Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Spur 1 Gemeinschaftsforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Freitag, 11. September 2009, 20:55

Sind 4 Funktionen genug?

Servus miteinander!
Bitte betrachtet diese Frage nicht als Provokation. Mir ist schon bewusst, dass daraus schnell ein Glaubenskrieg werden kann. Deshalb ersuche ich um sachliche Argumente - danke!

Ich möchte zu diesem Thema etwas weiter ausholen:
Eine "Funktion" ist nicht gleichbedeutend mit einem Funktionsausgang (Schaltausgang). Ein Decoder kann also durchaus weniger Funktionsausgänge, als Funktionen haben ...
Eine Funktion muss auch nicht unbedingt entweder einen Schaltausgang, oder nur einen Sound auslösen ...
Schon für Stand-/Abblend-/Fernlicht brauch man DREI Funktionen, aber doch nur EINEN Funktionsausgang (so der Decoder mehrere Dimmwerte kann).

Derartige Lichteffekte sind nicht nur US-Loks vorbehalten - die haben da noch weit mehr zu bieten - sondern durchaus auch bei europäischen Fahrzeugen anzutreffen. Schweizer Loks habe da auch einige nette "Lichtspielchen" ...

Abblend-/Fernlicht, extra schaltbares Rücklicht, Rangierlicht sind ja nun bei modernen Loks auch in DE und AT keine Besonderheit mehr (drei Funktionen und vier Funtkionsausgänge sind dann schon mal weg)

Dann wäre noch eine ferngesteuerte Kupplung toll (schon ab N möglich), wobei eine "normale" Streckenlok günstiger Weise den "Kupplungswalzer" tanzen kann (anrücken, um die Kupplung zu entlasten, Entkuppeln, abrücken) UND für Rangierarbeiten auch einfach nur "abdrücken" können soll (noch 2 Funktionen und Funktionsausgänge weg).

Eine Dampflok kann natürlich den Rauchgenerator aktivieren. Für gepulsten Rauch braucht man insgesamt zwei weitere Funktionsausgänge (1x Heizelement, 1x Lüfter).
Auch eine Diesellok raucht - manche sogar mehr als so manche Dampflok ... (es bleibt auch hier bei 2 FAs)
Eine E-Lok hat Pantografen, die natürlich unabhängig voneinander gehoben/gesenkt werden sollen (2 Funktionsausgänge/Funktionen).
Nettes Gimmick am Rande: So manche Altbau-E-Lok verfügt über eine Dampfheizung ... also noch ein FA für den Rauchgenerator (dafür genügt auch ein einfacher Seuthe-RG ohne Lüfter).
Ein Triebwagen soll zb. die Türen öffnen können (pro Fahrzeugseite getrennt versteht sich) und eine Innenbeleuchtung haben - noch 3 Funktionen/FAs weg.

Und dann kommen da noch diverse Sounds (verschiedene Pfeifen, Hörner, Glocke, usw) Manche Sounds können sicher per Zufallsgenerator ausgelöst werden und brauchen keine Funktion. Manche werden gleichzeitig mit Funktionsausgängen aktiv (Pantos, Türen, ...)

Wenn ich meine Ausführung jetzt kurz zusammenzähle:
Abblend/Fernlicht - 2 Funktionen / 1 FA
Rücklicht - 1 Funktion / 2 FAs
Rangierlicht - 1 Funktion
Kupplung - 2 Funktionen / 2 FAs
Pantos - 2 Funktionen / 2 FAs
Innenbeleuchtung/Führerstandlicht - 1 Funktion / 1FA
Dampfheizung - 1 Funktion / 1 FA
Sound AN/AUS - 1Funktion
Horn - 1 Funktion
Ansage - 1 Funktion

Ich zähle DREIZEHN Funktionen und NEUN Funktionsausgänge!
Dabei habe ich mich aber jetzt wirklich nicht sonderlich angestrengt ;)

Das wird sogar mit normalen DCC Decoder, die "nur" 12 Funktionen können, schon eng!

Natürlich könnte man jetzt entgegnen, das man ja nicht alle meine angeführte Gimmicks "braucht" - ja ... sind das nicht die berühmten sauren Trauben? :P

Sehen wir bitte *davon* einmal ab - meine Ausführungen sind ja doch wirklich nicht extravagant. Eigentlich sind das ganz normale Funktionen, die eine digitalisierte Lok heute können sollte (früher waren einige Gimmicks eine technische Herausforderung - zb. die Pantos - aber heute gibt es vom Memorydraht bis zu Microservo alles Mögliche und leistbar dazu).

So gesehen meine ich, das 20, oder besser 28 Funktionen mit 12 oder 16 Funktionsausgängen bei aktuellen Systemen Standard sein sollte.

Na ja, und dann gibt es da noch "2-System-Loks", die einmal mit Strom und dann mit Diesel fahren .... Eine kitze-kleine Funktion, die es in sich hat! Spätestens jetzt wird klar, dass auch europäische Loks mit 20 Funktionen zu wenig haben ;)

Die von mir angeführten Funktionen verbrauchen jetzt nicht automatisch mehr Strom - der größte Stromfresser wäre sowieso der / die Rauchgenerator(en).

Wie geht Ihr damit um?
Verzichtet Ihr aus derartige Spielereien (notgedrungen, weil das System das nicht kann, oder wollt ihr das eh nicht haben)?

2

Freitag, 11. September 2009, 21:14

Hallo Oliver,

Ich unterstütze Deine Ansichten voll und ganz!

Grüße nach Österreich.

Oliver
Schöne Grüße vom Oliver.

3

Samstag, 12. September 2009, 08:24

RE: Sind 4 Funktionen genug?

Hallo zusammen,

Der Beitrag von Oliver entspricht ganz meiner Meinung,
allerdings sind nicht nur Decoder sondern auch einige der Zentralen dringend
erweiterngsbedürftig! ich warte schon über 2 Jahre auf das von Uhlenbrock
angekündigte Softwareupdate um mit der IBox wenigstens 12 Funktionen
steuern zu können.
Aber auch die Esu's sind im Soundbereich zwar in 4 Stufen lautstärkemäßig
steuerbar nach der höchsten Stufe folgt bei weiterer Ansteuerung allerdings
die niedrigste ( für mich nicht logisch )

Was mögliche Zusatzfunktionen angeht so fallen mir noch spontan
a. bewegendes Lokpersonal ( Fahrtrichtungsabhängig)
b. öffnende Wasserkasten Klappe ein .
bei längerem Nachdenken findet sich bestimmt noch mehr.

Problem bei diesen ganzen Funktionen kann nur das menschliche Gehirn werden
denn bei über 20 Loks und unterschiedlichen Belegungen ist die Nutzbarkeit
spätestens nach der Sommerpause schwierig.

aber schaun wir mal
lg
Helge

4

Donnerstag, 17. September 2009, 21:16

RE: Sind 4 Funktionen genug?

Der Beitrag trift meine Meinung nicht.

Ein Fahrzeug mit vielen Funktionen ist nur zum Spielen auf einer privaten Kleinanlage geeignet. Denn das macht nur Spaß, wenn man alle Funktionen ohne Nachzudenken im Kopf hat und sie auch nutzt.
Für Vitrienenmodelle oder Fahrzeuge, die hauptsächlich zusammen mit vielen anderen Fahrzeugen auf einer großen Anlage eingesetzt werden, sind viele Funktionen mit vielen unterschiedlich belegten Funktionstasten eher verwirrend und hinderlich.
Richtig gut wäre eine EINHEITLICHE Belegung mit ca 10 Grundfunktionen (Licht vorn, Licht hinten getrennt schaltbar, Geräusch, Hupe, Dampf und Rangierkupplung) und eine Dockingmöglichkeit für diejenigen, die mehr Funktionen brauchen.
Die Geräusch- und Dampffunktionen sollten automatisch aus der Fahrsituation abgeleitet werden.

NICHT GENUTZTE Optionen sind Nachteile!

Sie komplizieren die Bedienung und Bedienungsanleitungen.
Man kennt sich nur noch mit den eigenen Fahrzeugen aus und bei seltener Nutzung nicht einmal mehr das.
Das Verdrahtungsgewurschtel in den Modellen wird immer schlimmer. (Tenderkupplungen!)
Die Austauschbarkeit der Modelle zwischen verschiedenen Nutzern nimmt ab. Modellsharing auf Gemeinschaftsanlagen wird komplizierter.
Das Gefummel mit den Hand Held Reglern wird nerviger.
Die Entwicklung der Modelle wird mit jedem Extra langwieriger und aufwendiger.
Zahlen muss man das alles auch noch und in wenigen Jahren passen die heute aktuellen Dekoder zu nix mehr (10 Jahre sind nur ca 3x die Wartezeit auf ein Modell).

Nichts für ungut.
Christian
Christian

5

Donnerstag, 17. September 2009, 22:01

RE: Sind 4 Funktionen genug?

Hallo Christian Fricke,

Deinen Beitrag mag ich nicht wirklich nachvollziehen.

An sich geht es hier ja um Loks, die von uns für uns selber umgebaut/ erweitert werden, da muss man natürlich drauf achten, dass man die Funktionen sinnvoll gleichmäßig belegt.

Bei meinen Loks ist mir wichtig, dass ich weiß, welche Funktionen wie belegt sind - und das ist der Fall.
Wenn jemand anderes damit fährt, sage ich was zu den Funktionen, oder werde danach gefragt - und antworte natürlich darauf.
Wenn eine Lok verliehen wird, dann mit Funktionsliste.
Wenn ich für jemanden anderen eine Lok umbaue/ neu programmiere, so bekommt derjenige eine ausführliche Funktionstastenliste, für Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung.

Zitat



Das Verdrahtungsgewurschtel in den Modellen wird immer schlimmer. (Tenderkupplungen!)



In solchen Fällen verzichte ich bei meinen eigenen Loks auf eine Steckverbindung, und stelle eine feste Verdrahtung her. Zum Transport kommen die Loks sowieso in eine Transportbox vom Wolfgang Flinsbach, und ansonsten stehen sie auf einer unserer Anlagen, so dass sie nicht zum Verpacken getrennt werden müssen ;)

Zitat


Das Gefummel mit den Hand Held Reglern wird nerviger.


Das sehe ich komplett anders, bin ZIMO-begeistert :D

Auch nix für ungut.
Oliver
Schöne Grüße vom Oliver.

6

Freitag, 18. September 2009, 08:23

Hallo!
Es ging mir NICHT darum, ob ein Modell werksseitig vom Hersteller mehr als 4 Funktionen aufweist, sondern ob 4 Funktionen in einem Digitalsystem "genug" sind!

Herstellerseitig ist sowieso NUR F0 mit Licht genormt - alles Andere wird entweder gar nicht belegt, oder es macht jeder Hersteller wie er grad lustig ist - selbst inerhalb der eigenen Produktpalette!

Hier nach einer Normung zu rufen ist verständlich - nur bitte *welche* Norm wäre hier die "Richtige"?!

Die Hersteller schaffen es ja nicht einmal sich auf eine DCC-Steckernorm bei Großbahnen zu einigen! Und selbst die Minimalnorm des 8poligen Steckers bei H0 ist im Grunde heute nicht mehr zeitgemäß! Eigentlich sogar eher hinderlich, weil die Decoder alle sowieso mehr Anschlüsse haben, als der Stecker mit seine 8 Polen bietet. Man muss also eh den Rest selbst verkabeln - dann kann man aber auf den 8poligen Stecker gleich ganz verzichten und damit ein, zwei Euro einsparen!
Aber das ist eine andere Geschichte und Stoff für einen neuen Thread ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ozoffi« (18. September 2009, 08:41)


geri

Gerald

  • »geri« ist ein verifizierter Benutzer

Beiträge: 1 569

Wohnort: Niederrhein

Beruf: Finanz-Magier

  • Nachricht senden

7

Freitag, 18. September 2009, 08:36

Fifty-Fifty

Hallo Digi-Gemeinde,

so manches was Christian anführt sehe ich auch so. Und HN hat ebenfalls wieder gezeigt, dass es einigen anderen Modellbahnern ebenso ergeht. Die dort benutzten Funkys erschliessen sich eben nicht von selber. Und auch ich, der diese nur zwei mal im Jahr (HN und Borken) nutzt, muss mich immer erst wieder mühsam eindenken.
Grundsätzlich bin ich auch dafür, Modellen so viele Funktionen als möglich einzuhauchen - um so authentischer wird das Modell. Aber (!) im Vordergrund muss die einfache Bedienbarkeit bleiben.
Ich wäre durchaus für eine einheitliche F-Belegung. Nur ist das ja schon nicht möglich, weil sich Anbieter nicht auf EINEN Standart einigen können. Der eine kastriert seine Modelle von vornherein, ausser man verpflichtet sich, nie "eine andere anzusehen" (Märklin), der nächste verbaut 16 Funktionen, legt jedoch keine dem Laien verträgliche Anleitung anbei (km1) oder droht mit Garantieverlust, sollte man am Sound etwas ändern wollen.

Diese Diskussion wird zu keinem Ergebnis kommen (können). Die Ansprüche sind viel zu verschieden: der eine fährt ´nen nagelneuen Dacia auf dem technischen Stand der Endachtziger, der andere Mercedes-Oberklasse und auch Leute mit dem Fahrrad soll es noch geben.

Für die, die neben dem Eisenbahnhobby noch ein gesteigertes Interesse an Compis und sonstigem HighTechSchnickschnack haben, ist das natürlich alles ein Kinderspiel mit den Zentralen und eine ZIMO ist einfach wouw. Ich persönlich habe dieses Interesse (leider) nicht. Somit wird es anstrengend eine Zentrale zu bedienen, an der Tasten zigfach belegt und nur winzig beschriftet sind.

Anekdote aus HN (irgend so eine IB, glaube ich): vier Weichen, drei davon mit 1 bis 3 beschriftet, ich will die imaginäre 4 schalten
- geri: Wie schaltet man diese Weiche?
- Exp.: Das ist die 4. Wo willst Du denn hin?
- geri: Geradeaus.
- Exp.: Na dann musst Du den Grünen drücken!
- geri: ??? .......... Welchen, da sind 50 grüne Knöppe!?
- Exp.: Na, die Weichen liegen alle oben von 1bis 4, steht doch dran! (nerv!)
- geri: 1 bis 3 steht dran, aber wo steht 4?
- Exp.: 4 ist C !!! (doppelnerv!)
- geri: Jau, die 4 ist C und rot ist grün. (nun auch nerv!)

Mag für viele von Euch lustig sein, für mich ist es schwachsinnig. Genauso schwachsinnig, wie seit zwei Jahrzehnten mein PC unter dem Start-Knopf ausgeschaltet wird!
Muss doch nicht sein: EIN-AUS - für alle ganz einfach; W1-W2-W3-W4 - für alle ganz einfach.

Zusammenfassend: Ja zu Zentrale und vielen schönen Funktionen, Nein zu Inselentwicklungen und Technikfetichismus.
Liebe Grüsse,
gerald ehrlich

8

Freitag, 18. September 2009, 09:35

RE: Fifty-Fifty

Servus Geri!
Zu Deiner/Ihrer Anekdote fällt mir jetzt spontan ein: "falsche Zentrale - odr hä?! :P
Ok, ich bin eh schon ruhig ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ozoffi« (18. September 2009, 09:37)