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1

Samstag, 11. November 2017, 10:32

Doppeltraktion

Guten morgen,

hat es schon mal einer versucht oder gemacht zwei baugleiche Loks (Märklin Br80) die aber einen ESU XL 3.5 und einen XL 4.0 eingebaut haben so zuprogrammieren
das sie in Doppeltraktion fahren können.
Denn die Werteeingaben bei den CV´S unterscheiden sich doch erheblich bei den beiden Decodern.

Ich bin seit gestern mit Programmer am probieren, habe aber bis jetzt kein zufriedenstellendes Ergebnis gefunden - vielleicht geht es ja auch nicht oder halt Fleißaufgabe.
Würde mich Tips/Hinweise freuen.

Viele Grüße
Jens

2

Samstag, 11. November 2017, 12:28

Hallo Jens,

hatte für Apold mal meine BR 44 und 96, beide mit ESU 4.0, Doppeltraktionsfähig programmiert.
Zunächst sollte man bei beiden den Regelungseinfluß auf 10% runtersetzen damir beide zwar gleichzeitig anfahren, sich dann aber beim Fahren nicht gegenseitig bekämpfen.
Habe dann Fahrstufe für Fahrstufe (bei 28 insgesamt) bis etwa 15 aufeinander eingestellt, denn im Vorspann oder Schiebebetrieb muß man sich ja an der Höchstgeschwindigkeit der langsamsten Lok orientieren. Zu den Einstellfahrten stellte ich die Loks in gewissem Abstand hintereinander auf passte die Fahrgeschwindigkeiten Stufe für Stufe an, ebenso die Beschleunigung und Verzögerung. So nach 2-3 Std hatte ich es erträglich hinbekommen. Habe dafür ein provisorisches 10m-Testgleis genutzt und zum programmieren liess ich die andere Lok auf ein Stück Folie zur Isolierung rollen. Hilfreich ist ein externer Regler, dann muß man auf der Zentrale nicht immer aus dem Programmiermodus raus um die Fahrstufenanzeige zu sehen.
Bin dann in Apolda sehr viel einen langen Güterzug, vorne die 44 und im Schiebebetrieb mit HG der 96, gefahren. Es ging deutlich problemloser als erwartet, bin das ganze WE über alle Strecken gefahren. Wichtig ist die Kondensatoren auf Höchstwerte zu stellen, damit keine Lok unerwartet ruckelt. Andererseits verursachte ein nachfolgender Zug in der Kehrschleife einen Kurzschluß. Die 96 blieb stehen der Zug im 2,3m-Bogen und die 44 vorne drehte durch, kein Wagen entgleiste oder kippte.

Gruß
Michael

  • »Wolfgang Heesch« ist ein verifizierter Benutzer

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3

Samstag, 11. November 2017, 13:29

Hallo Jens,

ganz einfach: du musst ERST die Beschleunigungs/Verzögerungswerte abstimmen, DANACH die Fahrstufentabelle.

Nimm die BDA des 3.5 zur Hand und suche bei CVs 3 und 4 nach der dazugehörigen Zeitkonstante - die ist 0,8irgendwas Sekunden.
Die für den V4 ist 0,256 sec.
Genau da liegt der erste Knackpunkt bei den verschiedenen Decodergenerationen.
Das Verhältnis der Zahlen rechnest du aus - irgendetwas so um die 3,5 kommt heraus.
Mit diesem Wert multiplizierst du die im 3.5 eingestellten Werte für CVs 3 und 4 und schreibst den neuen höheren Wert in die CVs 3 und 4 des V4.(Oder umgekehrt, die Werte vom V4 durch diese Zahl teilen und dann in den 3.5 schreiben.

Die Fahrstufen nicht mehr über CV6 einstellen, sondern alle Werte einzeln. Wichtig ist, dass die Fahrstufenkurven völlig identisch sind und beide bis 255 bei höchster Fst. gehen.
CV5 muss bei beiden Decodern auf Höchstwert (255 bzw.64) sein. Das ist der zweite Knackpunkt, da beide Decoder die Wertebereiche ansonsten unterschiedlich interpretieren.
CV2 auf 1 einstellen

CVs 51 und 52 beim V4 sollten auf 0 sein, weil der 3.5 diese anders belegt hat.

Dann stimmst du mit CV 53 die Höchstgeschwindigkeiten aufeinander ab und mit CV 2 die Kriechgeschwindigkeit.
Beim V4 Decoder stellst du DANACH CV 56 auf 222, beim anderen auf 10.

Erst mal fertig.

Wenn du das soweit hast, kommt das Feintuning, geht aber auch schnell.
Viele Grüße aus Elmshorn
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Wolfgang Heesch« (11. November 2017, 13:54)


4

Samstag, 11. November 2017, 15:42

Hallo Michael und Wolfgang,

danke für eure Hinweise. Werde dann mal mein Glück versuchen.


Viele Grüße
Jens

5

Samstag, 11. November 2017, 16:52

Hat geklappt mit den von Wofgang angegebenen Werten - jetzt kommt nur noch das Feintuning.

Allerdings kommen bei der Lok mit dem V4 die Dampfstöße viel zuschnell. Muss mal nachgucken ob sie einen exteren Sensor hat oder es daran liegt,
das die Lok eine MFX Ausführung war ohne DCC (ich fahre nur DCC) und ich den MFX durch einen ESU ersetzt habe - wegen der Pin-Belegung.

Viele Grüße
Jens

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6

Samstag, 11. November 2017, 17:49

Das ging ja schnell . . .

Jetzt solltest du bei beiden Loks temporär die CV 56 auf max. einstellen.
Dann beide Loks fest kuppeln und am besten auf einem Kreis auf Vollgas beschleunigen.

Dann direkt den Regler auf Null, und im Moment des Anhaltens schauen, ob bei einer Lok noch die Räder im Stand drehen.

Bei dieser Lok dann die CV4 geringfügig verkleinern und noch mal testen, bis sie beide gleichzeitig stehen
(oder bei der zuerst stehenden die CV4 etwas vergrößern, denn genauer ist es, das am V4 zu machen, weil du da in Schritten von 0,256 sec. statt 0,8irgendwas sec. beim 3.5 einstellen kannst).

An den einzelnen Fahrstufen solltest du nichts mehr verstellen, das gibt stundenlanges Probieren ohne Ergebnis.
Nur die Motorregelung kann man ggf. noch weiter anpassen.
Viele Grüße aus Elmshorn
Wolfgang

7

Sonntag, 12. November 2017, 13:52

Hallo zusammen,

es ging weiter - allerdings ist es schon eine Menge Fleißarbeit. Das Hauptproblem was ich im Moment noch habe, ist das die Lok mit dem 3.5 später losfährt und ich keine Ahnung habe wo dran es liegt.
Ab Fahrstufe 10 sind sie dann wieder gleich schnell, obwohl beide Decoder die selbe Kurve ausweisen - werde noch ein kleines Filmchen einstellen wo die Loks mit Stufe 11 - 12 unterwegs sind.

Bis später mal und viele Grüße
Jens

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8

Sonntag, 12. November 2017, 17:21

Hallo Jens,

das unterschiedliche Anfahrverhalten kann an vielen Dingen liegen.

Am häufigsten ist es eine im Soundprojekt vorgegebene Anfahrverzögerung.
Vielleicht ist die im V4 deaktiviert, oder im Sound gar nicht vorhanden (welchen hast du?).
Prüfe, ob das bit 2 (Wert 4) in der CV 124 gesetzt ist. Für die Anfahrverzögerung muss der Wert enthalten sein.

Alternativ müsste man in den Soundprojekten nachschauen, wie und wo im Container SD die Sounds gesetzt sind.
Eventuell ist die Dauer der Anfahrverzögerung auch in beiden Projekten unterschiedlich.
Da wäre ein Eingriff in den Soundablauf die beste Lösung.

Es könnte auch sein, dass der 3.5 träger hochregelt.
Als Maßnahme zum Testen den Wert in CV 67 um 1 erhöhen.
Alternativ (aber dann stimmt evtl. der Rest nicht mehr ganz genau) die CV 2 um 1 erhöhen.
Viele Grüße aus Elmshorn
Wolfgang

9

Sonntag, 12. November 2017, 19:00

Hallo Wolfgang,

ich bin um einiges weiter - die Loks kommen sich immer näher vom Fahrverhalten. Nur die Lok mit dem 3.5 fährt immer noch einen ticken später an.
Ich vermute auch das das im Soundslot liegt, da beim Anfahren erst ein Dampfausstossound kommt und das ist bei der anderen nicht.

Allerdings muss ich dazu sagen das bei der Lok mit dem 4.0 nicht das Soundfile der 80er drauf ist sondern von der 71er - gefiel mir besser.
Wenn es nicht anders geht werde ich es wieder ändern.

Hier mal der Link zu dem kleinen Filmchen: https://www.youtube.com/watch?v=O6l06nUyuu4

Konnte ihn hier nicht laden. Ist eine Handyaufnahme auf meiner noch im Aufbau befindlichen rundum immer an der Wandanlage.
Wenn ich weiter bin werde ich wieder berichten.

Viele Grüße
Jens

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10

Sonntag, 12. November 2017, 21:04

Ah ja - das ist es wohl.
Die 71 hat keine Anfahrverzögerung im Sound.
Ich habe mal den Bremselösensound (das ist kein Dampfausstoß) des 80-er Projekts in das 71-er eingebaut und auf Lautstärke 0 gesetzt und die Anfahrverzögerung aktiviert - sollten nun beide synchron starten.
Eventuell, falls du CVs 2 oder 67 verstellt hast, wieder zurücksetzen.
»Wolfgang Heesch« hat folgende Datei angehängt:
Viele Grüße aus Elmshorn
Wolfgang

11

Montag, 13. November 2017, 10:13

Hallo Wolfgang,

danke - werde das Soundfile in mein Projekt einbauen. Ach ja - Bremse lösen :) nicht Dampfausstoss :( -.

Werde weiter berichten.


Viele Grüße
Jens

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12

Mittwoch, 15. November 2017, 13:23

UUPS - da war ein Fehler drin

Hier nochmal ein korrigiertes File - ich hatte einen Fehler gemacht, der verhindert, dass die Lok anfährt - das geht natürlich nicht.
»Wolfgang Heesch« hat folgende Datei angehängt:
Viele Grüße aus Elmshorn
Wolfgang

13

Mittwoch, 15. November 2017, 14:40

Hallo Wolfgang,

wollte dir gerade deswegen schreiben, das eben die Lok nicht los fährt.
Werde es nachher ausprobieren.

Danke.

Viele Grüße
Jens

14

Mittwoch, 15. November 2017, 17:12

Hat jetzt funktioniert - beide Loks fahren jetzt ziemlich zeitgleich an -

danke Wolfgang.

Werde bei Zeiten nochmal einen Film einstellen.


Allerdings hat die Lok mit dem 3.5 auch ein kleines Problem - kein Kondensator :( - und bei entsprechenden Gleisabschnitten bleibt sie halt kurz stehen.
Aber für alles gibt es eine Lösung :) .

Viele Grüße
Jens

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15

Mittwoch, 15. November 2017, 18:59

Genau, du baust dir 2 kleine Puffer für den XL3.5.
Mit Diode-Widerstand-Ladeschaltung (R=100 Ohm).
Einen an U+ und GND (25V), einen an die beiden äußeren der 5 Lötpads auf der Unterseite (6V).
Letzterer etwa halbe Kapazität des ersten.
+ und - weiß ich nicht mehr, kann man ja messen.
Viele Grüße aus Elmshorn
Wolfgang

16

Mittwoch, 15. November 2017, 20:37

Hallo Wolfgang,

es sind sechs Lötpads, ganz Außen (Richtung Decoder-Ecke) ist Masse (gnd), am anderen Ende VCC (+5V).
»Oliver« hat folgendes Bild angehängt:
  • 2017-11-15 20.31.25.jpg
Schöne Grüße vom Oliver.

17

Mittwoch, 15. November 2017, 21:46

muss man beim XL 3.5 wirklich VCC extra puffern?

18

Mittwoch, 15. November 2017, 22:06

muss man beim XL 3.5 wirklich VCC extra puffern?


... ja, genauso wie beim Loksound V3.5 H0-Decoder. Wir hatten damals mal eine Schritt-für-Schritt-Umbauanleitung für die Hübner-Köf3 veröffentlicht.
Schöne Grüße vom Oliver.

19

Mittwoch, 15. November 2017, 22:53

Danke.
Wo ist beim XL der Anschlusspunkt für VCC?

20

Mittwoch, 15. November 2017, 23:03

Hallo Manfred,

schau mal auf das Bild in Beitrag 16. (+5V = VCC)
Schöne Grüße vom Oliver.

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