstufen (+0) einsetzt, bei einer Schrittweite von 3, reduzierst Du die Fahrstufenzahl für das Programm auf 9 (Neun).
    Wenn Du 127 Fahrstufen einsetzt und eine Schrittweite von 4 reduzierst Du die verwertbaren Fahrstufen auf 32 (Zweiunddreißig).

    Mit der Stufenverzögerung gibst Du an das (wie im letzten Beispiel) der Wechsel von Fahrstufe 32 auf 31 (reduziert aus einem Pool von 128) im Abstand von 150ms gesendet wird.

    Um die Wiederholung muss sich das Programm nicht mehr kümmern, dass macht dann die Digitalzentrale für Dich.

    Gemacht wird das, um den Datenverkehr zwischen Programm und Zentrale zu reduzieren.
    Wenn das Programm im Abstand von 50 ms (das sollte der Basiswert einer Zentrale sein) schnell 128 Fahrstufen herunterzählt, kann es zu einem Stolpern der Zentrale kommen. Vor allem alte Zentralen können nämlich bei der Steuerung von „vielen“ Lokomotiven sonst ins Schwitzen kommen. Die alten Märklin Zentralen verlieren dann manchmal Befehle. Auch die IB1 ist berühmt dafür. Moderne Zentralen betrifft das nicht mehr.

    Trotzdem ist natürlich der Datengehalt auf dem Gleis begrenzt. Es können nicht unendlich viele Empfänger über das Gleis mit Daten versorgt werden. Noch schlimmer, wenn es Multiprotokoll ist.

    Und nur dafür ist das gemacht.

    Was Du dort machst ist aber ganz einfach. Du versuchst Lokomotiven, die eigentlich nicht sauber in allen Fahrstufen fahren „irgendwie“ doch ans Laufen zu bekommen.
    Aber, ganz ehrlich, wenn Du einen Decoder mit 128 Fahrstufen ansteuerst, dann aber nur jede 4 benutzt, solltest Du diesen Decoder/Lokomotive lieber mit 27 nativen Fahrstufen betreiben. Dann kannst Du Dir das Eingeben der Schrittweite sparen, nur mal so als Tipp.
    Und noch ältere Decoder vielleicht auch nur mit 14 Fahrstufen.

    Das ist aber alles nur ein Rumdoktern an den Symptomen. Denn tatsächlich sollte der Decoder das ausbügeln, und nicht das Programm. Ich verrate Dir mal ein Geheimnis. Je modernen der Decoder ist arbeitet dieser „intern“ (also in der Firmware) mit einem vielfachen der 128 maximalen Fahrstufen. Eigentlich wird das nur durch die PWM Ansteuerung begrenzt.
    Denn sonst wäre es ja gar nicht möglich einen Decoder auf unterschiedliche Motoren anzupassen. Nach dem Einstellen präsentiert Dir der Decoder 27 Fahrstufen aus einem Pool heraus.

    Kommen wir zum springenden Punkt. Sollte dein Motor in der Lokomotive zwischen Fahrstufe 56 und 57 „nach“ der Einmessung keinen Unterschied zeigen so wissen die Programme das. Du hoffst, durch die Fahrstufenreduzierung der Schrittweite, diese Fehlstellen auszumerzen.
    Kann funktionieren, ist aber eher unwahrscheinlich.

    Richtig wäre es, den Decoder auf den Motor anzupassen. Nicht umsonst gibt es bei den Herstellern ein ganzes Heer von Technikern, die an den CV zur Motoreinstellung drehen.
    Ist der Decoder einwandfrei und steuert den Motor „richtig“ an, haben die Programme leichtes Spiel. Dann kannst Du es sogar mit Schrittweite 1 probieren.

    Und natürlich, ein weiteres Geheimnis für Dich, operieren „alle“ Programme, im Programm, ebenfalls mit viel mehr Fahrstufen als offensichtlich. TrainController verwendet immer 1000 interne Fahrstufen. Was aber eben „nicht“ bedeutet das diese Anzahl irgendwie zur Zentrale transportiert wird.

    Der Vorgang dabei, ist doch ein ganz anderer. Das Programm „muss“ wissen welche Geschwindigkeit bei welcher Fahrstufe anliegt. Denn „nur darüber“ kann die Strecke „berechnet“ werden. Es gibt keinen anderen Weg.

    Bei einer Ausstellungsanlage mit 8 m langen Blöcken kann man natürlich 30cm vor der nächsten Weiche Fahrstufe 0 senden. Das passt dann für 99% der Lokomotiven. Mit vorbildgerechtem Fahren hat das aber wenig zu tun. Das den Mutmaßungen von Martin, da antworte ich aber extra.

    Wenn ein Decoder in einen Block von, sagen wir, 210 cm einfährt soll er bei 200cm stoppen.
    Es ist es für das Programm wichtig zu wissen welche Fahrstufe anliegt. Wenn Fahrstufe 128 anliegt, bedeutet das für das Programm, das es aus seiner Einmesstabelle heraussucht, welche Distanz dabei zurückgelegt wird.
    Also, nur als Beispiel, die 200cm werden nach 10 Sekunden erreicht.
    In 10 Sekunden „muss“ Fahrstufe 0 anliegen.
    Das Programm reduziert nun, sofort nach Einfahrt, auf Fahrstufe 100, bis der Befehl angekommen ist hat die Lokomotive bereits 11cm zurück gelegt, nun wird auf 90 reduziert, es sind wiederum 20 cm gefahren worden, dann auf 50, 30, 20, 10, 5,3,2,1,0.
    Mit dem Ergebnis das, nach den vorhandenen Daten, der Zug exakt nach 200 cm Fahrstufe 0 bekommt.

    Oder stelle Dir einen viel zu kurzen Block vor, 20 cm indem die Lokomotive mit Fahrstufe 100 ein rauscht. Hier könnte gar nicht jede Fahrstufe gesendet werden.

    Zudem kennt „jedes“ dieser Programme eine intelligente Vorschau. Die Programme wissen bereits im Vorfeld welcher Block als nächstes kommt. Auch das hilft.

    Du merkst selbst wie aufwendig die Berechnung ist, die Fahrstufen werden aber vom Programm bereits sinnvoll reduziert. Es werden nie alle Fahrstufen gesendet. Das kann in den Logfiles gesehen werden. Stelle Dir das bei 20 Lokomotiven gleichzeitig vor, und schon bist Du bei „Schrittweite“, weil sonst alles überlastet wäre. Und auch hier kommt es auf die Qualität an, WINDIGI-PET und TrainController machen das „von sich“ aus, das muss nicht extra eingestellt werden. WINDIGI-PET und auch RocRail verwenden deswegen, nach wie vor, mehr als einen Abschnitt im Block, dort wird, auf Wunsch, beim Erreichen eines bestimmten Melders angehalten.

    Im iTrain ist das die „klassische“ Methode, die es laut Xander, ab der Version 6 (Herbst) nicht mehr geben wird. TrainController war vor ca. 20 Jahren der erste der diese Berechnung in dieser Art und Weise eingeführt hat, mit ganz großem Erfolg. iTrain, und die anderen haben das Jahre später übernommen.

    Aber, nochmals, dass können „alle“ diese Programme mit Bravour. Da gibt es keine Fehler oder anderes, vorausgesetzt die Decoder/Lokomotiven funktionieren einwandfrei und sind eingemessen.

    Du versuchst schlechte Decoder Programmierung zu kaschieren.
    Aber ja, auch das geht natürlich in allen anderen Programmen auch.

    Beispiel:

    Für den einfachen Betrieb mit „nicht“ eingemessenen Lokomotiven.
    Oder:

    Identische Lokomotive.
    Dazu kommt:

    Wobei Du hier „jede“ Fahrstufe „individuell“ einstellen kannst. Das ist die „Stufenverzögerung“ von iTrain, halt nur umfangreicher.

    Denn, wir müssen „deutlich“ Unterscheiden zwischen Ausstellungen, mit 8 m Blöcken.
    Da reicht völlig die „Einfache Einstellung“. Das kann auch sehr schnell für Gastfahrer passieren.
    Das wird durch die Zentrale gesteuert, Du fährst die Lokomotive mit einem Handregler und übernimmst Die Werte vom Handregler.

    Zuhause ist „Einmessen“ Pflicht. Kürzere Blöcke, viel komplexere Gleisbilder.
    Hier muss die Lokomotive richtig gut mit dem Decoder harmoniert werden, und anschließend werden so viele Fahrstufen wie möglich eingemessen. Ergebnis, seidenweicher Lauf, +-5mm Haltegenauigkeit.

    Womit wir schon wieder bei den Vorzügen der Programme sind.
    Bei iTrain werden Blöcke mit ihrer Länge definiert, und darin ein Stopp nach cm eingerichtet.

    In TrainController können (nicht müssen) so viele Stop und Bremsmelder eingerichtet werden wie man möchte. Das benötigt man für unterschiedliche Haltepositionen je nach Zug, auslösen von bestimmten Funktionen, auch da auf Wunsch je nach Zug. Abkoppeln, ankuppeln, laden/entladen usw. usf. Güterzüge halten dort, Personenzüge dort.
    Zusätzlich gibt es noch Zugspitze, Zugende, Zugmitte, Formel.
    Virtuelle Melder ist das Schlagwort. Funktioniert sehr zuverlässig.
    Würde mich wundern wenn es das nicht irgendwann bei iTrain geben würde.

    Zusammengefasst, deine verwendeten Lokomotiven scheinen nicht besonders gut mit dem Decoder eingestellt zu sein. Das ist auch schwierig da hier jeder Hersteller seine eigenen Süppchen kocht. Allerdings ist es sehr einfach Spur1/0 Lokomotiven vernünftig über den Decoder anzupassen. Mir ist jedenfalls noch nie ein Modell untergekommen das nicht vernünftig zu fahren gekommen ist. Dabei, eine Märklin BR80 mit altem Motor hat sich da schwergetan. Ersetzt durch einen Faulhaber, seit dem einer meiner bestlaufenden Lokomotiven.
    Wenn Dir die Decoder Anpassung gelingt, ist das Einmessen in einem der Programme ein Kinderspiel. Ergebnis, akkurates halten und seidenweicher lauf.

    Die Schrittweite kannst Du dann verändern, wird höchstens schlechter dadurch.
    Solltest Du bestimmte Funktionen mit einer bestimmten Dauer benötigen solltest Du das Programm wechseln.

  • Hallo Stephan,

    > Glaubst du aber ernsthaft, das ich in dieser Spurweite meine Züge am Rechner zusammenstellen will?

    Wie jetzt?
    „Du“ redest von Vorbildgerecht.
    Das hört sich aber nicht so an.
    Über Nieten diskutieren, aber ob deine Lokomotive den Zug schafft und wie gut, das interessiert Dich nicht. Da bin ich aber enttäuscht.

    Bevor Du mit mir über Gewichte und Ladungen schreibst solltest Du Dir ein paar zusätzliche Informationen genehmigen.

    Erste Erfahrung BiDiB und TrainController - Spur 1 Digital - Spur 1 Gemeinschaftsforum

    Dann reden wir wenigstens über das gleiche.

  • Hallo Martin,

    Selber bin ich kein Freund von "Schieberegister Softwaren" und eigentlich war die Club Philosophie so, dass jeder eine unbekannte Lok, nicht eingemessen oder umprogrammiert, mitbringen kann und diese kann mitfahren.

    Das geht nicht. So etwas zu behaupten ist unredlich.
    Du kannst aber andere System für so etwas einsetzen.
    Zum Beispiel: https://www.dtswebshop.nl/de/dinamo-mcc/
    Damit, und dann in Verbindung mit einem Steuerprogramm kommst Du dem nahe. Dann sogar mit "Analogen" Lokomotiven.
    Ein ähnliches Prinzip kannst Du mit "Stationären" Decodern erreichen.
    Zitat:
    Stationäre Block-Decoder

    RAILROAD & CO. TrainController™ bietet die Möglichkeit, konventionelle Loks, d.h. Lokomotiven ohne eigenen Lok-Decoder, zu steuern. Dies wird mit Hilfe stationärer Block-Decoder durchgeführt, die an festen Positionen der Modellbahn montiert sind anstatt in jeder einzelnen Lokomotive.
    ____________________

    Auch das wird der Sache nahe kommen. Es gibt für fast alles Lösungen.
    Wenn Du eine Anlage mit Gastlokomotiven betrieben willst, die einen Decoder haben "musst" Du diese im Programm anmelden und "Grundsätzliche" Parameter definieren. Das geht ganz schnell und muss gemacht werden um die Sicherheit nicht zu gefährden. Und dabei reicht es "nicht" an ein paar generellen Schrauben zu drehen.


    Mit dieser Art ist das in 5 Minuten erledigt und relativ sicher auf der Anlage.

    Die Anspüche an das Stellpult sind einfach, Softwaren wie bei der richtigen Bahn wie STP und Estwgj sind nicht notwendig. Die Gbs Win Software ist so programmiert das sie entwerder jede Weiche und jedes Signal einzeln gestellt wird oder mit einer Einknopf Bedienung mit Hilfsschaltern und das alles ohne Verriegelung.

    Was Du meinst, und dazu würde ich Dir auch raten, ist die "Trennung" von Lokführern und "Fahrdienstleiter".
    Mit einem ausgeführten Fahrdienstleiter kann, Programmunterstützt, der "Betrieb" auf der Anlage organsiert werden.
    Halbmanuelles fahren bedeutet anmelden der Lokomotiven und mindest Einmessung. Alles andere ist Glücksspiel.

    Ein Manko der Anlage sehe ich in den Rückmeldern. Für über 200 m², ca 40 Weichen, 7 DKW´s und 300 bis 400 m Gleis sind nur 28 Rückmelder verbaut und diese teilen sich auch noch auf 5 Booster auf. Jeder Block und jede Weichenstrasse (Innen oder Aussen) hat meistens nur einen Rückmelder (selten mal 2). Abstellgleise sind nicht überwacht. Die Anlage hat ein Doppelgleisiges Oval mit einem 5 gleisigen Trennungsbahnhof mit 2 zusätzlichen Kopfgleisen, 2 Kehrschleifen und ein BW mit Abstellgleisen.

    Eine hochkomplexe Software, wo ich viel Programmieren muss, wo man das Zugverhalten verändern kann je nach dem ob die Wagen leer oder voll beladen sind, eine Lok Betriebsstoffen nach eine Zeit nachfüllen muss ist für mich uninterressant.

    Ich habe die Hoffnung das man mit I Train erstmal so weiter machen kann wie bisher und später mal eine Mischung aus manuellen und automatisch gesteuerten Zügen mit Überholungen und einer Reihenfolge der Schnellzug fährt vor dem Nahverkehrszug vor dem Güterzug. Für ein punktgenaues Anhalten bedarf es dann sicherlich noch weiterer Rückmelde Anschnitte, mindestens jedoch eines pro Signal.( Aktuell gibt es 32 Signale ohne Abstellbereich).


    Martin, das geht so nicht.
    Schade, aber alles andere ist nicht redlich.
    Fahre lieber so wie bisher.

  • Zum Schluss aruff würde ich dich noch bitten mich hier nicht weiter zu diffamieren. Ich habe mich in keinster Weise über ein Programm abfällig geäußert. Ich beschreibe nur, was ich selbst ausprobiert und getestet habe. Dabei hat mich auch TrainController neben anderen Steuerungsprogrammen nicht überzeugt.

    Du kennst mich nicht, weißt nichts über mich, meine Anlage dem mir zur Verfügung stehenden Fachwissen oder dem Wissensschatz aus dem ich schöpfe. Hier zu behaupten ich würde mich in etwas nicht auskennen ist daher schlichtweg unverschämt.

    Da das hier komplett ignoriert wird mache ich dem ganzen Spuk mal ein Ende.

  • Oliver April 1, 2025 at 3:49 PM

    Closed the thread.

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