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21

Donnerstag, 16. Juli 2009, 05:58

Hallo Michael,

da liegst Du aber ziemlich daneben :D

Es gab vor den Digitalgeschichten schon Loks für Gleich- und Wechselstrombetrieb, teilweise sogar spezielle Gleichstromversionen. Letztere hatten zum Teil aber einen Allstrommotor eingebaut =)

Speziell zur 80 hier ein Bericht des Spur1Team Hagen:

http://www.spur1team-hagen.de/Praxis/Lok…aureihe_80.html


Oliver

PS: es lohnt sich, auf der Seite im Lok-Archiv zu stöbern, zu allen gängigen älteren Loks findet sich eine ausführliche Beschreibung!
Schöne Grüße vom Oliver.

Klaus Oberdellmann

unregistriert

22

Donnerstag, 16. Juli 2009, 15:50

Hallo Herr Kuhr,
leider falsch...
Meine ersten Spur 1 Loks von Märklin waren reine Gleichstromloks, die mit einem Allstrommotor ausgestattet waren. Es war eine BR 78 mit der Artikelnummer 5746. Sie wurde von 1980 bis 1986 gebaut, die zweite Lok mit der Artikelnummer 5747 war eine BR 38, ebenfalls mit Allstrommotor und nur für Gleichstrombetrieb, Betriebsnummer 38 1803, Baujahr von 1979 bis 1984. Als dritte Lok für reinen Gleichstrombetrieb habe ich die 5742, eine Diesellok der Baureihe 212, Baujahr von 1981 bis 86. Die Loks habe ich damals mit einem Titantrafo betrieben.
Die Loks sind immer noch in meinem Besitz, allerdings hat das Moselteam die Maschinen schon vor einigen Jahren auf einen Gleichstrommotor, Zimo-Dekoder und Dietz-Sound umgerüstet. Wenn auch von der Detaillierung her nicht mehr auf dem heutigen Standard entsprechend, mechanisch sind die Dinger unverwüstlich, sie fahren und fahren und fahren...
Gruß Klaus Oberdellmann

P.S. Die Wechselstromausführungen dieser Loks hatten die Nummern 5706, 5797 und 5772.

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23

Freitag, 17. Juli 2009, 10:29

Bürstenlose E-Motore

Zum Motor fällt mir noch ein, dass die aufgeführten Motore fast alle technisch überholt sind, aber trotzdem z.B. Glockenankermotore wegen des hohen Wirkungsgrades sehr gut sind.

Machbar wäre aber ein kontaktloser Motor der z.B. einen Rotor mit Dauerpemanent Magneten (Neodyme) hat, einen Stator mit mehreren Magnetspulen (min. 3) die Felder der Magnetspulen werden von einem speziellen Decoder angesteuert ähnlich eines Drehstrommotores.

Damit nun die Elektronik weiss, welche Position der Rotor hat, geben eingebaute Hallsensoren die Position (induziert von den Dauermagneten) dem Decoder bekannt. Dieser kann dann die Spulen entsprechend ansteuern.

Hierbei sind mehrere Vorteile zu finden:
Anhand der Hallsensoren kennt die Elekronik auch die Drehzahl, somit auch die Geschwindigkeit. Es bedarf also keiner Messuing mehr der EMK
über eine lästige Austastlücke, um die Geschwindigkeit zu messen.

Diese Motoren haben ähnlich Drehstrommotoren schon ein starkes Drehmoment bei geringen Drehzahlen, also bessere Langsamfahr- und Anfahr- Eigenschaften.

Da Kontakte, bzw Kollektoren wegfallen, keine mechanischen Berührungen, also theoretisch verschleißfrei und kein Verlust durch Reibung.

Nachteil wäre ein genau anzupassender Decoder, der die Magnetspulen optimal indiziert. Das Motoransteuerugsmodul im Decoder wäre vollkommen anders, wie bisher.

Märklin hat mit dem C-Sinus Motor einen solchen schon im H0 Bereich konstruiert, es gab da auch in der Schweiz ein Projekt für H0.

Frage ist natürlich: wer wagt sich an ein solches Projekt für Spur1.
Solch ein Motor könnte in alle Spur1- Loks eingebaut werden. Die Leistung könnte für kleinere Loks über Decoderprogrammierung reduziert werden.

In größerer Stückzahl produziert, muß diese Technik nicht teurer sein, wie eine bisherige Kombination Decoder <-> Motor.
MfG. Berthold

24

Freitag, 17. Juli 2009, 11:54

RE: Bürstenlose E-Motore

Hallo!

Die angesprochene Motorengeneration gibt es längst in großen Stückzahlen auf dem Markt für RC Flugzeuge, Hubschrauber, Autos und Boote.

Es sind die sog. Brushless-Motoren, als Innenläufer oder Außenläufer erhältlich.

Wo vor 10 Jahren ein Mabuchi 385 (baugleich mit dem Motor der BR 80 oder V60) werkelte und ein Getriebe eingebaut werden musste um ein Flugzeug mit niedriger Drehzahl der Luftschraube vernünftig zu bewegen, wird heute ein leichter BL Motor eingesetzt. Drehmoment gigantisch, Drehzahl niedrig, langlebig, hoher Wirkungsgrad.

Dazu eine Vielzahl von Varianten!

Das Problem sind die Decoder!

Es gibt bisher von keinem Hersteller einen geeigneten Modellbahndecoder, der diesen Motoren angepasst ist.

Grüsse

Diesel

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25

Freitag, 17. Juli 2009, 13:30

RE: Bürstenlose E-Motore

Hallo Diesel,
stimmt, sind aber meistens Flugmotore mit extrem hoher Leistung z.B. 1200 Watt oder Leerlaufstrom schon über 1 Ampere.
Ich denke, wir brauchen einen Standard Motor mit ca. 30 Watt Leistung und hohem Wirkungsgrad.
Klar, hauptsächlich hapert es an der Elektronik, es geht hier nicht um Hubschrauber, sondern um Loks mit lastabhängiger Decoder Elektronik.
MfG. Berthold

26

Freitag, 17. Juli 2009, 14:28

RE: Bürstenlose E-Motore

Hallo!

Zumindest was die Leistung angeht, kann ich dem nicht zustimmen.

In den letzten Jahren hat sich eine neue Klasse entwickelt, die Slow-Fleyer und Park-Fleyer Modelle.

Diese sind z.T. unter 45 cm Spannweite und im Gewicht unter 200 g. Hier sind sehr wohl auch Motoren geringer Leistung zu haben.

Ich stelle gerne mal bei Gelegenheit eine kleine Liste ein.

Aber wie gesagt, die passende Decodertechnik fehlt.

Grüsse

Diesel

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27

Freitag, 17. Juli 2009, 21:29

RE: Bürstenlose E-Motore

Hallo Diesel,
ja vielleicht kann man ja doch ein Serienprodukt mit ungefährer Leistung, die wir brauchen, benutzen, viele bauen sogar ihre Brushless selber, aber es gibt doch ein paar Unterschiede, wir brauchen auch eine Lastregelung, am Besten von Hallsensoren gesteuert , es kann dann auch der Drehstrommotor viel präziser angesteuert werden, auch für extreme Langsamfahrten, eben nicht für Propeller.

Vielleicht findet sich ja ein passender Motor, der unseren Anforderungen entspricht. Über eine Mircoprozessor gesteuerte Drehstromerzeugung können sich ja mal die Decoderhersteller Gedanken machen.
MfG. Berthold

28

Freitag, 17. Juli 2009, 22:25

Hallo!
Das "Problem" sind nicht fehlende Decoder ... wer sollte solche Decoder für welche Modell genau herstellen?!
Da habt Ihr auch schon das "Problem" ... ;)

29

Freitag, 17. Juli 2009, 22:57

Drehstrom

Moin,

Fällt mir noch die Technik von Rail4you ein, obwohl ich nie irgendwo etwas nachlesen konnte
und auch noch nichts für die große Spur dabei war.
Die PDF hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel.
Laut Aussage im Text der PDF hält der Motor auch ohne Lastausgleich seine Drehzahl
konstant.
Rail4you
Grüße Jan

One gauge

Ich habe zwar keine Lösung, bewundere aber das Problem

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30

Samstag, 18. Juli 2009, 13:37

RE: Drehstrom

ja, mir fällt noch ein, das der erzeugte Drehstrom ja genau mit der Phasenverschiebung und der Frequenz die Drehzahl des Motors vorgibt.
Der Hallsensor kontrolliert nur, ob das auch eingehalten wird oder wird sogar zur präzisen Phasenumschaltung benutzt.
Also wird wahrscheinlich zusätzlich der Strom (über PWM) geregelt, um die vorgegebene Drehzahl zu halten.

Hier kann man die Thematik mal anhand eines MikroKopters
nachlesen, hier sind auch Selbstbauanleitungen zu finden, allerdings sind die Motore noch zu stromfressend, wir haben höhere Eingangsspannungen und kleinere Stromwerte, bedeutet eigendlich , das bei den Wicklungen dünnerer Kupferlackdraht und dafür mehr Wicklungen aufgebracht werden müßten. Auch die Drehrichtung muß ja umschaltbar sein, also müssen die Programme für den Mikrocontroler angepasst werden. Ein Hallsensor wäre auch unbedingt erforderlich, um bei kleineren Drezahlen besser zu kontrollieren oder sogar mehrere für jeden Phasenbeginn.

http://www.mikrokopter.de/ucwiki/BrushlessCtrl

So, das ist schon technisch genug, sollte eigendlich eher Anregung für Hersteller sein.
MfG. Berthold

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »bbenning« (18. Juli 2009, 16:51)