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  • »M.Schneider« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 4. Januar 2017, 22:20

Evolution einer Anlagenplanung: Mit Bitte um Feedback

Hallo Einser,

ich möchte gerne "so richtig" in das Spur1 Hobby einsteigen und überlege nun meine erste stationäre Anlage zu bauen.
Dazu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und möchte diese hier gerne zur Diskussion stellen. Hier im Forum dürften ein paar hundert Jahre Erfahrung versammelt sein und deshalb würde ich mich über Feedback und konstruktive Kritik sehr freuen. Schließlich möchte ich mit meinen Plänen nicht vollkommen "neben der Spur" liegen und Fehler müssen auch nicht immer aufs neue wiederholt werden.

Die Ausgangslage:
Mir steht ein Raum von im wesentlichen 4,3 x 4,3m mit einer kleinen Ausbuchtung zur Verfügung.
Schlecht: das reicht m.E. nicht für eine "Rundherum"-Planung.
Gut: ich könnte den Nachbarraum als Schattenbahnhof mitbenutzen. Das würde zwei kleine Wanddurchbrüche erfordern. So könnte ich in meinem Raum ein U planen und ausgestalten, im anderen Raum entsteht ein U als Schattenbahnhof, womit vielleicht doch insgesamt eine Rundherum-Anlage möglich wird.

Was will ich eigentlich?
Hm. Hauptsächlich Bauen und Ausgestalten. Die Details faszinieren mich, das Gestalten von Szenen. Natürlich möchte ich auch meinen Fuhrpark einmal in ansprechender Umgebung in Aktion sehen und hören. Als Epoche soll es die 3 sein.

Die Arbeitshypothese:
Ideal erscheint mir das Motiv "Kleiner Bahnhof an eingleisiger Hauptbahn". Könnte vielleicht an der Donautalbahn Ulm-Regensburg orientiert sein. Der D-Zug fährt genauso wie der schwere Güterzug durch, bedient wird der Bahnhof vom Nahverkehr und Nahgüterzug.
OK, ich gebe zu, mir fällt gerade die Beschränkung etwas schwer. Angesichts der Platzverhältnisse wäre ein kleines Nebenbahnthema vielleicht passender. Aber die damit einhergehende konsequente Beschränkung des Fuhrparks mag ich nicht so richtig in Kauf nehmen.
Verabschiedet habe ich mich von allen möglichen Erweiterungen des Themas. Klein-BW, abzweigende Nebenbahn, o.ä. Die damit notwendigen Gleisanlagen (Umsetzgleis u.ä.) sprengen die Platzverhältnisse m.E. deutlich, oder ich müsste den Schweineradius nutzen.

Thema Schraubenkupplung:
Habe ich mich von verabschiedet. Die nötigen Radien passen nicht in den Raum und die passenden Radien nicht zu meinem Fuhrpark.

Thema Gleissystem:
Habe mal mit Märklin-Ex-Hübner angefangen. KM-1 wäre vielleicht auch interessant, müsste ich nochmal prüfen. Als Mindestradius habe ich im Bahnhofsbereich 1394mm verplant, sonst wo möglich 1550mm.

OK, hier nun Variante 1.
Kleiner Bahnhof in leichter Kurvenlage. Es gibt ein Überholgleis, ein Ladegleis zu Güterschuppen und Rampe und noch ein Anschluss für ein Gewerbe. Denkbar wäre ein Schrottplatz, Kohlehandlung o.ä. Damit der Verkehr auf dem Durchgangsgleis nicht behindert wird, gibt es zum rangieren ein Ausziehgleis.
Der Schlenker unten ist einer Tür in diesem Bereich geschuldet.

Was mir gefällt:
Die Kurvenlage entspannt den Gleisplan etwas. Sieht nicht zu gleichförmig aus. Die Bahnhofsgleise sind fast 3m lang, somit kann ein Schienenbus oder eine Umbauwagen-Garnitur noch mit etwas Luft anhalten und die Pufferbohle steht nicht direkt am Ausfahrtsignal.
Was mir nicht gefällt:
Die notwendige Trennung von Bahnhofsgebäude (an der Kreisinnenseite) und Güterabfertigung erscheint mir für ein Bahnhof dieser Größe nicht wirklich plausibel.
Naja, und am Ende gibt es doch sehr wenig Eisenbahn und Betrieb.

Deshalb Variante 2, da muss doch noch mehr gehen, oder?

Ja, genau ein Gleis mehr. Aber was soll das? Das obere Gleis bleibt ein Ladegleis, jetzt vielleicht mit Reliefschuppen. Das neue Gleis könnte ein Freiladegleis sein, ist dazu aber zu eingequetscht. Ein Abstellgleis erschließt sich mir auch nicht so richtig, wäre hier überflüssig.
Vielleicht komplettes Umdenken und den oberen Bereich als Industrie ausgestalten? Dann fehlt dem Bahnhof aber die Güterabfertigung.


Aber apropos Industrie: Kommen wir zu Variante 3, einer vielleicht etwas spinnerten Maximalversion:

In der Ecke könnte man irgendeinen Industriebetrieb gestalten, welcher per Bahn angelieferte Rohstoffe in per Bahn abzutransportierende Waren umwandelt. Da die Disposition über die Waren den Betriebsabläufen unterliegt, stellt die Bundesbahnlok die Rohstoffe und leere Waggons für Fertigwaren auf einem Übergabegleis ab und nimmt dann vom zweiten Übergabegleis den leeren Rohstoffwagen und vollen Wagen mit Fertigwaren mit. Die Verteilung im Industriegelände übernimmt eine kleine Werkslok. Das Industriegelände ist im Schweineradius geplant und benötigt geschicktes Kaschieren durch angedeutete Hallen u.ä. Die Gleise sind zu kurz für Lok und Wagen, es reicht gerade um die Lok überall hinzufahren.

Jetzt macht vielleicht auch mein Fragezeichen-Gleis noch Sinn. Durch das nun stark gestiegene Güteraufkommen könnte die Stationierung einer Rangierlok gerechtfertigt sein, welche in einem kleinen Schuppen hier ihr Zuhause findet.

Tja, soweit meine bisherigen Planungsideen. Wie gesagt, über Feedback, Anregungen und Kritik würde ich mich freuen. Dafür schon einmal Dankeschön.

Viele Grüße,
Matthias Schneider

  • »kabole« ist ein verifizierter Benutzer

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2

Mittwoch, 4. Januar 2017, 22:50

Hallo Herr Schneider,
stellen Sie sich mal einen Radius mit 1394 mm vor, auf dem ein D-Zug oder ein längerer Güterzug fährt.
Ich würde ja bei den Maßen des Raumes trotz Nutzung eines zweiten Raumes nur eine Nebenbahn mit kurzen Loks und Wagen bauen.
Auf meiner 8,2m * 4m großen / kleinen Anlage werden nur Zweiachser fahren. Sichtbare Kurven haben dann trotzdem nur 1550 mm bzw. 1800 mm Radien, aber auf einem Halbkreis (Länge etwa 4500 mm) nimmt ein Nebenbahnzug nur einen Teil des Halbkreises ein. Sieht irgendwie echter / vorbildgerechter aus.
Grüße vom alten Bayern von der Nordsee
Karl-Bolko Lesser
Präsident der Königlich Bayerischen Staatsbahn im Modellbahnkeller in Spaden!

  • »kluebbe« ist ein verifizierter Benutzer

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3

Donnerstag, 5. Januar 2017, 03:01

Moin, Moin,
erlaubt ist, was gefällt.
ich fahre zuhause auch mit Schnellzügen durch enge Radien, einfach weil mich eben das Hauptbahnthema fasziniert.
Durch den 1394mm-Radius kommen die meisten zweiachsigen Güterwagen sogar mit Schraubenkupplung.
Natürlich sind größere Radien schöner, aber man muss sich entscheiden, welche Kompromisse man eingeht.
Bei einer Rundum-Anlage hat man auch den Vorteil, dass die engeren Radien nicht so auffallen, denn man sieht ja fast immer die Innenseite...
Also Matthias, prüfe was Dir gefällt
Gruß
Klaus
Klaus Lübbe
Berufsschullehrer und Modellbahner in 1zu32 und 1zu160

4

Donnerstag, 5. Januar 2017, 07:07

Guten Morgen,

ich habe mich seinerzeit bei ca. 5.4 x 4.3 m auch zu den Wanddurchbrüchen entschieden und es nicht bereut - im Nebenraum ist im Halbkreis ein dreigleisiger Schattenbahnhof. Ich fahre noch auf 1020mm mit kurzen Loks und Wagen und nutze mehrere Ebenen, auch weil ich mehr Gleise unterbringen wollte - Gleisplan ist auf meiner homepage.

Nur "rundrum" ist mir wie gesagt zu wenig, das fehlt mir auch auf den gezeigten Anlagenentwürfen. Variante 3 ist da von allen die beste, aber ich würde wahlweise
- rechts im Bild auf die kurze Gerade am bahnhofsausgang verzichten, so daß der Hauptkreisbogen unten von der Wand weg kommt und man dahinter noch "was machen kann"
- oder aber man zweigt das Industriegleis genau an dieser Gerade auf der rechten Seite in den Innenbogen ab und kann dann vor der Rundumstrecke sich noch mit einem Industriearrangement austoben.
- was spricht dagegen, mit mehreren Ebenen zu arbeiten, also zB
- ein zu "8" verdrehter und nach innen geklappter Kreis inkl. Nebenraum
- das oben erwähnte innere Industriegleis im Nebenraum-Halbkreis absteigen lassen und dann tiefer weitermachen?

Gruß
Matthias
http://mat-spur1.repage.de/
.


Wonach du sehnlich ausgeschaut - es wurde dir beschieden
Du triumphierst und jubelst laut: „Jetzt hab’ ich endlich Frieden!“
Ach, Freundchen, rede nicht so wild, bezähme deine Zunge!
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge

Wilhelm Busch

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mat-spur1« (5. Januar 2017, 10:29)


5

Donnerstag, 5. Januar 2017, 07:29

Hallo Matthias,

da Du um ein Feedback und konstruktive Kritik gebeten hast...

Ich selbst habe früher im Maßstab 1:87 gebaut und bin dann auf 1:45 umgestiegen, um am Ende bei 1:32 zu landen. Der eine oder andere hat wohl ähnliches erlebt.
Während dieser Wandlung hat sich zwar der Maßstab geändert, aber die Räumlichkeiten sind gleich geblieben.
In 1:87 ist es schon recht schwer auf 4,3 x 4,3 m einen kleinen Bahnhof einer Hauptbahn überzeugend darzustellen. In 1:32 - mathematisch gesehen - noch rund 20 x schwerer. Selbst ein Nebenbahnthema ist in 1:32 auf diesem Platz nicht ganz einfach umzusetzen.

Die Ausgangslage, das was Du eigentlich willst und Deine Arbeitshypothese passen nicht wirklich zusammen.

Wenn Du wirklich hauptsächlich bauen und ausgestalten willst, dann wären Module sicherlich die beste Alternative!
Du kannst hier eben bauen und ausgestalten ohne Ende, kannst den Wunsch einen kleinen Bahnhof einer eingleisigen Hauptbahn (sogar mit BW) verwirklichen und auch Deinem gesamten Fahrzeugpark Auslauf gönnen. Der Raum kann zum Basteln und Aufbewahren der Module dienen.
Allerdings wird hier nicht die Forderung nach einer stationären Anlage erfüllt!

Ein anderer Ansatz wäre sich am Vorbild zu orientieren und den vorhandenen Platz entsprechend auszunutzen.
Es gibt Bahnhöfe, die kann man vorbildgerecht auf rund 4,3 m unterbringen: Altenkirchen (Rügen), Rabenau oder Asendorf zum Beispiel.
Altenkirchen hat ein BW, einen Lokschuppen, einen Triebwagenschuppen, eine Ladestraße, einen Güterschuppen, eine Seitenrampe, eine Viehverladung, zwei Anschlussgleise zum Landhandel, ist mehr oder weniger dreigleisig und liegt in der Kurve.
Rabenau liegt in einem 180 Grad(!!!) Bogen und hat landschaftlich sehr viel zu bieten, einen Güterschuppen, eine Ladestraße und vier(!!!) Lade-/Rampengleise.
Asendorf hat eine Ladestraße, eine Hochrampe, einen Güterschuppen, einen Landhandel, eine Viehverladung, einen Lokschuppen und einen Bockkran. Der Gleisplan entspricht dabei fast einem Timesaver.
Hier würde also der Raum passen, Basteln und Ausgestalten wären wieder ohne Ende möglich, nur Vom Thema "Kleiner Bahnhof einer eingleisigen Hauptbahn" und dem Einsatz Deines Fuhrparks wärst Du aber sehr weit entfernt.
Bei den Bahnhöfen handelt es sich um Schmalspurbahnhöfe!

Der nächste Ansatz wäre ein entsprechend kleiner regelspuriger Bahnhof einer Nebenbahn wie z.B. Beerfelden, Frauenwald, Gerstetten, Bad Wörishofen, Nordhalben, Laubach (Oberhessen), Tann (Rhön), Königsberg usw., die alle betrieblich interessant sind und relativ wenig Platz einnehmen, aber auch hier wieder Kompromisse einzugehen sind.
Bei allen Bahnhöfen wäre ein größerer Durchbruch ins Nachbarzimmer sinnvoll und von der Hauptbahn wärst Du auch wieder meilenweit entfernt.

Als letztes gäbe es noch die Möglichkeit eine Art Schaufenster zu gestalten. Also nur einen gewissen Ausschnitt, der betrieblich das abbildet, was Du gerne möchtest, darstellen, wie z.B. "Kosmos Dosen" oder "Am Kühlhaus" von Alex (Breezer) oder die Industrieanlage Vierheim von Michiel (Becasse).
Hier passt der Raum, das Thema, das Bauen und Ausgestalten und auch der Fuhrpark kann eigesetzt werden, aber es ist keine "richtige" Anlage, sondern nur ein Ausschnitt.

Du musst also entscheiden, was Dir von den bisher (von Dir) genannten Dingen am wichtigsten ist und daran das Projekt ausrichten!
Alles zusammen ist - meines Erachtens nach - mit den bisher genannten Parametern nicht umsetzbar!


Gruß
Joachim

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »JoachimW« (5. Januar 2017, 11:50)


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6

Donnerstag, 5. Januar 2017, 10:31

Hallo,

ging mir anfangs genau so: Wollte auf bescheidener Grundfläche (10,50 x 1,50m) einen Rangierbahnhof mit Dampf BW bauen und habe nach kurzer Planungsphase drauflos gebaut. Kaum begonnen kam so langsam die Erkenntnis, dass dieses Vorhaben
lediglich eine Gleiswüste ergibt und den begonnenen Unterbau wieder kompl. demontiert.

Nach erneuter 2-jähriger Planungsphase baue ich den bescheidenen Landbahnhof "Esche" (siehe "Projekt Esche" H0), den ich mit 1:9-190-Weichen gerade so auf einer Länge von 9,50 m in 1:32 realisieren kann.

Möchte Dich zwar nicht von Deinem Vorhaben abbringen (=Schnell- u. Güterzüge auf Hauptbahn bei 4x4m Raumgröße) aber trotzdem fragen, ob später der Anblick dieser Zuggarnituren auf feldbahnmäsigen Radien befriedigen kann.

Für Deine Raumgröße gibt es trotzdem die tollsten Möglichkeiten, hier nur einige wenige Orientierung-Beispiele:
-Dioramen von Becasse, z. B. "Vierheim" (aber auch schon 5 m lang)
-dto. von E. Jorissen, z. B. "kleines Ausbesserungswerk"
-dto. von A. Lösch = "Kosmos Dosen"
-div. Dioramen von PAJ, Belgien

Noch ein Tip: Diagonale im Raum nutzen bringt Längengewinn.

Gruß
Rolf

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7

Donnerstag, 5. Januar 2017, 11:06

Hallo Matthias,
aufgrund der Raumgröße mal wieder ein interessantes Thema.
Wie weit lässt sich der Nachbarraum nutzen bzw. an/einbinden? Du hast von 2 kleinen Durchbrüchen geschrieben. Wie sieht es denn mit einem etwas größeren (vielleicht 2m breit) aus? Das würde ein ganz neues Sichtfeld eröffnen!

Gruß Dirk
Viel Grüße vom Luftkurort Breckerfeld!

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8

Donnerstag, 5. Januar 2017, 11:48

Hallo Herr Schneider,

grundlegend möchte ich Kollegen wiedersprechen das auf kleiner Größe keine Spur1 Bahn gebaut werden kann und nur ein kleines Spur1 Diorama mit ein wenig Rangiermöglichkeiten zur Verfügen stehen würde.

Achtung! Mir gefallen die Dioramenanlagen, aber für mich wären diese auf dauer nichts.

Kleiner Platz und Spur1 geht durchaus. Nur... und da haben die Kollegen recht ist nicht alles oder nur beschrängt möglich.

Grundlegend muss man sich bei den Platzverhältnissen eingestehen, das nicht alles Vorbildgerecht umgesetzt werden kann. Aber das ist ja das Schöne am Modelbau, da kann man auch ein wenig mit dem Platz spielen (mogeln) und alles etwas näher zusammenbringen als in der Natur. Aber ... es muss gefallen und auch passen. Zuviel ist häufig zu viel.

Somit würde ich nicht das Hauptbahnthema wählen. Besser ist die Nebenbahn. Material rollend und stehend gibt es hierzu unterdessen in ausreichender Anzahl. Wenn es ein Bahnhof werden sollte, dann würde ich 2-3 Gütergleise als Abzweigungen nehmen, die Bahn eingleisig und den Bahnhof mit Haltgleis und einem Durchfahrgleis.

Sofern ein BW hinzukommen sollte, dann vielleicht eine Kleinbekohlung, Wasserkran und ggf. einem einständigen Schuppen.

Für die Streckenführung würde sich, sofern es ein durchgehender Betrieb werden soll, nur an der Wand endlang und dann als geschlundene 8 (wie oben schon beschrieben) aus meiner Sicht eignen. Warum? Ich bau derzeit auch auf ähnlichen Platzverhältnissen (5,1m x 3,8m) und habe genau das umgesetzt.


Interessantes Material gab es hierzu auch in der MIBA Anlagen 13 (Kleinanlage auf 4,65 x 4,0m).


Hiermal ein Link zu meiner Anlage / planung http://www.s1gf.de/index.php?page=Thread…1407&highlight=

Viele Grüße

Marc
Modelbahner, Sammler und Bastler Spur1 und Z

Mein Avatar hätte ich gerne!

Gab es mal von Bockholt in 2010.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »speedyxp« (5. Januar 2017, 12:05)


  • »M.Schneider« ist der Autor dieses Themas

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9

Donnerstag, 5. Januar 2017, 22:13

Hallo zusammen,

erstmal vielen herzlichen Dank für die vielen Beiträge, Hinweise, Ideen und Links. Ja, nun bin ich wieder etwas geerdet, Wunsch trifft Wirklichkeit und eines von beiden bleibt leicht verbeult zurück...
Den Kardinalfehler habe ich wohl beim Hausbau gemacht. Hätte ich die tragende Wand durch Stützen ersetzt, wäre mein Problem nur 8,6x4,3m groß... Hätte, hätte, Fahrradkette...

Zusammenfassend stehen bisher folgende Optionen im Raum:

Option 1 - Umstieg auf Schmalspurbahn:
So sympathisch mir der "rasende Roland" in Realität auch ist, an der Modellbahn fasziniert mich nun mal die Bundesbahn mit Ihren Fahrzeugen. Das scheidet für mich deshalb aus.

Option 2 - Modulbau und/oder Schaufenster:
Gehört für mich fast zusammen. Ich würde eine Schaufenster-Anlage nach Möglichkeit so planen wollen, dass diese auch als Modul in eine Anlage eingebunden werden kann. Löst das mein Platzproblem? Eher nicht, wie bereits bemerkt sind auch für ein Schaufenster mit vorbildlichen Radien und Weichen die räumlichen Verhältnisse beengt. Und Module bauen ohne damit auch mal unabhängig Betrieb machen zu können? Hm, auch nicht so mein Ding. Vorstellen kann ich mir ein Anlagenteil als Modul zu bauen, ist aber auch eher schwierig, da dadurch noch mehr Einschränkungen entstehen. Also auch keine befriedigende Option für mich.

Option 3 - Wechsel auf Nebenbahnthema:
Eine Erkenntnis nach diesem Thread: Dadurch ändert sich doch grundsätzlich am Gleisplan überhaupt nichts. Leider. Das wirkt sich in erster Linie auf den Fahrzeugpark und die Ausgestaltung aus, nicht so sehr auf den Gleisplan. Vielleicht würde ich auf das Ausziehgleis verzichten, da bei der Nebenbahn durchaus auf das Streckengleis ausgezogen werden kann. (Wodurch aber der spielerische Vorteil gleichzeitig rangieren und fahren verloren ginge). Aber sonst? Auch bei einem Nebenbahnthema würde ich ja auf den Schweineradius verzichten wollen. Das ist jetzt schon ernüchternd.

Option 4 - Bauliche Veränderungen:
Da ich es leider mit einer tragenden Wand zu tun habe, scheiden größere Durchbrüche erstmal aus. Sicherlich irgendwie möglich, aber für den Anfang würde ich es bei einem einfachen Lichtraumprofil belassen wollen.

Option 5 - Nutzung der vollen Raumdiagonale:
Wäre nur für Schaufenster-Anlage nützlich, ansonsten bereiten die Zu- und Ablaufstrecken unüberwindbare Probleme.

Option 6 - Einstampfen:
Sich der Erkenntnis hingeben, das mein Anspruch nicht mit den Gegebenheiten zusammenpasst und vermutlich auf absehbare Zeit nicht zusammenpassen wird. Das schönste Stück für die Vitrine behalten, den Rest verscherbeln und einen harten Schnitt machen statt unbefriedigender Kompromisse. Öhm. Nee, soweit bin ich nun auch noch nicht.

Option 7 - Weitermachen und Weiterentwickeln:
Gefällt mir gerade am Besten. Jetzt habe ich mich durch den geplanten Abschied vom Schweineradius schon einen Schritt weiter gewähnt, da kann ich ja schlecht schon wieder aufgeben. Was mir vermutlich weiterhelfen könnte ist ein "Mock-Up". Ich sollte den Gleisplan mal 1:1 im Raum aufzeichnen oder auslegen. Anschließend mal mit einer Stellprobe die Sache evaluieren. Wirkt das echt alles total fipselig und unglaubwürdig? Wäre ich mit so einer Anlage zufrieden? Mir fällt es schwer, das jetzt nur anhand des Gleisplans zu bewerten.

Der Hinweis auf die Planung einer zweiten Ebene war gut, das hatte ich in meiner Planung zu schnell verworfen. Unter dem Bahnhofsbereich müsste ja die zweite Ebene sein. Grob schräg gegenüber der Kreuzungspunkt. Also im Bereich des Wanddurchbruchs. Das könnte also so aussehen:

Die Strecke verlässt doppelgleisig den "Durchbruchtunnel", anschließend steigt der orangene Teil ab und der schwarze Teil steigt zum Bahnhof hin auf.

Was mir gefällt:
Der orangene Teil ist im sichtbaren Bereich mit 2,3m Radius geplant, bietet also längeren Fahrzeugen eine schöne, wenn auch arg kurze Strecke. Evtl. könnte ich versuchen, einen kompletten Fahrweg mit großen Radien unterzubringen, womit auch eine Schraubenkupplungsgarnitur unterwegs sein könnte (wenn sie auch nicht den Bahnhof anfahren kann).
In der zweiten Ebene unter dem Bahnhof ließe sich auch noch ein Schattenbahnhof unterbringen, womit der Bahnhof im Nachbarraum kleiner ausfallen kann.
Kann in der Gestaltung ganz ansprechend sein, direkt vor den Bogenweichen liegt eine Brücke unter der das orangene Gleis schräg geführt wird. Dadurch entzieht sich der weitere Verlauf automatisch dem Betrachter.

Was mir nicht gefällt:
Deutlich mehr Aufwand für relativ wenig mehr an Strecke.
Die Streckenlänge für auf- / absteigendes Gleis erscheint mir recht knapp (müssten jeweils 4-5m sein). Dazu noch im Kurvenbereich. Reicht das? Inklusive Ausrundung?
Die Durchbrüche müssen größer werden.
Die direkte Ebenentrennung nach dem Tunnel wirkt komisch.

Naja, bleibt noch viel zu "Hirnen"

Viele Grüße,
Matthias Schneider

10

Donnerstag, 5. Januar 2017, 23:09

...ich bin mir nicht sicher....

...aber wäre es nicht möglich die obere Einfahrweiche in das Nebenzimmer zu verlegen und so nur den rechten Bahnhofskopf darzustellen? Das wirkt dann nicht so gezwungen....Als Kulisse Brücke, dahinter Häuser etc.

Ist dann zwar nur ein "halber Bahnhof", wirkt aber großzügiger....also doch nur Ausschnitt...?

Gruß

Michael
Epoche 2, die DRG als weltgrößtes Unternehmen.......

11

Donnerstag, 5. Januar 2017, 23:44

Hallo Matthias,

also ich hab mich bei meinem Projekt gleich fürs Wände rausreissen entschieden, denn hinterher wenn die Anlage steht würde ich es nicht mehr machen, wäre aber stets unzufrieden.
Beim Gleisplan kann man dann auch später noch besser varieren, wie wenn man immer ein paar fixe Wanddurchbrüche als Zwangspunkte hat.

Gruß
Michael

12

Freitag, 6. Januar 2017, 07:36

Hallo Matthias,

ok, soviel zu Feedback und konstruktiver Kritik.

Ein größerer Durchbruch erlaubt größere Flexibilität bei der Planung.
Mir ist zu Ohren gekommen, dass der Stahlträger schon erfunden wurde.
...sogar in unterschiedlichen Stärken.

Egal, eine weitere Möglichkeit wäre es auch das ganze Szenario nach draußen zu verlegen. Dort hättest Du viel Platz, könntest einen kleinen Bahnhof einer eingleisigen Hauptbahn (sogar mit BW) verwirklichen, große Radien und schlanke Weichen verwenden und auch Deine Züge fahren lassen.
Natürlich wärst Du hier vom Wetter abhängig, die Anlage hat einen höheren Pflegeaufwand und der vorgesehene Raum käme wieder nicht zum Tragen.

Die von Dir vorgesehene Steigung hätte früher beim Vorbild Zahnradbetrieb vorausgesetzt.
Dort gibt es auch schöne kompakte Vorbilder: zum Beispiel St. Andreasberg Stadt.
Hier könnte man auf der oberen Ebene St. Andreasberg Stadt lagern, durch beide Räume fahren und auf der unteren Ebene St. Andreasberg West (bzw. Teile davon). St. Andreasberg West dient dabei auch gleich als Fiddle Yard, so dass ein Zug- und Wagentausch und somit sinnvoller Frachtverkehr stattfinden könnte.
Das ganze ist sogar recht gut im WWW dokumentiert. (In Wikipedia sind sogar die Gleispläne hinterlegt!)
Ist natürlich wieder nicht das was Du willst.

Egal, in einen Schattenbahnhof (beim aktuellen Plan) unter dem Bahnhof kann nicht eingegriffen werden. (Die Höhen lassen dies nicht zu!). Das bedeutet zunächst einmal, dass Züge nur im sichtbaren Bahnhof gebildet und zerlegt werden können.
Es muss also mind. ein zugängliches Gleis im Schattenbahnhof geben (z.B. vor der Anlage oder mit Hilfe einer Kassette), da Du sonst immer den gleichen Zug zerlegst und bildest (die Wagenreihenfolge kann variieren und ggf. auch mal ein loktausch stattfinden, aber das Prinzip ist immer das gleiche.)
Man könnte auch im Nebenraum eine Wendel platzieren und so Höhe im Schattenbahnhof gewinnen, damit hier Zugbildungsaufgaben wahrgenommen werden können. Längere Fahrzeiten inklusive.
...allerdings ist der Aufwand recht hoch, Du stehst im anderen Raum und selbst wenn Du in den Nebenraum gehst, ist eine Wendel kein schöner Anblick, so dass die Gleise wahrscheinlich durch einen Berg oder ähnliches weggetarnt werden.
Du hast zwar längere Fahrzeiten, aber du siehst die Züge kaum. (Viel Aufwand, wenig Nutzen!)
Ein offener Fiddle Yard wäre - meines erachtens - sinnvoller.

...außer Dir ist der Güterverkehr egal und Dir reicht es Züge einfach fahren zu lassen. Nur verstehe ich dann nicht, warum Du gefühlte 1000 Ladestellen vorsiehst!

Jede Ladestelle erfüllt beim Vorbild einen Zweck. Manche Ladestellen erfüllen auch mehrere Aufgaben (Kosten/Nutzen).
Die ganzen Ladegleise ergeben bei Dir keinen Sinn. Das sieht eher nach einer Industrie oder Hafenbahn aus (mal abgesehen von der Länge der Gleise). Weniger ist auch hier wieder mehr.
Das Industriegleis auf der rechten Seite ist überhaupt nicht nutzbar, da der Platz für eine Sägefahrt nicht ausreicht.
Deine Ladestellen befinden sich alle an der Wand, das EG steht direkt vor Deiner Nase (außer Du möchtest gar kein EG aufstellen), so dass der Zugriff nicht ganz einfach ist. Je nach Kupplungsart könnte das Rangieren eine Herausforderung werden.

Anbei ein einfacher Entwurf eines kleinen Nebenbahn-Durchgangsbahnhofs. Dieser weist eine Ladestraße auf, eine Kopf- und Seitenrampe, einen Güterschuppen, ein EG und einen Landhandel. Die Ladegleise weisen eine sinnvolle Länge auf und entsprechen nicht "Flankenschutz-Kriterien". Sie sind weiterhin auch alle gut zugänglich.
Der halbe Hosenträger ermöglicht eine größere Nutzlänge und verhindert Sägefahrten.
Die Gleise sollten gerade verlaufen. Dafür wäre rechts wohl eine Bogenweiche einzuplanen.

Natürlich ist das auch nicht das, was Du möchtest!

Egal!

...vielleicht wäre auch eine andere Baugröße sinnvoll!?
(...aber das willst Du ja auch nicht!)


Gruß
Joachim
»JoachimW« hat folgendes Bild angehängt:
  • img_2485.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »JoachimW« (6. Januar 2017, 09:03)


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13

Freitag, 6. Januar 2017, 08:17

Hallo Joachim,


Deine letzte Handskizze entspricht fast genau dem von mir in Beitrag # 6 beschriebenen Bahnhof Esche.

Baubericht und jede Menge Bilder von Carsten Melzer dazu gibt's unter www.projekt-esche.net


Gruß
Rolf

  • »M.Schneider« ist der Autor dieses Themas

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14

Samstag, 7. Januar 2017, 15:02

...und weiter gehts

Hallo zusammen,

und weiter sprudeln die Ideen, dank des Feedbacks und der Vorschläge, nochmals Danke dafür.

@Michael:
Die Verlegung der Einfahrtsweiche in den anderen Raum und damit die Darstellung eines Bahnhofsausschnitts hatte ich verworfen, da mir die Kaschierung der Schnittstelle zu schwierig erschien. Bahnhofshalle geht ja nicht, also evtl. Fußgängerbrücke oder so etwas. Stelle ich mir sehr anspruchsvoll vor, damit das noch wirkt.

@Joachim
Deinem Beitrag wage ich eine gewisse Genervtheit ob meiner Beratungsresistenz zu entnehmen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Du als engagierter Fremo-Bahner die Augen verdrehst. Aber genau darum geht es mir ja, die verschiedenen Standpunkte kennenzulernen. Deshalb vielen Dank, denn Du hast glaube ich die zwei entscheidenden Tips gegeben. Im Einzelnen:
- Umbaumaßnahmen: Wie ich irgendwo oben geschrieben habe, technisch kann eine tragende Wand natürlich durch Träger ersetzt werden. Nur je höher ich die Hürden im Vorfeld mache, desto später oder gar unwahrscheinlicher wird der Beginn des Anlagenbaus. Mir wäre es wichtig, überhaupt mal in den Bau einzusteigen. Ich wage auch mal die Prognose, dass dies nicht meine letzte Anlage werden wird. Schließlich werde ich viele Erfahrungen machen und einiges lernen. Aber wer sich nie auf den Weg macht, wird auch nirgends ankommen.
- Gütergleise ohne Funktion: Da stimme ich Dir 100%ig zu. Daraus ist mein allererster Entwurf (Variante 1) entstanden, den ich zuerst auch noch per Lineal und Zirkel entworfen hatte. Da überlegt man sich sowieso jedes Gleis dreimal. Nach diesem Entwurf war ich überzeugt: Mehr geht nicht. Gleichzeitig war ich enttäuscht, weil das eben sehr wenig ist.
- Flankenschutz: Das war nützlich, wenn nicht gar entscheidend. Wenn man sich mal von dem Ausziehgleis verabschiedet und akzeptiert, dass nicht alle Stumpfgleise aus nur einer Richtung erreichbar sein müssen, ergeben sich auf einen Schlag sehr viel mehr Möglichkeiten. Natürlich mit dem Nachteil, dass nicht zwei unabhängige (evtl. durch zwei Personen) Spielbetriebe möglich sind (fahren und rangieren).
- Halber Hosenträger: Das ist auch eine sehr gute Idee. Habe das zum ersten mal im Thread von Marcs "speedyxp" Anlagenplanung gesehen, aber die Anwendung war mir nicht so klar. Ob ich mich tatsächlich mit einer Säge an so ein Teil rantraue, steht auf einem anderen Blatt. Aber die Gleiskombination finde ich ansprechend und interessant.

Gut, ausgehend von Joachims Vorschlag haben sich nun weitere Varianten ergeben:

Variante 5 - Basisvariante, Beibehaltung des grundsätzlichen Verlaufs, zusätzliche Stumpfgleise


Was mir gefällt: Der halbe Hosenträger. Der Verzicht auf das parallel verlaufende Ausziehgleis schafft Platz für die Gestaltung von freier Strecke. Züge in "freier Natur" fahren zu sehen, hat auch etwas schönes an sich.
Was mir nicht gefällt: Die Trennung von EG und GS, noch dazu in unterschiedlichen Winkeln ist störend. Gegenbogen bei Ausgang Bogenweiche, Einfahrt Stumpfgleis zum GS


Variante 5a - Als Vergleich mal der Verzicht auf die Kurvenlage des Bahnhofs


Was mir gefällt: s. Variante 5
Was mir nicht gefällt: Die Bahnsteiglängen verkürzen sich doch deutlich. Ausserdem sieht der Gleisplan so "steril" aus


Variante 5b - Verlegung der Bahnhofskurve zur Mitte der Gleise


Was mir gefällt: Fast alles
Was mir nicht gefällt: Gegenbogen im Bahnhofsknick von Gleis 1 zum Stumpfgleis rechts. Ließe sich noch auf Kosten (durch Verkürzen) der "Gegenbogenverhinderungsgeraden" am Ausgang der Bogenweiche korrigieren.


Ausgehend von Variante 5b lassen sich noch weitere Ideen durchspielen:

Variante 5b-1: Bin mit dem Thema "2 Ebenen" noch nicht durch. Möglich wäre jetzt auch eine Abzweigung im Bahnhof:


Was mir gefällt: Mehr Strecke, interessanterer Betrieb.
Was mir nicht gefällt: Die Abzweigung im Bahnhof. Noch dazu verlangt die Führung im Innenkreis zwingend den 1394er Radius.


Variante 5b-3: Einfügen eines Anschlussgleises. Ob mit oder ohne Schutzweiche sei mal dahingestellt.


Was mir gefällt: Mehr Möglichkeiten, neues Motiv, auch von der Sichtachse ausreichend getrennt vom Hauptmotiv "Bahnhof".
Was mir nicht gefällt: Eigentlich nichts.


Soviel zum aktuellen Stand. Also irgendwie doch erstaunlich viele Möglichkeiten und Varianten. Bleibt immer noch viel zum Nachdenken...

Viele Grüße,
Matthias

15

Samstag, 7. Januar 2017, 18:07

...wie wäre es , wenn Du Dich mal mit der Idee Flexgleise einzusetzen auseinandersetzt. Bislang habe ich nur vorkofektioniertes Gleismaterial gesehen, oder täusche ich mich?

LG

Michael
Epoche 2, die DRG als weltgrößtes Unternehmen.......

16

Samstag, 7. Januar 2017, 19:36

Hallo,

dieser letzte Entwurf gefällt mir am besten, und ich würde es fast so machen, allerdings schließe ich mich meinem Vorschreiber Michael an, ich würde an manchen Stellen unbedingt Flexgleis nehmen, sonst sieht das immer irgendwie eckig aus...

Wenn ich es wäre, der diese traumhaften Quadratmeter hätte, ich würde doppelgleisig bauen. Der Bahnhof müßte dadurch nicht größer sein und es können glechzeitig zwei Züge fahren.

Grüße
Christian

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17

Samstag, 7. Januar 2017, 19:50

...wie wäre es , wenn Du Dich mal mit der Idee Flexgleise einzusetzen auseinandersetzt. Bislang habe ich nur vorkofektioniertes Gleismaterial gesehen, oder täusche ich mich?
Hallo Michael,

nein, da täuschst Du Dich nicht. Wäre natürlich ideal, um den Knick im Bahnhof in eine Art kontinuierliche Bogenlage zu verwandeln, oder in der großen Kurve gleich Übergangsbögen einzubauen.

Naja, mit Flexgleis habe ich Berührungsängste. Mein letzter Versuch damit in Spur N war nicht so dolle. Gut, das ist 'ne Weile her und inzwischen gibt es YouTube-Tutorials... :)


Manche Ängste sollte man irgendwann mal überwinden...Hmmm.

Viele Grüße,
Matthias

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18

Dienstag, 10. Januar 2017, 21:07

Keine Angst vor schlanken Weichen...

Hallo Einser,

um noch mal eine andere Variante durchzuspielen, habe ich einfach mal die 15 Grad / 1394er Weichen durch schlankere 10 Grad / 2321er Weichen ersetzt.

Ich bin baff erstaunt, dass dies relativ problemlos möglich ist:


Knackpunkt ist nun der halbe Hosenträger, für den es keine Standardlösung mehr gibt. Die Variante von MSM aus zwei EW75 und einer 20 Grad Kreuzung (grün im Plan zum Vergleich) baut zu lang. Keine Chance, das unterzubringen.

Nächster logische Schritt war dann der Abschied von der 15 Grad Geometrie. Auch hier bin ich erstaunt, was dabei möglich ist:


Heraus kam eine Variante, die im Bahnhof hauptsächlich 2321/2461er Radien nutzt. Sonst 1550, nur die Bogenweiche hat jetzt den kleinsten Radius von 1394mm.
Problematisch ist immer noch der halbe Hosenträger, welcher eine Spezialanfertigung sein müsste, falls das überhaupt möglich ist.

Das Stumpfgleis zum Güterschuppen musste ich nun am EG vorbeiführen. Sowas gab es zwar auch beim Vorbild (sehr selten), ist aber unschön. Aber eine andere Lösung habe ich noch nicht gefunden.

Die Erkenntnis, dass trotz beengter Platzverhältnisse schlanke Weichen und weite Radien genutzt werden können, hat mich nun doch erstaunt.
Vielleicht geht ja doch was mit Schraubenkupplungen?

Viele Grüße,
Matthias

19

Dienstag, 10. Januar 2017, 21:44

...das EG...

....kann ja auch nach ganz "links" rücken....und die Güterabfertigung anstelle des EG, dort endet dann das Stumpfgleis.....

Ein Beispiel, spiegelverkehrt ist z.B. Eschershausen im Niedersächsischen....




Gruß

Michael Kuhr
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20

Dienstag, 10. Januar 2017, 21:52

Hallo,

Ich mache schon lange keinen Gleisbau mehr, die beiden Rechtsweichen oben links in der Skizze kann man ersetzen durch eine.
Das hatte ich am Anfang auch so ähnlich, als ich dann bei Hegob die doppelte Bogenweiche rechts gesehen hatte, wohlgemerkt die kleine Zeichnung, hab ich die Weiche einfach selber nachgebaut, für mich reicht das so, die Länge ist ca. 105 cm. Das spart gerade bei solch kleinen Anlagen viel Platz.
»Dash 8« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_3219.JPG
Grüße Jan

One gauge

Ich habe zwar keine Lösung, bewundere aber das Problem

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