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  • »kluebbe« ist ein verifizierter Benutzer
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1

Dienstag, 8. August 2017, 12:11

Verhältnis Landschaft zu Gleisanlagen

Hallo zusammen,
von Modellbahnern in kleineren Baugrößen wird oft bemängelt, dass man bei Spur1(-Modulen) vor lauter Gleisen kaum noch Landschaft sieht.
Das ist aus meiner Sicht nachvollziehbar, denn zum einen beeindruckt unsere Baugröße vorrangig durch die Fahrzeuge, zum anderen benötigen wir einen möglichst großen Anteil von der wenigen verfügbaren Fläche, um überhaupt geeignete Gleisanlagen zu erstellen.
Eine aus meiner Sicht gute Symbiose schaffen die Bahnhöge Nordmoor der Hannoveraner und Klingsiehl von Holger Danz sowie die belgische Modulgruppe mit der Hintergrundkulisse.
Ich selbst habe auf meinen Modulen einen sehr gleislastigen Zustand, was auch den Transportmöglichkeiten geschuldet ist.
Der Spruch "Weniger ist mehr" ist m.E. nicht überall anwendbar.
Ein kleiner Bahnhof an eingleisiger Strecke (z.B. Klingsiehl) lässt sich sicher mit mehr Landschaft darstellen als ein Bahnhof mit Überholmöglichkeit an zweigleisiger Strecke. Dafür bietet der Bahnhof an zweigleisiger Strecke (zumindest bei großen Modultreffen) wesentlich mehr Betrieb.
Schauanlagen mit Besuchern sollten ohnehin eine zweigleisige Streckenführung aufweisen, damit die Besucher ein abwechslungsreiches Programm geboten bekommen.
Bezogen auf Modulanlagen stehe ich damit vor den Problemen:
Baue ich ein 40cm breites zweigleisiges Standardmodul mit 156mm Gleisabstand und einem (knapp bemessenen) Lichtraumprofil von 120mm, so bleiben gerade mal etwas über 12cm für die Landschaftsgestaltung ...
Anschraubbare Erweiterungen und Hintergründe können hier Abhilfe schaffen, müssen aber auch transportiert werden.
Bei einem eingleisigen 40cm breiten Standardmodul bleiben immerhin noch 28cm für die Landschaft. Das könnten z.B. eine parallel zur Strecke führende 5m breite Straße mit Fußweg oder eine Baumreihe sein.
Ein Überholgleis an einer zweigleisigen Strecke lässt auf einem 60cm breiten Modul nur knapp 17cm Platz für Bahnsteig, EG und Landschaft. Das ist sehr wenig und etspricht gut 5m beim Vorbild!

Wie löst Ihr dieses Problem?
Ich habe mich dafür entschieden, zunächst den Gleisanlagen Vorrang zu gewähren und später mit anschraubbaren Landschaftsmodulen und Hintergründen zu erweitern.

Viele Grüße
Klaus
Klaus Lübbe
Berufsschullehrer und Modellbahner in 1zu32 und 1zu160

2

Dienstag, 8. August 2017, 15:08

Schauanlagen mit Besuchern sollten ohnehin eine zweigleisige Streckenführung aufweisen, damit die Besucher ein abwechslungsreiches Programm geboten bekommen.


Hallo Klaus,

das finde ich auch.
Am Besten mit Zwangs-Gleiswechsel, Steilkurven, Schikanen und Looping, wie bei Carrera ... :lachtot:

Hauptsache, das Publikum hat was zu kucken?!

Stellt sich die Frage, was auf einer Ausstellung gezeigt werden soll, Spektakel oder Modellbahnbetrieb.
Letzteres geht auch wunderbar mit gestalteten eingleisigen Nebenbahnmodulen.

Dies ist meine private Meinung.
Schöne Grüße vom Oliver.

3

Dienstag, 8. August 2017, 15:23

Als erstes plane ich den Bahnhof.
Meistens setze ich dabei auf ein konkretes Vorbild. (Da braucht man dann weder Fantasie, noch Fachwissen! Man schaut einfach beim Vorbild ab und setzt es 1:32 um. 8) )

Dann schaue ich welche markanten Dinge ich gerne integrieren möchte und plane dann die Module drumherum.

Beim aktuellen Projekt Schmiedeberg kam es mir darauf an, eine zugängliche Seite zu haben, von wo aus der Bahnhof bedient werden kann.
Weiterhin wollte ich unbedingt den Gasthof mit dem markanten Turm darstellen.
Als Gegenpol sollte auch die Kirche mit drauf.
Die weiteren Häuser zwischen Gasthof und Kirche gehören natürlich auch dazu.
Auch das Beamtenwohnhaus sollte mit drauf.
Daneben natürlich auch das EG und der Güterschuppen, da auch diese sehr markant sind.
Als Ausgleich dominiert auf der linken Seite die Landschaft. Auf dem ansteigenden Grundstück links der Trasse ist eine eingezäunte Obstbaumplantage zu finden.
Vor der Einfahrweiche kreuzt die Landstraße die Strecke.
Gegenüber der Häuserzeile verläuft die Weißeritz, deren Ufer angedeutet werden kann.

Gleichzeitig kann ich durch eine geschickte Modulaufteilung auf die Darstellung der Gebäude vor dem Bahnhof verzichten.
Auch werden der Güterschuppen und die Kistenfabrik aufgeschnitten, so dass das Innere dargestellt werden kann.
Dagegen werden der Gasthof und die Kirche nur angeschnitten, aber nicht offen dargestellt.

Die Module sind 50 oder 75 cm breit und 95 cm lang und können so gut gestapelt werden. OK, ich gebe zu, ein Modul passt nicht ins Raster (hätte ich daraus 2 gemacht, hätte es wieder gepasst, aber das war mir dann doch irgendwie eine Trennstelle zu viel)

Trotz der Vorgaben und des starren Rasters ist es möglich sehr nah am Vorbild zu bleiben.



Ich gebe zu, es ist sehr unkonventionell, aber zumindest kann ich so einen Bahnhof glaubhaft umsetzen und auf den Modulen sind nicht nur Gleise zu sehen.


Falls jemand mit Schmiedeberg nichts anfangen kann...
Der Blick über den Ort:




Die Hauptstraße, links die Weißeritz, rechts die Häuserzeile mit dem Gasthof, im Hintergrund der Bahnhof:




Gruß
Joachim

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »JoachimW« (8. August 2017, 15:36)


4

Dienstag, 8. August 2017, 16:09

Wenn man gar keine Landschaft darstellt bzw. nur Gleise auf den Modulen sind, muss man dann überhaupt Module bauen?


Gruß
Joachim

5

Dienstag, 8. August 2017, 16:22

Hallo Einser,

beim Modulbau ist es doch recht einfach, so wie man Gleismodule arrangiert kann man das doch auch mit - separaten - Landschaftsmodulen machen. Auch da wären "Norm-Kopfstücke" denkbar, nur daß eben mindestens eine Längskante an die Module angepasst werden müsste.
Bei einer Art Flachlandgestaltung wie einer Ortschaft, Landstrasse oder Feldern könnten die Module rechts oder links der Strecke angesetzt werden. Eine Fabrik könnte dann sogar einen Gleisanschluß bekommen ebenso wie ein "Gebirgsmodul" einen Gleisanschluß zu einem Steinbruch, also Möglichkeiten gäbs schon und die Transportfrage liesse sich vielleit mit einem Mietanhänger - oder LKW - lösen?

Die kleineren Spuren bieten ja nur mehr Landschaft weil die Module so breit sind wie bei der 1.

Gruß
Michael

6

Dienstag, 8. August 2017, 22:23

Erst mal einen großen Raum suchen , Dachboden, Keller Lagerräume Scheuen usw. sind ideal für Festanlagen
Ja ich weis da geht Geld für rollendes Material drauf mir ist es aber wert.
Dann große Radien planen . Bei 2,30 Meter Radius bleibt dann genügend Platz für die Landschaft

Allzeit HP 1 Frank
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7

Mittwoch, 9. August 2017, 00:38

Private Anlage oder Ausstellungsbetrieb

Hallo Oliver,
wenn man eine Anlage mit Publikum betreibt, wie in Borken, Halver oder Apolda, dann muss man dem Publikum etwas bieten.
Am besten sind Züge die der Besucher aus seiner Erinnerung oder dem täglichen Bahnbetrieb kennt.
Längere Zugpausen führen dazu, dass die Besucher sich abwenden.
Fährt man in einem reinen Modellbahnerkreis, wie es etwa der Fremo macht, dann ist jeder Teilnehmer mit einer Aufgabe (Lokführer, Fahrdienstlleiter,...) beschäftigt.
Gäste (sofern überhaupt dabei) bekommen häufig einen Fahrauftrag und einen Handregler in die Hand gedrückt, um mitzuspielen.
So einen Betrieb kann man aber nicht auf den großen Publikums-Ausstellungen realisieren. Dort muss Action sein. Der Besucher soll nicht nach Zugfahrten Ausschau halten sondern vor seiner Nase muss sich etwas tun.
Dass lässt sich aber nur mit Zweigleisigkeit realisieren!
In Apolda gab es in Nordmoor (zweigleisig) ca. 100 Zugfahrten pro Stunde, in Klingsiehl (eingleisig) kaum mehr als 10 Zugfahrten pro Stunde obwohl der Bahnhof hervorragend gestaltet ist.
Ich betreibe seit fast zwanzig Jahren Modellbahn-Ausstellungen in einer kleineren Baugröße. Wenn nichts passiert sind die Besucher ganz schnell weg.
Fahre ich für mich alleine, sind die Verhältnisse natürlich anders, da kann ich stundenlang Güterwagen rangieren. Bestenfalls macht sich die Partnerin Sorgen über den eigenen Gemütszustand...
Viele Grüße
Klaus
Klaus Lübbe
Berufsschullehrer und Modellbahner in 1zu32 und 1zu160

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8

Mittwoch, 9. August 2017, 06:24

Guten Morgen,

das stimmt nicht ganz.
Meine Betriebserfahrung von der Kölner Messe zeigt auch, das richtiger Betrieb die Besucher interessiert.
An jedem Bahnhof für jeden ein Fahrplan und die Modellzeituhr einsehbar.
Dies spricht besonders junge Zweibeiner an.

Gruß

Peter

9

Mittwoch, 9. August 2017, 06:53

Wenn man rechts und links neben des eigentlichen Moduls noch zwei weitere "Module" hat, bedeutet dies, dass man 3 Module lagern, transprotieren, auf- und abbauen muss, was im Endeffekt mehr Lagerplatz, Tranportvolumen und mehr Zeit kostet.
Bei einer vernünftigen Planung der Module ist es auch möglich Landschaft zu integrieren. ...auch bei zweigleisigen Modulen!

Ich denke auch, dass landschaftlich gestaltete Module im Ausstellungsbetrieb mehr Beachtung finden, da man eben auch Details neben der Strecke finden kann, wenn gerade mal kein Zug fährt.
Auch das Rangieren in einem Bahnhof kann interessant sein. Es müssen nicht immer Züge "vorbeirauschen".


Gruß
Joachim

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10

Mittwoch, 9. August 2017, 08:26

Verhältnis Landschaft zu Gleisanlagen

oder sollte man besser sagen Landschaft passend zum Anlagenthema ?

Grundsätzlich gilt doch , wer viel Platz hat nutzt diesen auch . Die Gefahr eine Anlage bereits in der Planungsphase zu überladen besteht immer . Aktuelle Beispiele dafür haben wir hier in den letzten Tagen gesehen .

Wichtig von Anfang an sollte ein Thema sein das möglicherweise auch den Betrieb unterschiedlicher Triebfahrzeuge und Wagen unterschiedlicher Epochen zulässt .
Ein sehr schönes Beispiel sehen wir hier in Beitrag 3 !
Bleibt zu hoffen das Joachim das so umsetzen kann , damit wir uns auf den nächsten Modulveranstaltungen daran erfreuen können .

Die Möglichkeit an die Module Landschaftselemente anzudocken ist beachtenswert .
Dabei sind natürlich unterschiedliche Vorstellungen außerhalb des Bahnbetriebes machbar .
Wir sollten trotzdem nicht aus dem Auge verlieren , eine Bahnanlage ist kein Bauernhof und auch keine Autobahn .
Überladen kann man jede Anlage , bei der Spur 1 kann man sich damit schnell vom Thema entfernen .

Ob den Besuchern auf den Modulveranstaltungen etwas geboten werden soll , darüber gibt es sicherlich unterschiedliche Auffassungen .
Hier geht es ja auch um den Spaß und die Geselligkeit der Modullisten untereinander .
Immerhin gibt es ein Risiko für den Veranstalter .Soll ja wenigstens kostendeckend sein .
Dann das Interesse der Modullisten die nach langen Vorbereitungen hier auch mal ausgiebig fahren möchten .
Bis das alles vor Ort richtig läuft vergeht schon mal ein Großteil der Zeit .
Damit hat der Besucher alles nichts am Hut , kam ; sah und verschwindet wieder .

Der Vorteil einer ortsfesten Anlage liegt unbedingt in der Ruhe .
Wenn kein Betrieb ist Schalter aus und evtl. an dem nächsten Modul weiterbauen .
Daher sollte man sich auch den Platz für das Umfeld freihalten und sehen das man nicht permanent über alles drüberhersteigen oder drunterdurch kriechen muss .
Klappbrücken oder Durchlässe jeder Art sind immer ein Risiko vor allem wenn Steigungen im Spiel sind . Unbedingt elektrisch-mechanisch sichern !
Papier ist geduldig , der Aufbau und einwandfreie Funktion einer Gleisverbindung kann unter Umständen zur Herausforderung werden .
Der elektrische Aufwand zwischen einer herkömmlichen Anlage analoger Bauart und einer neuzeitlichen digitaler Bauart ist nicht geringer .

Das alles schränkt die Anlagentiefe und die Höhe zwischen den Ebenen ( mind. 30 cm oder mehr ) erheblich ein . Man muss jederzeit an alles herankommen können .
Wenn die angedockten Landschaftsmodule dann wegnehmbar sind ist viel geholfen . Das gilt auch bei Festanlagen .

Grüße
Günter
Günter, Großhettstedt, Ilmtal

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11

Mittwoch, 9. August 2017, 11:08

Verhältnis Landschaft zu Gleisanlagen


Guten Morgen

Ich möchte noch hinzu fügen das man unterscheiden sollte zwischen Modulanlagen für Ausstellungen (Borken ,Apolda u.s.w) oder fest eingebauten Anlagen zuhause oder in Vereinsräumen. Ich denke auf Ausstellungen wie schon erwähnt möchte man den Besuchern möglichst viel Betrieb mit Zügen zeigen,ich denke das ist legitim. Aber bei festen Anlagen sollte immer die devise gelten WENIGER IST MEHR. Denn viele Anlagen sind meiner Ansicht nach überladen mir Gleisen,so nach dem Motto hier noch ein Gleischen und da noch eine Abstellgruppe,und dort noch ein Gleiswechsel. Und die Landschaft wird vernachlässigt.da ist dann kein Platz mehr.Und man sieht außer Gleisen nichts mehr.Ich finde z.b 2 gleisige Haubtstrecke die sich über mehrere Meter durch eine schön gestaltete Landschaft windet mit langen Zügen was bei Großen Anlagen (Vereine oder Home) kein Problem ist ,wenn der Zug sich da durch schlängelt das hat was, ich meine Optik mäßig.Ich habe mich in meinem Keller auf eine 1 Gleisige Nebenbahn beschrängt u. versuche dort viel Landschaft einzubringen. Und fahre dort nur mit kleinen loks u kurzen Zügen.

Grüße
RAG1957

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12

Mittwoch, 9. August 2017, 13:04

Servus zusammen,

ich finde eine Lösung mit zusätzlichen Landschaftsmodulen gut, es ist ja nicht zwingend
erforderlich das man diese z. Bsp. mit auf ein Treffen mitnimmt. Hier würde dann auch
der Teil mit den Gleisanlagen reichen, denn der Betrieb steht ja im Vordergrund.
Zuhause habe ich dann meine Module schön in der Landschaft eingebettet.
Mit einem Hintergrund lässt sich auch bei nur schmalen Modulen oder Anlagenabschnitten
sehr gut Tiefe vortäuschen. Dort aufgemalte Landschaft oder Halbrelief Gebäude
erzeugen eine stimmige Wirkung ohne viel Platz zu beanspruchen.

Joachims Planungen zeigen das in Spur1 auch Modellbau nach Vorbild mit eingeschränkten
Platzbedarf möglich ist, auch wenn dies Schmalspur ist, in Regelspur sind kleinere Vorbildbahnhöfe
ähnlich umzusetzen. Leider sieht man so etwas bei Spur 1 nur sehr selten. Die meisten
die Platz für eine großzügigere Umsetzung in Spur1 haben pflastern Ihren Raum voll
bis zum geht nicht mehr. Hier zählt auch mehr die Modellbahn als ein Stück Vorbild
ins Modell so vorbildnah wie möglich umzusetzen, jeder muß halt irgendwie glücklich werden.
Viele holen sich ihre Anregung für Ihre Modellbahn von anderen Modellbahnen als lieber
mal beim Vorbild zu schauen.

Für mich gibt es nur zwei Möglichkeiten Modellbau in Spur 1 zu betreiben, zum einen
in Form von Kleinanlagen, einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit oder mehrere die
ein möglichst vorbildnahes Bild ergeben. Eine Theaterbühne mit den Zügen als
Akteure mit Hintergrund und Beleuchtung, ein abgeschlossener Bereich.
Dies für den Betrieb zu Hause oder mal auf einer Ausstellung.
Das andere ist der Modulbau, hier kann ich großzügiger bauen, denn Module baue ich
nur auf Treffen auf, da brauchts daheim nur den nötigen Platz zum bauen und lagern.

Anlagen auf Ausstellungen, ich gehe seit vielen Jahren mit Anlagen (meist Kleinanlagen) auf Ausstellungen.
Das was der Zuschauer auf Ausstellung sehen will ist sehr vielfältig
und auch etwas von der Ausstellung abhängig. Ich habe bisher noch nie eine Anlage
nur für das Publikum gebaut, immer für mich. Werde ich damit auf einer Ausstellung
eingeladen und gefällt sie den Besuchern ist es gut, wenn nicht kann ich auch mit leben.
Viele Grüße

Alexander Lösch



"Deistelbacher Industriebahn" 1:32
auf folgenden Ausstellungen zu sehen
- 01TREFF Maarn, Holland 10 & 11 Februar 2018
- Model Train Luxembourg 3 & 4 März 2018
"Kosmos Dosen" 1:32 Kleinanlage (mittlerweile in neuen Händen)

Frankenmodell

FREMO:32

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Breezer« (9. August 2017, 13:14)


13

Mittwoch, 9. August 2017, 14:31

Separate Landschaftsmodule

Hallo Klaus,

die Idee mit den separaten Landschaftsmodulen finde ich gar nicht so schlecht. Es müsste ja auch nicht ein und der selbe alle Module bauen. Wenn einer besser Gleise verlegen kann, könnte dieser den Bahnhofsbereich machen und ein weiterer könnte z.B. die Stadt dahinter auf einem separaten Modul gestalten. Dies ließe sich doch bestimmt auch untereinander abstimmen. Gerade in der Spur 1 hat man soviele Möglichkeiten kleine Szenen zu gestalten, die dann auch den Zuschauer/Besucher fazinieren und somit auch eine längere Verweildauer auf den Ausstellungen mit sich bringt.

Schöne Grüße
Antje

Beiträge: 95

Wohnort: Zurstraße

Beruf: Drahterodierer / Programmierer

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14

Freitag, 11. August 2017, 12:16

Es ist tatsächlich nicht einfach den richtig Mittelweg zu finden, wenn es ihn überhaupt gibt. Die von Klaus aufgezählten Modulgruppen von den Hannoveranern, Belgiern oder auch von Piet z.B. fesseln die Besucher die nicht den Schwerpunkt Fahrzeuge haben sonden das Gesamtbild sehen. Das war von den Besuchern in Halver eindeutig zu erfahren. Fahrzeugliebhaber stören sich nicht an den "nackten" Modulen. Durch die Mischung von Landschaft und Fahrstrecken verteilten sich die Zuschauer und doch wurde es an den gestalteten Bereichen etwas drubbeliger.
Sollte ich es irgendwann mal schaffen, die Planung für meine Anlage zu beginnen, so soll sie auch modulfähig sein und auf jeden Fall auch ausgestaltet sein, also mit Anbauten.
Gruß Dirk
Viel Grüße vom Luftkurort Breckerfeld!

15

Montag, 28. August 2017, 18:02

Hallo zusammen,

habe mal Lineal und Taschenrechner geschwungen und anhand der J. Brandl-Anlage Heigenbrücken festgestellt, dass dort im Streckenbereich nur ca. 15% und im Bhf. ca. 25-30% der Fläche mit Gleisen "zugebaut" sind. Dadurch ergibt sich bei den Brandl-Anlagen (zusammen mit den genialen Hintergrundkulissen) diese Weite und Vorbildnähe. Für Heigenbrücken in Spur1 bräuchte man schon eine Halle mit einer Länge von 30 Metern, wer hat das schon zur Verfügung.

Bei einem Mannheimer Spur1-Modul sind dagegen ca. 65% der Fläche mit Gleis verbraucht. Landschaftanschlussmodule sind da bestimmt ein guter Weg, um das Verhältnis zugunsten der Landschaft zu verbessern.

Für Spur1-Festanlagen kann man von Brandl aber doch viel lernen, z. B. breite Straßen, nicht zu enge Straßenkurven, nicht zuviele Autos auf den Straßen, die Anlagenbeleuchtung, gleisfreie Bereiche usw. Dadurch ergibt sich schon eine gewisse Großzügigkeit. Man mag es vielleicht kaum glauben, aber bei der Kompakten Anlage (leider derzeit keine Zeit zum Weiterbauen) wird der sichtbare Gleisanteil am Ende nur ca. 40-45% betragen, was dadurch zustande kommt, dass die Nordwestecke ganz ohne Gleise gestaltet wird (da Überbau mit Gewerbegebiet), in die Nordostecke oberhalb des Kopfbhfs. kein Lokschuppen o. ä. gequetscht wird (dort ist dann ein Teil des BhfVorplatzes) und die Südwestecke das bekannte Stadtensemble enthält.

Viele Grüße, Bodenburg

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Bodenburg« (28. August 2017, 18:40)


16

Montag, 28. August 2017, 21:30

wenn man eine Anlage mit Publikum betreibt, wie in Borken, Halver oder Apolda, dann muss man dem Publikum etwas bieten.
Am besten sind Züge die der Besucher aus seiner Erinnerung oder dem täglichen Bahnbetrieb kennt.
Längere Zugpausen führen dazu, dass die Besucher sich abwenden.

Hallo,

die Erfahrung kann ich von unseren Ausstellungen im Schacht 3 durchaus teilen. Ganz gut ist ein Mix aus Rundanlagen und poin to Point. Das hat sich bei uns seit Jahren bewährt und zieht ein breiteres Publikum an. Denn das ist Sinn und Zweck unser jährlichen Ausstellung, die wie wir (die Bergkamener Eisenbahnfreunde) übrigens dieses Jahr am 03.12. zum 28ten Mal veranstalten.


MfG

Joachim

17

Dienstag, 29. August 2017, 08:58

Playdoyer für Vordergrund UND Hintergrund, wie auch immer ...

Mich haben auf Ausstellungen immer die "Guckkästen" fasziniert. Also nicht die Modellanlagen, wo sich ein Gewimmel an Zügen wie Würmer durch "Landschaften" bohren und man nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll.
Für mich lebt eine gute Modellbahnsituation von Vorder- und Hintergrund, ähnlich einem auskomponiertem Foto.

Seit einiger Zeit baue ich an etwas "Auslauf" für die Züge in meinem Modulbahnhof.
Weil es in einem 180° Bogen an die andere Wandseite geht, entstand der Wunsch VOR und Hinter der Eisenbahn Landschaft zu haben.
Die Eisenbahn also in die Landschaft einzubetten, als wäre sie dort gewachsen.

Dabei liegt das Gleis maximal ungefähr eine Armlänge von der Kante entfernt.
Richtig Tiefe entsteht aber erst durch die Hintergrundkulisse.
Durch einen geschickte Setzung von Vordergrundobjekten wir die Tiefe sogar noch gesteigert.
Senkrechte Achsen rahmen einzelne Bereiche ein und führen die Blickrichtungen.
Aber ich wollte, dass man auch in die Landschaft also ins "Bild" begeben kann.
Und so habe ich auch in der Landschaft "Fotopunkte", die sich der Dank der miniaturisieren Fototechnik
gut erreichen lassen.

Auf einem Fremo Treffen habe ich mal einen ganzen See mit Schilfufer in Segmentbauwesie gesehen.
Automatisch ist man an die Seekante herangetreten um einen Blick vom Wasser her auf die Eisenbahn
zu werfen. Perfekt wäre die Szenerie für mich gewesen, wenn der Hintergrund einen Abschluss gehabt hätte.
Dabei wäre eine einfarbig Fläche in hellem Blau die einfachste Lösung gewesen.

Für meinen "Auslauf" wollte ich lieber etwas bildhaftes. Auch wenn das nicht in allen Perspektiven funktioniert,
schließt und konkretisiert es die Situation.
Quasi ein "Guckkasten" XXL. ;-)

Anbei ein paar Bilder, die einen Eindruck vermitteln sollen, was und wie ich es meine.
Allerdings ist das ganze noch im Bau und so verzeihe man mir die sichtbaren Unzulänglichkeiten.
Viele Grüße Jan
»64iger« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_3570sm.jpg
  • IMG_3957sm.jpg
  • IMG_4073sm.jpg
  • IMG_4508sm.jpg
  • IMG_4545sm.jpg
  • IMG_4547sm.jpg
  • IMG_4549sm.jpg
  • IMG_4557sm.jpg
  • IMG_4597sm.jpg

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18

Dienstag, 29. August 2017, 09:13

Hi Jan,
na das sind ja wirklich schon tolle Aussichten!!! :thumbsup: So stelle ich mir realistischen Modellbau vor. Gern mehr davon.

Gruß Peter
Du willst mehr? Mehr gibt´s hier:
http://www.spur-1-freunde.de ;)

19

Dienstag, 29. August 2017, 09:27

Danke Peter,
ich habe auch schon Stimmen gehört, die fragten: Wo ist denn da die Eisenbahn? :-))
Jobbedingt geht es eher langsam voran und die Bilder sind für mich dann eher Kontrollinstanz und Motivationshilfe.

Lieben Gruß Jan

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20

Dienstag, 29. August 2017, 09:49

Moin Jan,

schaut einfach toll aus. Hab´s das ja vor geraumer Zeit bei dir/euch im Rohbau sehen können, fantastisch, was daraus wieder entstanden ist und noch entstehen wird.
Auch wenn´s noch dauert, aber das kenne ich ja auch...manchmal wünschte ich mir einfach mal mehr Zeit, aber naja....

Gruß aus Hamburg

Andreas

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