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1

Sonntag, 8. März 2009, 10:31

Interessante Markt-News für 2009 1???

Hi Forumfreunde,

ich möchte mal eine interessante Info weitergeben.

Allerdings anonym und nur in Auszügen.

Zitat:
....Ebenfalls ab diesem Stichtag werden wir alle(!) Kunden nur noch gegenVorkasse beliefern. Wir entschuldigen uns bereits heute im Vorfeld bei den 99,5% unserer ehrlichen und pünktlich zahlenden Kunden, aber soviele Zahlungserinnerungen, Mahnungen bis hin zu Mahnbescheiden wie im vergangengen Jahr hatten wir noch nie!!!!!! Und dieser immense Aufwand wird durch die minimalen Mahngebühren keinesfalls ausgeglichen.

........ Für diese Maßnahme bitte ichum Ihr Verständnis......./Zitatende

Wenn das so weitergeht in Deutschland, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn alles den Bach runter geht. Gerade als Kleingewerbetreibende sind wir von Jedem Kunden abhängig. Auch von der zuverlässigen Zahlung und der Zahlungsmoral des Käufers.
Aber warum sollte es im Modellbahnbereich anders sein, als wie in anderen Gewerben......


Trotz Allem wünsche ich Euch einen erholsamen Sonntag und schönen Modellbau

MfG MASRO
Das Modell - Auto - Studio

[url='http://www.masro.de/']www.masro.de[/url]

  • »spUHr1« ist ein verifizierter Benutzer

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2

Sonntag, 8. März 2009, 11:31

RE: Interessante Markt-News für 2009 1???

ist doch nichts neues mehr.
Anstand und Disziplin sind doch schon lange den Bach runter.
Motto der Generation Superstar: "Brot für alle und Kuchen für mich"!

3

Sonntag, 8. März 2009, 11:50

RE: Interessante Markt-News für 2009 1???

Hallo

Wenn 0.5% der Kunden Anlass für diesen pauschalen Hilferuf sind, dann würde ich gern die geschätzten 70% der Spur1 Fabrikanten gegenüber stellen, die sich beim Vollzug ihrer Verkäufe manchmal Jahre entfernt von anfänglichen Terminangaben bewegen, obwohl man wenns ums zahlen geht dann doch plötzlich in Tagen rechnen kann.

Ist leicht ironisch gemeint, gibt für die Verspätungen sicher gute Gründe, vom Gehampel mit Korea bis zur Kapazitätsüberschätzung von Einzelkämpfern und die Welt geht deswegen nicht unter. Zudem gibt es löblicherweise auch Hersteller, bei denen es mit den Terminen genau so gut klappt, wie sie es von uns Kunden beim zahlen wohl meistens gewohnt sind.

Gruss Kurt

4

Sonntag, 8. März 2009, 12:19

RE: Interessante Markt-News für 2009 1???

Hallo "Weltuntergangsbeschwörer",

wenn man mal annimmt, daß das mit den 0,5% Nichtgernzahlern stimmt, dann halte ich das für ein ziemliches Luxusproblem von der Verkäuferseite
und wenn er dann dafür den Verkauf an die "restlichen" 99,5% erschwert schneidet er sich wohl nur in´s eigene Fleisch.
Kenne genug Einser die Vorrauszahlungen leisteten und auf Lieferung warten - wobei ich jetzt da keine genauen Prozentzahlen kenne aber 0,5 sicher überschritten werden.

Wer zur Gewinnerzielung verkaufen will, muß Risiken eingeht - wenn nicht, geht er selber ein.
Als Vorbestellkunde geht man ja ausser der Lieferterminüberschreitung auch so manche Risiken ein, denn nicht jeder Detailfehler berechtigt zum Rücktritt - ganz abgesehen vom Aufwand des zurückschickens.

Apropos "den Bach runter gehen" - wann war´s denn mal wirklich besser?
M.E. hatte jede Zeit ihre eigenen Probleme und Veränderung war und ist normal.
Vor 20-30 Jahren hätte sich ein Facharbeiter keine Messingloks leisten können - selbst die Märklin-P8 lag für mich damals jenseits von Gut u. Böse.
Die Zeiten haben sich geändert - für mich zum besseren!

Gruß aus Reutlingen
Michael

5

Sonntag, 8. März 2009, 12:32

RE: Interessante Markt-News für 2009 1???

Hallo Michael, bin ganz deiner Meinung. Wenn ich ganz ehrlich bin, verstehe ich den Thread eh nicht so ganz . . . . . . .

  • »dieselmani« ist ein verifizierter Benutzer

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Beruf: Elektrotechniker

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6

Sonntag, 8. März 2009, 12:37

Hallo,
man sollte in Diesem Fall darauf hinweisen, das der oben teilzitierte Rundbrief von einem Kleinhersteller stammt , der Fahrzeugbeschriftungen herstellt. Da ist der Arbeitseinsatz im Verhältnis zum Material recht hoch. Die Normalen internetshops verkaufen auch nur auf Vorabüberweisung oder per Nachnahme.
Die Zahlungsmoral kann ich als Gewerbetreibender auch selber steuern , d.h. Bestellung von Ware nur auf Vorkasse , Versand auch nur nach Vorbezahlung. Die Vergesslichkeit hat leider zugenommen , bestellte Ware auch abzunehmen...
Gruss dieselmani
Grüsse Mani- Epoche 6

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »dieselmani« (8. März 2009, 12:39)


Höllenbauer

unregistriert

7

Sonntag, 8. März 2009, 12:52

Hallo allerseits,

was 11677 in Bezug auf seine 70% nennt kann ich bestätigen. Wenn man schon - so wie ich vor langer Zeit - ein durch Dritte empfohlenes Unternehmen mit etwas beauftragt und dann 18 Monate lang darauf warten muss - von unzähligen Telefonaten und e-Mails einmal abgesehen - dann ist das schon ganz schön unverschämt und erst recht dann, wenn man die Situation des Unternehmens kennt.

Solche Unternehmen sind nur für solche Unternehmen geignet, die z.B. schon seit 'zig Jahren an einer Lok bauen, nicht in die Gänge kommen und sich damit im gleichen maroden Zeittakt befinden. Nein, danke!

Deshalb arbeite ich schon seit geraumer Zeit nur noch mit Fachbetrieben zusammen und habe an der Qualität, der Zusammenarbeit sowie Liefertermine - die auch auf den Angeboten mit festgehalten sind - aber auch rein gar nichts zu meckern und bin sehr zufrieden! Dass sich etwas einmal um ein paar Tage oder eine Woche verschieben kann, dagegen kann ich nichts sagen. Zudem haben diese Unternehmen absolut kein Problem damit, dieses mitzuteilen.

Zu den 99,5% möchte ich nichts sagen, denn wenn das stimmt, ist es schon recht bedenklich, wie sich derartige Unternehmen exponieren und geh' zum Lachen mal in den Keller!


Höllische Grüße
und allzeit Hp1
Horst


http://www.hoellentalbahn.com

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Höllenbauer« (8. März 2009, 13:00)


Leisi71

unregistriert

8

Sonntag, 8. März 2009, 13:02

RE: Interessante Markt-News für 2009 1???

Hallo,

es stellt sich doch auch die Frage, ob es sich immer um die gleichen Personen handelt, oder ob es mal der mal der andere ist.

Dann könnte ich doch hingehen und diejenigen, die nicht pünktlich bezahlen, zur Vorkasse bitten und die Anderen normal weiterlaufen lassen.

Wäre zwar eine Zweiklassenkundschaft, aber jeder hat die Möglichkeit pünktlich zu bezahlen.
Ich glaube wenn plötzliche Schwierigkeiten auftreten, so kann man mit dem Hersteller auch darüber reden. Es kann soviel passieren, was man nicht voraussehen kann.

Schönen Sonntag, auch wenn etwas trübe.

Magister

unregistriert

9

Sonntag, 8. März 2009, 15:11

Zahlungsmoral?

Hi,
streng genommen ist dieses Thema nicht Spur 1-typisch, ich hätte es eher unter „Sonstiges“ mit dem Titel "Zahlungsmoral" erwartet.

Generell hat sich das Verhalten/Geschäftsgebaren in unserer Gesellschaft auf allen Seiten (z. B. Käufer:Verkäufer, Mieter:Vermieter, Patient:Arzt, Bauherr:Handwerker usw.) in den vergangenen 30 Jahren drastisch zum Negativen geändert.

Das Wörtchen „Anstand“ oder der juristische Grundsatz von „Treu und Glauben“ sind vielen Zweibeinern abhanden gekommen. Viele Vertragspartner (auf beiden Seiten!) leisten sich einen Egotrip nach dem Motto „Nach mir die Sintflut – Hauptsache ich komme gut dabei weg!“

An die Folgen, da denken die Wenigsten (uns Spur Einser vielleicht mal ausgenommen... ;).).

Üblich war in der „Vor-ebay-Zeit“, dass man sagte: „Erst die Ware – dann das Geld!

- Wer einen Scheck ausschrieb, der tat dies durchweg nur, wenn dieser gedeckt war.
- Wer etwas bestellte, der hielt sich an seine Bestellung und bezahlte. Und der Hersteller lieferte auch flott auf Rechnung.
- Wer etwas mietete, ließ nicht „die Sau“ heraus (Mietnomaden waren selten; heute ist die Zahl erschreckend hoch – und die Gerichte sind teils hartnäckig untätig!).
- Wer zum Arzt ging, tat dies „früher“ nur aus Notwendigkeit und nicht – wie heute oftmals – wegen Kinkerlitzchen und weil „man ja so viel einzahlt“ (nebenbei: Heute bekommen Ärzte für Kassenpatienten im Schnitt nur eine Pauschale von 35 Euro im Quartal – egal, wie oft sie einen Patienten behandeln; insofern ist die verbreitete „Arztlauferei“ ein eher asoziales Verhalten – nach meiner Meinung!).
- Wer Produkte herstellte, trug selbst das unternehmerische Risiko für falsch produzierte oder verfehlt angebotene Produkte oder betriebliche Fehler – und schrie nicht nach dem Staat/nach der Allgemeinheit als Liquiditätsbeschaffer.

Alles Beispiele für eine m. E. ungute gesellschaftliche/geschäftliche „Moral“-Entwicklung.

Hinzu kommen – zunächst einmal für den Verbraucher auf den ersten Blick günstige – Rechtsänderungen aufgrund EU-Vereinheitlichung, z. B. ein 14-tägiges Rückgaberecht beim heute allgemein verbreiteten Versendungskauf nach dem Fernabgabegesetz (siehe dazu die späteren Ausführungen in gesondertem Beitrag von mir).

Das Rückgaberecht in dieser Form gab es früher nicht!

Und hier trägt natürlich speziell ein kleinerer Unternehmer ein großes Risiko, wenn er nicht Vorkasse verlangt.

Alles nicht so einfach lösbar bzw. umkehrbar.
Grüße!
Al

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Magister« (8. März 2009, 16:24)


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10

Sonntag, 8. März 2009, 15:29

RE: Interessante Markt-News für 2009 1???

Hallo Michael,

Zitat

Original von Michael Staiger
Als Vorbestellkunde geht man ja ausser der Lieferterminüberschreitung auch so manche Risiken ein, denn nicht jeder Detailfehler berechtigt zum Rücktritt - ganz abgesehen vom Aufwand des zurückschickens.
Michael


wobei hier auch wieder die Frage entsteht, ob ein Verkäufer beim Vorbestellen das Fernabgabegesetz in seinen AGBs aushebeln darf, das geht doch nur bei Kundenspezifikation, das heißt, das spezifisch zugeschnitten etwas für diesen bestellenden Kunden hergestellt wird, das darf also kein Serienmodell sein.

Was sagen die Rechtsexperten ?

Hinzugefügt:
Ich kann aber auch verstehen, wenn schon eine Anfertigung spezifisch für einen Kunden ist, dass dann um Vorkasse gebeten wird, weil man ja ev. sonst das Produkt nicht los wird.
MfG. Berthold

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bbenning« (8. März 2009, 15:43)


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11

Sonntag, 8. März 2009, 15:52

RE: Interessante Markt-News für 2009 1???

Hallo Rüdiger,

auch ich kann deine Aufregung leider nicht so ganz teilen.
Das man(n) mittlerweile fast überall für bestellte Waren in Vorleistung gehen muss, halte ich für normal. Die genannten 99,5 % deines Zulieferers halte ich jetzt einfach einmal für eine fiktiv genannte Zahl und sollte deshalb hier nicht weiter analysiert werden. Auch ich muss bei meinen zahlreichen Lieferanten bei ca. 95% in Vorleistung gehen, oder diese buchen per Bankeinzug ab. Ich sehe darin nichts verwerfliches !
Heute bekommt man fast nur noch bei großen Versandketten (Otto, Quelle, Neckerman,…) Ware auf Rechnung. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, aber in kleinen Unternehmen kann man eben keine großen Risiken eingehen. Es war natürlich früher einmal etwas anders, aber die Gesellschaft und auch die Zahlungsmoral (Pünktlichkeit) haben sich eben etwas verändert. Wer einmal mit Unternehmern spricht die gar für unseren lieben Staat tätig sind, wird ganz schnell erfahren, dass gerade dieser in seiner Vorbildfunktion versagt. Hier müssen selbst von der Existenz bedrohte Firmen ewig auf ihr Geld warten.
Früher lag eben das Vertrauen im Kunden, dass er zahlt, und heute muss man auf seinen Händler, bzw. Lieferanten vertrauen.
Was aber dein Bedauern über Vorkassezahlung mit „interessanten Markt-News“ zu tun hat, verstehe ich jetzt auch nicht ganz…

Gruß, Thomas

www.Division-Models.de

Magister

unregistriert

12

Sonntag, 8. März 2009, 16:18

Was sagt das Gesetz?

Hi,
zu den Fragen von bbennig folgende kurze (nicht erschöpfende!) allgemeine Erläuterungen:

Im Fernabgabegesetz heißt es zum „Anwendungsbereich“ in § 1:

Dieses Gesetz gilt für Verträge über die Lieferung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen, die zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen werden, es sei denn, dass der Vertragsschluss nicht im Rahmen eines für den Fernabsatz organisierten Vertriebs- oder Dienstleistungssystems erfolgt (Fernabsatzverträge).

Unter § 3 „Widerrufsrecht“:

Dem Verbraucher steht ein Widerrufsrecht nach § 361a des Bürgerlichen Gesetzbuchs zu.

Hinweis: Bei einem Warenwert unter 40 Euro trägt der Verbraucher die Versandkosten für die Rücksendung der Ware. Die Ware muss unbenutzt sein, der Kunde darf sie nicht "in Gebrauch" genommen haben.

Unter § 5 „Unabdingbarkeit, Umgehungsverbot“:

Eine zum Nachteil des Verbrauchers von den Vorschriften dieses Gesetzes abweichende Vereinbarung ist unwirksam. Dieses Gesetz ist auch anzuwenden, wenn seine Vorschriften durch anderweitige Gestaltungen umgangen werden.

Kundenspezifische Anfertigungen
Was Spezialanfertigungen angeht, so besteht kein Widerrufsrecht bei kundenspezifischer Anfertigung (§ 312 d Abs. 4 Nr. 1 BGB). Ausnahme siehe BGH, VIII ZR 295/01.

Bei Spezialanfertigungen sind im Übrigen auch die Vorschriften des Werkvertragsrechts maßgebend, denn es wird vom Unternehmer ein spezielles „Werk“ für den Besteller gefertigt und kein Serienprodukt verkauft. Das Werk muss grundsätzlich den vorher vereinbarten Kriterien entsprechen; der Unternehmer haftet dafür.

Al

13

Sonntag, 8. März 2009, 18:07

RE: Was sagt das Gesetz?

Also wer hier in Deutschland über die Zahlungsmoral meckert (die sicher nicht besser geworden ist), der sollte sich mal im Ausland umsehen. Das ein Zulieferer nur noch gegen Vorauskasse liefert, finde ich völlig ok.

Gruss Uwe

Uwe Berndsen

unregistriert

14

Sonntag, 8. März 2009, 20:24

RE: Was sagt das Gesetz?

Hallo Herr Göbel,
so einfach sehe ich es nicht. Stellen Sie sich einmal vor Sie hätten bei Märklin eine große Spur 1 Lok gekauft (3000,-€) und diese auf Verlangen im voraus bezahlt. Wenn Mä. nun tatsächlich Insolvenz anmeldet, wären Ihre 3000,- € und Ihre Lok weg, nämlich in der Insolvenzmasse. Es sein denn Sie hätten sich eine Übereignungserklärung von Mä. geben lassen. Versuchen Sie einmal so etwas von den Firmen zu erhalten, die können damit überhaupt nichts anfangen, für Sie als Kunde ist es aber der Eigentumsnachweis.
Man sollte bei Vorkasse nicht so blauäugig sein!
MfG
Uwe Berndsen

15

Montag, 9. März 2009, 19:50

Vorauskasse ???

Nach meinem Kenntissstand sind in Fernost grundsätzlich nur Vorkasse Geschäfte üblich.Ich beziehe zum Bsp. chinesische Ware über die Europavertretung. Dort kenn man nur Vorkasse. Also ist das kein Problem im Modellbahngeschäft
Einen schönen Abend aus Berlin, Michael Schulz
Michael Schulz
Schulzmodellbahnen und IBT Batteriegroßhandel
Müggelseedamm 70
12587 Berlin-Friedrichshagen
030 56700837
schulzmodellbahnen@gmx.de
www.Schulzmodellbahnen.de

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16

Montag, 9. März 2009, 20:00

Vorauskasse ist eine Unsitte aus der Internet-Zeit.

Das Risiko der Lieferung wird auf den Käufer verschoben und ist abzulehnen.

Das sauberste Instrument ist immer noch die Nachnahme.

Warum wird sie nicht praktiziert ? Geht es um die Nachnahmegebühren, die der Käufer sparen will ? Ja, das stimmt teilweise.

Aber das Instrument der Vorauskasse ist zum "unsittlichen" Instrument verkommen, mit dem Lieferanten Vorfinanzierung betreiben.

Das spart die Kreditnahme der Banken (die manchmal sogar unmöglich ist).

Der Käufer wird plötzlich zum Finanzierer des Herstellers.

Man möge sich vorstellen, wir hätten Märklin 2000 Euro geschickt, um eine Lok zu kaufen, die uns als unfertiges Handmuster vorgestellt wird.

Das Geld wäre weg.

Die aktuelle Wirtschaftskrise erzwingt ein Umdenken beim Käufer: keine Vorauskasse ! !!!, wenn man den Lieferanten nicht persönlich kennt und ein gefestigtes Vertrauen zu ihm hat. Zurück zur guten alten Nachmahme, also zum Zug um Zug-Geschäft.

Andreas Reitmeier, Wien

PS: Zahlungsmoral: also wenn es stimmt, dass 99,5 % zahlen, dann haben wir kein Zahlungsmoralpüroblem. Das liegt ja sogar unter der unvermeiudlichen Quote: Tod +.schwere Krankheit. Nicht zu sprechen davon, dass Menschen arbeitslos werden, als Scheidungsopfer lohngepfändet werden etc. Die realistische Ausfallquote in Deutschland liegt bei der älteren Generation bei 2 - 3 %, ber der jüngeren Generation bei 3 - 5 % (da weniger Substanz da ist).

Eisenbahner sind typerweise nicht das Publikum, mit dem man Zahlungsschwierigkeiten hat. Ganz im Gegenteil: ich keinne keinen andeneren GEschäftsbereich, ich dem ich mich mehr tz

17

Dienstag, 10. März 2009, 00:02

Vorauskasse Unsitte oder Notwendigkeit

Hallo liebe Kollegen,
das Thema Vorauskasse kann man - wie so viele Dinge im Leben - von 2 Seiten betrachten: wer ein ehrlicher Kunde ist, ärgert sich vielleicht darüber und sieht es nicht ein, solche Gechäfte zu machen. Aus der Sicht eines Herstellers oder Händlers gibt es eine ganze Reihe von Gründen, Vorauskasse oder zumindest eine angemessene Anzahlung zu verlangen. Ich glaube nicht an die herrliche Zahl von 99,5 % guten und treuen Zahlern in Deutschland. Fragen Sie mal die Besitzer von Chemischen Reinigungen, Schuhmacher oder Änderungsschneider, warum sie in der Mehrzahl seit etlichen Jahren zur Bearbeitung abgegebene Artikel vorauszahlen lassen müssen. Die Leute investieren Zeit und Material und die Teile werden nie mehr abgeholt.
Ich kann Ihnen in meinem Betrieb wertvollen Goldschmuck zeigen, der seit Jahren fertig repariert auf Abholung wartet und da ist der Wert oft 10 mal so hoch wie die Reparaturkosten... Da hat schon mancher zuverlässige Kunde den Kopf geschüttelt, wenn ich ihm so etwas vorgeführt habe und warum sollte es dann in der Modellbahnbranche anders sein? Ich bin seit einem guten Jahr auch Händler für ein Spur1 - Fabrikat und habe in dieser relativ kurzen Zeit auch schon 2 Auflieger gemacht, einer der "Kollegen" ist übrigens hier im Forum recht häufig als Schreiber unterwegs.....
Gruß aus Borken
Ralph Müller

18

Dienstag, 10. März 2009, 08:24

Ich denke, alle Argumente, die bisher genannt wurden, haben ihre Berechtigung, allerdings sollten wir nicht alles über einen Kamm scheren und im Einzelfall differenzieren.

Ich finde es völlig ok, dass für preiswertere Artikel Vorkasse verlangt wird, denn das anschließende Mahnverfahren und die sogenannte "Geldeintreiberei" übersteigt dann oftmals den Wert des Artikels um ein Vielfaches, selbst wenn das Geld dann irgendwann an land kommt, bleibt für den Händler nach Abzug der Administrationskosten nichts mehr vom Gewinn übrig.

Eine Lok würde ich niemals im Voraus vollständig bezahlen, wenn sie noch nicht verfügbar ist, wenn sie dann verfügbar ist, denke ich sind die Zahlungsformen: Nachnahme, Einzugsermächtigung (bis 6 Wochen nach Abbuchung rückgängig zu machen) und natürlich die, für mich immer noch TOP-METHODE, Barzahlung bei Abholung, die besten.

Mein Marterialgroßhändler klagte auch über schlechte Zahlungsmoral der Kunden, die Forderung nach Zahlungszielen von 60 Tgen und mehr...

Er hat dann seinen Kunden angeboten, bei Erteilung einer Einzugsermächtigung, einen Sonderrabatt von 5% zu geben und wie durch ein Wunder änderte sich plötzlich die Zahlungsmoral, denn einfacher kann man kein Geld einsparen, einfach nur pünktlich bezahlen...
Viele Grüße aus Köln an alle Spur1-Freunde

und allzeit HP1

Claus-Peter Gehring

(Piet)

andre.schulze

unregistriert

19

Dienstag, 10. März 2009, 11:13

KM-1 > kein Internetverkauf

Hallo Magister,

hat KM-1 überhaupt einen "Internetverkauf"?

Ich glaube nicht, denn man bestellt nicht übers Internet, sondern mit seiner "echten" Unterschrift auf einem gedruckten Bestellformular.

Sind hier nicht die Internet- und widerrufsrechte ausgehebelt??

Was denkst Du?

Gruss.. André

  • »Michael Biaesch« ist ein verifizierter Benutzer

Beiträge: 837

Wohnort: Taunus-Mountain

Beruf: Kfm. Angestellter

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20

Dienstag, 10. März 2009, 11:43

Zitat

hat KM-1 überhaupt einen "Internetverkauf"? Ich glaube nicht, denn man bestellt nicht übers Internet, sondern mit seiner "echten" Unterschrift auf einem gedruckten Bestellformular.


Hallo Andre,

ich glaube die 50er konnte man direkt über´s Internet bestellen oder irre ich da ?(

Grüsse

Michael
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