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Freitag, 14. Juli 2017, 12:36

Umbau Märklin BR 78 auf Zylinderdampf?

Hallo liebe Spur 1 Kollegen,

ich hatte vor meine BR 78 mit einem Rauchgenerator von KM1 auszurüsten...
siehe hier: Märklin BR 78 aus SP 55033 mit Rauchgenerator ausstatten?=



Jedoch war der Rauchgenerator nicht bei KM1 bestellbar und eine Anfrage von mir wurde nicht beantwortet. (Minuspunkt für KM1). Nachdem ich meine alte Märklin 38 nun mit einem ESU XL 4.0 Decoder + Sound und
ESURauchgenerator ausgerüstet habe und ich damit sehr zufrieden bin, wäre mein nächster Plan nun, meine BR 78 mit ESU Decoder und Rauchgenerator auszustatten.
Ich möchte nun zusätzlich Zylinderdampf einbauen. Hat dies schon jemand bei einer älteren Lok eingebaut?... Es würde ja bedeuten, dass ich zwei RG bräuchte oder gibt es da auch andere Lösungen? Wie ist das bei aktuellen Loks eigentlich gemacht?

Liebe Grüße Berthold

  • »speedyxp« ist ein verifizierter Benutzer

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2

Freitag, 14. Juli 2017, 13:46

Hallo Berthold,

mit den ESU geht es nur mit 2 Generatoren. Auch Km1 benutzt um den Rauch aus Zylinder und Schlot zu erzeugen 2 Stück. Nur sind beide in einer Einheit kombiniert.
Hin und wieder gibt es einen alten von KM1 oder Kiss auf dem gebraucht Markt. Jedoch eher selten als die Regel.

Also würde nur die 2er Lösung von ESU in Frage kommen. 2 NRG von KM1 brauchen auch sehr viel, bzw. mehr Platz als die von ESU.

Viele Erfolg und viele Grüße

Marc
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3

Freitag, 14. Juli 2017, 13:56

Hallo Berthold,

welche Art von Zylinderdampf meinst du?

Vermutlich die Zylinderentwässerung - fette Dampfwolken beim Anfahren oder langsamen Rangieren.
Das geschieht unabhängig vom Schornsteinausstoß und wird mit einer zweiten Verdampfereinheit gelöst. Bei ESU liegt ein Aufsatz für den RG dafür in der Packung.

Der "andere" Dampf ist der Schieberkastenendampf - kleine weiße Wölkchen, die während der Fahrt im Takt des Schornsteindampfes unten am Zylinder sichtbar werden.
Das wird mittels eines Aufsatzes auf dem RG gelöst, der den Dampf nach unten abzweigt (bei Massoth) oder nur nach unten weggeht (ESU).
Bei letzterem muss der Aufsatz oben aufgebohrt werden, um auch noch Schornsteindampf zu haben.
Viele Grüße aus Elmshorn
Wolfgang

4

Freitag, 14. Juli 2017, 17:02

Hallo Marc und Wolfgang,

vielen Dank für die Antworten. Das hilft mir weiter. Ihr habt erkannt, dass ich noch nicht der Dampflokexperte bin :) Liegt wohl daran, dass ich die letzte Dampflok in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts als Fahrgast im Kindergartenalter live erlebt habe. Nun habe ich mir ein paar Videos von Dampfloks mal genauer angesehen und den Unterschied und eure Ausführungen erkannt.

Den Schieberkastendampf, möchte ich nicht vom HauptRG abzweigen, denn da möchte ich ja schon, dass so viel Dampf wie möglich oben ausgestoßen wird. Rein theoretisch könnte ich diesen Dampf ja auch vom zweiten RG ausstoßen lassen und dies über die Programmierung an den Sound koppeln, ebenso dann die Zylinderentwässerung. Eigentlich müsste dafür ja auch der kleine RG von ESU genügen.

Mark, eine Kombination der RGs bei KM1 ... bedeutet das, dass sie über eine Leitung verbunden sind, damit nur über einen RG befüllt wird (darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht), oder beziehst du die Koppelung auf die Elektronik/Programmierung.

Ich werde dieses "Projekt" mit den ESU RGs versuchen, denn ich habe damit nun schon Erfahrungen gesammelt und mir auch extra hierfür (meine BR 38 ) den ESU LokProgrammer angeschafft.

Liebe Grüße Berthold

  • »speedyxp« ist ein verifizierter Benutzer

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5

Samstag, 15. Juli 2017, 10:58

Hallo Berthold,

anbei der Aufbau des reinen Einbaus ohne auf die Elektronik / Programmierung des Ganzen genauer einzugehen.
Bei dem Einbau sehen ich keine wirklichen Probleme, sofern im Kessel ausreichend Platz ist.
Interessant könnte die Programmierung der 2 RGs an dem ESU V4 XL sein, dürfte aber gehen. Habe ich selbst aber bis dato nicht selbst umgesetzt.

Viele Grüße

Marc

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6

Samstag, 15. Juli 2017, 12:13

Platz ist genügend vorhanden. Ich habe meinen geplanten Dampfentwicklereinbau bei der 78er aber noch verschoben, da die Dinger ja sehr heiß werden und der gesamte Kessel aus Kunststoff ist. Man muss also auf jeden Fall darauf achten, genügend Abstand zu halten. Noch besser wäre eine zusätzliche Isolierung. Dazu habe ich aber noch keine Idee.
Gruß aus Seevetal,
Axel

  • »Wolfgang Heesch« ist ein verifizierter Benutzer

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7

Samstag, 15. Juli 2017, 12:29

Die unabhängige Steuerung zweier ESUs über das gemeinsame Buskabel (Aux1) funktioniert bestens.
Da bietet es sich direkt an, die Intensität des "Zylinderdampfes" von Reglerstellung und Fahrsituation abhängig zu machen.
Viele Grüße aus Elmshorn
Wolfgang

8

Samstag, 23. September 2017, 14:42

Hallo zusammen,

nachdem ich den ESU Rauchgenerator eingebaut habe, und das schon einiges an Arbeit war, habe ich beschlossen die Überlegung die 78-er auch auf Zylinderdampf umzurüsten zu verwerfen. Das ist einfach nocheinmal eine andere Hausnummer. :|

Sie macht so auch sehr viel Spaß. ^^

https://www.youtube.com/watch?v=ZAs44XS8H-A&feature=youtu.be





Grüße Berthold

9

Sonntag, 24. September 2017, 17:35

Hallo zusammen,





ich wollte mich auch mal einmal kurz zu dem Thema melden, da
auch ich schon ein paar Erfahrungen zu dem Thema gemacht habe.





Unsere 78 wurde nach demselben Aufbau wie Marc (speedyxp)
ihn gezeigt hat umgebaut. Die Elektronik arbeitet hierbei recht gut.


Verbaut sind zwei ESU XL Rauchgeneratoren, welche beide über
ein Takt-Signal und eine Steuerleitung verfügen. Bei dem Rauchgenerator für den
Zylinderdampf ist die Leitung für den Takt sogar über.


Alle Parameter können über den Lokprogrammer bequem
eingestellt werden. Es empfiehlt sich jedoch, ein Soundfile zu nutzen, welches
komplett vorhanden ist, um im Betriebsablauf verschiedene Parameter zu
hinterlegen.





Das größte Problem ist jedoch nicht die Elektrik, sondern
liegt im Einbau an sich. Durch die mittig im Kessel liegende Position des
Rauchgenerators für den Zylinderdampf sind die Schläuche ca. 10cm
lang. Die Kombination aus Schlauchlänge und Durchmesser ist so derart ungünstig,
dass ein sehr hoher Druck benötigt wird. Die Rauch ausbeute ist somit relativ
gering und sieht mehr nach einer Undichtigkeit aus, als offene Zylinderhähne. Lohnt
sich also nicht wirklich.
Wirklich lösen kann man das Problem nur, wenn man die
Schläuche deutlich dicker und kürzer bekommt, das in der 78 nicht wirklich
möglich ist, oder man fertig sein eigenes Gehäuse an, bei dem die Auslassöffnungen
der 78 entgegenkommen. Letzte Möglichkeit ist bestimmt die beste, aber auch
nicht ganz einfach.





Ich wünsche viel Spaß beim umbauen. :D


Gruß Lars