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Mittwoch, 29. Oktober 2008, 09:54

Bearbeitung von Zinkdruckguss

Hallo,

ich habe eine Frage oder besser mehrere Fragen zu der Bearbeitung von Zinkdruckguss. Nachdem der Markt in 1/32 bis auf die Opel Blitze bei leichten bis mittelschweren Lkw´s nichts hergibt und der schon angebotene verlaengerte Magirus mit Pritschenaufbau nicht meinen Vorstellungen entspricht moechte ich nun aus jeweils 2 huebnerschen Maggis einen erstellen. Um mir die Modelle aber nicht durch Unkenntnis beim Bearbeiten des Zinkdruckguss zu versauen habe ich Fragen:

Kann man Zinkdruckguss bohren und fraesen wie Stahl und wenn mit welcher Drehzahl?

Neigen die Bohrungen zum Verlaufen?

Was muss beim Saegen beachtet werden und womit ( Saegeblatt, Gehrunssaege ) saegt man am besten?

Wenn geklebt werden muss, mit 2 K-Kleber oder gbt es noch was besseres?

Ich hoffe, Ihr koennt mir helfen ( man muss das Rad ja nicht jedesmal neu erfinden)

Gibt es Kontaktkorrosion wenn man Zinkdruckguss und Messing verbindet?

Viele Gruesse

Joerg

P.S. Ich habe dieses Thema unter ALLGEMEIN eingestellt, da die Bearbeitung von Spur1-Rollmaterial aus diesem Werkstoff ja identisch ist.
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. - Soeren Kierkegaard

Karsten

unregistriert

2

Mittwoch, 29. Oktober 2008, 10:00

RE: Bearbeitung von Zinkdruckguss

Hallo Jörg,
ich kann dir die Bearbeitung aus der Sicht von Märklin Fahrzeuge schildern.
Der von Mä verwendetet Zinkdruckguss neigt sehr stark zum schmieren am Fräser. Ich bezeichne es immer Scherzhaft als Bleidruckguss. Ich verwende relativ kleine Drehzahlen und kühle mit Bohremulsion. Die Fräser neigen zum abstumpfen bei langer Bearbeitung. Beim Bohren und sägen gehe ich eigentlich genauso vor.

Karsten

3

Mittwoch, 29. Oktober 2008, 12:22

RE: Bearbeitung von Zinkdruckguss

Hallo Joerg,

ich kann die Erfahrungen von Karsten nur bestätigen. Der Werkzeugverschleiß ist beim Fräsen relativ hoch. Niedrige Drehzahlen sind angesagt, 6000 U/min reichen, das Material schmiert sehr schnell. Ich habe an meiner T9 von Märklin sämtliche Öffnungen im Rahmen ausgefräst und den gesamten Kessel geglättet.

Oberflächen lassen sich gut mit Schleifscheiben bearbeiten, aber Vorsicht! Verwende möglichst feine Körnungen und ´ne ruhige Hand ist angesagt
.
Riefen lassen sich mit 2K-Spachtel schließen und schleifen.

Beim Bohren kühle ich mit Bohrmittel.

Sägen: Gut einspannnen und feines Metallsägeblätt funktionieren recht gut.

Insgesamt ist das Material jedenfalls gut zu spanen.

Gruß
Wolfram