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  • »Ulrich Geiger« ist ein verifizierter Benutzer
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Beiträge: 1 158

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1

Mittwoch, 20. Mai 2009, 18:15

Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo zusammen,
ein Lob an die in Insolvenz befindliche Firma Märklin: heute kam mein "Jubiläums-SBB-Krokodil (Art. 55563)an, die Neuheit 2009. In "grün" natürlich, was denn sonst....
Die Auslieferung ist pünktlich nach Terminplan erfolgt. Alle Achtung.
Obwohl die Entwicklung für dieses Modells gegenüber heutigen Fertigungsmöglichkeiten und -Feinheiten schon etwas zurückliegt, strahlt es dennoch ein authentisches Flair aus. Also mir gefällt dieses "Tier".
Viel Vorfreude allen Krokodil-erwartern.
Schöne Grüße
Ulrich Geiger
Ulrich Geiger
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2

Donnerstag, 21. Mai 2009, 12:25

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo, Herr Geiger,

ich besitze ein früheres Jubiläumskrokodil und finde es nach wie vor sehr gelungen. Ich habe nachträglich den Märklin-Decoder gegen einen ESU-Decoder austauschen lassen, wodurch das Modell technischerseits erheblich aufgewertet wurde. - Ich glaube, einmal gehört zu haben, dass das "Krokodil" eigentlich eine Hübner-Entwicklung ist, die im Auftrag von Märklin erfolgte.

Grüße von Bayern nach Hessen :)

Aquarius

(W. Jürgensen)

3

Donnerstag, 21. Mai 2009, 17:56

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo Herr Jürgensen,
da haben Sie richtig gehört; die Liste der Hübnerschen Arbeiten für MÄ lässt sich nahezu beliebig fortführen: V200, 218, V100....
Am schönsten war damals die Anzeige von Hübner im EisenbahnMagazin, als kurz nach Scheidung der Ehe MÄ / Hübner die V 200 die Ehrung Modell des Jahres erhalten hatte und Hübner in einer Anzeige " Märklin zum Modell des Jahres für die von uns entwickelte Lokomotive" gratulierte. Absolut genial, typisch Wolfgang Hübner
Gruß aus Borken
Ralph Müller

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4

Freitag, 22. Mai 2009, 10:26

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo Herr Geiger,

meinen Glückwunsch zum Erwerb des grünen Märklin Krokodils!
Letztes Jahr konnte ich mir das "neue" braune Krokodil kaufen, ebenfalls mit neuer Elektronik, Mfx-Decoder usw. Es nimmt einen "Ehrenplatz" auf meiner Anlage ein, ist es doch das traditionelle und überall bekannte Märklin-Lokmodell. Gleichzeitig verbinde ich damit die Erinnerung an Herrn Hübner, dem früheren "Entwickler" vieler Märklin-Spur 1 - Artikel im Hintergrund.
Am liebsten würde ich mir ja noch das weiße Krokodil kaufen, aber ich fürchte, mit fast 2000 EUR wird das meine finanziellen Möglichkeiten übersteigen.
Weiterhin viel Freude mit den Märklin-Produkten wünscht

Walter Wörz

5

Freitag, 22. Mai 2009, 12:24

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo Kroko Liebhaber,

Kann Euch nur voll zustimmen, eine der schönsten Loks die es gibt.

Gruß Michael Dittmer
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6

Samstag, 23. Mai 2009, 00:48

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Zitat

Kann Euch nur voll zustimmen, eine der schönsten Loks die es gibt.


Hallo Herr Dittmer und alle Krokodil Liebhaber,

und trotzdem kam es in den letzten Wochen und Monaten auf ebay zu einer regelrechten „Reptilienplage“ der älteren Modelle, welche in der Regel nur in Gleich- oder Wechselstromausführung, selten digitalisiert und fast ausnahmslos ohne Soundprogramm ausgerüstet waren, wie z.B. die Modelle mit den Artikelnummern, 5736, 5755, 5756, 5757, 5758 und Weitere.

Die dabei erzielten Auktionspreise lagen in der Regel zwischen 600 und 1000 Euro. M. Dittmer kann das sicher etwas exakter eingrenzen.

Diese „Verkaufspsychose“ der älteren Märklin Modelle ist sicherlich durch die Wiederauflage des diesjährigen „Jubiläumsmodells“ Artikel Nummer 55563 begründet.

Das neu ausgelieferte Krokodil 55563 ist bezüglich der digitalen Ausrüstung und des verwendeten Sound- und Fahrprogramms, auf dem Stand des bis 2007 produzierten, braunen Krokodils 55562 mit MFX Decoder und einem monotonen Stangengeräusch.

Da sich an der technischen und optischen (sehr wohl an der elektrischen und elektronischen)
Ausführung , gegenüber den älteren Modellen nichts, aber auch gar nichts, an der von Hübner bereits vor über 25 Jahren! entwickelten Grundkonstruktion geändert hat, ist es meiner Meinung nach sehr überlegenswert, die älteren Modelle zu behalten und sie mit einem aktuell erhältlichen, neuen Sound- und Betriebsprogramm aus- und umzurüsten.

Hierzu bietet sich z.B. die Umrüstung mit einem beliebigen Digitaldecoder in Verbindung mit dem von Dietz erhältlichen Soundmodul an.

Eine weitere, am Vorbild orientierte Modernisierungsmaßnahme, ist die Plug & Play Lösung, mit einem ESU LokSound XL V 3.5-16 Mbit Decoder, mit einem völlig neu entwickelten, radsynchronen Geräusch- und Betriebsprogramm.

Eine detaillierte Beschreibung zu den vorzunehmenden Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen ist hier zu finden. http://www.igruhr-lippe.de/forum/index.p…4&tid=87&site=1

Welche der beiden vorgeschlagenen Möglichkeiten die Bessere ist, möge der Besitzer eines älteren Krokodils selber entscheiden. Sie sind alle Male die bessere wirtschaftliche Lösung, als ein „Verramschen“ auf ebay.

Von dem Erfolg, ein deutlich besseres Sound- und Betriebsprogramm zu bekommen, als es die neuen Krokodile mit ihrem werksseitig ausgerüsteten MFX Decoder, mit einem monotonen, nicht vorbildorientierten und nicht radsynchronen Sound- und Fahrprogramm aufweisen können, ganz zu schweigen.

Besucher und Teilnehmer des diesjährigen Modultreffens in Borken, konnten sich von dem radsynchronen Sound, den Fahreigenschaften und der Zuverlässigkeit der beiden, mit der ESU- Decoder Lösung umgerüsteten Krokodile überzeugen.

Den Besitzern und Erwerbern des „neuen“ Krokodils wünsche ich viel Freude mit diesem tollen Modell. An ihm kann man am ehesten ermessen, auf welch einem hohem, technischen und optischen Niveau, Herr Hübner bereits vor über 25 Jahren Lokomotivmodelle entwickelt und gebaut hat.

Schade, dass diese Ära vorbei ist.

Nachdenklich, mit vielen Grüßen an alle „Kroko“ Liebhaber

Wolfgang Brinkmann

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wolfgang brinkmann« (23. Mai 2009, 08:27)


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7

Samstag, 30. Mai 2009, 16:30

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo Krokodil-Liebhaber,
@ Herr Michael Dittmer
Sie sind schuld ..... nein, Ihre Reaktion auf meinen Beitrag, dass ich das diesjährige Neuheiten-Krokodil termingerecht erhalten habe, hat mich inspiriert. Es war Ihr Bild mit den 3 Krokodilen. Das hat mir keine Ruhe gelassen, das "Feuer war entfacht". Wie es der Zufall so wollte, war gerade zu der Zeit ein grünes Jubiläums-Krokodil von 1984 bei Ebay und ein braunes Jubiläumskrokodil, ebenfalls von 1984, hier im Forum. Der Kauf hat bei beiden Loks sofort geklappt. Heute ist das letzte Paket eingetroffen. Somit stehen jetzt bei mir auch solche 3 "Reptilien", alle mit Jubiläumschildern von Märklin, friedlich nebeneinander.
Es sind einfach schöne, ausdrucksstarke Modelle.

@ Herr Wolfgang Brinkmann
Danke für Ihren Beitrag über die "digitale Schönheits-Operation", die Sie entwickelt haben. Wir hatten diesbezüglich ja schon Kontakt aufgenommen. Eine solche "OP" werde ich diesen Loks nach und nach zukommen lassen.
Schöne Grüße
Ulrich Geiger
Ulrich Geiger
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8

Samstag, 30. Mai 2009, 18:37

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo Herr Geiger,
seit dem ich eine Oberleitung habe, machen die E- Loks richtig Spaß.
Gruß Michael Dittmer
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9

Samstag, 30. Mai 2009, 20:12

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo Herr Dittmer,
da ich gerade auf dem Foto das "Krokodil" auf Ihrer Anlage unter dem Fahrdraht sehe, fällt mir eine Begebenheit ein, bei der Stromabnehmer vom "Krokodil" bei engen MÄ-Gleisbögen in den Kurven entgleiste. Ein Grund hierfür war, dass der Stromabnehmer vom "Krokodil", wie auch beim Vorbild schmaler ist, als bei deutschen E-Lokomotiven , und es dadurch dazu kommen kann, dass der Stromabnehmer bei einer vorbildgetreuen Verlegung im Zick-Zack in den MÄ-Gleisbögen keinen Auflage mehr hat und "entgleist".
Nach dem dieses Problem bei der ersten Fahrt (mit Stromabnehmer) auf einer frisch mit eine Oberleitung überspannten Anlage passiert ist, musste der Besitzer in allen "engen" Kurven die Auslegemasten so auswählen und den Märklin-Oberleitungsfahrdraht so der Kurve folgend zurechtbiegen, dass der Stromabnehmer immer mittig anliegt am Fahrddraht anliegt.
Haben Sie diese Beobachtung, speziell beim "Krokodil" auch gemacht?

Mit neugierigen Grüßen
Benno Brückel
Henschel-Industrie-Diesellok und Güterverkehr im eigenen Hafen.

10

Sonntag, 31. Mai 2009, 07:48

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo Herr Brückel und Oberleitungsfan`s,

auf die klassische Zick- Zack Verlegung in den Kurven habe ich weitgehend verzichtet. Die Masten habe ich auf extra angefertigten Holzwürfeln montiert und war somit flexibler mit der Standortwahl. Für den Kurvenbereich habe ich natürlich die kurzen Fahrdrähte und für die Geraden die langen Fahrdrähte verwendet. Die Fahrdrähte wurden an den Enden dementsprechend geknickt, damit Sie in den Kurven keine Bögen machen. Nachdem die Fahrdrähte montiert waren habe ich die Enden etwas nach Oben gebogen, somit gleiten die Stromabnehner der E-Loks schön unter dem Fahrdraht. Das Zusammentreffen zweier Fahrdrähte bei den Weichen stellte auch kein Problem da, es wurden lediglich die Fahrdrähte mit dem Befestigungsmaterial der Fahrdrähte fliegend verbunden. Beim Aufbau der Oberleitung hat mich bei jedem Meter ein Krokodil und ein D- Zugwagen (Märklin) begleitet und somit konnte ich sofort korrigieren und die Masten dementsprechend setzen ( Lichtraumprofil).
Vor jeder Inbetriebnahme der Anlage wird die Oberleitung Optisch überprüft und die erste Fahrt extrem Langsam durchgeführt. Bie jetzt hatte ich noch keine Unfälle mir der Oberleitung.
Es ist einer schöner Anblick, wenn die anliegenden Stromabnehmer während der Fahrt die Höhenunterschiede der Fahrleitung ausgleichen.

Gruß Michael Dittmer
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11

Sonntag, 31. Mai 2009, 16:38

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Eine Frage an die Kroko- Besitzer.
ich habe ein mit Esu Decoder ausgestattetes grünes Kroko (ohne Sound), welches im Digitalbetrieb immer wieder mal kurzschließt.

Bei der Ursachensuche fand ich heraus, dass die Maschine offensichtlich (im Gleichstrombetrieb) weit über 2 Ampere zieht. Der Vergleich mit einem zweiten Gleichstromkorkodil bestätigte den hohen Stromverbrauch, welcher vermutlich kurzzeitig noch höher liegen kann und dann zum Abschalten des Decoders führt...

Kennen denn auch andere Besitzer dieser schönen Maschine dieses Phänomen?

Gruss,
Michael.

Peter Sense

unregistriert

12

Sonntag, 31. Mai 2009, 17:02

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo dafür muß schon ein Decoder der mindestens 3 A Leistung hat.
Es sind 2 Bühler Motoren verbaut. Ich habe einen Zimo MX 69 verbaut, vorher war ein Uhlenbrock 77500 der aber oft die Lok abgeschaltet hat.

13

Sonntag, 31. Mai 2009, 17:06

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo Michael,
das ist bei älteren Märklin- Krokodilen bekannt.
Zwei Gründe hat das:
die zwei Motore ziehen sehr viel Strom und die älteren Märklin- Krokos leiden oft unter verharzenden Fett.
Um das zweite zu beseitigen muss das gesamte Getriebe und das Fahrwerk zerlegt werden, mit Bremsenreiniger entfettet und gereinigt werden und wieder zusammenbauen und neu schmieren..
Beim Bremsenreiniger unbedingt testen das er keine Lacke angreift!

Grüße, Rainer

-Nur Wer seine eigene Groesse kennt - laesst anderen die Ihre !!!

-Ich behalte mir vor auf Beiträge nicht zu antworten, wenn sie nicht mit vollem Namen unterschrieben sind.



-meine Homepage: www.spur1-werkstatt.de

14

Sonntag, 31. Mai 2009, 20:48

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Ich benutze für solch traurige Fälle ein Kunststoff-Reinigungsspray, das ist nicht ganz so aggressiv, und wenn sich was davon "verläuft" in der Lok, richtet es keinen Schaden an.
Der Vorteil ist also, dass man nicht Motor und Getriebe in alle Einzelteile zerlegen muss.

http://www.weicon.com/de/produkte/techni…tic-cleaner.php

Oliver
Schöne Grüße vom Oliver.

15

Sonntag, 31. Mai 2009, 22:31

RE: Märklin-Krokodil ausgeliefert

Hallo Herr Gölzer und alle Kroko-Liebhaber,

die Stromaufnahme der beiden Bühler Motoren ist nicht das Ausschlaggebende für das Abschalten des Decoders. Mit 3 A ist z.B der ESU Decoder mehr als ausreichend dimensioniert, um die beiden Motoren zuverlässig zu "bedienen".

Wie Rainer Herrmann schon schrieb, in den meisten Fällen ist das total verharzte Öl/Fett zwischen den Getriebezahnrädern und vor allem zwischen den Achsgleitlagern die Ursache für ein sehr schwergängiges Getriebe und somit Quälerei für die Motoren und den Decoder.

In Extremfällen, wenn die Loks über Jahre nicht bewegt wurden, immerhin sind die ersten Krokodile aus dem Jahre 1984, ist das Öl/Fett so verharzt, dass sich da gar nichts mehr dreht und die Lok fahruntüchtig ist.

Abhilfe ist tatsächlich nur durch das totale Ausachsen der beiden Drehgestelle und das Stück für Stück reinigen der Zahnräder und der Gleitlager zu erwirken.

Eine Grundreinigung mit dem allseits bekannten Dampf- und Reinigungsöl, Modellbahnöl SR 24, hat sich bei mir für diese Prozedur bewährt.

Es hat den Vorteil, dass es garantiert keinen Kunststoff anlöst und das "klebrige Zeug" wirkungsvoll verdünnt, damit man es mit einem Tuch o.ä. aufnehmen und entfernen kann.

Es ist allerdings kein Schmieröl, daher muss zwingend nach dem Reinigen trockengeputzt und neu abgeschmiert werden. Dann läuft es wieder wie geschmiert, mit Garantieschein.

Allerdings ist das Ganze ein ziemlicher Aufwand und es ist ratsam, an den Zahnrädern kleine Markierungen anzubringen, um alles wieder in der richtigen Reihenfolge und der richtigen Stellung zu montieren, damit nach erfolgtem Zusammenbau, die Treibstangen auch wieder auf die Kurbelzapfen passen.

Dieser Tatbestand trifft im übrigen nicht nur für die Krokodile zu, sondern auch für die älteren Märklin Loks (z.B. BR 38, BR 78, BR 55 und andere), bei denen die Treibachsen nicht nur durch die Kuppelstangen, sondern zusätzlich durch ein Zahnradgetriebe verbunden sind.

Allen Betroffenen Modellbahnkollegen wünsche ich viel Spaß bei der Reinigungskur.

Viele Grüße

Wolfgang Brinkmann

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16

Montag, 1. Juni 2009, 08:19

Fettes Kroko

Guten Morgen *Krokofanten*

Es kann auch sein dass EINER der beiden Motore sich schon mehr am
Sterbebett sich befindet als der ANDERE.

So bei meinem Kroko....dieses ist aus 1984 hat vier Umbauten in seiner Betriebszeit
erlebt und vergangenes Jahr habe ich einen der beiden Originalmotoren getauscht.

Siehe da...es läuft wie es sich für ein derartiges *Bergreptil* gehört.
Auch im KALTEN Zustand und vom Start weg mit voller LAST.

Mit dem *schleichend sterbenden* Motor bin ich fast fünf Jahre herumgegurkt.
Wenn sie warm war gab es weniger Probleme, da zog sie auch einiges an Achsen weg.
Doch über Nacht stehen lassen und gleich mal am Morgen ordentlch wegfahren...
...schon war *kein Saft* mehr.

Und zwischendurch reinigen schadet auf keinen Fall.

Meint ein *Krokofan*
Federzungen-Weichen mit Format!

schwellenkarle1

unregistriert

17

Montag, 1. Juni 2009, 11:29

RE: Fettes Kroko

Tipp für Reinigungsmittel:

In den Autohäusern werden die neuen Autos mit einem sogenannten "Entwachser" von der Transportschutzschicht gereinigt.
Das Mittel ist preiswert zu bekommen und absolut verträglich.

Verwende ich schon seit Jahrzenten von der Großbahn 5" bis zur Spur HO. Ein kleiner Kompressor zum Ausblasen nach der Reinigung ist von Vorteil.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »schwellenkarle1« (1. Juni 2009, 11:32)