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  • »Andreas Reitmeier, Wien« ist ein verifizierter Benutzer
  • »Andreas Reitmeier, Wien« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 43

Wohnort: Oberbayern

Beruf: Dr. med - Dr. phil Krankenhaus-Direktor

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1

Montag, 9. März 2009, 20:11

Zum Trottel machen ....

Ich kenne keinen anderen GEschäftsbereich, in dem ich mich mehr zum Trottel machen lasse wie bei unserem Hobby, der Spur 1.

Ein Vorwurf der Händler und Hersteller über die schlechte Zahlungsmoral von Spur 1l-Kunden geht völlig ins Leere.

Keine Klientel ist hat eine bessere Zahlungsmoral.

In welchem Geschäftsbereich unterschreibt man verbindliche Kaufverträge für Produkte, die nie produziert werden.

In welchem Geschäftsbereich kauft man Produkte auf der Basis von groben Skizzen und schlechten Handmustern.

In welchem Geschäftsbereicht liegt das Risiko beim Käufer, wenn das Endbrpodukt letztlich die Mängel des Handmodells mitbringt.

Spur 1-ler machen sich seit Jahren zum Trottel. Finanzieren und sichern dem Hersteller sein Produktionsrisiko.

Wir machen uns ja ganz gerne zum Trottel, wenn es dem Hersteller hilft. KM 1 ist so ein Start gelungen. Ohne Kunden, die blind unterschreiben, wäre der Start nicht möglich gewesen. Banken hätten ein Venture im fernen Korea sicher nicht finaziert, weder koreanische noch deutsche..

Zur Diskussion über schlechte Zahlungsmoral gibt es ein funktionierendes Zahlungsmodell: Die Nachnahme.

Vorauskasse ist eine Unsitte der Internet-Zeit, mit der sich der Käufer zum Trottel macht und das Risiko der Nichtlieferung übernimmt.

Servus aus Wien

Andreas Reitmeier

2

Montag, 9. März 2009, 20:16

RE: Zum Trottel machen ....

.....kann ich nur sagen: Selber schuld! Alles freiwillig :P

Gruß
Wolfram

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Beiträge: 43

Wohnort: Oberbayern

Beruf: Dr. med - Dr. phil Krankenhaus-Direktor

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3

Montag, 9. März 2009, 20:24

Ja, dieses mulmige Restrisiko bleibt.
Was ist in dem Packerl.

Also, solange mit der Hersteller nicht Konkurs geht, kann ich ja reklamieren. Aber dann hast Du das Problem mit dem Zurückschicken.

Wien - Deutschland - Wien. Da kannst Du hundert Aufkleber drauf machen: Achtung Glas, nicht Stürzen, bitte vorsichtig, nicht werfen.

Und dann hast Du doch die Einzelteile in der Hand: Märklin, Kesselbauer: ein Horror.

Die Sachen von Kiss und KM 1 kommen erstaunlicherweise recht gut an. Die verschicken mit den Amis: UPS. Überraschend, dass die Amis so ein Treatment haben.
Bei Deutscher Post/DHL steigt der Stress.
Wenn Merkur anliefert, dann kriegt der Zusteller keine Unterschrift, bevor nicht ausgepackt ist.

Servus aus Wien

Andreas

4

Montag, 9. März 2009, 20:44

@ Andreas: Nix für ungut für meinen Kommentar, aber ich seh die Dinge einfach "from the sunny side of life........."

Apropos Versand: UPS hat mir eine Lok zertrümmert, nachdem das Paket drei Wochen durch halb Europa gegeistert war.

Wenn man sieht, wie mit Fracht umgegangen wird, grenzt es für mich an ein Wunder, dass da wohl nicht mehr passiert, egal ob DHL, UPS, DPD, usw.

Vielleicht ändert sich ja was, wenn die Fahrer besser bezahlt würden....

Gruß
Wolfram

Uwe Berndsen

unregistriert

5

Montag, 9. März 2009, 20:48

Hallo Leidensgenossen,
ja,ja es ist halt ein Kreuz mit DHL. Habe vor 8 Monaten meine BR 65 , wohlgemwerkt im Original Styroporkarton, an meinen Händler zurück geschickt und dieser dann an KM1. Die Lok kamm dann dort mit einem Transportschaden in Höhe von etwa 300 ,- € an. Der Händler hat DHL in Regress genommen, ist letztendlich auf dem Schaden sitzen geblieben (weil der Umkarton nicht beschädigt war) und ich habe meine Lok noch nicht wieder.
MfG
Uwe Berndsen

6

Montag, 9. März 2009, 21:19

Zitat

Original von Wolfram Russ

Vielleicht ändert sich ja was, wenn die Fahrer besser bezahlt würden....

Gruß
Wolfram


Dazu möchte ich als Mitarbeiter eines dieser Unternehmen auch mal meinen Senf dazu geben.

Die Bezahlung ist nicht schlecht. Schlecht ist es das Kurierfahrer jeden Tag dazu genötigt werden gegen geltende Gesetze zu verstoßen. Es kann nicht angehen das ein Fahrer eines 7,5t Lkw eine Tour von Düsseldorf nach Siegen mit ungefähr 15 Kunden bekommt, am Stück 10 Stunden unterwegs ist und nicht einmal 15 Minuten Pause am Stück verbringen kann. Gesetzlich geregelt ist, das nach 4 Stunden fahren eine Stunde Pause gemacht werden muß. Dies würde aber bedeuten das der Fahrer bei dieser Tour 12 Stunden unterwegs ist. (Maximalarbeitszeit ist aber 10 Stunden)

Ebenso sind Kunden die eine Lieferung bis an die Haustüre bezahlen, aber eine Lieferung bis in eine Etage fordern(am besten noch ohne Aufzug oder mit Ware die zu groß ist für den örtlichen Aufzug) wie die Pest am Hacken. Vorsätzlich wenig bezahlen und sich dann über den Fahrer beschweren der es nicht hochträgt. Entweder weil kein Versicherungschutz der Ware oder weils manchmal 10 Kunden sind die es so fabrizieren.

Ausserdem geht ein Paket im Durchschnitt durch 10 Hände bevor es an den Kunden geht. Da brauch nur einer der Lagerarbeiter einen schlechten Tag haben.

Die Fahrer der genannten Unternehmen sind zwar gut entlohnt aber trotzdem die ärmsten Schweine der Unternehmen.

Gruß Michael
Mut zur lebensbejahenden Farbe.

RAL 7011 oder 7021

Gruß vom Michael

7

Montag, 9. März 2009, 21:38

Tja, in den guten alten Zeiten hat Hr. Lennartz die Modelle noch persönlich zum Kunden gefahren. :rolleyes:
Laut Messebericht Eisenbahnromantik will das jetzt auch Dingler tun. :D
Ich hole meine Modelle immer persönlich ab, entweder beim Hersteller oder beim Händler, soviel Zeit muß sein. 8) Und erhöht den Spaßfaktor! :D
Matthias

8

Montag, 9. März 2009, 21:59

Hallo Matthias,

zum Spaßfaktor kann ich Dir nur zustimmen. Lauingen ist zwei Autostunden weg und ganz in der Nähe wohnen sowieso gute Freunde von uns........also macht diese Fahrt dann sogar doppelt Spaß.

Und aus Sinsheim eine Schachtel von Kiss nach Hause mitzunehmen dasselbe...........

Gruß
Wolfram

Roland Hesse

unregistriert

9

Montag, 9. März 2009, 22:05

Richtig !

Ich hole auch viel selbst ab-oder bekomme es gar ins Haus geliefert.

Auch die postalischen Lieferungen sind bisher alle immer ohne Schaden angekommen. ( zum Glück ! )

Aber das wir nun alle Trottel wären - ganz so dramatisch würde ich das nicht ausdrücken.

Wir müssen froh sein,wenn es Hersteller gibt,welche es sich zu trauen ein so extrem kritisches Puplikum ,wie das der Modellbahner, zu beliefern. Ich kenne keine anderen Bereich in welchen die Sichtweisen für oder über ein Produkt so weitgestreut sind wie bei "UNS" .

Ich möchte jedenfalls kein Modellbahnproduzent sein.

Gruß R.H.

10

Montag, 9. März 2009, 23:43

RE: Verpackung

Hallo liebe Kollegen,
zum Thema Versenden und Aufkleber "Vorsicht", oder "Nicht werfen" oder ähnliche Scherze, kann ich folgende, wahre Story beisteuern; ein Paket, dessen Inhalt total zerstört ankam und das den schönen Aufkleber "Nicht werfen" auf mindestens 3 Seiten trug, kam bei der Post - heute DHL - zur Reklamation und der Sender wie Empfänger erhielt nach geraumer Bearbeitungszeit ein Schreiben. In diesem wurde eine Haftung für den Schaden wegen mangelhafter Verpackung abgelehnt mit der Begründung, daß diese so stabil sein müsse, daß ein Sturz des Paketes aus 6 Meter Höhe dem Inhalt nichts anhaben könne!
So viel zum Thema besser Verpacken, höherer Lohn für die Transportarbeiter und weiteres...
Gruß aus Borken
Ralph Müller

11

Dienstag, 10. März 2009, 04:13

RE: Verpackung. 6 Meter !

Hallo Herr Müller,das mit den 6 Metern muß wol ein Irrtum sein.
Ich bersende im Jahr über 1000 Pakete mit GLS-Paketdienst.
Die Vorschrift sagt aus( bei den meisten Versendern sehr ähnlich) das der Inhalt so verpackt werden muß,dass ein Sturz aus 1 Meter Höhe unbeschadet überstehen kann.
Grüße aus Berlin, Michael Schulz
Michael Schulz
Schulzmodellbahnen und IBT Batteriegroßhandel
Müggelseedamm 70
12587 Berlin-Friedrichshagen
030 56700837
schulzmodellbahnen@gmx.de
www.Schulzmodellbahnen.de

12

Dienstag, 10. März 2009, 08:04

Offensichtlich ein Drama ohne Ende, da jeder schnell und zuverlässig bedient werden möchte aber niemand einen höheren Preis zahlen möchte als diese furchtbare Marotte :"Geiz ist......."

Wir sind eine lockere Inetessensgemeinschaft in Köln und holen die bestellten Loks fast immer persönlich ab, das ist ein schöner Ausflug, nette Fachgespräche und ein sicherer Transport, ok, es ist natürlich bei den Kraftstoffpreisen nicht mit dem Paketversand vergleichbar, aber der eingesparte Ärger ist meiner Meinung nach unbezahlbar.
Viele Grüße aus Köln an alle Spur1-Freunde

und allzeit HP1

Claus-Peter Gehring

(Piet)

Beiträge: 2 184

Wohnort: Erfurt

Beruf: jetzt Rentner, programmieren nur noch im Hobby

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13

Dienstag, 10. März 2009, 08:08

RE: Zum Trottel machen ....

Zitat

Original von Andreas Reitmeier, Wien
Keine Klientel ist hat eine bessere Zahlungsmoral.
Andreas Reitmeier


Stimme ich zu. Ist auf Grund der Käuferschicht zu vermuten.

Zitat

Original von Andreas Reitmeier, Wien
In welchem Geschäftsbereich unterschreibt man verbindliche Kaufverträge für Produkte, die nie produziert werden.
Andreas Reitmeier


Die braucht man nicht zu erfüllen (bezahlen), man hängt aber an dem Vertrag bis zur Erklärung, dass nicht produziert wird.

Zitat

Original von Andreas Reitmeier, Wien
In welchem Geschäftsbereich kauft man Produkte auf der Basis von groben Skizzen und schlechten Handmustern.
Andreas Reitmeier


Meist ist ja das Produkt gut geworden, z.B. K+K, dann ist Vertrauen vorhanden. Ansonsten nur per Fernabgabe bestellen, dann kann man bei schlechter Ware zurücktreten.

Zitat

Original von Andreas Reitmeier, Wien
In welchem Geschäftsbereicht liegt das Risiko beim Käufer, wenn das Endbrpodukt letztlich die Mängel des Handmodells mitbringt.
Andreas Reitmeier


Hier sehe ich auch ein Problem, da ist es besser, wenn der Kaufvertrag
dem Fernabsatz - Gesetzt unterliegt, da können Sie nach in Augenschein - nehmen der Ware zurücktreten. Das geht aber leider nicht, wenn Sie beim Hersteller persönlich (z.B. auf Messen) bestellt haben. In Betrieb nehmen dürfen Sie aber auch nicht, Fehler , die später entdeckt werden, unterliegen der Garantie (Nachbesserung usw..)


Ich denke auch, dass die Vorbestell - Philosophie jedem Vor - und Nachteile bringt.
Für den Kunden günstgere Preise,
Für den Hersteller Planungssicherheit . Er baut einfach vorbestellte Menge + 10% z.B.

Nachteil: Der Kunde hat erst mal einen Vertrag. Rücktrittsrecht bei Vorbestellung wird laut AGB oft ausgeschlossen. Das voraussichtliche Lieferdatum wird oft weit überschritten oder Produkt wird nicht hergestellt.


Der Hersteller hat das Problem von Stornierungen, Fernabsatzverträgen, was den Vertrag angeht und natürlich alle anderen Produktionsrisiken.

Also, für beide Seiten Vor- und Nachteile. Ingesamt hat uns das aber viele schöne Modelle beschert.
MfG. Berthold

Oldtimerschrauber

unregistriert

14

Dienstag, 10. März 2009, 23:26

Hallo liebe Forumskollegen!

An dieser Stelle möchte ich als Speditör und Mitarbeiter eines der angesprochenen Transportbetriebe nur mal kurz einige Anmerkungen zum Thema Versand und Verpackung machen:
Wie ja bereits angesprochen, schaffen es einige Hersteller, sichere Transportverpackungen zu erstellen - allerdings kriegt man auch immer alles irgendwie kaput wenn man sich genug Mühe gibt - das sehen wir im Moment gerade hier in Köln! Wenn man nur genug Risiko eingeht und dabei auch noch Geld sparen will dann kann einem schon malder Boden unter den Füssen abhanden kommen - das heisst mit anderen Worten auf den Transportsektor übertragen: Wenn man nur geizig genug ist und beim Versand immer den günstigsten Weg sucht, dann geht das wie in allen anderen Bereichen auch immer auch zu Lasten der Qualität!
Auf der einen Seite drücken dann die weltweiten Mega-Konzerne auf die Preise ihrer Subunternehmer,umin der Ach so grossen Krise die Tantiemen ihrer Vorstände und auch die Dividenden an die Aktionäre möglichst hoch zu halten und auf der anderen Seite verlangt der Kunde seine Ware wegen der selben Krise viel billiger transportiert zu haben.
Ausgetragen wird das auf dem Rücken der Mitarbeiter (meistens kleinere Subunternehmer- zumindest im fahrenden Bereich) und der anderen Mitarbeiter.... Und dann haben wir ja auch alle keine Zeit mehr!
Das bedeutet: Wenn das versendete Paket nicht schnellstmöglichst quer durch Deutschland oder Europa transportiert wird,dann schreien die Kunden - das diese Feschwindigkeit zwangsweise immer auch eine höhere Umschlaggeschwindigkeit und Transportgeschwindigkeit mit sich bringen muss, ist auch klar - Da bleibt im Endeffekt keine Zeit für das (teilweise - weil auch wieder billig eingekauft und damit nicht unbedingt mit der deutschen Sprache vertraute) Personal, sich die Aufkleber anzusehen und zu verstehen..... Das Ergebnisist meistens Nobelschrott..... In den meisten Fällen allerdings auch ganz klar begünstigt durch mangelhafte Verpackungen! Es gibt auch Leute,die auf die Verpackung von Waren spezialisiert sind - allerdings kosten die dann auch wieder Geld - und wer ist bereit, dieses zu bezahlen?
Für die Transporte gibt es auch immer die Möglichkeit kleinere Kurierdienste aus dem Mittelstand einzusetzen - wenn der Transport ein bisschen Zeit hat und hier entsprechende Aufträge gebündelt werden können, kosten diese nicht mal die Welt und man hat ausserdem garantiert die Gewissheit, dass dieser Fahrer ein wenig mehr Sorgfalt walten lässt...(wenn man die Abholung nicht sogar selber mit einem (Kurz-)Urlaub verbindet)
Und bei Preisen für eine Lok von sagen wir mal beispielsweise 2.800 Euro machen sich vielleicht 50 - 100 Euro für den Transport bei hinterher nicht vorhandenen Transportschäden von 300 Euro (die ja an anderer Stelle wieder reingeholt werden müssen ) unterm Strich dann vielleicht doch bezahlt aber das muss dann letzten Endes jeder selber wissen wie geilder jeweilige Geiz dann ist....
(Ich verzichte im übrigen weitestgehend auf den Versand meiner Modellbäume und verkaufe sie nur z.B.in Sinsheim oder auf den Modultreffen, an denen ich sowieso teilnehme in Borken oder Heilbronn, da ich weiss, dass die Ware empfindlich ist und ich jedes Risiko im Sinne von Transportschäden vermeiden will - dennwennich nur ausgesuchte Leute den Transport übernehmen lasse, dann gehen diese Leute auch so sorgfältig damit um, wie ich es will....)

Das jetzt nur mal so am Rande..

Gruss in die Spur 1 Welt und man sieht sich hoffentlich bald in Borken!

Frank