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Donnerstag, 16. August 2018, 23:12

Kesseltausch an der BR 50

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage an die Spezialisten.

Es gab ja viele Loks der BR 50, deren Kessel aus dem nicht alterungsbeständigen Stahl waren und die daraufhin nach dem Krieg einen Tauschkessel von Loks der BR 52 erhielten (da die Kessel der BR 52 aus einem anderen Stahl hergestellt wurden). Im Rahmen des Kesseltausches wurden dann natürlich auch wieder die zu Friedenszeiten üblichen Armaturen, Aggregate usw. am Kessel angebracht.

Nun habe ich einige Loks gefunden, die lt. Fachliteratur einen 52er-Tauschkessel erhielten, dieser für mich aber auf den Fotos wie ein Ursprungskessel aussieht. Deshalb die Frage, ob und wenn, woran man überhaupt die Tauschkessel erkennen kann?

Ich rede hier nicht von den klassischen ÜK-Kessel, sondern von den nach dem Krieg getauschten Kessel.

Nachfolgend mal exemplarisch eine solche Lok (50 449), die lt. Literatur einen 52er Tauschkessel erhalten hat, dieser für mich jedoch nicht als solcher erkennbar ist (allerdings bin ich da auch nicht der Spezialist). Also, gibt es da event. besondere Merkmale, anhand dieser es dann erkennbar ist, dass es ein Tauschkessel ist?

http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/lokdaten14/lokdet143758.shtml


Vielen Dank schon mal im Voraus für Eure Antworten.

Elmar

Beiträge: 167

Wohnort: Bernried

Beruf: Schaumstoffexperte für die Automobilindustrie.

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2

Freitag, 17. August 2018, 08:18

Kesseltausch

Guten Morgen Elmar,

wenn der Tauschkessel angekleidet wird wie der Ursprungskessel, sieht man nichts davon.

Ein ehemaliger 52iger Kessel wird aber niemals einen Speisedom haben, heisst also bei der BR 50 maximal 3 Dome (S-D-S).

Die einzig festen Armaturen an einen Lokkessel sind der Dampf- und Speisedom (falls vorhanden). Mit der inneren Speisewasseraufbereitung wurde der Speisedom überflüssig.

Gruss,



Alain.

3

Freitag, 17. August 2018, 11:20

Hallo Elmar,

wie Alain schon schrieb waren die 52er-Kessel nur am fehlenden Dampfdom zu erkennen. Auch erhielten die ÜK (Übergangs-Kriegs)-Versionen (meist 3000er-Nummern) oft schon die vereinfachten 52er-Kessel aus bewährtem Kesselbaustahl.


An den 52er-Kesseln waren die Speiseventile links vorne, unterhalb der Wasserlinie angeordnet. Man erhoffte sich dadurch eine geringere Verkalkung in diesem Bereich als bei den bisher über dem Wasserspiegel angebauten Ventilen.


Da dies jedoch keine Verbesserung erbrachte und zudem bei Undichtigkeiten die Gefahr des gefährlichen absinkens des Wasserstandes unter die Feuerbüchsdecke bestand wurden bei der DB die Ventile wieder nach oben in den Dampfraum gesetzt. Auf dem Bild (BR50) erkennt man unten die zugeschweissten Untersätze der früheren Speiseventilanordnung und darüber die neue Anordnung.
Beim Kesseltausch wurden jedoch vielfach die (Guß-) Sandkästen der 50er auf den 52er-Kessel aufgesetzt, so daß die sich äusserlich nicht mehr an der Sandkastenbauform erkennen liessen.

Bei der Bundesbahnzeit gibt es weitere Infos.

Gruß
Michael

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Michael Staiger« (17. August 2018, 11:44)


4

Sonntag, 19. August 2018, 09:20

Hallo Alain, hallo Michael ,

vielen Dank für Eure Antworten. Ihr habt mir damit sehr weitergeholfen .

Viele Grüße
Elmar

  • »baureihe50« ist ein verifizierter Benutzer

Beiträge: 1 108

Beruf: nein, ich arbeite nicht bei der Bild-Zeitung!!!!!, ich bin Bildredakteur!!!!

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5

Montag, 20. August 2018, 08:26

Hallo,

und ich habe mal wieder einiges über die 50er dazu gelernt...

Danke und Gruß Ralf
Eisenbahn-Modellbau in 1

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