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Freitag, 31. Oktober 2008, 09:22

Bau eines Lokschuppens, Teil 2 – Fenster, Wände, Tore

Moin, Modellbahnkollegen,

nach dem ersten Teil gestern geht’s heute nun weiter mit dem zweiten Teil über den Bau meines Lokschuppens.

Der Wilhelmshavener Lokschuppen hatte an der Seite Fenster mit Eisenfensterrahmen. Ich erstellte dafür zunächst am PC mit einem Malprogramm passende Rahmen und druckte die erforderlich Anzahl auf Papier aus. Pro Fenster war ein Rahmen für Innen und für Außen erforderlich, bei insgesamt acht Fenstern also 16 Ausdrucke.

Auf diese Ausdrucke klebte ich dann außen eine cirka zwei Millimeter breite Plastikumrandung. Diese Plastikstreifen entstanden aus einer 0,5 mm starken Plastikplatte. Aus dieser Platte wurden ebenfalls einen Millimeter breite Streifen geschnitten und damit der restliche Rahmen gestaltet und auf die Papierschablone aufgeklebt. Ich musste dabei nicht besonders vorsichtig mit dem Klebstoff sein, denn nachdem alles getrocknet war, wurden mit einem scharfen Bastelmesser die inneren Papierflächen zwischen den Plastikstreifen ausgeschnitten.

Danach wurden die Rahmen komplett mit rostbrauner matter Revellfarbe Nr. 83 bemalt.

Nachdem auch hier die Trocknung abgeschlossen war, wurde zunächst der erste Rahmen mit Sprühkleber besprüht und auf die Fensterglasnachbildung - eine alte Klarsichtverpackung – geklebt. Anschließend wurde auf der anderen Seite der zweite Rahmen deckungsgleich aufgeklebt und die nicht benötigten Teile der Glasnachbildung um die Rahmen herum weggeschnitten.

Auf der Innenseite der bereits vorhandenen Rohbauaußenwände wurden passende Vertiefungen um die Fenstereinlässe gefräst und, nachdem die Wand vorher bemalt worden war, hier hinein die doppelrahmigen Fenster geklebt.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/201,10fensterbauCQGDM.jpg][/url]

Für die Wandinnenseiten wurden pro Fenster einzelne Wandteile erstellt. Dies erleichterte die genaue Fixierung um die Fensteröffnungen. Verdeckt wurden die Spalten zwischen den einzelnen Wandteilen durch die auch im Original vorhandenen Stützsäulen zwischen den Fenstern.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/202,11innenwandH9V0W.jpg][/url]

Um die Fensteröffnungen wurde eine Zwischenwandlage geklebt, der Fenstersims wurde mit einem 0,5 Millimeter starkem Plastikstreifen leicht schräg dargestellt.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/203,12innenwandYYAMG.jpg][/url]

Als nächstes war die Vorderfront fällig. Für die vorhandene Wand wurde zunächst der verputzte Teil hergestellt und aufgeklebt. Die freien Flächen um die Toröffnungen wurden dann mit Kunststoffstreifen, in die eine Backsteinstruktur eingeritzt worden war, aufgefüllt.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/204,13torwandHW6PR.jpg][/url]

Innen wurden mehrere Lagen Kunststoffplatte aufgeklebt, um die originale Mauerdicke [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/205,14lokschuppenoriginalC9TOE.jpg][/url] auch im Modell zu erreichen [url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/206,15vorderfrontV01D4.jpg][/url], dass sah dann schon ganz ordentlich aus.

Die beweglichen Tore sollten eigentlich aus Furnierholz entstehen. Es zeigte sich jedoch, dass die aus zwei Lagen Holz zusammen geklebten Torflügel wellig wurden und partout nicht gerade zu bekommen waren, so dass ich sie dann doch aus einer ein Millimeter dicken Plastikplatte herstellte. Die Bretterfugen wurden eingeritzt und außen die Blechstreifen und -verstrebungen aus Plastikprofilen aufgeklebt.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/207,16vorderfrontUOM0L.jpg][/url]

Die auf diesem Bild zu sehenden Backsteineckpfeiler sind übrigens nur an der Vorderfront befestigt und werden beim einsetzen der Wand in das Fundament über die Seitenwände geschoben und stabilisieren selbige.

Die Tore wurden außen grün angemalt, auf der Innenseite grau.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/208,17vorderfrontmittoreIN60Q.jpg][/url]. An der gleisseitigen Wand wurde aus Anreibebuchstaben ein schwarzer Schriftzug auf weißem Grund mit dem Bahnhofsnamen Oldumersand angebracht und mit zerriebener Kreide gealtert. Beim Original stand natürlich Wilhelmshaven dran!

Die Farbgebung der Wände erfolgte wieder mit weißer, grauer und sandfarbener Plakafarbe auf dem grundierten Kunststoff.

Zum Schluss des zweiten Teils hier noch mal ein Vergleichsbild zwischen Original und Fälschung, das zeigen soll, dass man ruhig ein bisschen schlampig arbeiten kann, denn nur so bekommt man das „Schräge“ an einem alten Originalgebäude einigermaßen hin.[url=http://www.bilderhosting.s1gf.de/bild.php/212,18vergleichPX51V.jpg][/url]

Außerdem kann man auf dem Bild erkennen, das ich bei den Zwischenräumen zwischen den Toren ein bisschen geschummelt habe und auch die verputzte helle Fläche zwischen den äußeren Toren und den Seitenwänden weggelassen habe, um etwas Platz zu sparen, denn auch in der Länge musste ich einen Kompromiss eingehen und etwas verkürzen, was man auch daran erkennen kann, dass es an den Seiten nur vier statt fünf Fenster gibt.

Der letzte Teil des Bauberichts über das Dach und ein paar Details folgt dann nächste Woche, bis dahin allen ein schönes Wochenende wünscht

der Michel