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1

Freitag, 23. November 2018, 13:28

Exkursion in die Foto-Technik - jetzt ist Wolli am Ende.

Hallo,

nachdem man mir so einige Tipps gab, und ich schrieb: Das war alles nix Neues für mich, machte ich heute noch einige Aufnahmen.
Seit etwa 35 Jahren (da kaufte ich meine 2. Spiegelreflex-Kamera) wusste ich immer ganz genau, weshalb ich mir die und keine andere Kamera kaufe. Die Panasonic kaufte ich mir nicht für Spur1, sondern für bewegte Motive aus dem Auto heraus. Dafür war ein schneller Autofocus von Nöten.

Aber ich machte heute die Bilder unter Berücksichtigung der verschiedenen Aspekte und .... bin nicht zufrieden. Die Bilder sind nicht scharf. Und das sieht mir nicht nach Bewegungsunschärfe aus. Ich machte noch mehr Bilder mit wechselnden Autofocus-Einstellungen - alles asche.
Wer kann mir jetzt schreiben, was ich da falsch gemacht habe? Denn da stehe ich wieder auf dem Schlauch.

Bei Bild 1 fiel mir auf, dass man bei keiner Lok die Baureihenbezeichnung gut erkennen kann. Das DB-Signet ist überall unscharf. Dann fotografierte ich mal die Loks einzeln und war noch mehr enttäuscht. Trotz Blende 8 (kleiner geht nicht - früher Blende 32) sind die Loks nirgends scharf.

Jetzt bin ich wirklich auf eine einleuchtende Erklärung gespannt. Da komme ich nicht mehr mit. Und es gibt doch ein paar Experten hier.

Fototechnische Grüße

Wolli
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2

Freitag, 23. November 2018, 14:53

Hallo Wolli,

auch ich bin kein Photograph, aber die Daten deiner Bilder sagen eine Menge aus.

Punkt 1: eine Spotmessung der Schärfe ist falsch besser Mehrfeldmessung
Punkt 2: AF auf Makro

Der ISO – Wert kann bis 400 gehen manchmal auch bis 800.

Dann sind die Fotos immer noch Ok.

Zwei Beispiele:

,

Kittel
DCM - TZ61
Zeit: 1/60
Blende: 3,7
ISO: 200


BR 78
DCM - FZ1000
Zeit: 1/40
Blende: 2,8
ISO: 1600

Ein weiterer Vorteil der Digitalfotographie man kann auch gut damit herum Probieren,
und das Ergebnis sofort überprüfen.

Nun viel Spaß vielleicht hat es ein wenig geholfen.
Heribert

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3

Freitag, 23. November 2018, 16:57

Wenn die Exif-Daten stimmen, hast du bei den Bildern 0,6 s, 2 und 3,2 s belichtet. Deine Knipse sollte einen Stabi haben, aber das kann kein Stabi ausgleichen.

Ein Bild hat Blende 4 und 0,6 s, das könnte gerade noch so eben gehen. Die anderen haben Blende 8 und entsprechend längere Belichtungsszeiten, was zur Unschärfe führt.

Alle Bilder sind mit ISO 100 gemacht, das ist zwar ok, aber durch diese geringe Empfindlichkeit und die geschlossene Blende braucht es halt längere Beli-Zeiten, damit genug Licht auf den Sensor kommt.

Also: ISO-Automatik einstellen, maximaler Wert auf ISO1600, Blende ganz auf (kleine Zahl), dann sollte das ganz anders aussehen.
Alternative: Kamera auf Stativ, dann ist Ruhe.

Grüße, Oliver

4

Freitag, 23. November 2018, 18:00

Zunächst mal ganz herzlichen Dank für eure Hinweise.

Warum führen längere Belichtungszeiten automatisch zu Unschärfe? Es ist korrekt, die Belichtungszeit bei Bild 1 ist 0,625 s u. Blende 4-; Bild 2: 2 s u. Blende 8 ; Bild 3: 3,2 s u. Blende 8. Mehr zu ging nicht.
Und natürlich mache ich so etwas nur mit Stativ.
Ich konnte auf dem Kamera-Monitor schon sehen, dass die Kamera das nicht ganz scharf fokussiert bekommt. Und natürlich habe ich einen Bildstabilisator. Dass das nicht ganz verlässlich ist, denke ich mir bei solchen Belichtungszeiten.

Das erste Bild ist ja auch relativ scharf, aber müsste man denn auch bei diesem Gesamtbild nicht die Baureihen- u. Betriebsnummern lesen können. Also astrein ist das nicht.

Ich werde das mal meinem Freund mailen, der sehr viel mehr genau mit der gleichen Kamera fotografiert, und das auch für die hiesige Tageszeitung.
Aber ich lese sehr gern noch weitere Ratschläge.

Dankende Grüße

Wolli

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5

Freitag, 23. November 2018, 18:14

Zitat

Aber ich lese sehr gern noch weitere Ratschläge.


Aber ich schreibe keine mehr.

Heribert

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6

Freitag, 23. November 2018, 18:42

Hallo Wolli
Die wichtigsten Tips wurden bereits geschrieben.
Ich habe die exifs Deiner Bilder nicht ausgelesen aber ein Vorredner schrieb etwas von 0,6 s bis 3,2 s.
0,6 s ist schon eine recht lange Belichtungszeit um frei Hand scharfe Bilder zu bekommen, bei 3,2 s ist es unmöglich frei Hand scharfe Bilder zu bekommen, Stabi hin oder her.


Mein erster Verbesserungstip: benutze für die Bilder ein Stativ, sollte daheim ja kein Problem darstellen.
Weitere Verbesserung: löse nicht von Hand aus sondern per Kabel oder Selbstauslöser.Nochmalige Verbesserung bei einer Spiegelreflex: benutze die Spiegelvorauslösung.
Falls Du das alles verwendest kannst Du auch mit niedrigen ISOs und relativ langen Belichtungszeiten super-scharfe Ergebnisse erzielen.
Als Blende nimm weder zu große Blenden (geringe Tiefenschärfe), noch zu kleine (Beugungsunschärfe).
Welcher Blendenwert bezüglich Schärfe der "beste" ist kommt auf Dein Kamera-Setup an, vielleicht so um f/8 oder f/11.
Nimm wenn möglich die längste Brennweite die in Deinem Zimmer möglich ist.
Weitwinkel tendieren dazu, zusätzlich zu diversen Verzerrungen, gegen die Ränder/Ecken etwas schwammiger bzw. unschärfer zu werden - ausser man hat wirklich ein teures, hervorragendes Objektiv.

Wenn das alles nix hilft würde ich eine Dejustierung Deiner Kamera(optik) nicht ausschliessen.
beste Grüße
Anton

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Gölsdorfer« (23. November 2018, 19:59)


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7

Freitag, 23. November 2018, 20:37

Habe ich dich richtig verstanden und du hattest ein Stativ benutzt? Das funktioniert mit dem Stabilisator nicht. Entweder Stabi mit Zeiten, die dazu passen, oder Stativ ohne Stabi. Dann sind die Zeiten egal.

Den EXIF Daten nach hast du eine Kamera mit kleinem Sensor. Diese haben bei gleicher Blende eine größere Tiefenschärfe als Kameras mit großem Sensor. Daher kannst du die Blende ruhig recht weit öffnen, man sagt, dass die beste Schärfeleistung eines Objektivs etwa 2-3 Blenden unter der größten liegt. Also wenn deine Linse f2,8-5,6 oder sowas hat, und du knipst im mittleren Telebereich, dann wäre f4 da ganz offen, und du kannst bei f8 erwarten, dass die Bilder sehr scharf und auch ausreichend tiefenscharf werden.

Gruß von Oliver

8

Freitag, 23. November 2018, 23:34

Mein erster Verbesserungstip: benutze für die Bilder ein Stativ, sollte daheim ja kein Problem darstellen.

Und natürlich mache ich so etwas nur mit Stativ.

Weitwinkel tendieren dazu, zusätzlich zu diversen Verzerrungen, gegen die Ränder/Ecken etwas schwammiger bzw. unschärfer zu werden - ausser man hat wirklich ein teures, hervorragendes Objektiv.


Dass ich ein Stativ benutzte, ist wohl sonnenklar. Ich mache keine Aufnahmen mit einer Belichtungszeit von über 1 s aus der Hand.
Aber an einen Fernauslöser dachte ich auch schon. Früher hatte ich einen Drahtauslöser. Meine erste Olympus-Kamera (4 Megapixel) hatte einen Fernauslöser dabei. So etwas fehlt mir.

Das Objektiv ist ein verzerrungsarmes/verzeichnungsarmes Zoom-Objektiv, was nahezu im jedem Weitwinkelbereich nicht verzeichnet. Es ist ein Leica-Objektiv mit einer Brennweite von 25 mm - 600 mm (im Kleinbildformat) und einer konstanten Lichtstärke 1:2,8 über den gesamten Zoombereich. Aber die Blende kann ich nur bis max. Blende 8 schließen.

Also wenn deine Linse f2,8-5,6 oder sowas hat, und du knipst im mittleren Telebereich, dann wäre f4 da ganz offen, und du kannst bei f8 erwarten, dass die Bilder sehr scharf und auch ausreichend tiefenscharf werden.


Den Satz verstehe ich nicht wirklich. Du sprichst von f2,8 - 5,6, schreibst dann von f4 ganz offen und f8 sehr scharf.
Das erste Bild machte ich mit Blende 4 und die 2 anderen mit Blende 8.

Beste Grüße und eine gute Nacht

Wolli

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9

Samstag, 24. November 2018, 09:43

Zitat

Dass ich ein Stativ benutzte, ist wohl sonnenklar.

Nun ja, für mich war das nicht so sonnenklar.

Zitat

Es ist ein Leica-Objektiv mit einer Brennweite von 25 mm - 600 mm (im
Kleinbildformat) und einer konstanten Lichtstärke 1:2,8 über den
gesamten Zoombereich.
Als eingefleischter Nikonianer weiß ich nicht was das für ein Leica-Objektiv ist was Du da hast, 25 - 600 mm KB mit konstant 1:2,8, dürfte irgendein Suppenzoom-Teil sein.
Der Ausdruck verzerrungsarm/verzeichnungsarm ist ja ein sehr relativer, das steht standardmäßig in jedem Werbeprospekt drin. Ich wage aber zu bezweifeln ob Dein Zoom über diesen sehr großen Brennwinkelbereich tatsächlich auch im unteren Bereich halbwegs verzeichnungsarm ist. Ich möchte aber Dein Objektiv hier nicht schlechtreden, das gilt für praktisch alle Superzooms, egal welche Marke. Zooms mit Zoomfaktoren von nur 2 sind diesbezüglich schon nicht einfach zu korrigieren (und daher teuer!), Deines hat aber einen Zoomfaktor von 24!

Aber das ja gar nicht des Pudels Kern, Verzeichnung kann man mit geeigneter Software rausrechnen, manche Kameras bieten diese Funktion bereits intern. Was ich meinte ist, dass bis auf ein paar sündteure Teile jenseits der 2k-Preisgrenze viele WW-Objektive im Rand-/Eckenbereich einfach deutlich schlechter auflösen und unschärfere Bilder erzeugen, das kann man nicht rausrechnen. Zumindest für mein ästhetisches Empfinden sieht es auch nicht gut aus, wenn die Lokomotiven in der Bildmitte völlig seitlich zu sehen sind und die Loks an den Ecken/Rändern irgendwie seitlich mit halber Rauchkammer oder Tenderfront.
Daher würde ich für solche Fotos wie Du sie machen willst nach Möglichkeit nicht den untersten WW-Bereich des Zooms benutzen, der klassische Porträtbrennweitenbereich von 60 bis 120 mm KB dürfte da nicht so ungeeignet sein, falls die räumlichen Verhältnisse es zulassen.

Wenn Du keinen Fernauslöser für Deine Kamera hast benutze einfach den Selbstauslöser mit ein paar Sekunden Vorlaufzeit, vermeide nach Möglichkeit manuelles Auslösen.
beste Grüße
Anton

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10

Samstag, 24. November 2018, 09:55

Um die Randunschärfe zu umgehen, kann man natürlich auch den Bildausschnitt erstmal größer wählen und später in Photoshop die unscharfen Ränder einfach abschneiden.
Gruß aus Seevetal,
Axel

11

Samstag, 24. November 2018, 11:12

Hallo Anton,

zunächst mal wieder vielen Dank für deine Antwort. Selbstauslöser - da war sie wieder, meine Hirnblockade. Klar, mit dem 2 Sekunden Selbstauslöser wäre eine Ungewissheit vom Tisch.
Dass ich ein Stativ benutzte, erwähnte ich in Beitrag 4.

Meine Aussage über das Objektiv beruhen nicht aus Prospekten oder Testberichten, sondern aus dem Vergleich Olympus 20-fach Superzoom Kamera und Panasonic 24-fach Superzoom Kamera. Das Objektiv der Olympus ist nicht so lichtstark und verzeichnete im Weitwinkelbereich hoffnungslos tonnenförmig. Dagegen ist die Verzeichnung des Leica Objektivs gleich Null. Gewiss ist eine Verzeichnung da, aber nicht erwähnenswert.

Genau, das Thema ist, dass ich keine scharfen Bilder (auch in in der Bildmitte) bekomme.

Klar, die besten Brennweiten für Porträts sind um die 100 mm (Kleinbildformat). Ich habe früher viel mit Spiegelreflex-Kameras fotografiert. Von daher erzählt mir hier kaum Jemand etwas Neues. Da hatte ich eine Fototasche, vielleicht 6 mal so groß wie die jetzige. Eine weitere Tasche für mein Tele-Zoom Objektiv und eine Tasche fürs Stativ. Das war natürlich nicht alles. Selbstredend hatte ich 2 Stative. In der Fototasche waren 4 verschiedene Objektive, z.B. ein 100 mm Makro-Objektiv, 3 Blitzlichter und jede Menge Zubehör. Ich hänge mal ein Bild an, was ich als Dia habe und einen Fotoabzug 40 × 60 cm von machte. Den habe ich gerade mal auf die Schnelle abfotografiert.
Das Bild entstand mit 2 Stativen, 3 Blitzlichtern, einem Makro-Objektiv bei Blende 32. 3 Blitzlichter manuell voll Power. Das 3. Blitzlicht auf einem Stativ diente nur dazu, den Hintergrund aufzuhellen. Denn sonst hatte man bei Blende 32 immer Nachtaufnahmen.
Ich fotografierte früher vorwiegend Tiere und auch gerne Insekten.

Gut gelaunte Grüße

Wolli
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12

Samstag, 24. November 2018, 13:14

Hmm, mit einer Bridgekamera Blende 2.8 und 25-600 mm das macht mich stutzig. Ich würde diese Frage mal in einem Fachforum stellen.
Gruß Uwe,
der Epoche 3 Nebenbahner

Mein neuer Bf: https://spur1bahner.wixsite.com/bf-oxstedt

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Uwe Scheinpflug« (28. November 2018, 16:15)


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13

Samstag, 24. November 2018, 13:20

Hallo Wolli,
deshalb benutze ich bei meiner älteren Canon 400D Spiegelreflexkamera auch immer noch meine alten Leica Objektive mit Festbrennweite.
Dazu braucht man einen Adapter- Zwischenring. Die alten Objektive haben zwar keinen Autofocus , dieser zeigt nur an, ob ich richtig fokussiert habe, aber einstellen muss ich selbst.

Mit dieser Ausstattung kann man immer noch hervorragende Bilder machen, ohne viel Geld für neue Objektive auszugeben.

Was bei Ihnen bei den Lokbildern trotz Stativ falsch läuft, kann ich nicht sagen, vielleicht mal den Zeit- Vorlauf benutzen., denn eine direkte Auslösung an der Kamera kann das Foto trotz Stativ auch erschüttern. Wenn immer alles unscharf wird, kann das auch eine falsche Justierung des Autofocus sein.

@Uwe Scheinpflug: Es geht ja hier ums Fotografieren von Modellbahn - Loks, ich denke, das kann man tolerieren.
MfG. Berthold

14

Samstag, 24. November 2018, 13:52

Hallo Berthold,

na ja, aber was ich eigentlich sagen wollte ist das es hier (und auch anderswo) wohl keine zufrieden stellende Antwort geben wird. Zumal, wie ich bereits oben geschrieben habe man bei einer Bridgekamera absolut nichts besseres erwarten kann. Ich kenne zumindest keine die annähernd zufriedenstellende Ergebnisse über den gesamten Brennweitenbereich liefert! Aber das wurde oben von anderen Forumsmitgliedern auch schon angedeutet. (Nur Festbrennweiten liefern sehr gute Ergebnisse). Und wie mir scheint will Wolli das irgendwie nicht wahrhaben. Deshalb auch mein Hinweis auf ein "Fachforum".
Gruß Uwe,
der Epoche 3 Nebenbahner

Mein neuer Bf: https://spur1bahner.wixsite.com/bf-oxstedt

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Uwe Scheinpflug« (28. November 2018, 16:13)


15

Samstag, 24. November 2018, 14:52

Hallo Uwe und Berthold,

eine Sache will ich auch nicht wahr haben. Nämlich, dass die Panasonic Kamera grundsätzlich schlechte, bzw. unscharfe Bilder macht. Ich habe ja auch noch die Olympus Kamera mit 20-fach Zoom. Dann mache ich mal ein Foto von einer Vitrine mit 26 mm Weitwinkel (Olympus) uns 25 mm Weitwinkel (Panasonic). Dann könnt ihr sehen, was eine tonnenförmige Verzeichnung ist und was im Vergleich dazu keine nennenswerte Verzeichnung ist. Am besten mache ich mehre Weitwinkel-Brennweiten.
Mein Freund, der für die Tageszeitung fotografiert, liest seine E-Mails nur noch selten. Auf seine Antwort bin ich gespannt.
Ich kann euch schreiben, die Bilder von ihm sind superscharf. Ab und zu postet er welche bei Facebook.

Wir fühlen uns beide heute zu alt, um das ganze Spiegelreflex-Equipment mit zu wuchten.

Liebe Grüße

Wolli

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16

Samstag, 24. November 2018, 15:41

Moin.

Wieso man in einem als off-topic gelabelten Unterforum nicht über Fototechnik schreiben sollte, erschließt sich mir nicht. Genausowenig, warum man dazu einen unnützen Kommentar hinterläßt, wenn man doch gar nicht an der Diskussion teilhaben will.

Egal.

Selbstverständlich kann man mit einer Bridgekamera gestochen scharfe Bilder machen. Und genauso selbstverständlich sind die Bilder einer Kamera mit größerem Sensor in 200%-Ansicht detaillierter. Aber darum geht es hier nicht.

DAs Problem ist entweder eine Montagskamera - aber dann hättest du das bei all deinen Bildern schon vorher feststellen müssen - , oder die Tatsache, dass du den Stabilisator auf dem Stativ nicht ausgeschaltet hast. Stabi und Stativ gehen nicht zusammen!

Was die Blende angeht, wenn dein Leica duchgehend f2,8 hat, hat es die beste Schärfeleistung bei ca. f4-5,6. Wenn du mit 5,6 knipst, hast du eine Tiefenschärfe von 5,6*2,7 (2,7 ist der Faktor, um den dein Sensor kleiner ist als der einer Vollformat (früher Kleinbild-) Kamera). Dann bekommst du eine Tiefenschärfe entsprechend f15.

Wenn du hier:

https://dofsimulator.net/en/

mal deine Werte eingibst (1"-Sensor, f5,6, Brennweite ca. 16mm etc), siehst du, dass so gut wie alles scharf ist. Das sollte für Bilder von Loks im Regal reichen.

Grüße,
Oliver

  • »Martin Händel« ist ein verifizierter Benutzer

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Beruf: Dienstleister - Der Kunde bezahlt mich

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17

Samstag, 24. November 2018, 15:51

Eisenbahnfotografie

Hallo Wolli,

eigentlich wollte ich mich hier raushalten, aber ich versuch es doch einmal an einem Beispiel.

Bei der Bahn gibt es für verschiedene Transportaufgaben unterschiedlichste Antriebskonzepte. Im einfachen Verschubdienst kommt eine Köf oder V60 zum Einsatz, am Rangierbahnhof über den Ablaufberg 'ne V90, auf der Nebenbahn eine V100 oder ein VT und auf den großen Relationen entsprechend schwere und leistungsstarke Maschinen für Personen- und Güterverkehr, sowie heute Hochgeschwindigkeits-Triebzüge.

Was Du versuchst, ist mit einer Köf alle Anforderungen zu erfüllen. Das ist zum scheitern verurteilt. Die kriegt keinen Schnellzug über den Berg.....

Du unterliegst auch einem Irrtum, wenn Du bei 25mm von einem Weitwinkel sprichst. Unter Berücksichtigung des Crop-Faktors deiner Kamera mit einem 1/2,33" Chip entspricht dies einem KB-Äquivalent von 140 mm. Das ist also doch schon ein ordentliches Teleobjektiv. Auch die Lichtempfindlichkeit der Kamera ist jetzt nicht so berauschend, was bei einem Chip dieser Größe nicht wirklich überrascht. Und was von diesen Super-Zooms zu halten ist möchte ich hier jetzt nicht ausführen. Und Direktauslösungen an der Kamera auf einem sicherlich nicht schwingungsgedämpften Stativ sorgen dann letztendlich doch für Bewegungsunschärfen.

Für den Normalgebrauch bei guten Lichtverhältnissen macht sie sicher gute Bilder, für Spezialanwendungen reicht es dann aber halt eben nicht ...

Wenn man auf der "Nordschleife" mit echten Sportwagen mithalten möchte, sollte man nicht mit Normalversionen von Fiesta, Corsa oder Polo antreten.

Nichts für Ungut

Es grüßt
Martin

18

Samstag, 24. November 2018, 15:51

Hallo Oliver,
ich bedanke mich für deinen wirklich lieben und guten Kommentar. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.
Außerdem war da mal ein fachlich guter Aspekt bei:
Stabi und Stativ gehen nicht zusammen!

Das muss ich mir noch mal anschauen.

Ganz lieben Dank

Wolli

19

Samstag, 24. November 2018, 16:00

Hallo Martin,

jetzt unterliegst du aber einem ganz großen Irrtum. Wenn ich die Brennweiten angebe, dann die entsprechenden im Kleinbildformat. Die Kamera hat einen Brennweitenbereich von 25 mm (recht starkes Weitwinkel) bis 600 mm (recht starkes Tele) bei konstanter Lichtstärke 1:2,8.
Im Vergleich zu früher ist das schon sehr Lichtstark. Da lag ich bei 5,6 und hatte eine riesige Tröte mit großem Durchmesser.
Auf dem Leica-Objektiv steht übrigens: 4,5 bis 108 (Brennweiten) Das sagt mir nichts. Genau so wenig wie kW und PS. KW sagt mir auch nichts.

Jetzt muss ich aber zu meinem Jungen.

Servus und beste Grüße

Wolli

Beiträge: 179

Wohnort: Wien

Beruf: Analytikexperte Pharma

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20

Samstag, 24. November 2018, 16:07

Hmmm, ich hatte Wolli so verstanden, dass sein Objektiv 25 - 600 mm Brennweite als KB-Äquivalent hätte.
Eine Bridge deren Zoombrennweite bei einem KB-Äquivalent von 140 mm beginnt macht keinen Sinn.

Zitat

Stabi und Stativ gehen nicht zusammen!
Das halte ich für eine digitale Legende! Ich habe dazu mit meinen Nikon-Kameras und Objektiven in der Vergangenheit etliche Testfotos geschossen und konnte das bis dato nicht verifizieren.
Mag sein, dass es Kameras und Objektive und auch unterschiedliche Stabilisatorsysteme gibt bei denen das tatsächlich so ist aber als generelle Aussage stimmt das definitiv nicht.
Siehe dazu: https://www.karsten-kettermann.com/blog/bildstabilisator

Zitat

Selbstverständlich kann man mit einer Bridgekamera gestochen scharfe Bilder machen.
Das wiederum kann ich voll und ganz unterschreiben!

Das Wichtigste dazu wurde bereits gesagt.
Ich werde mich aus dem thread wieder ausklinken, das gewinnt mir zu sehr an "Eigendynamik". ;)
beste Grüße
Anton

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gölsdorfer« (24. November 2018, 16:17)


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