• Hallo Motorenschrauber,

    es gibt ja so manche Lok mit zwei Motoren an einem Decoder und die laufen problemlos. Meine Märklin-96 hat einen ESU-Decoder und auf dem Rollenprüfstand fahren die beiden Fahrwerke deutlich unterschiedlich schnell. Auf dem Gleis fährt sie "butterweich" ohne dass man irgend was von diesen Drehzahlunterschieden bemerkt, egal ob ohne oder mit Last.
    Die Fahreigenschaften einer Lok auf dem Rollenprüfstand zu "testen" macht also überhaupt keinen Sinn!

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Hallo in die Runde,

    hat schon jemand seine von Seyfried bekommen? Ich warte noch und würde gerne mitreden ;)

    Mit der Vossloh 1700 von Kiss hatte ich am Anfang auch ähnliche Probleme. Ein Drehgestell lief seidenweich, das andere ruckelte. An langsames rangieren war nicht zu denken, die Lok machte immer einen Satz nach vorne.
    Ich habe sie dann 20min in jede Richtung auf dem Rollenprüfstand fahren lassen, ohne Erfolg. Anschließend aber die Drehgestelle bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit vorsichtig bewegt. Rechts/Links sowie
    diagonal. Unter dem Problem Drehgestell bildete sich ein Häufchen Abrieb, unter dem anderen nicht. Seitdem fährt die Lok wie ein Traum.
    Hat das schonmal jemand ausprobiert?

    Grüße
    Thomas

  • Hallo Martin,

    die Kupplung muss wie folgt entfernt werden (Lok auf dem Kopf):

    1. Schraube auf dem "Käfig" lösen (siehe meine Bilder)
    2. Schraube am Ruder des Servos lösen, da ist die Stange montiert, die die Kupplung steuert
    3. Die gelbe Spiralfeder ist nur durchgesteckt, mit einer spitzen Flachzange das Ende gerade biegen, dann geht die leicht raus
    4. Der Gummischlauch ist wohl geklebt?! Mit einem Ruck kriegt man den ab und kann ihn notfalls wieder ankleben.

    Dann ist die Kupplung weg.

    Ich möchte nochmal in die Runde die Frage stellen, wie man eine Schraubkupplung (nicht Klaue, habe ich aufgegeben) montieren soll? Die Schraube, die die automatische Kupplung hält, wird in den Vierkant der automatischen Kupplung eingedreht, da ist ein Gewinde drin.
    Eine normale Schraubkupplung hat solch ein Gewinde nicht.

    Ich dachte ich könnte durch das "Loch" oben eine Schraube eindrehen, die dann die Schraubkupplung fixiert, aber das klappt nicht.

    Hat schon jemand erfolgreich die Kupplung getauscht?

    Besten Dank und viele Grüße,

    Kalle

  • Hallo Zusammen,

    ich habe die Beiträge nochmal komplett durchgesehen aber keinen Hinweis darauf gefunden, ob schon mal jemand die Lok neu eingesessen hat.
    Nachdem ich ein interessantes Video dazu gefunden habe. Scheinbar lässt sich mit CV54 auf Wert 0 auf einer längeren Geraden Strecke, die Lok über den Decoder
    Selbständig abstimmen.

    Ich bin aber in Decoder und CV Programmierung kein Spezialist.

    Herzliche Grüße,

    Thomas

    ---

    Thomas Bromberger aus München

    Ich halte es wie Karl Valentin:
    Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch

  • Hallo zusammen,

    das automatische Einmessen eines Motors ist ein altbekanntes Procedere, das in der Einbau- und Betriebsanleitung der ESU Loksound 5 Decoder beschrieben wird.
    In der aktuellen Version auf Seite 72, unter 11.1.4 Automatisches Einmessen eines Motors.

    Das kann, muss hier aber nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führen.

    Grüße, Karl

  • Hallo,

    kann Karls Aussage voll zustimmen, so eine Einmessfahrt sieht zwar spektakulär aus da die die Lok heftig losrast aber mit durchprobieren der einzelnen CVs bekam ich immer bessere Fahreigenschaften hin. Das ist zwar zeitaufwändiger aber lohnend. Allerdings seit ich Berg- und Talstrecken habe muss ich noch an vielen Loks nachbessern, da meist bei Talfahrt, Schaukelbewegungen auftreten. Interessanter weise nicht bei Märklin-Decodern während die Loks mit Freilaufgetriebe da ganz schlimm sind.

    Grüße aus Lichtenstein (Württemberg)
    Michael

  • Moin!


    Leider hat meine Suche im Netz nichts ergeben.


    [size=10]Also wenn ich in Google einfach "Voith Gravita 10 BB Mehrfachtraktion" eingebe, dann kommen gleich mehrere Einträge mit Auszügen aus der Anleitung des entsprechenden Modells von Brawa:[/size]
    [size=10]"Alle von Voith Turbo Lokomotivtechnik gebauten Lokomotiven sind außerdem untereinander mehrfachtraktionstauglich."
    [/size]
    [size=10]
    [/size]
    [size=10]Ein Klick auf einen der Links genügt um sich zu überzeugen, daß es hier wirklich um die Gravita 10 BB geht. Wahllos rausgegriffen dieser Link:[/size]
    https://www.haertle.de/out/pictures/m…th_turbo_fl.pdf[size=10]
    [/size]

    Gruß,
    -karsten

  • Hier ein Update zum Thema "Kupplung":

    Mit der Hilfe eines Kollegen der 3 km Luftlinie von mir entfernt wohnt, wurde eine übliche Märklin Schraubenkupplung in den Schacht der Gravita eingesetzt. Der Vierkant der Schraubkupplung bekam ein Gewinde, so konnte dann eine Schraube von oben mit Unterlegscheibe eingedreht werden.

    Um Klauenkupplungswagen anzuhängen, habe ich dann den wohlbekannten Adapter von Tobias Frenzel verwendet. Siehe Bilder.

    Ferner habe ich mit meiner Lok (nur ein Motor/Getriebe hinten) diverse Fahrversuche unternommen. In der Ebene zieht sie einen Zug bestehend aus 12 Märklin Wagen ohne größere Probleme. Allerdings nicht eine 2% Steigung hoch, das war dann doch zu viel des Guten! :D
    Mit 8 Wagen geht es die 2% Steigung hoch, aber natürlich müht sie sich ab.

    Der 2. Motor und das 2. Getriebe müssen also wieder rein. Aber wie sage ich immer: Versuch macht kluch!

    Viele Grüße,

    Kalle

  • Decoder haben zwar grundsätzlich Schwierigkeiten mit dem regeln von 2 Motoren bei nur einer Motorendstufe.

    Hallo Tobias,

    das ist auch meine Erfahrung, und auch die von anderen Kollegen der "werkelnden Zunft". Ich hatte mich deshalb 2018 an esu gewandt, aber ohne Resonanz:
    "Hallo Herr Lindner, ich habe zwar keinen Traxx von Kiss, aber gestern wollte ich einem Freund helfen und wir haben leider keinen ruckelfreien Lauf hinbekommen.
    Rein theoretrisch kann eine solche Regelung mit 2 Motoren garnicht richtig funktionieren, weil in der Abtastpause ja beide Motoren ihre Gegen EMK senden und die muss vom Prinzip her stets unterschiedlich sein. Ausserdem addieren sich ja auch die Werte in gewisser Hinsicht. Wenn`s dann doch klappt, hat man Glück. Und hier haben wir wohl Pech ...
    Könnte man nicht einen zweiten Motorausgang schaffen, der nicht in das Regelverfahren einbezogen ist und aber genau gleich angesteuert wird, also mit Abtastpausen, aber ohne Signalauswertung?
    mfg"

    Danach konnte ich dann noch mit einem Profielektroniker drüber sprechen, der das auch als Lösung bezeichnete.
    Esu mit zwei oder mehr Motoren, bleibt also eine Lotterie (in Problemfällen ohne Hauptgewinn ...)

    Meine E71 von 1.at hat nur noch einen Antrieb. Sie läuft zwar noch nicht perfekt, aber schon wesentlich besser.
    Meine begonnenen Notizen (Pos. 2).

    @ alle
    Ich hatte Gelegenheit, mir mal einen Gravita Antrieb anzuschauen.
    Ich sehe aber auch Defizite im Getriebe:
    1. viel zu direkt: Zahnriemen 1:1, 2-gängige Schnecke und Schneckenrad 21 Zähne -> Ü = 10,5:1
    2. der Zahnriemen läuft unsauber. In Kalle`s Bild (# 141) sieht man starken Abrieb.
    3. das Gehäuse um den Treibriemen herum ist sehr schmal (Riemen zu stark gespannt? Schleift der Riemen aussen?)
    4. ziemlich abenteuerlich:
    die 3 Wellen: Achsgetriebe - unteres Riemenrad - Achsgetriebe liegen theoretisch zwar in einer Achse, praktisch jedoch garnicht umsetzbar. Dennoch sind die Wellen über Buchsen fest untereinander verschraubt, was nie zu einem zentrischen Lauf führen kann. Schaut man die Drehgestelle von unten an, sieht man das Taumeln der Getriebegehäuse. Temporärer Link. In natura sehr viel stärker.
    Vielleicht hilft, die Madenschrauben etwas lockern und mit Sekundenkleber fixieren.
    5. der recht schwache Motor hat viel zu geringes Anfangsdrehmoment, um die Lok sicher und langsam anlaufen zu lassen.

    Hätte ich dieses Modell, würde ich zunächst das Getriebe sanieren, bevor man in sündhaft teure Motoren investiert, zumal ungewiss, ob sie sich dann mit esu seidenweich regeln lassen.

  • Hallo Gravita-Besitzer,
    Seit zwei Wochen bin ich auch Besitzer der Gravita. Ein wunderbares Modell.

    Auch bei mir ruckelt sie in den unteren Geschwindigkeitsstufen, leider. Das Einfahren hat keine Verbesserung gebracht. 2 Stunden in jede Richtung mit 12 4-achsigen schweren Güterwagen, 2.5%-Steigung über 10 Meter.
    Das Gehäuse ist ziemlich warm geworden, aber das ruckeln blieb. Ausserdem wurde der Zug im Lauf der Steigung immer langsamer. Ich dachte zunächst an schleudernde Räder, nein das war es nicht. Irgendwie ging der Lok der Saft auf den letzten Metern aus und sie schleppte den Zug bis zur Kuppe ziemlich langsam. Dann bergab und in der Ebene fuhr sie wieder mit der üblichen Geschwindigkeit. Komisch aber zunächst für mich nicht erklärlich, die 2 Motoren sollten das doch locker packen. (Andere Loks mit einem Motor, bei mir Nohab und die BR50 von km1 hatten diesen Effekt mit den gleichen Wägen nicht).

    Dann habe ich sie gleichwohl für den Einsatz auf meiner Anlage vorbereitet. Dazu gehört das Einmessen über den gesamten Geschwindigkeitsbereich. Ich habe hierzu iTrain und Railspeed im Einsatz. Das Ergebnis war verblüffend. Die Einmesskurve habe ich als Bild beigefügt.
    Im oberen Geschwindigkeitsbereich fehlt irgendwie die Kraft, rückwärts noch mehr als vorwärts. Eigentlich müsste die Geschwindigkeitskurve kontinuierlich ansteigen, aber irgendwie wird sie ab ca. Stufe 110/115 "abgeregelt".
    Ich besitze den ESU-Lokprogrammer und kann somit an den CVs rumexperimentieren, aber im Bereich der Motorregelungs-CVs bin ich absoluter Laie.

    Vielleicht liegt hier der Ruckel-Hund begraben? Der Decoder regelt nicht korrekt, nicht stark genug.

    Vielleicht helfen diese meine Erkenntnisse den Programmierexperten hier im Forum weiter und eine Veränderung der CVs könnte Abhilfe bringen. Aber welche CVs und welche Werte?

    Liebe Grüsse Lorenz

  • Hallo,

    also das grenzt ja schon fast an eine Doktorarbeit, was hier teilweise zu lesen ist, um der Lok anständige Fahreigenschaften zu verleihen.

    Wäre schön, wenn sich der Hersteller mal zu dieser ganzen Problematik äussern würde. Immerhin ist der seit dem 11. Oktober 2023 hier angemeldet und hat hoffentlich die ganzen Beiträge zu "seiner" Lok auch schon gelesen.

    Gruß Hartmut