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Montag, 12. Dezember 2016, 15:51

Hallgeber für Spur 1 ?

Hallo Leute,

mal eine Frage an die Anlagenbauer.

Ich benutze, für meine im Bau befindliche Anlage, überwiegend GBM (Gleisbesetztmelder Module). An manchen Stellen wäre es jedoch besser, mit Kontaktmeldern zu arbeiten. Im H0 Bereich sind ja Hallgeber fast üblich, kleine Magnete unter Loks und Waggons, den Hallgeber zwischen die Schwellen und fertig. Die dort üblichen geringen Abstände machen es möglich.

Das gleiche würde ich eigentlich gerne in Spur 1 auch tun, aber die Abstände zwischen Hallgeber (etwas unter Schwellenhöhe zum Einschottern) und Magneten sind ja teilweise, insbesondere bei Waggons sehr groß. Bei Loks findet man eigentlich fast immer eine Stelle, welche tief genug ist, um einen Magneten ohne grossen Aufwand zu befestigen. Ich habe einige Versuche mit 5x10x2 mm Neodym Magneten (Bestand aus Bastelkiste) unter einer Märklin V60 gemacht, aber der Abstand zwischen Bodenplatte und Hallgebern scheint, zumindest mit diesen Magneten, schon grenzwärtig zu sein. Bei höheren Geschwindigkeiten traten schon mal Aussetzer auf. Weitere Versuche mit grösseren Magneten habe ich noch nicht durchgeführt.

Hat jemand Erfahrung mit der Verwendung von Hallgebern wie z.B. TLE4905 als Kontaktmelder ? Falls ja, würde mich besonders die verwendete Magnetgrösse interessieren.
Gruß
Ralf

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2

Dienstag, 13. Dezember 2016, 11:44

Hallo RalfG,
manchmal kann man IR- Reflexions Lichtschranken nehmen, hier mal ein Beispiel.
Die Signal- Leitung kommt von einem IO- Modul, im Prinzip Spannung mit Vorwiderstand (bei 5Volt ca. 4,7kOhm), diese wird beim Auslösen auf GND herunter gezogen.
Angeblich soll die Auslösung schon durch blanke Achsen passieren oder helle Streifen unter dem Wagon.
Quelle: Rocrail, CGA190 Modul
»bbenning« hat folgendes Bild angehängt:
  • IrSensor.jpg
MfG. Berthold

3

Dienstag, 13. Dezember 2016, 13:06

Hallo Berthold,

Danke für den Tip.

Ich hatte schon eine Email von einem Forumskollegen bezüglich Lichtschranken bekommen. An das GCA190 habe ich gar nicht gedacht. Da ich sowieso Rocrail und diverse GCA Module benutze, dürfte das der einfachste Weg sein. Ich werde mal damit experimentieren, dann kann ich mir evtl. den Magnetkram sparen.
Gruß
Ralf

4

Dienstag, 13. Dezember 2016, 16:25

Hallo Leute,

zur Info, falls sich noch jemand mit dem Gedanken an die Verwendung von Lichtschranken zum steuern / melden trägt.

Nach Bertolds Schaltplan Vorlage habe ich mal eine Lichtschranke aufgebaut, da ich die passenden Bauteile noch vorrätig hatte. Das Ergebnis war leider für mich nicht brauchbar.

Vorweg, die Schaltung funktioniert einwandfrei, solange keine Leuchstofflampen im Spiel sind. Das ist bei mir im Keller, zumindest in der Bauphase, der Fall. Die Leuchstofflampen sorgen für Fehlmeldungen, was allerdings z.B. auch in dr Dokumentation zu dem genannten CGA190 Modul beschrieben ist.

Für mich heisst das, auf jeden Fall auf sogenannte "modulierte Lichtschranken" mit z.B. 36KHz auszuweichen, was sämtliche Fremdlichteinflüsse ausschaltet. Eine Beschreibung hierzu gibt es z.B. auch bei ROCRAIL, GCA 133 Modul.
Da ich die passenden Bauteile für eine solche Lichtschranke erst besorgen muss, werden erste Tests ein paar Tage warten müssen.

Falls Interesse besteht, kann ich dann gerne berichten.
Gruß
Ralf

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5

Dienstag, 13. Dezember 2016, 16:34

Hallo Ralf,
das ist schade, dass es nicht funktioniert, mit 36kHz Modulen ist es natürlich aufwändiger, hier müssen dann Microprozessoren her.
MfG. Berthold

6

Dienstag, 13. Dezember 2016, 16:38

Berthold,

ich hab da schon eine Idee. Ein Arduino Nano reicht perfekt für ein 8-Kanal Modul. Bei den Preisen ist das wohl eine wirklich preiswerte Lösung. Die Software bastel ich gerade zusammen.
Gruß
Ralf

7

Dienstag, 13. Dezember 2016, 16:46

Hallo Ralf,

In ihren ersten Beitrag schreiben Sie das GBM nicht immer eine gute Lösung sind.

Darf ich mal fragen an Ihnen warum das ist?
Mit freundlichen Grüssen

Kees-Jan van Vessem

8

Dienstag, 13. Dezember 2016, 17:25

Hallo Ralf,
Hallo Berthold,

würde es mit LED-Röhren funktionieren? Das wäre doch eine einfache und Energiesparende Lösung.

Gruß
Michael

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9

Dienstag, 13. Dezember 2016, 18:09

Hallo Michael,
ich denke, es liegt am noch vorhandenen Infrarot- Lichtanteil, kann man wahrscheinlich auch nur durch testen ermitteln.
MfG. Berthold

10

Dienstag, 13. Dezember 2016, 18:11

Hallo Ralf,

In ihren ersten Beitrag schreiben Sie das GBM nicht immer eine gute Lösung sind.

Darf ich mal fragen an Ihnen warum das ist?


Kees-Jan,

GBM ist ok solange alle eingesetzten Fahrzeuge Strom verbrauchen, also mindestens mit einem Widerstand, Widerstandslack, etc ausgerüstet werden. Das kann jedoch zu einem erhblichen Gesamtstrombedarf führen. Ausserdem sind nachträgliche Änderungen im Gleislayout recht kompliziert. Man muss mindestens die Gleise neu auftrennen und neue Kabel anlöten, sowie alte Trennstellen entfernen / verlöten. Diese Erfahrung habe ich jetzt beim Bau meiner Anlage gemacht, trotz gründlicher Planung sind Änderungen nach den ersten Fahrtests immer mal nötig (jedenfalls bei mir :) )
Ausserdem sorgt manchmal ein einzelner neuer, langer Waggon ohne Widerstand etc. am Zugende beim rückwärts Einfahren in ein Abstellgleis, für eine böse Überaschung am Ende :wallbash:

Magnete, oder wie sich jetzt zeigt, noch einfacher Lichtschranken zwischen den Schwellen, lassen sich viel einfacher von einer Position zur anderen versetzen.


@Michael,

mit LED Raumbeleuchtung habe ich keine Erfahrung. Falls diese Leuchtmittel wirklich das IR Spektrum nicht besitzen, könnte das funktionieren.
ps. Berthold war schneller mit der Antwort
Gruß
Ralf

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11

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 09:33

Hallo Ralf,
ich habe die Schaltung mal geändert, bisher war es ja eher eine analoge Schaltung, je nach zurück gespiegeltem Licht wurde der FET Transistor mehr oder weniger geschaltet.
Nun habe ich einen Komparator LM311 eingebaut, der vergleicht die Spannung an Pin 2+3 und schaltet dann die Signal- Leitung herunter, sobald die Spannung an Pin2 niedriger ist, als an Pin 3.
Mit dem Potentiometer RV1 kann man die Schaltschwelle genau einstellen, der R6 sorgt noch für die Hysterese, wenn der Ausgang herunter geschaltet wird, zieht er den Pin2 auch leicht tiefer, so werden Störungen besser eliminiert. Außerdem haben wir jetzt ein sauberes schalten. Ist aber nur ausgedacht, nicht getestet.
Ev. kann man so die Schaltschwelle so legen, dass das Neonlicht nicht mehr anspricht.
»bbenning« hat folgendes Bild angehängt:
  • IrSensor2.jpg
MfG. Berthold

12

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 09:51

Hallo Berthold,

ist mal einen Versuch wert. Mal sehen, ob ich noch einen LM311 finde, dann probiere ich es mal aus. Ist möglicherweise ein Lösung für Leute, die ohne Microprozessor arbeiten wollen.

Wobei ich selbst mich jetzt für eine modulierte (36KHz) Schaltung ähnlich GCA 133 entschieden habe. Allerdings nehme ich, wie schon erwähnt, einen Arduino Nano (die benutze ich für fast alle Modellbau Schaltungen) für jeweils 8 Kanäle. Damit habe ich per Software doch erheblich mehr Möglichkeiten. Als IR Empfänger habe ich mir SFH5110-36 bestellt.
Gruß
Ralf

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13

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 16:17

Guten Tag zusammen,

nur so als Idee von mir...
warum nehmt Ihr denn nicht als IR-Empfänger den IS471F und als Sender dazu ne 3 mm IR-LED SFH 409?
Spannungsversorgung zwischen 4,5 und 16 VDC..
als Widerstand R habe ich 470 Ohm
der Kondensator C hat 0.33 μF
Fertig ;)

Damit habe ich bereits mehrere H0 Anlage erfolgreich modifiziert...
Die Schaltung ist sehr einfach aufzubauen und es werden keine komplizierten Modulationsschaltungen mehr benötigt.
Sie arbeitet durch die interne Modulation sehr sicher und unempfindlich vom Umgebungslicht. Da sich die Modulationsfrequenzen der jeweiligen Empfänger-IC's immer etwas unterscheiden,
sind die Lichtschranken auch voneinander unabhängig!
Blenden oder Filter werden hier nicht mehr benötigt.
Zur räumlichen Justierung reicht eine grobe Ausrichtung aus.
Die Größe der Empfänger/Sender- Bausteine erlaubt eine gute Tarnung in der Landschaft.
Also eigentlich ideal denke ich :D



Gruß Micha
Greetings Mick :D

14

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 16:45

Moin

den IS471F habe ich auf meiner Testanlage erfolgreich eingesetzt. Kleine Bauform, unempfindlich gegen Leuchtstoffröhren und Sonnenlicht. Kann ich nur empfehlen......
.
Gruß Uwe

Module/Segmentanlage im Bau - System Control 7/DCC++ - Rocrail/Rocweb - Epoche V - KBS 393
Meine Anlage - Bahnhof Sommerburg
Meine Videos

15

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 17:21

Der IS471F ist sichr keine schlechte Idee, allerdings hat man damit z.B. keine Möglichkeit der Signalverlängerung.

Wenn ich z.B. nur die Stahlachsen eines Waggons als Reflexfläche habe (Vorteil keinerlei Modifizierung an den Modellen), entstehen bei schneller Fahrt sehr kurze Eingangssignale, welche für viele Module, Zentralen oder Software unter Umständen nicht sauber bzw. schnell genug erfasst werden können. Mit einem kleinen Microprozessor wie dem Arduino kann ich das Signal ohne Probleme erfassen und auf z.B. 1 Sekunde strecken. Damit kommt dann jedes System zurecht.
Gruß
Ralf